Der Englische Garten ist mit einer Fläche von 4,7 Quadratkilometer einer der größten Stadtparks auf der Welt. Mit seinen Bächen, Seen, Wiesen und Biergärten ist es der beliebteste Treffpunkt zum Relaxen, einer romantischen Kutschfahrt, Einkehr in einen Biergarten unter schattigen Kastanien oder zum ausgedehnten Spaziergang mit Mann und Hund.

Bis zum Jahr 1788 war der Englische Garten eine Auenlandschaft und als ein schier undurchdringlicher Wald das Jagdgelände der bayerischen Fürsten aus dem Hause Wittelsbach. Unter Kurfürst Karl Theodor aus der Pfalz initiierte der Anglo-Amerikaner Benjamin Thompson, später geadelt als Reichsgraf von Rumford, die Anlage eines Parks. Rumford hat unter anderem die Kartoffel in Bayern eingeführt. Die Grund-Idee war zunächst ein „Militärgarten“, in dem sich Soldaten in Friedenszeiten weitgehend selbst versorgen konnten. 1788 fand der erste Spatenstich statt. Schon bald wurde die Idee geboren, daraus einen richtigen Volksgarten im Englischen Landschaftsstil zu gestalten.

Der Englische Garten ist ein sehr wichtiger Volksgarten für Jung und Alt. Auf den ausgedehnten Rasenflächen kann man Volleyball oder Frisbee spielen, es gibt Bolzplätze zum Kicken, zwischen den Bäumen können Slacklines oder Hängematten aufgespannt werden, am Eisbach kann (auch nackt) gebadet werden.

Berühmt sind die Eisbach-Surfer, welche auf einer Welle direkt an der Brücke der Prinzregentenstraße für Urlaubs-Feeling sorgen. Ein 78 Kilometer langes Wegenetz bietet viele abwechslungsreiche Möglichkeiten für Jogger, Radfahrer, Inline-Skater oder Hundeführer. Etwas ruhiger geht es am Kleinhesseloher See zu. Man kann in dem See zwar nicht schwimmen aber eine schöne Bootsfahrt machen. Ein Besuch im populären Biergarten neben dem Seehaus bietet zusätzliche Abwechslung. Auf dem zugefrorenen See kann man im Winter Schlittschuh laufen und am Monopteros rodeln.

Im nördlichen Teil geht es beschaulich zu. Hier kann man insbesondere viele Yoga-und Tai-Chi-Gruppen beobachten. In der Nähe der Universitätsreitschule finden Pferdefreunde ausgedehnte Reitwege und Möglichkeiten, zum Geländespringen.

Im Biergarten am Chinesischen Turm, im zweitgrößten Biergarten von München, findet jeder ein Plätzchen. Im Schatten vieler Kastanienbäume und unter dem Turm treffen sich Einheimische wie auch Touristen, um den Klängen der täglich spielenden Blaskapelle zu lauschen. Am Wochenende und an heißen Sonnentagen muss man bei der Essensausgabe schon mal etwas anstehen oder seine eigene Brotzeit von zu Hause mitbringen und lediglich das Bier beim Wirt kaufen (Hofbräu).

Im Seehaus am Kleinhesseloher See genießt das vorwiegend recht schicke Schwabinger Publikum den Feierabend. An den Plätzen direkt am See kann man allerlei Enten beim bunten Treiben beobachten, während man im Seehaus im schönen Restaurantgarten oder im urigen Lokal sehr nett bedient wird (internationale Küche).

Im nördlichsten Teil des Englischen Gartens liegt der Aumeister sehr idyllisch und war früher das Königliche Jägerhaus, welches 1810 erbaut wurde. Der Biergarten liegt nicht nur sehr schön sondern es empfiehlt sich auch der „Steckerlfisch“.

Auf meiner Stadtführung durch den Englischen Garten begleite ich Sie auch zum Chinesischen Turm, dem bekannteste Bauwerk und Wahrzeichen des Englischen Gartens. Der 25 Meter hohe Turm wurde 1890 nach einem Vorbild des königlichen Kew Gardens im Südwesten Londons erbaut. Im ersten Stock sorgt in der Sommerzeit meist eine Blaskapelle für Stimmung im Biergarten. Neben dem Chinesischen Turm steht ein historisches Kinderkarusell.

Der Monopteros, ein Tempel im griechischen Stil, wurde 1835 von Leo von Klenze im Auftrag König Ludwig I errichtet. Auf dem Monopteros bekommt man den wohl besten Blick über den Park. Der Panoramablick über die Stadt bis hinüber zu den Frauentürmen ist beeindruckend schön. 2016 wurde der Monopteros renoviert und erhielt seine ursprünglich sehr farbige Fassung; um den Monopteros herum wurde gerade ein neuer Rasen angepflanzt.

Das Japanische Teehaus „KanShoAn“ wurde 1972 der Stadt München anlässlich der XX. Olympischen Sommerspiele geschenkt und zusammen mit dem Japanischen Garten gebaut. Er ist ein Zeichen der deutsch-japanischen Freundschaft und der Städtepartnerschaft von München und Saporro, wo 1972 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben.

Entdecken Sie mit mir auf diesem Naturspaziergang weitere Denkmäler und Sehenswürdigkeiten umgeben von prachtvollen Bäumen, die vor über 200 Jahren gepflanzt worden sind.

Barbara Schöne

Offizieller Stadtführer der Stadt München seit 40 Jahren

Le Englischer Garten et ses alentours

Le Jardin anglais est l’un des plus grands parcs urbains au monde avec une multitude de sentieres et de pistes cyclabes, des cours d’eau idylliques, le lac Kleinhesseloher See et plusieurs Biergarten. Le plus célèbre des ces jadins à biere est celui du Chinesischer Turm, où les touristes et les Munichois de souche savourent ensemble l’atmosphère conviviale a l’ombre des marroniers. En bordure du parc, le long des la Prinzregentenstraße, se dressent deux musées à ne pas manquer: la Haus der Kunst, un centre international de l’art contemporain avec expositions changeantes, et le Bayerische Natinalmuseum. Ce dernier est consacré à l’art occidental, du Haut Moyen Age aus XIXe siècle, surtout en provenance de Bavière. La collction de crèches est l’une des plus importantes et les plus précieuses du monde, surout à voir ver Noel! L’on apercoit souvent des psectateurs enthousiastes ur le pont situé entre les deux muséss: ils encouragent les surfeurs urbains de l’Eisbach. qui exercent leurs talents d’acrobate été comme hivers sur une vage artificielle.

Je serais très heureuse de vous y amener pour regarder et filmer ces sportifs extraordinaires en pleine ville.

Barbara Schöne, Guide officielle de Munich depuis 40 ans