SAMMLUNG SCHACK

Kunst zu sammeln – das war in Deutschland lange nur Fürsten und Königen, Kirchen und Klöstern vorenthalten. Erst mit der Verbürgerlichung ab dem 17. und vor allem im 18. Jahrhundert war es auch Bürgern möglich, eigene Sammlungen anzulegen. Es wurde nicht mehr ausschließlich historisch gesammelt, sondern auch ein Augenmerk auf die zeitgenössischen Werke und ihre Urheber gerichtet. Die Prioritäten kehrten sich um, als Adolf Friedrich Graf von Schack primär zeitgenössische Werke erwarb und bei den alten Meistern auf Originale verzichtete. Stattdessen erwarb er zeitgenössische Kopien.

1815 in Schwerin geboren schlug er nach dem Jurastudium eine Diplomatenlaufbahn ein und wirkte als Übersetzer persischer und arabischer Dichtungen, als Kulturhistoriker und Kunstschriftsteller sowie als Sammler und Mäzen. Der bayerische König Maximilian II wusste ihn nach München zu ziehen. Bis heute hat der Name Schack einen guten Klang basierend auf seiner Privatgalerie – einem höchst individuellen Schatzhaus.

Der “Hirtenknabe” bildet den Höhepunkt von Franz von Lenbachs Frühwerk der 1850er Jahre, die von Genrebildern bestimmt sind. Nichts deutet darin auf seine spätere Karriere als Portraitmaler und Malerfürsten hin. Der Hirteknabe ist annährend in Lebensgröße dargestellt; er liegt auf dem Rücken in göttlicher Faulheit im Gras und hält die linke Hand zum Schutz vor der glühenden Sonne vor die Augen. Die Füße sind bloß und bis über die Knöchel schmutzig von der braunen Erde. Über dem Jungen wölbt sich ein wolkenloser Himmel. Die Kinderbilder des spanischen Meisters Murillo in der Alten Pinakothek könnten Lenbach zu dieser Darstelung eines Hirtenknaben mit nackten Füßen angeregt haben.

Hirtenknabe von Franz von Lenbach

Die Gemäldesammlung des Grafen entstand im Wesentlichen zwischen 1857 und etwa 1870. Diese Erwerbungen brachten ihm Kopien alter Meister von jüngeren deutschen Malern ein, während der Markt für die höchst geschätzte italienische Renaissancemalerei aufgeheizt war. Originale waren selbst dem kunstsinnigen Grafen nicht mehr zu angemessenen Preisen zugänglich. So entschied er sich, jüngere Künstler, die am Anfang ihrer Lebens- und Schaffensbahn standen, mit der Anfertigung von Kopien alter Meister zu beauftragen, was zugleich als Schulung für die Jüngeren dienen sollte: Arnold Böcklin als Deutschrömer, Anselm Feuerbach als genialischer Individualist, Franz von Lenbach als alle Welt porträtierender Malerfürst, Hans von Marées als grüblerischer Eigenbrödler, Franz Ludwig Catel, Johann Georg von Dillis und der als poetisch-versponnene Carl Spitzweg. Hier sein bekanntestes Motiv:

“Der Arme Poet”

Der Dichter haust in einer ärmlichen Dachkammer und liegt auf einer Matratze, er hat weder einen Tisch noch einen Stuhl und das Dach über ihm ist undicht und es regnet herein – ein Schirm ist über dem Poet aufgepannt, dessen Manuskripte es nicht bis zum Drucker schaffen sondern gestapelt und gebündelt zum Verheizen am Ofen liegen.

Doppelbildnis von Hans von Marées und Franz von Lenbach

Diese Gemäldesammlung erzählt Geschichten, die von fernen Ländern berichten, die Graf Schack im Laufe der Jahre besucht hat – ein Kleinod. Zunächst war die Sammlung in einem Palais an der Brienner Straße in München untergebracht, bevor ab 1907 am heutigen Standort an Münchens dritter Prachtstraße – der Prinzregentenstraße – ein Neubau entstand. Graf Schack hatte den preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II zu seinem Erben eingesetzt, während an anderen Stellen Münchens bereits die Moderne eingezogen war und poetisch-expressionistische jüngere Künstler wie Franz Marc sich entwickelten („Blauer Reiter“).

“König Krokus und die Waldnymphe” von Moritz von Schwind

Eine Waldnymphe hatte den mächtigen Baumstamm einer Eiche als Wohnsitz ausgesucht und sich dort niedergelassen, zu der Krokus kam, ein Knappe des Herzogs Cech von Ungarn, dessen Pferde er auf die Weide geführt hat. Zu Füßen der Nymphe sitzt Krokus als bärtiger Mann mit Krone und Lanze, während ihr langes, rötlich blondes Haar und die fließenden Falten ihres Gewandes ihre Weiblichkeit betonen. Ihre nackten Füße baumeln über seinem rechten Arm und sie bittet ihn, sich für die Rettung des Baumes einzusetzen, was Krokus mit Erfolg tat. Krokus verließ den Dienst des Herzogs und lebte fortan bei der Nymphe. Im Umgang mit ihr gewann er die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen und stieg schließlich zum Herrscher des Landes auf. Die Nymphe gewann mit ihm mehr und mehr irdische Gestalt und gebar ihm drei Töchter, deren jüngste, Libussa, ihrem Vater als Herrscherin des Landes nachfolgte und die Stadt Prag gründete.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Gemäldesammlung infolge der Fürstenabfindung an die preußische Krongutverwaltung und von ihr 1932 an den preußischen Staat. 1939 wurde die Sammlung durch Adolf Hitler dem bayerischen Staat und damit den bayerischen Staatsgemäldesammlungen übereignet.

Graf Schack selbst veröffentlichte bereits 1881 ein beschreibendes Verzeichnis der Sammlung, in dem er seine Gedanken über die Künstler und die einzelnen Gemälde darlegte. Heute gilt das Museum als Insel der Glückseligen, als ein Ort der Geistes-, Kunst- und Sammlungsgeschichte und wie Mäzenatentum unauslöschbare Spuren hinterlassen hat.

1815

Am 2. August 1815 wurde Adolf Friedrich von Schack in Schwerin als Sohn eines angesehen und wohlhabenden Juristen geboren, der zum Gesandten der beiden Großherzogtürmer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz berufen wurde. Schack studierte Jura. Seine eigentliche Leidenschaft galt der Literatur und den Sprachen. Während der Schulzeit lernte er Englisch, Italienisch und Spanisch sowie Orientalische Sprachen, zunächst das Persische, später dazu noch Sanskrit und Arabisch.

“Der Türmer” – bemerkenswert auf diesem Gemälde von Edward Jakob von Steinle sind die Stoffe und die malerisch sehr gelungenen Puffärmel. Der Türmer ist als Wächter verantwortlich für die Sicherheit der Stadt und für die Warnung vor drohenden Gefahren. Das Horn deutet auf diese Aufgabe hin.

Der Türmer von Steinle gemalt

Zum Sehen geboren,

Zum Schauen bestellt.

Dem Thurme geschworen

Gefällt mir die Welt.

Ich blick’ in die Ferne,

Ich seh’ in der Näh’,

Den Mond und die Sterne.

Den Wald und das Reh.

Ihr glücklichen Augen

Was je ihr gesehn,

Es sey wie es wolle,

Es war doch so schön!

Johann Wolfgang von Goethe, Lied des Türmers Lynceus aus Faust, der Tragödie Zweiter Teil (1834)

Ab 1835 unternahm Schack mehrere längere Reisen in die Schweiz, Südfrankreich, Italien, in die Provence und in die Pyrenäen und begann, sich für Malerei zu interessieren. Er tritt in den preußischen Staatsdienst ein und reist nach Sizilien , besteigt den Ätna, reist nach Griechenland und hält sich für einige Wochen in Athen auf, bereist das griechische Festland, den Peloponnes, Konstantinopel und Ägypten, reist in den Nahe Osten und nach Jerusalem, Damaskus, Beirut, Malta und Gibraltar und sieht zum ersten Mal Granada und Cordoba.

“Kronprinz Ludwig in der Spanischen Weinschänke zu Rom

Kronprinz Ludwig winkt den Wirt Don Raffaele d’Amglada in einer spanischen Weinschänke herbei und verlangt mehr Wein zum Abschied von Architekt Leo von Klenze von Rom – malerisch ist diese herrlich ungezwungene Szene im Auftrag des Kronprinzen festgehalten von Franz Ludwig Catel, der am unteren Ende des Tisches Skizzen macht.

Später gings nach Paris, wo er am Hof des Bürgerkönigs Louis Philipp verkehre sowie weiter nach London. Schack verehrte die Dichter seines Jahrhunderts wie Goethe und Byron, Victor Hugo und lernte die Kopiensammlungen anderer Mäzene kennen. Er durchquert Sizilien auf einem Maultier, verbringt einige Zeit am Hofe des Sultans in Konstantinopel, lernt die Literatur des Orients kennen und zu übersetzen, besichtigt den Geburtsort Shakespeares (Stratford- upon-Avon) und durchwanderte das schottische Hochland. In Athen kommt es zu einer Begegnung mit dem Königspaar Otto und Amalie, und er erlebt in Palästina und Ägypten die Pharaonischen Bauten in Theben. Für eine längere Zeit lebt er in Spanien, wo ihn vor allem die Überreste der maurischen Kunst und Kultur interessieren – Orient und Okzident. Er lässt sich bei Nacht in der Alhambra einschließen und genießt die romantische Stimmung.

Odysseus verabschiedet sich von Kalypso, die ihn nach einem Schiffsbruch  7 Jahre kang festgehalten hat.

“Odysseus nimmt Abschied von Kalypso” von Friedrich Preller d. Ä.

Das Gemälde bezieht sich auf eine Begebenheit, die im Epos der Leukothea-Szene unmittelbar vorausgeht. Odysseus ist nach einem Schiffbruch als einzigr Überlebender auf der Insel Ogygia gestrandet. Die Nymphe Kalypso hält ihn sieben Jahre dort fest, bevor er schließlich die Heimfahrt nach Ithaka fortsetzen kann. Das smaragdgrüne Meer mit sanfter Brandung und der leicht bewölkte Himmel verleihen der Szene den Anschein eines Idylls. Im Vordergrund, nahe dem Kiel des zerstörten Schiffes, sitzt der Held grübelnd auf einem Stein, den Kopf aufgestützt und auf das Meer blickend. Die Nymphe Kalypso erscheint und verkündet, dass sie ihn nach Weisung der Götter nun ziehen lassen wird.

In München wird Schack Mitglied des Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst, lebt unweit der Propyläen in einem Anwesen in der Brienner Straße und umgibt sich mit einem Kreis von Wissenschaftlern und Schriftstellern, dem Chemiker Justus von Liebig und dem Dichter Paul Heyse.

1853 wird die Neue Pinakothek eröffnet. Der Glaspalast bietet eine großartige Plattform für öffentliche Ausstellungen. Mit Franz von Lenbach beginnt Graf Schack den Aufbau einer Sammlung von Altmeisterkopien; Lenbach reiste auf Kosten des Grafen nach Italien und führte Kopien aus nach Gemälden von Tizian, Rubens, Velàzquez und Murillo.

Nach dem überraschen Tod von König Maximilian II schätzt Graf Schack dessen Sohn und Nachfolger, den Märchenkönig Ludwig II und dessen Eintreten für Richard Wagner.

“Leukothea erscheint Odysseus im Sturm” von Fridrich Preller d. Ä.

Nach der Abfahrt von der Insel der Kalypso gerät Odysseus in einen heftigen Sturm, den Poseidon entfesselt hat. Leukothea, die als Gottheit des Meeres den Schiffbrüchigen beisteht, rät dem Helden, sein Floß zu verlassen und sich schwimmend an das Ufer im Land der Phäaken zu retten. Sie reicht ihm ihren Schleier, der Odysseus vor den Gefahren des Meeres schützen soll.

1866 gibt er eine Sammlung seiner Gedichte heraus. Paul Heyse charakterisierte den Dichter Schack als einen aristokratisch verwöhnten Junggesellen. Schack lernt Moritz von Schwind kennen und kauft insgesamt 25 Gemälde, u. A. das Gemälde des „Grafen von Gleichen“ und vier “Liebesbilder“ und „Reisebilder“.

Auf Hochzeitsreise

“Die Hochzeitsreise” – Moritz von Schwind

Eine zweispännige Kutsche ist vorgefahren, in der bereits eine junge Frau Platz genommen hat. Der nicht mehr ganz junge, in einen grauen Reiseanzug mit Hut gekleidete Bräutigam steigt hinzu. Die Farbigkeit des kleinen Bildes schafft die Stimmung eines sommerlichen Feiertags. Moritz von Schwind gestaltet in diesem Gemälde Erinnerungen an die eigene Hochzeitsreise – im Bräutigam ist unschwer Schwind selbst zu erkennen. Es ist ein Hauptwerk innerhalb der vom Maler selbst so genannten “Reisebilder”.

1874 legt Schack in seinem Testament fest, dass die Gemäldesammlung nach seinem Tod in das Eigentum des deutschen Kaisers übergehen, aber auf Dauer in München und für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben soll.

Am 22. August 1876 erhebt Kaiser Wilhelm II Schack in den preußischen Grafenstand. Trotz eines Augenleidens veröffentlicht Schack das Buch „Meine Gemäldesammlung“ und veröffentlicht 1888 sein autobiographisches Werk „Ein halbes Jahrhundert“. Die Lebenserinnerungen gehören heute noch zu den lesenswerten Veröffentlichungen Schacks. 1894 stirbt Graf Schack im Alter von 79 Jahren in Rom an Herzversagen. Sein Leichnam wird nach Schwerin überführt und in der Familiengruft bei Schwerin beigesetzt.

“Im Walde (Des Knaben Wunderhorn)” von Moritz von Schwind

Eine mächtige Eiche beherrscht das Bild. Ihr zu Füßen liegt ein junger Mann und bläst in ein Horn. Schwind zeigt hier das Erleben der Natur in der Einsamkeit des Waldes, angeregt von deutschen Liedern und Gedichten.

Ein Portrait von Johann Wolfgang von Goethe, im Auftrag von König Ludwig I. von Joseph Karl Stieler gemalt, der für den König auch die Schönheiten-Galerie in Schloss Nymphenburg gemalt hat. Dieses Portrait hängt leihweise in der Galerie Schack, solange die Neue Pinakothek renoviert und saniert wird. Stieler war extra nach Weimar gereist, um den großartigen Dichter und Denker Wolfgang von Goethe zu portraitieren. Goethe, in einen etwas zu engen Morgenrock gekleidet, hält einen Brief in der rechten Hand, unterzeichnet mit “Ludwig”. In diesem Brief schickt der bayerische König Ludwig I. ein eigenes Gedicht an Deutschlands Universalgenie der deutschen Litratur, der als Dichter, Naturwisschenschaftler und Staatsmann wirkte und der die Weimarer Klassik mit Werken wie “Werther” und “Faust” geprägt hat. Bekannte Zitate:

“Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein”

“Willst du immer weiter so schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah”

Es sind nicht die Jahre deines Lebens, die zählen. Was zählt, ist das Leben innerhalb dieser Jahre”.

„Die Sage von Pippin und Bertha“ – von Leopold Bode

Das Motiv entstammt der Sage um die Herkunft und Geburt Kaiser Karls des Großen. Die Grafentochter und spätere Königin Bertha war die Gemahlin König Pippins des Jüngeren. Der Sage nach hatte sie zwei ungleich große Füße. König Pippin hatte seinen Marschall mit Gefolge an den Hof des Herzogs von Schwaben gesandt, um für ihn um die Hand von dessen Tochter Bertha zu werben. Nun traf es sich, dass die Prinzessin der Tochter des Marshall sehr ähnlich war; so geriet dieser auf den Gedanken, die erstere beiseite zu schaffen und die letztere in die Arme des Königs zu führen. Er gab seinen Dienern den Befehl, Bertha in einem Wald umzubringen. Bertha, im Wald von einem Wolf bedroht, wurde von einem Engel gerettet und entging wunderbar dem Tod. Ein Müller im Mühltal bei Starnberg hat Bertha gastlich aufgenommen. König Pippin, der sich inzwischen arglos mit der Tochter des Marshall vermählt hatte, gelangte später auf einem Jagdausflug in die Mühle, erkannte hier die für ihn bestimmt gewesene Prinzessin an ihrem großen Fuß und entdeckte den ganzen Betrug. Gerade als er die wahre Königin in sein Land heimführen wollte, musste er in den Krieg. Er lässt Bertha in der ihr liebgewordenen Reismühle bei ihren Rettern. Nach dem Feldzug kehrt er zurück. Bertha tritt ihm mit einem Knaben entgegen, den sie ihm geschenkt hat, dem späteren „Karl dem Großen“.

Barbara Schöne, Stadträtin a. D., Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
seit einem halben Jahrhundert

Barbara Schöne
Stadträtin a. D.

Der Augustinerkeller-Biergarten – ein Paradies

Der Augustinerkeller mitten in München in der Arnulfstaße ist nach dem “Hirschgarten” und dem Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten der drittgrößte Biergarten in der Stadt. Rund 5000 Gäste haben hier Platz unter schattigen Kastanien.164 Stammtische gibt es derzeit. Der älteste ist von 1882 und gehört dem Alpenverein. Für viele ist der Augustinerkeller wie ein zweites Wohnzimmer. Auch bei den Speisen legen die Wirtsleute Petra und Christian Vogler großen Wert auf Tradition: Das Wild wird nur am Stück gekauft. Vogler war Koch in Mailand, Florenz, Sizilien und im Königshaus in London. Dort kochte der Augustinerkeller-Chef für den Adel, unter anderem waren Mick Jagger und Elton John zu Gast im Hause Windsor – zu Zeiten, als Prinzessin Diana noch lebte. Seit 15 Jahren ist Christian Vogler Wirt an der Arnulfstraße.

2000 Bäume spenden dem Biergarten viel Schatten und kühlen die Fläche um etwa vier Grad ab. Im Augustinerkeller kommt der legendäre Edelstoff noch aus dem Hirschen (200 Liter Holzfass) oder auch mal aus der Sau (100 Liter Holzfass) Wohl bekomm’s!

Der Münchner im HImmel

Wie komme ich hin? Die Trams 16 und 17 halten fast direkt vor dem Biergarten, Ausstieg Hopfenstraße. U/S-Bahn Hauptbahnhof, 10 Minuten zu Fuß. Am 11. Juli lockt das Sommerfest, am 7. September wird die „Heilige Messe St. Augustin“ im Festsaal gefeiert (10 Uhr) und am 20. September wird die „Wiesn-Zeit“ mit Live-Musik eingeläutet.

Was ist heuer anders: Metzger-Montag, Grill-Dienstag, Schnitzel-Mittwoch, Flammkuchen-Donnerstag sowie Fisch-Freitag.

Barbara Schöne
Barbara Schöne, Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
SAP Garden – eine Multifunktionsarena im Olympiapark

SAP Garden – eine Multifunktionsarena im Olympiapark

Europas modernster Sporttempel

Die Eishockey-Virtuosen des EHC Red Bull München und die Basketballer des FC Bayern findet hier seit 2024 eine neue Heimat. Am 27. September 2024 trafen in der neuen Sportarena im Westen des Olympiaparks die Eishockey-Teams EHC Red Bull München und Buffalo Sabres aufeinander. Diese Multifunktionshalle hat der Getränkekonzern Red Bull in den Ausläufern des Olympiaparks errichtet. 150 Millionen Euro waren taxiert. Dem Vernehmen nach sollen die Kosten noch deutlich höher liegen. Die Polizei hat zwei Gefängniszellen in der Arena zur Verfügung. Es gibt einen Kinoraum und einen Fitnesssaal mit knapp 900 Quadratmetern Größe. Teile des Bodens sind verstärkt, damit die Profis beim Gewichtheben die Hanteln gefahrlos fallen lassen können. Unterirdisch schmiegen sich drei Trainingshallen an die Arena. Hier werden also auch kleine Münchner Eissportvereine ihr Heimat finden. Freizeitsportler werden beim Zugang an einer Glasfront vorbeigeleitet, die den Blick in die Arena eröffnet.

FC Bayern im SAP Garden empfängt Maccabi Playtika Tel Aviv am 12.12.2024

Zahlen und Fakten: 13 200 Tonnen verbauter Stahl; 54 300 Kubikmeter verbauter Beton; Brutto-Geschossfläche: 70 000 Quadratmeter; zwei Drittel des Gebäudes liegen unterirdisch; 350 Mobilfunkantennen garantieren Empfang; mehr als 500 TV – Screens; um die Tribüne läuft ein 263 Meter langes Fascia Board (Videoband); 2000 Quadratmeter Photovoltaikfläche auf dem Dach.

Auf der über 13000 qm großen Dachfläche wurden 799 Photovoltaik-Module installiert. Die zweireihige Photovoltaik-Anlage umschließt das begrünte Dach. Mit der aus diesen Modulen gewonnenen Energie könnte eine der drei zusätzlichen unterirdischen Eisflächen der Arena versorgt werden.

Bislang waren Photovoltaik-Anlagen im ensemble-geschützten Olympiapark rechtlich nicht möglich; entsprechende Richtlinien im historischen Olympiapark konnten gelockert werden. Deswegen konnte der Plan trotz Denkmalschutz umgesetzt werden und die Photovoltaik-Anlage wurde in Betrieb genommen. Auch die Abwärme der Eiskühlung wird zur Energiegewinnung in diesem Gebäudevolumen genutzt, wovon zwei Drittel unter der Erde liegen. 2025 sollen Bienenvölker auf das Dach hinziehen und fleißig Honig produzieren.

Der SAP Garden, ein Open-Work Space, ist ein Highlight in München – speziell wegen des Dachs am westlichen Rand des Olympiaparks. Das vom Kranzberger Landschaftsarchitekturbüro Latz + Partner geplante Gründach auf der Arena ist von einem Kranz aus Photovoltaikmodulen umgeben – eine kostspielige Novität in der Landeshauptstadt, die Sportler aus nah und fern begeistert.

Barbara Schöne, Stadträtin a. D.

Das Bayerische Fernsehen – Abendschau – 27. Juni 2024

20 Jahre Petuelpark:

Ein steiniger Weg zur grünen Oase…

Vor 20 Jahren wurde der Münchner Petuelpark eröffnet. Eigentlich ist er ein Nebenprodukt eines erbitterten kommunalpolitischen Streits, der in den 1990er Jahren die Stadtpolitik beherrschte. Erst mit der knappen Mehrheit von 50,7 % haben die Tunnelbefürworter in Münchens erstem Bürgerentscheid gewonnen für “3 Tunnel braucht der Mittlere Ring”. 1997 war Baubeginn am Petueltunnel – also Weiterbau der 1990 zugeschütteten Baugruben an der Leopoldstraße und Schleißheimer Straße. Die Eröffnung des 1,5 km langen Petueltunnels wurde am 6. Juli 2002 gefeiert. Dann wurde auf dem Tunnelplateau ein 900 m langer und etwa 65 m breiter Grünstreifen angelegt mit schnurgeraden Fahrradwegen, verschiedenen sehr lustigen Kinderspielplätzen mit Wasser und Sand. Themengärten sind an der südlichen Tunnelmauer entlang des Nymphenburg-Biedersteiner-Kanals entstanden, denn der Petuelpark liegt auf zwei Ebenen. Insgesamt haben internationale Künstler 13 Kunstwerke im Park auf dem Tunneldach oder daneben auf Straßenniveau platziert, insbesondere das Café Ludwig als Treffpunkt und Herz des Parks – exakt auf der notwendigen Tunnelbetriebsstation .

Bemerkenswert ist die weiße Marmorskulptur der Mutter Gottes als Brunnen an der Barlachstraße, die Patronin des Petuelparks.

Der Berliner Künstler Raimund Kummer interpretiert seine langgezogenen, fragilen Glas-Skulpturen in einem achteckigen Glaspavillon als “Seele des Parks”. Spontan schießt aus einem schwarzen Stiefelpaar eine Wasserfontäne bis 7 m Höhe in die Luft, um dann wieder in sich zusammenzufallen.

Kinder klettern gerne auf das Muli genannt “GO”. Auf diesem Maulesel sitzt ein jugendlicher Cowboy im Schneidersitz und hat seine “Trash-Kultur” an den Sattelknauf gehängt – alles in buntem Plastik verpackt.

Im “Rhetorischen Wäldchen” werden aus sechs Rednerpulten durch Knopfdruck praktische Trinkbrunnen, sehr angenehm im Sommer. Im “Hortus Conclusus” kann man ausruhen in einem Quadrat aus hohen Eibenhecken und die Langeweils zu einer langen Weile werden lassen. Jugendliche spielen Fußball auf der großen Wiese oder auf dem kleineren Fußballplatz. Der interkulturelle Generationengarten bietet 28 kleine Parzellen, die von Familien mit Migrationshintergrund bepflanzt und gemeinsam geerntet werden. Dieser ungewöhnliche, inzwischen sehr populäre Park ist ein Schmuckstück der besonderen Art.

Auf Anfrage veranstalte ich sehr gerne ein Parkführung von 1 1/2 Stunden Dauer und zeige Ihnen den Skulpturen-Parcours, werfe mit Ihnen einen Blick in den interkulturellen Generationengarten, spaziere mit Ihnen durch die individuell gestalteten Themengärten entlang des Nymphenburg-Biedersteiner-Kanals und – falls möglich – gewähre ich Ihnen einen Blick auf den Petuelpark aus der Vogelperspektive.

Barbara Schöne, Stadträtin a. D.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Herrn Mathias Flasskamp und seinem BR-Kamerateam aus München und Landshut -:) für die Begleitung meiner Parkführung zum 20. Parkgeburtstag am 27. Juni 2024

Gesamtkunstwerk PetuelTunnel – PetuelPark

Gesamtkunstwerk PetuelTunnel – PetuelPark

20. Jubiläum am 27. Juni 2024

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20 Jahre Petuelpark: Ein steiniger Weg zur grünen Oase


Vor nunmehr 21 Jahren wurde der Münchner Petuelpark eröffnet.
Eigentlich ist er ein Nebenprodukt eines erbitterten kommunalpolitischen Streits, der in den 90ern die St…

https://search.app/rg9Vp6Pe33B83EtKA

Am Donnerstag, 27. Juni 2024 (Siebenschläfer), feierte der Petuelpark auf dem Petueltunnel seinen 20. Geburtstag. Als Initiatorin der “BÜRGERINITIATIVE PETUELRING – Pro Petueltunnel – Pro Petuelpark eV” habe ich mich 15 Jahre lang zusammen mit 6 Mitstreitern ehrenamtlich, privat, ohne Parteibuch und ohne Mentor oder Sponsoren für den Petueltunnel mit Park eingesetzt und für unsere Ziele höchst engagiert gekämpft, unter anderem mit diversen, öffentlichkeitswirksamen Pro-Tunnel-Aktionen auf unsere eigenen privaten Kosten und unser Risiko wie beispielsweise die “Zwergerl”-Demo am 26. Oktober 1995 zur Einleitung von Münchens erstem Bürgerbegehren. Es haben rund 80 Kindergartenkinder und 40 Taxiunternehmer bei dieser Protestaktion im Bayerischen Innenministerium am Odeonsplatz mit großer Begeisterung mitgemacht:

Die Anwohner freuen sich riesig, dass sich seit nunmehr 20 Jahren die Lebensqualität rund um die frühere 6-spurige Stadtautobahn “Petuelring” so enorm verbessert hat und Ruhe in der nahen Wohnbebauung eingekehrt ist. Dank eines etwa 65 m breiten und 900 m langen Grünzugs mit 13 Kunstwerken von internationalen Künstlern, schnurgeraden Radwegen, kulinarischen Genüssen im Café-Restaurant “Ludwig”, einem farbenfrohen, blühenden interkulturellen Generationengarten und einer wundervollen Spielmeile mit Wasser-Sand-Spielplatz inklusive Klettergerüsten und Streetballplätzen sind vielfältige Freitzeitmöglichkeiten und Naherholung für Jung und Alt enstanden – zu jeder Jahreszeit.

Der Petuelpark aus der Vogelperspektive Richtung Leopoldstraße mit Rhetorischem Wäldchen und dem “Hortus Conclusus” – bestehend aus hohen Eibenhecken, ein Ruheraum, ein Refugium, weg vom Lärm einer Millionenstadt, um die Langeweile zu einer langen Weile werden zu lassen.

Ein großartiger Nebeneffekt des Tunnelbaues mit grüner Oase auf dem Tunnelplateau ist die Tatsache, dass zwei Stadtteile wieder vereint wurden: Milbertshofen und Schwabing (Münchens größtes Stadtviertel). Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 wurde der Mittlere Ring ausgebaut, um die nach München aus allen Himmelsrichtungen hereinkommenden Autobahnen auf einer Länge von 28 Kilometern miteinander zu verbinden. So wurde auch der Mittlere Ring Nord mit dem Petuelring ausgebaut. Dieser Ringabschnitt entwickelte sich zu einer “Schneise des Grauens” mit bis zu 120 000 Autos, LKW und sonstiges aus der Kathegorie Kraftfahrzeuge pro Tag und und hat die beiden Stadtviertel Schwabing und Milbertshofen dramatisch getrennt.

Der heutige Grünzug auf dem Petueltunnel mit breiten Fahrradwegen auf dem Tunnelplateau, der zentrale Fontänenplatz vor dem Café-Restaurant Ludwig mit Gartenlokal, wunderschön blühende japanische Zierkirschen im Frühjahr, zwei Birkenalleen an den Parkenden, Sumpfschwertlilien entlang des Ufers des Nymphenburg-Biedersteiner-Kanals, der interkulturelle Generationengarten mit kleinem Pavillon unter einem Wellblech-Dach – all’ das macht aus dem Petuelpark ein Schmuckstück der besonderen Art.

Themengärten – große und kleine Erlebnisräume bis zu kleinteiligen „Zimmern“ entlang der südlichen Tunnelwand auf der unteren Ebene des Petuelparks, also auf Straßenniveau, teilweise vor der intensiv rot gestrichenen Außenmauer des Tunnels auf der Südseite – leider inzwischen mit unschönen Graffitis beschmiert (vor denen ich immer gewarnt habe). Wir werfen einen Blick hinüber zur Pfennigparade, einer Behinderteneinrichtung mit rund 1000 körperbehinderten Menschen, die hier leben und in ihren Werkstätten arbeiten.

QUVID – das „Kunst-am-Bau-Programm“ der Stadt München mit 13 Kunstwerken internationaler Künstler im Petuelpark – das Steckenpferd des damaligen Baureferenten Horst Haffner (FDP).

Zu diesen 13 Kunstwerken zählen Pia Stadtbäumers „Esel“ genannt „GO“ unweit des Lion-Feuchtwanger-Gymnasiums (wo Kinder Mathe und Latein büffeln). Dieser “Esel” mit einem jugendlichen Cowboy im Schneidersitz auf seinem Rücken – umgeben von Trash-Kultur – erinnert mich an die krassen Eseleien im Münchner Rathaus in den 1990er Jahren. Tatsächlich wollte die Künstlerin aus Düsseldorf dem klassischen Reiterstandbild mit einem edlen Pferd aus Bronze und den Symbolen der Macht wie Zepter und Schwert ein Muli gegenüberstellen mit dem zeitgenössischen Symbolen der Jugend wie dem Hausrat und alles mögliche “Must-Have” , das der Cowboy in buntes Plastik verpackt am Sattelknauf befestigt hat – die sogenannte Trash-Kultur.

Herr Sigi Fischer lebt seit 43 Jahren in der Pfennigparade und ist überglücklich, dass es seit 21 Jahren den Petuelpark direkt vor der großen Behinderteneinrichtung gibt. Als Mitglied des Stadtrats konnte ich gegen den Willen des SPD-Vorsitzenden des Stadtteilgremiums “Bezirksausschuss Schwabing-West”, Herrn Klein, durchsetzen, dass die Rampen hinauf auf das Tunneldach des Petueltunnels nicht die bundesweite Norm von 6 % betragen sondern nur 3,5 % betragen. Herr Sigi Fischer konnte für das damalige Stadt-Fernsehen “tv weiß-blau” vorführen, dass er mit einem handbetriebenen Rollstuhl niemals die 6 % Steigung schaffen würde so wie die meisten der 1000 Körperbehinderten in der Pfennigparade um das Jahr 2000 herum.

Weiter geht’s mit QUIVID und zwei Paar schwarzen “Gummistiefeln”, die aussehen, als hätte ein Gärtner sie vergessen. Aus den “vergessenen” Gummistiefeln auf einer Kiesbank im Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal sprizt unvermittelt eine Wasserfontäne bis zu 7 Metern in die Luft, um dann in sich zusammenzufallen und eine ganze Weile lang nur zu blubbern. Aus dem zweiten Paar “vergessener” Gummistiefel spritz kein Wasser, sondern entkommt stoßweise nur kalte Luft.

Künstler aus Appenzell: Roman Signer, St. Gallen/Schweiz

Bemerkenswert ist die “Volière” eines Berliner Künstlers (ein achteckiger Glas-Pavillon mit rätselhaften, grünglitzernden Glas-Skulpturen), die der Künstler Raimund Kummer als Augen interpretiert, also als die Seele des Parks. So will er die lang gezogenen grün schillernden Glas-Pupillen interpretiert wissen.

Bei Dunkelheit knipst ein in Österreich geborener Münchner Künstler das Licht peu à peu an. Im Petuelpark wurden als Lichtkonzept 70 überdimensionierte schwarze Edelstahlstelen mit Xenonlichtern als Lichtkonzept installiert. Die kegelförmigen Autoscheinwerfer sollen den Park ausleuchten, doch sie blenden oftmals und so mancher Radler ist bereits in den Wiesen gelandet.

Im Paradiesgärtlein genannt “Hortus Conclusus” hat ein kanadischer Künstler aus Vancouver ein Quadrat aus geschnittenen Eibenhecken in einen privaten Innenraum gestaltet und mit 7 historischen, grasgrünen Stahlstühlen aus dem Jardin du Luxembourg ausgestattet. Ein Rückzugsort, in dem man einer Art Kurkonzert lauschen soll. Wer bloß vor den Eibenhecken sitzt, verpasst das Raumgefühl. Im Inneren soll man die Langeweile zu einer langen Weile werden lassen.

Ein interkultureller Generationengarten mit 28 Mini-Parzellen à 3-6 Quadratmetern und einem Pavillon mit Tonnengewölbe aus Wellblech dient kleinen Familienfesten und Veranstaltungen (gegen eine kleine Kostenpauschale) – beispielsweise gibt’s Steckerl-Fisch aus leckeren Makrelen zu einem Vierteltreff. Blumen, Kräuter und Gemüse werden von 28 Einzelpersonen oder Familien aus fünf Nationen gemeinsam gepflanzt und geerntet. Der Obolus beträgt 70 EUR pro Parzelle im Jahr.

Die Spielmeile mit großzügigem Wasser-Sand-Spielplatz, lustigen Wasserspeiern, Streetball- und Bolzplätzen, Kletternetzen und behindertengerechtem Karussell

F Ü H R U N G E N D U R C H D E N P E T U E L P A R K M I T

S K U L P TU R E N – P A R C O U R S

Jeden Sonntag im Sommer 2024 führte ich ab 11 Uhr durch den Petuelpark (obwohl ich noch nie dort gewohnt habe, weil mich 1997, also vor der Fertigstellung des Petueltunnel mit Park, ein jugendlicher Stalker und paranoider No-Name Wichtigtuer vertrieben hat; bis 2004 musste er sich 24 Mal vor einem deutschen Strafgericht verantworten!).

Einer der zahlreichen Themen-Gärten an der südlichen Tunnelmauer, die hier im Hintergrund mit der roten Farbe zu sehen ist. Davor fliest das Wasser des Nymphenburg-Biedersteiner Kanals (um schließlich im Englischen Garten zu landen)

Wenn es passte, ging ich mit meinen Teilnehmern hinauf auf einen Balkon des Wohnblocks Klopstockstraße, um das Schmuckstück von oben zeigen zu können – vom 6. oder 8. Stock aus (Vogelperspektive).

Eine Anmeldung ist empfehlenswert, ganz einfach mit dem Kontaktformular auf dieser Homepage

Startseite Barbara Schöne, Gästeführerin seit über 40 Jahren

Wegen der vorgegebenen Maximalgröße pro Besuchergruppe empfehle ich ab Frühjahr eine Anmeldung nach dem Sprichwort: “Wer zuerst kommt, malt zuerst”.

Treffpunkt: auf dem Petueltunnel – vor dem Café-Restaurant Ludwig, Klopstockstraße 10:

Treppe hinauf zum Haupteingang – auf dem Fontänenplatz bzw. neben der Kuchenvitrine mit lecker aussehender Erdbeertorte und Schokoladekuchen.

WO ist das? 80804 München-Schwabing: Bus 142 ab U-Bahn-Station “Münchener Freiheit” oder ab “Scheidplatz” bis Haltestelle “Klopstockstraße”

Dauer des geführten Rundgangs: etwa 1 1/2 Stunden

Energieausgleich: EUR 12 pro Teilnehmer gegen Quittung

Was erfahren Sie auf meinem Rundgang durch den Petruelpark?

Wer waren sie denn, die Petuels, nach denen der Petuelring und seit 2002 der Petueltunnel und seit 2004 der Petuelpark benannt ist?

Was hat das Gesamtkunstwerk PetuelTunnel – PetuelPark denn gekostet?

Wer darf im interkulturellen Generationengarten die 3-6 qm großen Beete beplanzen und ernten und was wird angebaut?

Wer ist die Schutzpatronin des Petuelparks?

Warum ist der Petuelpark auf zwei Ebenen angelegt?

An was soll das Muli “GO” denn erinnern?

Seit wann ist das Oktogon ein Zitat in der Architektur?

Wo stehen historische Stühlchen aus dem Jardin du Luxembourg in Paris?

Wo ist das Herz des Petuelparks?

Ihre

Barbara Schöne, Stadträtin a. D.

Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch

S P E Z I A L F Ü H R U N G F Ü R D A S B A Y E R I S C H E F E R N S E H E N :

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Am Abend des 20. Jubiläums des Petuelpark sendete das Bayerische Fernsehen in der Abendschau (BR) einen detaillierten Beitrag zum Parkgeburtsag mit Interviews von Teilnehmern meiner Führung. Wer an dieser Spezial-Führung teilgenommen hat und von Mathias Flasskamp und seinem BR-Kamerateam interviewd wurde, sehen Sie, wenn Sie auf den Link klicken –

3 1/2 Minuten ABENDSCHAU am 27. Juni 2024:

“20 Jahre Petuelpark: ein steiniger Weg zur grünen Oase…….

https://search.app/rg9Vp6Pe33B83EtKA

Wer mehr über mein Lebenswerk als ehemalige ehrenamtliche Vorsitzende der BÜRGERINITIATIVE PETUELRING EV wissen möchte, sollte meinen neuen YouTube Kanal abonnieren. Hier der Link für die automatische Benachrichtigung eines neuen Videos

“Gipfelstürmerin” Barbara Schöne und das Matterhorn – mehr dazu im Video

YouTube Kanal: Wer waren sie denn, diese Petuels, nach denen der Petueltunnel und der Petuelpark benannt sind?

Mein neuer YouTube Kanal

https://www.youtube.com/@BarbaraSchoene-ze3eh

der sich über jeden Besucher und noch mehr über neue Abonnenten freut 🙂

YouTube Kanal: Mein Herzblut: mein RING-KAMPF, mein Lebenswerk, mein Ehrenamt

Im TAXIKURIER – Ausgabe November 2024 – gibt es eine hervorragende, vierseitige Reportage in Farbe über die Historie des Petueltunnels mit Park und der beiden weiteren Ring-Tunnel unter der Richard-Strauss-Straße und am Luise-Kiesselbach-Platz / Garmischer Straße / Heckenstaller Straße.

Es freut mich als Initiatorin der BÜRGERINITIATIVE PETUELRING eV, Pro-Tunnel-Aktion – Pro Petuelpark vom 10.12.1990, dass nach knapp 35 Jahren die Taxi München eG unter dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Kroker an meinen ehrenamtlichen “RING-KAMPF UM DREI TUNNEL UND DEN PETUELPARK” erinnert. Gerade für die jüngere Generation ist es nicht selbstverständlich, dass man sich privat neun Jahre lang die große Mühe macht und keine Kosten und kein Risiko scheut, um auf Münchens Verkehrsmisere und die größte Umweltsünde mit öffentlichkeitswirksamen Pro-Tunnel-Aktionen hinzuweisen: nach zähem Ringen bis zu unerträglichen persönlichen Angriffen habe ich mein schier unerreichbares Ziel am 23. Juni 1996 doch noch erreicht: 3 Tunnel am Mittleren Ring.

Nur 50,7 Prozent der Münchner haben sich bei Münchens erstem Bürgerentscheid mit drei Kreuzen auf dem Stimmzettel NUR in der Stichfrage gegen das “Bessere Bürgerbegehren” von Oberbürgermeister Christian Ude und FÜR die 3 Tunnel am Mittleren Ring entschieden. Der Bau mit entsprechender Verkehrsfreigabe war von 1997 – 2018. München wäre heute ohne die 3 Tunnel nicht denkbar, zumal die Grün-Rot dominierten Stadtregierung seit 2020 keine weiteren Ring-Tunnels plant oder baut sondern Fahrradwege und Blockaden für den Wirtschaftsverkehr. Das finde ich besonders krass in einer Metropole, in der eines der bekanntesten Autounternehmen der Welt seinen Firmensitz hat mit Tausenden von Arbeitsplätzen und riesigen Summen an Gewerbesteuer-Zahlungen in die Stadt-Kasse: die BMW AG

In Anerkennung meiner ehrenamtlichen äußerst öffentlichkeitswirksamen Pro-Tunnel-Aktionen von 1987 – 1996 wurde mir von Bürgermeisterin Verena Dietl das Münchner Kindl aus Nymphenburger Porzellan in einer Feierstunde im Hauberrisser-Zimmer im Neuen Rathaus überreicht. Diese Ehrung entsprach der Entscheidung des Ältestenrats des Münchner Stadtrats und hat am 19. Februar 2025 in Anwesenheit wichtiger Zeitzeugen stattgefunden: Erzpriester Apostolos Malamoussis, der ehemalige Baureferent von München Horst Haffner, der Vorstand der Taxi München eG Thomas Kroker, der damalige Justitiar RA Walter Huber der von mir 1990 gegründeten BÜERGERINITIATIVE PETUELRING e.V. – Pro Tunnel Aktion – Pro Petuelpark. Das wir für mich eine Wertschätzung meines privaten Engagemenets zum Wohl von ganz München für den Bau der drei Tunnel am Mittleren Ring, zu allererst für den heiß umkämpften Petueltunnel mit Park, wie die ABENDZEITUNG später berichtete:

https://www.taxi-muenchen.de/Taxikurier_202411

Universitätsstadt Garching mit “Atom-Ei”

Die Technische Universität München publiziert:

Am 31. Oktober 1957 ging das Atom-Ei in Betrieb – nach einer enorm kurzen Genehmigungs- und Bauzeit von nur 14 Monaten. Der FRM war zu der Zeit in mehrfacher Hinsicht einzigartig: Er war die erste kerntechnische Anlage in Deutschland, und er war an einer Universität angesiedelt, was für den Erfolg der Grundlagenforschung von großer Bedeutung war und immer noch ist.

Der FRM war das erste und lange Zeit auch einzige Gebäude mitten zwischen Krautäckern nördlich der damals noch kleinen Gemeinde Garching bei München. Im Laufe der Jahre hat sich um das „Atom-Ei“ herum das Forschungszentrum Garching entwickelt: Die Technische Universität München konnte hier der Enge der Innenstadt entfliehen, einige Max-Planck-Institute siedelten sich an, in den letzten Jahren kamen auch Konzerne und andere Forschungs-, Entwicklungs- und Ausbildungsinstitute dazu, so dass sich der Campus beständig erweitert und vergrößert. Nicht zuletzt deshalb wurde auch aus „Garching b. München“ die Universitätsstadt Garching.

Im Jahr 2000 wurde der FRM abgeschaltet, weil er inzwischen den hohen wissenschaftlichen Anforderungen nicht mehr genügte. Mehr über die Geschichte des FRM erfahren Sie aus der Festschrift „40 Jahre Atom-Ei“.

Die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Neutronen hat in den 43 Jahren Laufzeit des FRM in Garching enorme Fortschritte gemacht: es kamen neue Anwendungen dazu, neue Instrumente und Methoden wurden entwickelt. Mit diesen neuen und verbesserten Experimentiermöglichkeiten wuchsen auch die Ansprüche an Intensität und Qualität der Neutronenstrahlen. Insofern war der Bau des FRM II, der im März 2004 seinen Betrieb aufnahm, eine unmittelbare Konsequenz aus den wissenschaftlichen Anforderungen.

Barbara Schöne, Stadträtin a. D.,

Offizielle Gästeführerin der Landeshauptstadt München in Deutsch, Englisch und Französisch