Auf dieser informativen Stadtführung zeige ich Ihnen den früheren Handelsweg, auf dem im Mittelalter das kostbare Salz – das „weiße Gold“ – von Bad Reichenhall und Salzburg nach Landsberg am Lech und in den Westen Richtung und zum Bodensee befördert wurde. Wir beginnen vor dem Deutschen Museum an der Zweibrückenstraße und wandern hinüber zum Isartor. Dort bewundern wir das Monumentalgemälde, das im Auftrag König Ludwig I entstand und zeigt, wie der bayerische Herzog Ludwig IV nach der Schlacht bei Ampfing umschwärmt und umjubelt in die Stadt einzieht. Der Herrscher aus dem Hause Wittelsbach hatte den Habsburger Friedrich den Schönen 1322 besiegt, was ihm das Amt des römisch-deutschen Königs einbrachte und einige Jahre später die Kaiserkrone. Nun hatte die kleine Stadt München nicht nur die Reichskleinodien sondern einen veritablen Kaiser des Heiligen Römischen Reichs in ihren Mauern, was schließlich dazu führte, dass Ludwig der Bayer als zweiter Stadtgründer nach Heinrich dem Löwen in die Geschichtsbücher geriet.

Durch die Portale des Isartors sind einst die Salzfuhrwerke aus Reichenhall und dem Salzkammergut gezuckelt, deren Fracht den wirtschaftlichen Aufschwung des jungen München begründete.

Wir spazieren weiter, an der Meztgerzeile von Ludwig dem Bayern vorbei, und nehmen in einer spätgotischen Gewölbehalle Platz, um uns eine Multimedia-Präsentation aus jener Zeit anzuschauen (kostenfrei).

Habe ich Ihr Interesse an dieser schönen Stadtführung geweckt?

Kommen Sie mit auf den Spuren des „weißen Goldes“ durch verwinkelten, mittelalterlich enge Gassen mit ihrem eigentümlichen Zauber, vorbei am Standbild von Herzog Heinrich dem Löwen (wo steht das eigentlich?), bis wir schließlich im Stadtmuseum landen, wo ich Sie gerne durch die entsprechende Sammlung führe. (Besuch optional, Eintritte sind separat zu bezahlen). Übrigens hat die spätbarocke St. Michaelskirche eine besonders repräsentative Lage an der Alten Salzstraße (Via Salina).

Dauer 1,5 bis 2 Stunden

Barbara Schöne, offizieller Stadtführer seit 40 Jahren