Schatzkammer Residenz München

Schatzkammer Residenz München

The Treasury – Le Trésor

Ein Rundgang in der Schatzkammer in der Residenz München taucht Sie ein in tausend Jahre kostbarste Goldschmiedekunst aus der ganzen Welt. Den Anfang macht das Gebetsbuch Kaiser Karls des Kahlen aus Reims um 846.

Wunderschön sind die Insignien des Ordens vom Goldenen Vlies. Das ist das wertvollste Widderfell, das nach der Argonautensage von Jason im Kaukasus geraubt wurde. Für reges Besucherinteresse sorgen die funkelnden Orden für den Adel, die sozusagen zum guten Ton gehörten oder zum „Must Have“. Sie dienten repräsentativen Zwecken in den Palästen und Schlössern und belegten den Umfang des kulturellen Rahmen der Fürsten.

In der Münchner Schatzkammer wird Goldschmiedekunst aus tausend Jahren präsentiert und erweckt ein großes Interesse bei Besuchern aus aller Welt.
An einer Spange aus Rubinen und Diamanten hängt das Goldene Vlies

Eine einzigartige Rubinkrone hat der spätere König Ludwig I. noch als Kronprinz für seine Gemahlin Königin Therese in Auftrag gegeben.

Mehr als 1250 Kostbarkeiten werden in der Residenz gezeigt. Wenn man die Schätze der Münchner Residez in einem Auktionshaus versteigern würde, käme eine wahnsinnig hohe Summe zusammen. Die Schatzkammer ist nicht nur Hort materiell wertvoller Schätze, sondern auch Zeitzeugnis der sieben Jahrhunderte bayerischer Herrscher.

König Maximilian I. (1806 - 1826)
König Maximilian I. (1806 – 1826)

König Maximilian I. ließ die Kroninsignien für das Königsreich Bayern 1806 in Paris anfertigen. Der „Blaue Wittelsbacher“ war der Prunkstein der bayerischen Königskrone. Die Königskrone in der Schatzkammer ist verziert mit Diamanten, Rubinen, Smaragden, Perlen und Saphiren. Aber der gewaltige blaue Stein auf der Spitze ist nicht echt – nicht mehr. Einst thronte hier der „Blaue Wittelbacher“.

Der „Blaue Wittelsbacher“ mit 35,56 Karat war ursprünglich in der Königskrone eingearbeitet. Er ist einer der kostbarsten Diamenten der Welt. Nach Beendigung des bayerischen Königsreiches 1918 wurde der kostbare Edelstein von den Wittelsbachern verkauft. Er landete zwischenzeitlich beim Kaufhausmilliardär Helmut Horten als Hochzeitsgeschenk für seine Gemahlin Heidi in Cap d‘ Antibes.

Inzwischen soll der „Blaue Wittelsbacher“ Besitz des Scheichs Hamad bin Chalifa, Emir von Katar sein. 2009 wurde der Kaufpreis auf 80 Millionen Dollar geschätzt. Zuvor hat der Diamant seine historische Identität verloren. Das war einer der ältestens noch erhaltenen Brilliantschliffe eines historischen Edelsteins, der über 350 Jahre Bestand hatte. Ein Londoner Juwelier und Milliardär ließ den Edelstein vor dem Verkauf umschleifen. Der ungemein seltene historische Rosenschliff aus dem 17. Jahrhundert wurde unwiederbringlich zerstört. Sein Gewicht wurde dadurch auf 31,06 Karat reduziert.

Das kostbarste Meisterwerk in der Schatzkammer ist jedoch die Statuette des Ritters St. Georg mit 2.291 Diamanten, 406 Rubinen, 200 Perlen, 4 Birnen-Perlen, Smaragden, Opalen, Gold. die Statueete wurde in München und Augsburg in den Jahren 1586-1597 von Goldschmieden hergestellt.

Einzigartig ist das Perlendiadem von Königin Therese aus dem Nachlaß von König Otto von Griechenland. Das Diadem erinnert an Lady Di, die ein ähnliches Perlendiadem zu royalen Feierlichkeiten trug.; gelegentlich wird diese Tiara mit dem Titel „Cambridge Lover’s Knot“ von Herzogin Catherine von Cambridge getragen. Queen Mary ließ es 1914 aus 2 anderen Tiaras mit Perlen anfertigen. Auch die englische Königing Elisabeth II hat diese Tiara getragen.

In der Münchner Schatzkammer sind Kostbarkeiten ausgestellt, die jedem Antiquar das Herz aufgehen lassen. Die „Holbeinschale“ aus dem frühen 14. Jahrhundert ist eine Kristallschale aus Venedig nach dem Entwurf des Malers Hans Holbein des Jüngeren.

Die „Böhmische Krone“ gehörte einst Anna von Böhmen. Sie war die Gemahlin von König Richard II. von England.

Der „Saphirpokal“ hat 17 Saphire und ein Gewicht von 5,5 Kilogramm. Die „Callisto-Kanne“ aus Bergkristall stammt aus der Werkstatt der Mailänder Brüder Saracchi.

Das „Elfenbeinkästchen“ ist aus dem fernen Ceylon, dem heutigen Sri Lanka. Es kam als Gesandtengeschenk 1543 nach Portugal und zeigt Szenen von Tänzerinnen, Musikanten und Gebetsszenen.

The Treasury in the former Royal Residence – Les trésors des Wittelsbach dans la Résidence de Munich

Die Kroninsignien des Königreiches Bayern (Königskrone und Perlenkrone der Königin) in der Schatzkammer Residenz München
Die Kroninsignien des Königreiches Bayern (Königskrone und Perlenkrone der Königin)

Ich führe Sie gerne in Deutsch, Englisch und Französisch auf dieser Sightseeing Tour durch 10 Jahrhunderte wertvoller Goldschmiedekunst
Barbara Schöne, official tour guide of Munich – I love to take you around so that you will enjoy St George’s reliquary, Munich goldschmith work (1586-1597).

Die Schatzkammer Residenz München befindet sich in am Max Joseph-Platz, in der Nähe des Odeonsplatzes. Von dort startet mein Altstadtrundgang.