München als „Hauptstadt der Bewegung“

1920 formte Adolf Hitler in München die Deutsche Arbeiterpartei zur NSDAP um.

1923 scheiterte der Machtkampf der NSDAP mit dem Hitlerputsch vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz. Hitler kam nach Landsberg ins Gefängnis und schrieb dort sein Buch „Mein Kampf“.

Nach der Machtergreifung am 31.Januar 1933 erhielt München Musterbauten der NS-Architektur unter Paul Trost wie die NSDAP-Zentrale am Königsplatz, dem schönsten Platz der Stadt gebaut im 19. Jahrhundert in Anlehnung an die Akropolis in Athen.

1935 erhielt die Stadt den zweifelhaften Ehrentitel „Hauptstadt der Bewegung“. Noch vor der Unterzeichnung des Münchner Abkommens 1938 im „Braunen Haus“ formierte sich der Widerstand um Professor Kurt Huber und die Geschwister Scholl (Die Weiße Rose), die ihr Leben riskierten, um der Bevölkerung das wahre Gesicht der SS und ihrer Führer wie Hitler, Himmler, Göbbels, Göring und vielen anderen Nazi-Größen vor Augen zu führen.

Seit 2013 sind die Pforten zum NS-Dokumentationszentrum am Platz des ehemaligen „Braunen Hauses“ täglich bis 19 Uhr geöffnet – ein Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus. In Fotos, Filmen, Videos und Vorträgen werden den Besuchern, insbesondere Schulklassen, die unfassbaren Gräueltaten der Nazi-Diktatur von 1933 bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945 gezeigt und der damalige Widerstand durch die Mitglieder der „Weißen Rose“ sowie der heutige Umgang mit dem „braunen Erbe“ thematisiert.

Treffpunkt: Ludwig-Maximilian-Universität, Geschwister-Scholl-Platz (U3 / U6)

Ende: NS-Dokumentationszentrum

Barbara Schöne, seit 40 Jahren Offizielle Gästeführerin der Stadt München

 

Le NS-Dokumentationszentrum