„Motorworld“ – ein Autopalast für München soll bis Ende 2020 soll auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks in München-Freimann die „Motorworld“ entstehen. Es ist eine riesige Erlebniswelt für Autofans geplant. Auf dem Weg zum Gelände im Norden Münchens haben Sie Gelegenheit einzelne Gebäude meiner Architektur Highlights von A – Z zu sehen.

In Freimann entsteht ein wirklich verrückter Ort. Es wird eine Art Shopping-Business-Erlebnispark für Automobilfans geben. In der Motorworld wird man viele Oldtimer bewundern können. Autofreaks können sogar mit ihrem Auto das Hotelzimmer teilen oder einfach mit der Familie in Cafés und Restaurants Spaß haben.

Geschichte

1916 erwarb Krupp ein gewaltiges Areal in Freimann, um im Ersten Weltkrieg einen Rüstungsbetrieb zu errichten. 1925 kaufte die Bahn das Gelände. Die Eisenbahn erlebte in den 1930er Jahren eine Blüte und wurde das wichtigste Verkehrsmittel. Ab 1933 arbeiteten hier unter dem Einfluss der Nazis KZ-Insassen. Für Hitler war das Bahnnetz von zentraler Bedeutung. So entstand 1938 bis 1942 die Lokhalle 24, die gerade zur „Motorworld“ – ein Autopalast für München – umfunktioniert wird.

„Motorworld“

Andreas Dünkel stammt aus Schemmerhofen im Kreis Biberach-Riss in Baden-Württemberg. Er will seine Motorworld Ende 2020 in der alten Dampflokrichthalle Nr. 24 in Freimann eröffnen. Die 40 000 Quadratmeter an der Lilienthalallee in München standen viele Jahre leer!

Unternehmer Dünkel wird rund 150 Millionen Euro investieren müssen. Es waren nur 85 Millionen geplant. Vor zehn Jahren hat die „Activ-Group“ von Dünkel die Lokhalle 24 gekauft. Es begann ein Genehmigungsmarathon. Wieso eigentlich? Dünkel will eine riesengroße Bauruine mustergültig revitalisieren, die die Stadt unbedingt erhalten will. In Zeiten des Baubooms ist es eh schwer, genügend qualifizierte Handwerker zu finden. Doch typisch für die Stadt München: der Baustart wird wegen der schier grenzenlosen Bürokratie-Hürden verzögert.

In der Motorworld geht es um Zukunftstechnologie wie die E-Mobilität. Der Strom wird selbst produziert. Auf den Dächern der alten Lokhalle 24 und des Zenith wird es große Solarlandschaften geben.

Oldtimer

Großvater Ferdinand Dünkel gründete 1933 die Kieswerke Dünkel. Der Vater begann, Oldtimer zu sammeln. Andreas Dünkel und seine Brüder sind mit der Autobegeisterung auf die Welt gekommen. Sie fuhren schon Motorrad, als sie kaum laufen konnten.

1996 gründete die Familie Dünkel die „Activ-Group“ und entwickelt Gewerbeimmobilien. Die Activ-Group hat etwa den Gewerbepark Parsdorf mit rund 300 000 Quadratmetern für 250 Millionen Euro gebaut. Neben München-Freimann entsteht gerade ein Standort für eine Motorworld im Ruhrgebiet in der alten Zeche Herten. Das war einst Europas tiefster Bergbauschacht.

Hotel

In Freimann bleibt die alte Lokhalle 24 in ihrer historischen Substanz erhalten. Die Backsteinfassade, das Dach und die gewaltigen Stahlträger werden in ihren Originalfarben in die moderne Innenarchitektur integriert. Auch ein Stück Gleis wird zu sehen sein. Es wird ein Hotel mit 155 Zimmern geben. Drei davon sind „Car-Loft-Zimmer“. Man fährt mit dem Auto direkt ins Zimmer. Eine Glaswand trennt Bett und Parkplatz.

Kongresszentrum

Die Motorwelt ist auch Kongresszentrum. Der große Saal fasst 2400 Personen. Es gibt Tagungsräume und Event-Arenas. Vor der Motorworld wird es einen großen Parkplatz geben. Auch eine Tiefgarage wird gebaut. Es entsteht eine riesige Erlebniswelt für Auto-Freaks.

Autopalast für München

Bei einer Auktion in Belgien hat Andreas Dünkel jüngst den Rolls-Royce von Muhammad Ali ersteigert. Dieser wird in Freimann zu sehen sein ebenso wie der VW Käfer von Paul Newman und Michael Schumachers erstes Weltmeisterauto von 1994, ein Benetton.

Weitere Information finden Sie auf der Website https://motorworld.de/home/muenchen/