Neue Pinakothek
 
Der Grundstein der neuen königlichen Pinakothek wurde 1846 gelegt. König Ludwig I. plante ein Museum für „Gemälde aus diesem und aus künftigen Jahrhunderten“ und schuf damit den ersten Museumsbau für zeitgenössische Malerei. Die Neue Pinakothek wurde im Krieg zerstört, ihr Neubau 1981 wieder eröffnet und wird bis 2025 generalsaniert.

Die Neue Pinakothek war zu ihrer Eröffnung 1853 die erste Sammlung „moderner“ Kunst weltweit. Der Auftrag für das Gebäude sowie der Grundstock der Sammlung stammen von König Ludwig I. Knapp 400 Werke europäischer Kunst vom 18. bis 20. Jahrhundert von deutscher Romantik bis hin zum französischen Impressionismus können in der Neuen Pinakothek bewundert werden.

Die heutige Neue Pinakothek steht an der Stelle des 1853 errichteten Vorgängerbaus, der dem Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel. König Ludwig I. hatte damals die von den Architekten Friedrich Gärtner und August Voit entworfene Galerie für seine Sammlung zeitgenössischer Malerei auf dem Grundstück gegenüber der Alten Pinakothek bauen lassen. Er wollte einen Dialog zwischen der Kunst seiner Zeitgenossen und den als Vorbilder verehrten Alten Meistern ermöglichen.

Die wieder aufgebaute Alte Pinakothek

Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Alte Pinakothek konnte trotz der starken Kriegszerstörung originalgetreu wieder aufgebaut werden.

Die Alte Pinakothek Leo von Klenzes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Architekt Hans Döllgast wiederaufgebaut. Die Ruine der Neuen Pinakothek wurde abgebrochen und durch einen modernen Neubau nach Plänen von Alexander Freiherr von Branca ersetzt. In diesem Neubau sind neben der Galerie der Neuen Pinakothek auch die Verwaltung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und das Doerner Institut untergebracht.

Das Äussere von Brancas Neuer Pinakothek wurde wegen der auffälligen Zitate historischer Form- und Stilelemente gelegentlich kritisiert. Das Innere gilt als einer der besten Museumsbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Es geht um eine Abfolge unterschiedlich grosser, hervorragend beleuchteter Räume, die sich an den Bedürfnissen der ausgestellten Werke orientieren.

Der Auftrag für das Gebäude sowie der Grundstock der Sammlung zeitgenössischer Kunst stammen von König Ludwig I. Knapp 400 Werke europäischer Kunst vom 18. bis 20. Jahrhundert können in der Neuen Pinakothek bewundert werden. Das sind Werke von der deutschen Romantik bis hin zum französischen Impressionismus. Sehenswerte Beispiele sind Meisterwerke von Carl Spitzweg, Carl Rottmann, Gustav Klimt und den Protagonisten der Plein Air Malerei. Impressionisten wie Claude Monet, Édouard Manet, Camille Pissaro, Auguste Renoir, Paul Gauguin, Paul Cézanne und Vincent van Gogh sind hier hervorragend vertreten.

Ernst Ludwig Kirchner

Bildnis Dodo

Das Frankfurter Städel Museum erwarb 1911 mehrere Werke van Goghs für den Aufbau einer modernen Kunstsammlung – so auch das „Bildnis des Dr. Gachet„. Es zeigt van Goghs umstrittenen Nervenarzt und ist das letzte Porträt, das der Künstler vor seinem Selbstmord malte. 1937 wurde das Gemälde von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, zu „entarteter Kunst“ erklärt und gegen Devisen auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft. 1990 wurde das bis dahin teuerste Kunstwerk aller Zeiten für 82,5 Millionen Dollar versteigert und ging in unbekannten Privatbesitz über.

Die neue Neue Pinakothek

Alexander Freiherr von Branca errichtete diesen Neubau in den 1980er Jahren

Die Galerie der Neuen Pinakothek ist aus baulichen Gründen und zur Vorbereitung umfangreicher Sanierungsmaßnahmen für die Öffentlichkeit voraussichtlich bis 2025 geschlossen. Eine Auswahl von Meisterwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts werden seit Sommer 2019 im Erdgeschoss der Alten Pinakothek (Ostflügel) und in der Sammlung Schack gezeigt.

Seit 40 Jahren begleite ich als Gästeführerin Kunstfreunde aus bisher 50 Ländern durch die höchst interessante Sammlung des 19. Jahrhundert, speziell zu unglaublichen wertvollen Kunstwerken der impressionistischen und post-impressionistischen Epoche.

Eintritt Sonntag: 1 EUR pro Person

New Art Gallery – Impressionism meets Romanticism

The „Neue Pinakothek“ (New Art Gallery) was first opened in 1853. It became the first public mueum of “modern” art in the world. The building was ordered and financed by King Ludwig I. He wanted to have his private art collection displayed for his people by his favorite architect Leo von Klenze. During our guiding tour I will take you to some of the most adorable 400 European art pieces from the 18th to the 20th century. You will delighted by German Romanticism as well as by impressive French Impressionism: Claude Monet, Édouard Manet, Camille Pissaro, Auguste Renoir, Paul Gauguin, Paul Cézanne and Vincent van Gogh. Fans of this genius painter can admire several masterpieces in the New Pinakothek including one of his world famous painting showing the „Sun Flowers“.

The Blue Vase - Paul Cézanne (Louvre)

The Blue Vase – Paul Cézanne

Romantic sentimentalism is shown in the works by Caspar David Friedrich. Society painters like Wilhelm von Kaulbach and Carl von Piloty express the newly awakened interest in German history. The New  Art Gallery hosts art of celebrated portraitists and landscapists from England, Spain and France. Thomas Gainsborough, Francisco de Goya and Jacques Louis David are represented marvelously.

The collection of French Impressionist includes masterpieces by Monet, Manet, Degas, Pissaro and Renoir. Paul Cézanne, Gauguin and Vincent van Gogh represent the pioneers of modern art. The museum also exhibits fine sculptures of the same period.

Actually the building of the New Art Gallery is closed for a general repair until 2025. Since summer 2019 masterpieces of the 19th century can be admired in the east wing of the Old Pinakothek as well in the gallery Schack in Munich-Bogenhausen.

Entrance fee on Sundays: 1 EUR per person.

Barbara Schöne, Your Tour Guide since 40 years in German, English and French

König Ludwig I. war ein großer Freunde der klassischen Architektur und der schönen Künste. Er ließ die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek,den Königsplatz, die Ludwigstrasse mit der Universität, die Feldherrnhalle und das Siegestor erbauen.
König Ludwig I. – Bauherr der Alten und der Neuen Pinakothek, des Königsplatzes, der Ludwigstrasse, der Ludwig-Maximilian-Universität, der Feldherrnhalle und des Siegestors