Führungen Großmarkthalle München am 16. und 30. November 2017 ab 08.30 Uhr

Auf meinen zwei-stündigen farbenfrohen Themen-Rundgängen bei laufendem Betrieb (!) führe ich Sie durch den „Bauch von München“, der vor über 100 Jahren gegründet wurde nach dem Motto
„Täglich frisch!“

Wir besuchen die Gärtnerhalle, die Hallen 1 – 4 (mit einer großen Vielfalt an internationalem Gemüse & exotischen Früchten), spazieren durch den Kartoffel- und Zwiebelgang, werfen einen kurzen Blick in die Halle „Medi-Food“ (Feinkost / Fisch aus dem Mittelmeerraum) und wandern durch den Tunnel (Achtung: Linksverkehr !) zur Bananenreiferei.

Was erleben Sie?
Sie schnuppern den Duft von unzähligen verschiedenen Kräutern und edlen Essblüten in der Gärtnerhalle und werden mutmaßen, welche gewaltige Kraft Vitalpilze und Heilpilze haben können

Wir zeigen Ihnen exotische Früchte, die Farbe, Abwechslung und viel Geschmack in die Küche bringen, und schauen einem Fachhändler über die Schulter, der fast sein ganzes Obst wie Kurkuma, Mangos, Ananas, Stinkfrucht, Granatapfel, Pomelo u.a. als Flugware aus Fernost und Südamerika bezieht und interessierten Gästen ggfs. eine Essprobe seiner Exoten anbietet

Sie erfahren, wer Verzehrbares an Obst und Gemüse aus den Großmarkthallen bekommt, das für den Weiterverkauf aussortiert wird

Zum Schluss: Alles Banane! In der Bananenreiferei schauen wir uns an, wie unser Obst aus aller Welt per Kühlschiff und Bahn herantransportiert wird

Die Großmarkthallen in München gehören nach Paris und Barcelona zu den größten kommunalen Märkten Europas und sind internationaler Treffpunkt der Obst-, Gemüse- und Blumenbranche, versorgen täglich eine Region mit etwa fünf Millionen Menschen und vermitteln Waren ins gesamte europäische Ausland. Während die Stadt noch schläft, herrscht in den Großmarkthallen schon Hochbetrieb. Es ist ein Dorf mitten im München, geschäftig und doch familiär. Rund 3000 Menschen aus dem In- & Ausland arbeiten hier.

Termine:
Donnerstag, den 16. November und Donnerstag, den 30. November 2017, jeweils von 08.30 – 10.30 Uhr
Treffpunkt: Eingang Westtor Thalkirchner Straße / Höhe Oberländer Straße Bus 132
Unkosten: 10 € pro Person
Teilnehmerzahl: maximal 20 Personen
Kleidung: Warm. Leger. Gute Schuhe.
Hunde sind nicht erlaubt.
Anmeldung bis spätestens 30. Oktober 2017 über das Kontaktformular.
Dauer des Rundgangs: 2 Stunden
Ende: Großgaststätte – hier gibt’s die besten Weißwürste beim „Weißwurstpapst“ Wallner
(Essen und Getränke zahlt jeder im Wirtshaus selbst)

Es freut sich auf Ihre Anmeldung und Ihr Kommen
BARBARA SCHÖNE
Stadträtin a. D.
seit mehr als 40 Jahren Gästeführerin

Große Deutsche Kunstausstellung und „Entartete Kunst“

„München, Sommer 1937.

Große Deutsche Kunstausstellung und „Entartete Kunst“

 

Diese Ausstellung im HAUS DER KUNST in der Prinzregentenstraße 1 läuft bis

  1. Februar 2018 in der Prinzregentenstraße 1und ist täglich von 10 – 20 Uhr geöffnet.

 

Vor 80 Jahren wurde das „Haus der Deutschen Kunst“ mit der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ am 18. Juli 1937 feierlich eröffnet. In der Eröffnungsrede gab Adolf Hitler eine umfangreiche Darstellung des nationalsozialistischen Verständnisses von „deutscher Kunst“, die in Zukunft öffentlich als einzige zugelassen werde. Dabei skizzierte Hitler eine grundlegende, völkisch-rassistisch begründete Leitstruktur historischer und kunstgeschichtlicher Deutungen. Mit seiner Vorstellung, dass Kunst unmittelbarer Ausdruck der sie prägenden Zeitumstände sei, identifizierte er die Kunst der Weimarer Republik mit dem damaligen politischen System. Die von ihm geschätzte Kunst hingegen sah er durch Politik legitimiert und zugleich als Politik legitimierend. Die neue deutsche Kunst definierte er stilistisch wie ideologisch mit den Worten: „Deutsch sein, heißt klar sein – vor allem auch wahr sein“. In Abgrenzung dazu diffamierte Hitler die „moderne Kunst“ als „entartet“.

Ungefähr 20 000 Arbeiten der Avantgarde waren von den Nationalsozialisten aus über 100 deutschen Museen entfernt, verkauft oder zerstört worden. Das Haus der Kunst in München hat sich erst spät seiner Vergangenheit als von den Nazis zu Propagandazwecken errichtetes Gebäude gestellt, immerhin ein Lieblingsprojekt Hitlers. Ergo ließ Joseph Goebbels in neuen Räumen am südlichen Ende des Englischen Gartens die verhöhnende Kontrast-Exposition als Wanderausstellung zusammentragen, um zu zeigen, was man als „deutsche Kunst“ verstanden wissen wollte. Damals standen 650 beschlagnahmte Exponate der Klassischen Moderne aus 32 Museen zur Verfügung.

 

Ab Sommer 1937 wurde das „Haus der Deutschen Kunst“ ein beliebtes Ziel des Münchner Fremdenverkehrs. Es kamen über 735 000 Touristen in die „Hauptstadt der Bewegung“. Der Königsplatz, heute bewundert als Symbol für das „Isar-Athen“ von König Ludwig I, wurde von den Nazis als Aufmarschgelände für Propaganda-Zwecke missbraucht, während andere NS-Bauten rund um den Königsplatz in der Maxvorstand entstanden.

 

Mit der ersten „Großen Deutschen Kunstausstellung“ wurde „nach dem Willen des Führers“ das heutige HAUS DER KUNST eingeweiht. Es folgten noch sieben weitere dieser Leistungsschauen mit Künstlern, die den Nazis genehm waren. Bis 1944 versuchten rund 9000 Künstler bei der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ angenommen zu werden. Immerhin haben rund viereinhalb Millionen Menschen alle acht „Großen“ gesehen. Vom NS-Propagandaministerium wurden alle Werke der sogenannten „entarteten“ Kunst in einer Künstlerkartei verzeichnet, die digital in der Archiv Galerie einsehbar ist. Die „Große Deutsche Kunstaustellung“ fand insgesamt achtmal von 1937 bis 1944 im eigens hierfür gebauten Haus der Deutschen Kunst am Englischen Garten in München statt und war repräsentativ für die Kunst im Nationalsozialismus.

 

Mit der Eröffnung der neuen Ausstellung am 18. Juli 2017 wird auch wieder bekannt, dass Hitler fleißig Geschäfte mit der Kunst machte – er erwarb 1321 Werke für 7 Millionen Reichsmark. Nach der Eröffnung des Hauses der Deutschen Kunst“ am 18. Juli 1937 vor genau 80 Jahren durch Adolf Hitler folgte die „Entartete Kunst“ in der Hofgarten-Galerie mit 650 Werken von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Ernst-Ludwig-Kirchner und der klassischen Moderne. Hitler zeigte mit der Doppel-Ausstellung, welches Kunstbild er durchsetzen und zementieren wollte „Das Haus der Deutschen Kunst“ sollte rassistische Kunst präsentieren, die rassistische Politik möglich machen sollte“.

 

In den acht Ausstellungen von 1937 bis 1944 wurden 7000 Kunstwerke für einen Gesamtpreis von 19 Millionen Reichsmark verkauft. 90 Prozent erhielten die Künstler. 4,5 Millionen Besucher brachten immerhin Einnahmen von 4,6 Millionen Euro. Die Schau läuft täglich von 10 – 20 Uhr bis zum 4. Februar 2018 in der Prinzregentenstraße 1.

Immobilienmarkt München

Commerz Real kauft High-Light-Towers in Schwabing

Auf dem Immobilienmarkt München wurde „Eine absolute Top-Immobilie in Premiumlage“ verkauft. „Halbe Milliarde für Bürotürme“ ist der Titel eines Beitrages von Alfred Dürr, welcher am 24./25.12.2016 in der Süddeutschen Zeitung erschien. Großinvestoren reisen sich um Immobilien in München. Lesen Sie mehr dazu bei der Süddeutschen Zeitung.

Um diese Architekturhighlights selbst zu erleben, bietet sich „Modernes München – Futuristische Stadtgestaltung“ an.

Führung Siglo de Oro – Spaniens Goldenes Zeitalter

Am Freitag, den 13. Januar 2017, führe ich die neue Ausstellung mit Meisterwerken der Ära VELÁSQUEZ in Malerei und Skulptur:
Spanische Meister in der Kunsthalle, Theatiner Str. 8 um 17.30 Uhr

Es geht um weltberühmte Meisterwerke von Diego Velázquez, Bartolomé Esteban Murillo, El Greco und Francisco der Zurbarán und andere, bis dato in Mitteleuropa nie gezeigte Gemälde und Bildhauerwerke.

Das Siglo de Oro, Spaniens Goldenes Zeitalter, zählt zu den faszinierendsten Kapiteln der Abendländischen Kunstgeschichte. Ausgerechnet im 17. Jahrhundert, als das bis dahin mächtigste Land Europas, zusehendst seine politische Vorherrschaft verlor, erreichte seine Kunst ihre größte Blüte.

Führungshonorar 10 € pro Person, Kinder frei
zzgl. Eintritte an der Kasse im 1. OG
Die Gruppe ist auf 20 Personen begrenzt.

Ich führe mit Headset, das mir von der Kunsthalle zur Verfügung gestellt wird.
Die Führung ist angemeldet.

Es würde mich sehr freuen, Sie am 13. Januar 2017 um 17.30 Uhr in der Kunsthalle, 1. OG, begrüßen zu dürfen.
Ihre
Barbara Schöne

P.S.:
auf Anfrage biete ich Ihnen auch gerne weitere Termine an.

Die Ausstellung beinhaltet unter anderem Leihgaben des Museo del Prado, Madrid wie das bekannte Werk von Diego Velázquez, welches Sie bis März 2017 in München im Original bestaunen können.

Diego Velázquez
Hofnarr mit Buch auf den Knien
Museo del Prado, Madrid
© Photographic Archive. Museo Nacional del Prado. Madrid

 

„Ludwig-Festival“ im Kunstareal Sonntag, 23. Oktober 2016

Inhalt

Museumsgründungen, Kulturbauten und Neuerwerbungen von König Ludwig I.

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„Ludwig-Festival“ im Kunstareal Sonntag, 23. Oktober 2016

Führungen, Vorträge, Kinderprogramm in Museen und Institutionen im Kunstareal Tweetwalk am Samstag, 22. Oktober 2016, 11 Uhr. Sieben Museen, Institutionen und Kunstführer im Kunstareal veranstalten am Sonntag, 23. Oktober 2016 ein „Ludwig-Festival“. In Führungen, Vorträgen und Stadtspaziergängen erfahren die Besucherinnen und Besucher Hintergründe zu Ludwigs Museumsgründungen, Kulturbauten und Kunsterwerbungen. Das Festival geht auf Initiative des Ägyptischen Museums zurück, wo man heuer ein „Ludwig-Jubiläum“ feiert: Vor 200 Jahren hat der bayerische König auf einer Pariser Auktion die ersten Aegyptiaca für Bayern erworben. Die Ankäufe waren Teil einer umfassenden Kunst- und Kulturpolitik, die den Grundstein dafür legte, dass München heute eine Kunst- und Kulturstadt von weltweitem Rang ist. Die Teilnahme an den Führungen ist mit Ausnahme der Stadtführung kostenlos. In den Museen gilt der Sonntagseintritt von 1 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei.

Social-Media-Walk Am Vortag, Samstag, 22. Oktober 2016, findet um 11 Uhr ein „Tweetwalk“ auf den Spuren Ludwigs statt, zu dem Twitterer, Blogger und andere Social-Media-Freunde eingeladen sind (Anmeldungen an @smaek_muc; #ludwigfestival).

Teilnehmende Institutionen:  Abtei St. Bonifaz / Alte Pinakothek / Histonauten Kunst-Tour / Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke / Neue Pinakothek / Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek / Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

PROGRAMM

11 Uhr  SMAEK: Ludwig I. – 200 Jahre Altägypten in München | Dr. Sylvia Schoske Glyptothek: 200 Jahre Baubeginn der Glyptothek. Ein Museum für „Werke ausgezeichneter Schönheit“ | Dr. Roberto Díaz Neue Pinakothek: Grundsteinlegung der „neuen königlichen Pinakothek“ 1846. Ein Haus für die Zeitgenossen | Esther Emmerich

12 Uhr Siegestor, Leopoldstr. 1 – Ein Siegestor für keinen Sieg. König Ludwig I. und sein Triumphbogen | Dr. Michael Pfanner

13 Uhr Alte Pinakothek: Auf der Jagd nach der „Täubin“. Ludwigs Ankauf der „Madonna Tempi“ | Jochen Meister

14 Uhr Max-Josephs-Platz Ludwig I. und die Umgestaltung Münchens zum ‚Athen an der Isar‚ | Stadtführung von Kunst-Tour Teilnahmebeitrag 10,- Euro | Dr. Christoph Engels Im Anschluss ca. 15:30 Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke: Der Konstantinsbogen als Vorbild des Münchner Siegestores von Ludwig I. | Daniel Wunderlich

15 Uhr Glyptothek | SMAEK: 200 Jahre Ägyptische Sammlung – in der Glyptothek und im Ägyptischen Museum, Dr. Astrid Fendt, Dr. Arnulf Schlüter

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16:30 Uhr St. Bonifaz: Geschichte und Gegenwart von St. Bonifaz mit dem Grab Ludwigs I. | Pater Korbinian Linsenmann

18 Uhr St. Bonifaz: Film-Soirée: „Ruhe kann mein Wesen nicht ertragen“. Ludwig I. von Bayern | Histonauten (Buch: Klaus Reichold, Regie: Thomas Endl, Bayerischer Rundfunk 2006)

Ägyptisches Museum | Gabelsbergerstraße 35 | 11 Uhr  Ludwig I. – 200 Jahre Altägypten in München / Dr. Sylvia Schoske Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst verdankt Ludwig I. einen guten Teil seiner heutigen Bestände an herausragender Plastik. Getreu seinem Motto „Werke ausgezeichneter Schönheit will ich erwerben“ war Ludwig nicht am Erwerb kompletter Sammlungen, sondern am Ankauf herausragender Einzelobjekte interessiert und gab damit die spätere Ausrichtung der Ägyptischen Sammlung als Kunstmuseum vor. Sylvia Schoske, Direktorin des Museums, führt durch das Haus und stellt die Erwerbungen Ludwigs I. vor.

Alte Pinakothek | Barer Str. 27 | 13 Uhr   Auf der Jagd nach der „Täubin“. Ludwigs Ankauf der „Madonna Tempi“ / Jochen Meister Um die besten Werke in Europa erwerben zu können, hatte Ludwig ein Netzwerk von Kunstagenten zur Hand, die ihn mit Angeboten belieferten oder auf besondere Stücke hinwiesen. Der „Gallerieinspector“ seines Vaters, Johann Georg von Dillis, erster Direktor der Alten Pinakothek, wies den Kronprinzen 1808 auf ein relativ kleines Gemälde in Florenz hin, für das er sich sofort begeisterte und es kaufen wollte, falls es „gut und rein erhalten“ und der Preis angemessen wäre. Es handelte sich um eine Madonna im Besitz des Marchese Tempi. Da Ludwig wegen befürchteter Konkurrenten die geplante Erwerbung geheim halten wollte, bekam sie den Decknamen „Täubin mit Jungem“ – und eine Jagd begann, die das Objekt der Begierde erst zwanzig Jahre später nach München führte, wo 1826, also vor genau 190 Jahren, der Grundstein der ersten Pinakothek gelegt worden war. Jochen Meister, Referent für Kunstvermittlung an den Pinakotheken, stellt das Gemälde und seine abenteuerliche Geschichte vor.

Glyptothek | Königsplatz 3  | 11 Uhr  200 Jahre Baubeginn der Glyptothek. Ein Museum für „Werke ausgezeichneter Schönheit“ / Dr. Roberto Díaz. Nach der Ernennung Leo von Klenzes zum Privatarchitekten für Ludwig I. begann 1816 der Bau der Glyptothek, die 1830 eröffnet wurde. Für die Glyptothek konzipierte Klenze ein Gebäude mit klassischer Fassade und quadratischem Grundriss. Wie viele Intellektuelle seiner Zeit war Klenze der Ansicht, dass es sich beim klassischen Stil um ein unvergängliches Ideal der Kunst handelte. Da man seit Winckelmann die ägyptische Kunst als den Beginn der Kunstgeschichte betrachtete, war dem alten Ägypten der erste Raum gewidmet. In den anderen Sälen wurden die Skulpturen der griechisch-römischen Zeit aus der Sammlung von Ludwig I. in chronologischer Anordnung ausgestellt. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Ludwig I. damit begonnen, Kunstwerke aus der Antike zu sammeln. Im Einklang mit den Werten der philosophischen Ästhetik des 19. Jahrhunderts erwarb der bayerische Kronprinz und spätere König nur Objekte, die durch ihre künstlerische Schönheit hervorstachen. Bei dieser Führung lernen die BesucherInnen Details über die Geschichte dieses faszinierenden Gebäudes und die Entstehung der Sammlung von Ludwig I. kennen.

Glyptothek | Ägyptisches Museum | Treffpunkt Glyptothek | Königsplatz 3  | 15 Uhr  200 Jahre Ägyptische Sammlung – Doppelführung in der Glyptothek und im Ägyptischen Museum / Dr. Astrid Fendt, Dr. Arnulf Schlüter Bereits in jungen Jahren fasste Ludwig I. den Entschluss: „Wir müssen auch zu München haben, was zu Rom Museo heißt“. Er greift damit eine neue Idee auf, denn die Institution des Museums als ein Ort, an dem Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, war gerade erst im Entstehen. Mit der Glyptothek erbaut Ludwig das erste als solches geplante Antikenmuseum weltweit. Ludwig war in seiner Leidenschaft für die Antike wesentlich durch die Vorstellungen von J. J. Winckelmann geprägt. Eines stand bei den Planungen für die Glyptothek aber von Anfang an fest: Die Kunstgeschichte beginnt nicht erst mit den Griechen und Römern! So entschied Ludwig die Ausstellung mit einem Ägyptischen Saal zu beginnen. Astrid Fendt, Konservatorin an den Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek, beginnt die Doppelführung in der Glyptothek und erklärt den Ort des Geschehens. Arnulf Schlüter, stellvertretender Direktor des Ägyptischen Museums, zeigt im Anschluss die von Ludwig I. erworbenen Aegyptiaca, die sich heute im Ägyptischen Museum befinden.

Max-Josephs-Platz [Treffpunkt: Max-Joseph-Denkmal] | 14 Uhr  Ludwig I. und die Umgestaltung Münchens zum ‚Athen an der Isar‘ / Kunst-Tour, Dr. Christoph Engels Was wäre München ohne König Ludwig I.? Königsplatz, Karolinenplatz, Wittelsbacherplatz, Odeonsplatz, Max-Joseph-Platz und Ludwigstraße zeugen von wahrhaft königlicher Größe. Die städtebauliche Anlage bildet zusammen mit den vollendeten prominenten Bauten ein einzigartig schönes klassizistisches Stadtensemble, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Als begeisterter Antikensammler und passionierter Philhellene war es Ludwigs erklärtes Ziel, München zum „Athen an der Isar“ und zur führenden deutschen Kunststadt des 19. Jahrhunderts zu machen. Der kunsthistorische Stadtspaziergang spürt Ludwigs heute noch so lebendigen Geist nach und stellt die wichtigsten Leistungen des Königs und seiner Stadtplaner und Architekten vor, zu denen u.a. Karl von Fischer, Friedrich von Gärtner, Leo von Klenze und Friedrich Ludwig von Sckell zählten.

Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke | Treffpunkt am Siegestor, Leopoldstraße 1 | 12 Uhr.  Ein Siegestor für keinen Sieg. König Ludwig und sein Triumphbogen / Dr. Michael Pfanner. Das Siegestor gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Münchens. Ludwig I. ließ es 1843 – 1850 von seinem Hofarchitekten Friedrich von Gärtner erbauen. Mit dem Bogenmonument eiferte er den römischen Triumphbögen, aber auch seinem Vorbild Napoleon nach. Das Siegestor war eines der Lieblingsprojekte des Königs, um das er sich selbst mit viel Engagement und sogar  Baustellenkontrollen kümmerte. Es gibt in München wenige Denkmäler, die mit der handwerklichen Qualität und Perfektion des Siegestores konkurrieren können. Von 1995 -1999 wurde das Tor umfassend saniert. Der Restaurator weiß von manch unbekannten Dingen zu berichten und kennt Geheimnisse, die er – ausnahmsweise und nur an diesem Sonntag-Mittag – mit den verehrten Zuhörern zu teilen bereit ist.

Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke | Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München| ca. 15.30 Uhr (im Anschluss an die Stadtführung). Der Konstantinsbogen in Rom als Vorbild des Münchner Siegestores / Daniel Wunderlich. Das Siegestor von Ludwig I. in München orientiert sich an neuzeitlichen, aber vor allem an antiken Monumenten. Der mit dem Bau beauftragte Hofarchitekt Friedrich von Gärtner reiste eigens zum Studium antiker Vorbilder nach Rom. Der monumentale Konstantinsbogen, von Kaiser Konstantin dem Großen 312–315 n. Chr. errichtet, beeindruckte von Gärtner in besonderer Weise und diente ihm als Vorlage für die Konzeption des Siegestores.   Ein Modell dieses Vorbildes des Münchner Bogens befindet sich seit diesem Sommer als Dauerleihgabe des Metropolitan Museum in New York im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke. So lassen sich aus nächster Nähe Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Siegestor betrachten.

Neue Pinakothek | Barer Straße 29 |  11 Uhr  Grundsteinlegung der „neuen königlichen Pinakothek“ 1846. Ein Haus für die Zeitgenossen / Esther Emmerich Nachdem 1836 die Alte Pinakothek eröffnet worden war, wurde nur zehn Jahre später am 12. Oktober der Grundstein gelegt für eine „neue königliche Pinakothek“. Ludwig plante ein Museum für „Gemälde aus diesem und aus künftigen Jahrhunderten“, das er aus eigenen Mitteln finanzierte und der Öffentlichkeit als Pendant zur älteren Pinakothek präsentierte. Der Bau August von Voits wurde im Krieg zerstört, heute ist die Neue Pinakothek, entworfen von Alexander Freiherr von Branca und 1981 wiedereröffnet, ein herausragendes Beispiel des Museumsbaus der 1970er Jahre. Doch Vieles in der Sammlung weist noch auf den königlichen Gründer, der beispielsweise die Gemäldesammlung seines Baumeisters Leo von Klenze erwarb. Die Kunsthistorikerin Esther Emmerich erläutert die Geschichte dieser besonderen Sammlung und die Absichten, die Ludwig beispielsweise mit Carl Rottmanns Griechenland-Zyklus verfolgte, in dem er selbst auftaucht.

St. Bonifaz | Karlstraße 34 | 16:30 Uhr Geschichte und Gegenwart von St. Bonifaz mit dem Grab Ludwigs I. / Pater Korbinian Linsenmann  Der Königsplatz mit seinen Gebäuden war ein Lieblingsprojekt Ludwig I., das er schon als Kronprinz begonnen hatte vorzubereiten. In der Basilika St. Bonifaz, die ein Teil dieses Ensembles ist, hat er seine letzte Ruhe gefunden. Bei einer Führung durch die Basilika wird dieser Teil seines Wirkens vorgestellt und auch das Grab des Königs besucht.

St. Bonifaz | Karlstraße 34 | 18 Uhr Film-Soirée: „Ruhe kann mein Wesen nicht ertragen“. Ludwig I. von Bayern / Histonauten „Feurig muß das Leben mir schäumen, sehnen will ich und schwärmen und träumen“, dichtete Ludwig I. Tatsächlich blieb er zeitlebens ein rastloser Geist. Allein in Italien weilte er mehr als 30 Mal. Und von jeder Reise brachte er eine neue Anregung mit nach Hause: Der Poseidon-Tempel in Paestum inspirierte ihn zur Walhalla, eine 1828 im Schatten des Vesuv entdeckte Villa zum „Pompejanum“ in Aschaffenburg. Selbst sein Altersruhesitz in der Pfalz hat ein südliches Vorbild: dasLandgut seiner langjährigen Geliebten Marianna Florenzi in Umbrien.

 

Eröffnung des Monopteros im Englischen Garten

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Der Monopteros im Englischen Garten hingegen wurde kürzlich von seiner Verschalung befreit und ist nach abgeschlossener Sanierung nun wieder in seiner ganzen Pracht zu bewundern.

Liebe Freundinnen und Freunde der bayerischen Schlösser, Gärten und Seen,
wenn die Wiesn vorbei ist, wird es Zeit für Kunst & Kultur und besonders für die Residenzwoche München.
In den kommenden neun Tagen öffnet die Residenz ihre Tore unter dem Motto „Lebendige Geschichte“. Sie dürfen sich auf viele Sonderführungen, exquisite Konzerte, eine Ausstellung zur „Ältesten Münchnerin“ und vieles mehr freuen.
Genießen Sie faszinierende Augenblicke in der Residenz!
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Noch bis Mitte November ist unsere Wanderausstellung „Gut gebrüllt – Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen“ im Museum der Stadt Füssen zu Gast.im-zeichen-des-loewen

VOM WASSER AUF DIE STRASSE

Flößerei in der Umbruchszeit

Eine Ausstellung des Flößer-Kulturvereins München Thalkirchen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Oberbayern Kuratorin: Dr. Christine Rädlinger Warentransporte auf dem Wasserweg waren über Jahrhunderte hinweg die bevorzugte und oft auch einzig mögliche Art, Handelsgüter über weitere  Strecken hinweg zu verschicken. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschwerte der Bau von Kraftwerken auf den Flüssen Isar und Loisach zunehmend diese bewährte Transportart. Gütertransporte konnten nun auf solide gebaute Straßen und auf neu angelegte Eisenbahntrassen umgeleitet werden. Flößer beförderten nach 1900 fast ausschließlich Brenn- und Bauholz und/oder organisierten an den Wochenenden Vergnügungsfahrten für Ausfl ügler. Die Ausstellung zeigt diese Veränderungen auf und stellt anhand einiger Flößerfamilien an Isar und  Loisach dar, wie die Flößer versuchten, diesen schwierigen Lebensbedingungen zu begegnen. Weitere Schwerpunkte der Ausstellung werden die Flutung der ehemaligen Flussstrecke bei Fall sowie die Flößer von Benediktbeuern bzw. Schönmühl sein.

Ausstellung in Benediktbeuern Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern Osttrakt des Maierhofs im Kloster Benediktbeuern Michael-Ötschmann-Weg 4,83671 Benediktbeuern 9. Oktober bis 20. November 2016. Öffnungszeiten: Dienstag und Samstag 13.00 bis 16.00 Uhr. Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr. Allerheiligen geschlossen Ausstellungseröffnung am Sonntag, 9. Oktober 2016, 11 Uhr. Informationen zu den begleitenden Veranstaltungen unter: www.fl oesser-kulturverein.de in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Oberbayern

Ausstellung in Benediktbeuern Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern Osttrakt des Maierhofs im Kloster Benediktbeuern 9. Oktober bis 20. November 2016

Mehr Details

Oktoberfest ist naß und kalt

Trotz des nass-kalten Beginns der 183sten Wiesn gab es bereits am ersten Oktoberfest-Sonntag viele vergnügte Gäste aus nah und fern, die sich weder den Besuch des traditionellen und farbenfrohen Trachten – und Schützenumzugs vermiesen ließen noch sich aus Sicherheitsgründen scheuten, die freundlichen Kontollen am Haupteingang zu passieren. Jeder Wiesnbesucher, ob groß oder klein, aus München oder aus Fernost, fühlte sich wie in den letzten Jahrzehnte auch – einfach gut!!!

Weiter so: ich bin mit dem „Verein zur Erhaltung der Biergartentradition eV“ – kurz Biergartenverein genannt – am Freitag in der Ochsenbraterei bei Haberls und am Sonntag mit einer Gruppe aus dem Reich der Mitte in einem anderen Festzelt zum Feiern.

Hopfen und Malz – Gott erhalt’s

Barbara Schöne, Stadträtin a. D., Offizieller Stadtführer seit 40 Jahren, Mitglied im Biergartenverein seit 20 Jahren