SAMMLUNG SCHACK

Kunst zu sammeln – das war in Deutschland lange nur Fürsten und Königen, Kirchen und Klöstern vorenthalten. Erst mit der Verbürgerlichung ab dem 17. und vor allem im 18. Jahrhundert war es auch Bürgern möglich, eigene Sammlungen anzulegen. Es wurde nicht mehr ausschließlich historisch gesammelt, sondern auch ein Augenmerk auf die zeitgenössischen Werke und ihre Urheber gerichtet. Die Prioritäten kehrten sich um, als Adolf Friedrich Graf von Schack primär zeitgenössische Werke erwarb und bei den alten Meistern auf Originale verzichtete. Stattdessen erwarb er zeitgenössische Kopien.

1815 in Schwerin geboren schlug er nach dem Jurastudium eine Diplomatenlaufbahn ein und wirkte als Übersetzer persischer und arabischer Dichtungen, als Kulturhistoriker und Kunstschriftsteller sowie als Sammler und Mäzen. Der bayerische König Maximilian II wusste ihn nach München zu ziehen. Bis heute hat der Name Schack einen guten Klang basierend auf seiner Privatgalerie – einem höchst individuellen Schatzhaus.

Der “Hirtenknabe” bildet den Höhepunkt von Franz von Lenbachs Frühwerk der 1850er Jahre, die von Genrebildern bestimmt sind. Nichts deutet darin auf seine spätere Karriere als Portraitmaler und Malerfürsten hin. Der Hirteknabe ist annährend in Lebensgröße dargestellt; er liegt auf dem Rücken in göttlicher Faulheit im Gras und hält die linke Hand zum Schutz vor der glühenden Sonne vor die Augen. Die Füße sind bloß und bis über die Knöchel schmutzig von der braunen Erde. Über dem Jungen wölbt sich ein wolkenloser Himmel. Die Kinderbilder des spanischen Meisters Murillo in der Alten Pinakothek könnten Lenbach zu dieser Darstelung eines Hirtenknaben mit nackten Füßen angeregt haben.

Hirtenknabe von Franz von Lenbach

Die Gemäldesammlung des Grafen entstand im Wesentlichen zwischen 1857 und etwa 1870. Diese Erwerbungen brachten ihm Kopien alter Meister von jüngeren deutschen Malern ein, während der Markt für die höchst geschätzte italienische Renaissancemalerei aufgeheizt war. Originale waren selbst dem kunstsinnigen Grafen nicht mehr zu angemessenen Preisen zugänglich. So entschied er sich, jüngere Künstler, die am Anfang ihrer Lebens- und Schaffensbahn standen, mit der Anfertigung von Kopien alter Meister zu beauftragen, was zugleich als Schulung für die Jüngeren dienen sollte: Arnold Böcklin als Deutschrömer, Anselm Feuerbach als genialischer Individualist, Franz von Lenbach als alle Welt porträtierender Malerfürst, Hans von Marées als grüblerischer Eigenbrödler, Franz Ludwig Catel, Johann Georg von Dillis und der als poetisch-versponnene Carl Spitzweg. Hier sein bekanntestes Motiv:

“Der Arme Poet”

Der Dichter haust in einer ärmlichen Dachkammer und liegt auf einer Matratze, er hat weder einen Tisch noch einen Stuhl und das Dach über ihm ist undicht und es regnet herein – ein Schirm ist über dem Poet aufgepannt, dessen Manuskripte es nicht bis zum Drucker schaffen sondern gestapelt und gebündelt zum Verheizen am Ofen liegen.

Doppelbildnis von Hans von Marées und Franz von Lenbach

Diese Gemäldesammlung erzählt Geschichten, die von fernen Ländern berichten, die Graf Schack im Laufe der Jahre besucht hat – ein Kleinod. Zunächst war die Sammlung in einem Palais an der Brienner Straße in München untergebracht, bevor ab 1907 am heutigen Standort an Münchens dritter Prachtstraße – der Prinzregentenstraße – ein Neubau entstand. Graf Schack hatte den preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II zu seinem Erben eingesetzt, während an anderen Stellen Münchens bereits die Moderne eingezogen war und poetisch-expressionistische jüngere Künstler wie Franz Marc sich entwickelten („Blauer Reiter“).

“König Krokus und die Waldnymphe” von Moritz von Schwind

Eine Waldnymphe hatte den mächtigen Baumstamm einer Eiche als Wohnsitz ausgesucht und sich dort niedergelassen, zu der Krokus kam, ein Knappe des Herzogs Cech von Ungarn, dessen Pferde er auf die Weide geführt hat. Zu Füßen der Nymphe sitzt Krokus als bärtiger Mann mit Krone und Lanze, während ihr langes, rötlich blondes Haar und die fließenden Falten ihres Gewandes ihre Weiblichkeit betonen. Ihre nackten Füße baumeln über seinem rechten Arm und sie bittet ihn, sich für die Rettung des Baumes einzusetzen, was Krokus mit Erfolg tat. Krokus verließ den Dienst des Herzogs und lebte fortan bei der Nymphe. Im Umgang mit ihr gewann er die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen und stieg schließlich zum Herrscher des Landes auf. Die Nymphe gewann mit ihm mehr und mehr irdische Gestalt und gebar ihm drei Töchter, deren jüngste, Libussa, ihrem Vater als Herrscherin des Landes nachfolgte und die Stadt Prag gründete.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Gemäldesammlung infolge der Fürstenabfindung an die preußische Krongutverwaltung und von ihr 1932 an den preußischen Staat. 1939 wurde die Sammlung durch Adolf Hitler dem bayerischen Staat und damit den bayerischen Staatsgemäldesammlungen übereignet.

Graf Schack selbst veröffentlichte bereits 1881 ein beschreibendes Verzeichnis der Sammlung, in dem er seine Gedanken über die Künstler und die einzelnen Gemälde darlegte. Heute gilt das Museum als Insel der Glückseligen, als ein Ort der Geistes-, Kunst- und Sammlungsgeschichte und wie Mäzenatentum unauslöschbare Spuren hinterlassen hat.

1815

Am 2. August 1815 wurde Adolf Friedrich von Schack in Schwerin als Sohn eines angesehen und wohlhabenden Juristen geboren, der zum Gesandten der beiden Großherzogtürmer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz berufen wurde. Schack studierte Jura. Seine eigentliche Leidenschaft galt der Literatur und den Sprachen. Während der Schulzeit lernte er Englisch, Italienisch und Spanisch sowie Orientalische Sprachen, zunächst das Persische, später dazu noch Sanskrit und Arabisch.

“Der Türmer” – bemerkenswert auf diesem Gemälde von Edward Jakob von Steinle sind die Stoffe und die malerisch sehr gelungenen Puffärmel. Der Türmer ist als Wächter verantwortlich für die Sicherheit der Stadt und für die Warnung vor drohenden Gefahren. Das Horn deutet auf diese Aufgabe hin.

Der Türmer von Steinle gemalt

Zum Sehen geboren,

Zum Schauen bestellt.

Dem Thurme geschworen

Gefällt mir die Welt.

Ich blick’ in die Ferne,

Ich seh’ in der Näh’,

Den Mond und die Sterne.

Den Wald und das Reh.

Ihr glücklichen Augen

Was je ihr gesehn,

Es sey wie es wolle,

Es war doch so schön!

Johann Wolfgang von Goethe, Lied des Türmers Lynceus aus Faust, der Tragödie Zweiter Teil (1834)

Ab 1835 unternahm Schack mehrere längere Reisen in die Schweiz, Südfrankreich, Italien, in die Provence und in die Pyrenäen und begann, sich für Malerei zu interessieren. Er tritt in den preußischen Staatsdienst ein und reist nach Sizilien , besteigt den Ätna, reist nach Griechenland und hält sich für einige Wochen in Athen auf, bereist das griechische Festland, den Peloponnes, Konstantinopel und Ägypten, reist in den Nahe Osten und nach Jerusalem, Damaskus, Beirut, Malta und Gibraltar und sieht zum ersten Mal Granada und Cordoba.

“Kronprinz Ludwig in der Spanischen Weinschänke zu Rom

Kronprinz Ludwig winkt den Wirt Don Raffaele d’Amglada in einer spanischen Weinschänke herbei und verlangt mehr Wein zum Abschied von Architekt Leo von Klenze von Rom – malerisch ist diese herrlich ungezwungene Szene im Auftrag des Kronprinzen festgehalten von Franz Ludwig Catel, der am unteren Ende des Tisches Skizzen macht.

Später gings nach Paris, wo er am Hof des Bürgerkönigs Louis Philipp verkehre sowie weiter nach London. Schack verehrte die Dichter seines Jahrhunderts wie Goethe und Byron, Victor Hugo und lernte die Kopiensammlungen anderer Mäzene kennen. Er durchquert Sizilien auf einem Maultier, verbringt einige Zeit am Hofe des Sultans in Konstantinopel, lernt die Literatur des Orients kennen und zu übersetzen, besichtigt den Geburtsort Shakespeares (Stratford- upon-Avon) und durchwanderte das schottische Hochland. In Athen kommt es zu einer Begegnung mit dem Königspaar Otto und Amalie, und er erlebt in Palästina und Ägypten die Pharaonischen Bauten in Theben. Für eine längere Zeit lebt er in Spanien, wo ihn vor allem die Überreste der maurischen Kunst und Kultur interessieren – Orient und Okzident. Er lässt sich bei Nacht in der Alhambra einschließen und genießt die romantische Stimmung.

Odysseus verabschiedet sich von Kalypso, die ihn nach einem Schiffsbruch  7 Jahre kang festgehalten hat.

“Odysseus nimmt Abschied von Kalypso” von Friedrich Preller d. Ä.

Das Gemälde bezieht sich auf eine Begebenheit, die im Epos der Leukothea-Szene unmittelbar vorausgeht. Odysseus ist nach einem Schiffbruch als einzigr Überlebender auf der Insel Ogygia gestrandet. Die Nymphe Kalypso hält ihn sieben Jahre dort fest, bevor er schließlich die Heimfahrt nach Ithaka fortsetzen kann. Das smaragdgrüne Meer mit sanfter Brandung und der leicht bewölkte Himmel verleihen der Szene den Anschein eines Idylls. Im Vordergrund, nahe dem Kiel des zerstörten Schiffes, sitzt der Held grübelnd auf einem Stein, den Kopf aufgestützt und auf das Meer blickend. Die Nymphe Kalypso erscheint und verkündet, dass sie ihn nach Weisung der Götter nun ziehen lassen wird.

In München wird Schack Mitglied des Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst, lebt unweit der Propyläen in einem Anwesen in der Brienner Straße und umgibt sich mit einem Kreis von Wissenschaftlern und Schriftstellern, dem Chemiker Justus von Liebig und dem Dichter Paul Heyse.

1853 wird die Neue Pinakothek eröffnet. Der Glaspalast bietet eine großartige Plattform für öffentliche Ausstellungen. Mit Franz von Lenbach beginnt Graf Schack den Aufbau einer Sammlung von Altmeisterkopien; Lenbach reiste auf Kosten des Grafen nach Italien und führte Kopien aus nach Gemälden von Tizian, Rubens, Velàzquez und Murillo.

Nach dem überraschen Tod von König Maximilian II schätzt Graf Schack dessen Sohn und Nachfolger, den Märchenkönig Ludwig II und dessen Eintreten für Richard Wagner.

“Leukothea erscheint Odysseus im Sturm” von Fridrich Preller d. Ä.

Nach der Abfahrt von der Insel der Kalypso gerät Odysseus in einen heftigen Sturm, den Poseidon entfesselt hat. Leukothea, die als Gottheit des Meeres den Schiffbrüchigen beisteht, rät dem Helden, sein Floß zu verlassen und sich schwimmend an das Ufer im Land der Phäaken zu retten. Sie reicht ihm ihren Schleier, der Odysseus vor den Gefahren des Meeres schützen soll.

1866 gibt er eine Sammlung seiner Gedichte heraus. Paul Heyse charakterisierte den Dichter Schack als einen aristokratisch verwöhnten Junggesellen. Schack lernt Moritz von Schwind kennen und kauft insgesamt 25 Gemälde, u. A. das Gemälde des „Grafen von Gleichen“ und vier “Liebesbilder“ und „Reisebilder“.

Auf Hochzeitsreise

“Die Hochzeitsreise” – Moritz von Schwind

Eine zweispännige Kutsche ist vorgefahren, in der bereits eine junge Frau Platz genommen hat. Der nicht mehr ganz junge, in einen grauen Reiseanzug mit Hut gekleidete Bräutigam steigt hinzu. Die Farbigkeit des kleinen Bildes schafft die Stimmung eines sommerlichen Feiertags. Moritz von Schwind gestaltet in diesem Gemälde Erinnerungen an die eigene Hochzeitsreise – im Bräutigam ist unschwer Schwind selbst zu erkennen. Es ist ein Hauptwerk innerhalb der vom Maler selbst so genannten “Reisebilder”.

1874 legt Schack in seinem Testament fest, dass die Gemäldesammlung nach seinem Tod in das Eigentum des deutschen Kaisers übergehen, aber auf Dauer in München und für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben soll.

Am 22. August 1876 erhebt Kaiser Wilhelm II Schack in den preußischen Grafenstand. Trotz eines Augenleidens veröffentlicht Schack das Buch „Meine Gemäldesammlung“ und veröffentlicht 1888 sein autobiographisches Werk „Ein halbes Jahrhundert“. Die Lebenserinnerungen gehören heute noch zu den lesenswerten Veröffentlichungen Schacks. 1894 stirbt Graf Schack im Alter von 79 Jahren in Rom an Herzversagen. Sein Leichnam wird nach Schwerin überführt und in der Familiengruft bei Schwerin beigesetzt.

“Im Walde (Des Knaben Wunderhorn)” von Moritz von Schwind

Eine mächtige Eiche beherrscht das Bild. Ihr zu Füßen liegt ein junger Mann und bläst in ein Horn. Schwind zeigt hier das Erleben der Natur in der Einsamkeit des Waldes, angeregt von deutschen Liedern und Gedichten.

Ein Portrait von Johann Wolfgang von Goethe, im Auftrag von König Ludwig I. von Joseph Karl Stieler gemalt, der für den König auch die Schönheiten-Galerie in Schloss Nymphenburg gemalt hat. Dieses Portrait hängt leihweise in der Galerie Schack, solange die Neue Pinakothek renoviert und saniert wird. Stieler war extra nach Weimar gereist, um den großartigen Dichter und Denker Wolfgang von Goethe zu portraitieren. Goethe, in einen etwas zu engen Morgenrock gekleidet, hält einen Brief in der rechten Hand, unterzeichnet mit “Ludwig”. In diesem Brief schickt der bayerische König Ludwig I. ein eigenes Gedicht an Deutschlands Universalgenie der deutschen Litratur, der als Dichter, Naturwisschenschaftler und Staatsmann wirkte und der die Weimarer Klassik mit Werken wie “Werther” und “Faust” geprägt hat. Bekannte Zitate:

“Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein”

“Willst du immer weiter so schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah”

Es sind nicht die Jahre deines Lebens, die zählen. Was zählt, ist das Leben innerhalb dieser Jahre”.

„Die Sage von Pippin und Bertha“ – von Leopold Bode

Das Motiv entstammt der Sage um die Herkunft und Geburt Kaiser Karls des Großen. Die Grafentochter und spätere Königin Bertha war die Gemahlin König Pippins des Jüngeren. Der Sage nach hatte sie zwei ungleich große Füße. König Pippin hatte seinen Marschall mit Gefolge an den Hof des Herzogs von Schwaben gesandt, um für ihn um die Hand von dessen Tochter Bertha zu werben. Nun traf es sich, dass die Prinzessin der Tochter des Marshall sehr ähnlich war; so geriet dieser auf den Gedanken, die erstere beiseite zu schaffen und die letztere in die Arme des Königs zu führen. Er gab seinen Dienern den Befehl, Bertha in einem Wald umzubringen. Bertha, im Wald von einem Wolf bedroht, wurde von einem Engel gerettet und entging wunderbar dem Tod. Ein Müller im Mühltal bei Starnberg hat Bertha gastlich aufgenommen. König Pippin, der sich inzwischen arglos mit der Tochter des Marshall vermählt hatte, gelangte später auf einem Jagdausflug in die Mühle, erkannte hier die für ihn bestimmt gewesene Prinzessin an ihrem großen Fuß und entdeckte den ganzen Betrug. Gerade als er die wahre Königin in sein Land heimführen wollte, musste er in den Krieg. Er lässt Bertha in der ihr liebgewordenen Reismühle bei ihren Rettern. Nach dem Feldzug kehrt er zurück. Bertha tritt ihm mit einem Knaben entgegen, den sie ihm geschenkt hat, dem späteren „Karl dem Großen“.

Barbara Schöne, Stadträtin a. D., Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
seit einem halben Jahrhundert

Barbara Schöne
Stadträtin a. D.
NEUES RATHAUS MÜNCHEN

NEUES RATHAUS MÜNCHEN

Zeitreise durch das Neue Rathaus München

Das Neue Rathaus mit seiner neugotischen Fassade steht auf der Nordseite des Marienplaztes. Das Rathaus hat einen 85 m hohen Turm, der ebenfalls besichtigt werden kann.

Im Neuen Rathaus wird Münchner Politik gemacht –

und vom Meisterbalkon grüßt der FC Bayern bei Meisterfeiern seine Fans

In meiner Eigenschaft als offizielle Gästeführerin von München seit über 40 Jahren und in meiner ehemaligen Funktion als Mitglied des Ehrenamtlichen Stadtrats führe ich Gäste durch die “Heiligen Hallen” im Neuen Rathaus. Die Münchner und Münchnerinnen, jedoch auch Touristen, haben ein immer ausgeprägteres Interesse an Rathausführungen.

 

Treppenturm im Prunkhof

Prunkhof im Neuen Rathaus

 

Schmuckes Treppenhaus im Neuen Rathaus mit bleiverglasten Fenstern

Bleiverglastes Fenster im Treppenhaus mit Dorfansicht von Bogenhausen und einem Pferdefuhrwerk

In den beiden Sitzungssälen geht es um das politische Zeitgeschehen. Gerne erkläre ich den Unterschied zwischen einem Ehrenamtlichen Stadtrat und einem Berufsmäßigen Stadtrat. Wir verweilen im Großen Sitzungssaal. Dort besprechen wir Pilotys Mammut-Gemälde. Der geniale Carl Theodor von Piloty war einer der renommiertesten Historienmaler des 19. Jahrhunderts. Es ist ihm gelungen, Münchner Persönlichkeiten aus 500 Jahre auf die Leinwand zu zaubern.

Großer Sitzungssaal mit Gemälde der Monachia von Carl v. Piloty

Der Große Sitzungssaal mit der Bestuhlung für 80 Mitglieder des Ehrenamtlichen Stadtrats wird dominiert vom farbenfrohen Gemälde des Meisters der Historienmalerei des 19. Jahrhundert – Carl von Piloty

Weiter geht es auf meiner Führung durch das Weißwurtzimmer in den Kleinen Sitzungssaal mit wunderschönem Interieur. Das ist der dekorativste Sitzungssaal im Neuen Rathaus und dient Empfängen oder Ausschusssitzungen über Kultur und Wirtschaft.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Juristischen Bibliothek mit ihren einzigartigen Jugendstil-Elementen. Dieser Lesesaal blieb vom Bombenhagel des 2. Weltkriegs weitgehend verschont. Nur das Löschwasser hat das Deckenfresko zerstört “Die Zeit enthüllt die Wahrzeit”.

Die Juristische Bibliothek

Die Juristische Bibliothek ist ein Jugendstil-Juwel und besticht durch zwei orignale Wendeltreppen, um zu den Buchgalerien zu gelangen. Im Lesesaal werden gelegentlich Lesungen veranstaltet, um ein neues Buch vorzustellen.

Eine der wichtigsten Attraktionen ist das Glockenspiel im Rathausturm.   Es zieht täglich um 11 h, 12 h und im Sommer um 17 Uhr zahlreiche Schaulustige aus der ganzen Welt an. Sechs Walzen mit je vier Liedern wechseln sich monatsweise ab. Jeden Abend um 21 Uhr wird zur Musik von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ und Johannes Brahms „Wiegenlied“ das Münchner Kindl zu Bett gebracht.

FINALE: Auf dem sogenannten “Meisterbalkon” des FC Bayern mit herrlichem Blick auf den Marienplatz dürfen rot-weiße Bayern-Schals geschwenkt werden. Dort feierte Ende Mai 2019 der FC Bayern seine 29. Deutsche Meisterschaft mit einer saftigen Weißbierdusche. 2013 ließen hier die Bayern ihren Erfolgs-Coach Jupp Heynckes für das bis dato einmalige Triple hochleben: 23. Deutsche Meisterschaft, DFB Pokal und Champions League.

Das Münchner Kindl auf dem Rathausturm

Das Münchner Kindl auf der Turmspitze des Neuen Rathauses

Dieses Münchner Kindl ist das größte und wahrscheinlich auch bekannteste Münchner Kindl. In seiner exponierten Lage in 85 Meter Höhe krönt dieses Wahrzeichen das Rathaus und die Innenstadt.

Vom Turm des Neues Rathaus aus kann man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Münchens aus der Vogelperspektive sehen. Dank des Aufzugs ist man in wenigen Sekunden oben und hat einen unvergesslichen Blick hinüber zum Alten Peter und hinunter zum Marienplatz. Bei guter Sicht sieht man sogar die mit Schnee beckten Spitzen der Alpen.

Herzlich willkommen zu meiner Rathaus-Führung mit vielen Anekdoten und G’ schichten rund um Münchens politisches Zeitgeschehen. Vollkommen überraschend wurde ich am 10. März 1996 als Mitglied des Ehrenamtlichen Stadtrats gewählt und kann aus einer Legislaturperiode von sechs Jahren berichten. Was ist die Funktion des Stadtrates? Welche Aufgaben und Pflichten hängen mit diesem Ehrenamt zusammen? Außerdem kann ich von diversen Stadtratsbeschlüssen berichten, deren Umsetzung auch heute noch Gültigkeit haben und jeder Münchner und Neu-Münchner nachvollziehen kann.

Rathaus-Führungen in Deutsch und Englisch gibt es nur nach Vorab-Reservierung.

Zur Buchung bei München Tourismus – bitte Datum und Uhrzeit auswählen.

Barbara Schöne

Stadträtin a. D.

 

Der Kleine Sitzungssaal ist noch original. Das wertvolle Mobiliar ist aus Eiche geschnitzt. Das Wandgemälde zeigt König Ludwig I. und die vor ihm knieden Monachia
Der Kleine Sitzungssaal ist dekoriert mit aufwendig geschnitztem Mobiliar aus Eichenholz und einem Wandgemälde. Das Bild zeigt den kunstbegeisterten König Ludwig I. und die vor ihm kniende “Monachia”. Ein großer Kamin in französischer Manier ziert den schönsten Raum im Neuen Rathaus

Regensburg – Walhalla

Regensburg – Walhalla

Historische Donaumetropole – Unesco Welterbe (Unesco World Heritage) – Neues Geschichts-Museum

Regensburger Dom

Mitten in der Altstadt steht der prächtige Regensburger Dom Sankt Peter. Der Dom gehört neben dem Kölner Dom zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen in Deutschland.

Regensburg liegt an der Donau und ist wegen seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt sehr beliebt. Eines seiner Wahrzeichen ist die Steinerne Brücke aus dem 12. Jh. Dieses erstaunliche Bauwerk aus dem Mittelalter ist 310 m lang und hat 16 Bögen. Ein weiteres wichtiges Wahrzeichen ist der gotische Dom aus dem 13. Jh. mit seinen Zwillingstürmen. Hier sind die Regensburger Domspatzen zu Hause.

Auf einem Altstadtspaziergang kommt man unweigerlich zur traditionellen “Wurstküche” direkt am Donauufer. Hier gibt es Bayerns beste Bratwürste.

Das neue Geschichts-Museum blickt auf Bayern ab 1800 –

fast alles von Erfolg gekrönt

Prunkschlitten, Lanz-Dampfmaschine und Goggomobil – Bayern bekam 2019 ein neues Geschichts-Museum am Regensburger Donauufer. Fast 100 Millionen Euro kostete der neue Geschichts-Tempel mit angeschlossener Bavariathek für Schulklassen. Außen ist das Museum mausgrau, innen erstrahlt das Foyer gleißend weiß. Es gibt einen Shop, ein Wirtshaus und im ersten Stock eine Leistungsshow bayerischer Geschichte – mit all dem, was Bayern berühmt und erfolgreich gemacht hat.

Gleich vier Herrscherportraits empfangen den Besucher. Weiter geht’s zum Modell des Mainschiffes „Ludwig I“ und dem Prunkschlitten für Ludwig I. Chronologisch wird in 25-Jahr-Etappen Bayerns Aufstieg zum Hightech-Land erzählt. Doch auch Bayerns Brauereiwesen kommt nicht zu kurz. Am Schluss schlendert man an einer bayerischen Autoshow entlang – der Dienstwagen von Alfons Goppel, Isetta, Kabinenroller und ein Goggomobil, das von 1955 bis 1969 in Dingolfing produziert wurde. Unversehens landet man bei FJS in Bronze und der CSU.

Trotzdem sollte sich niemand von einem Besuch in Regensburg abhalten lassen. Das neue Museum ist ein „Bürger-Museum“. Von den 1000 Exponaten sind 300 Leihgaben und Schenkungen aus der Bevölkerung. Darunter sind recht spannende Einzelstücke, etwa die Pickelhaube des Simon Gammel, der trotz eines Kopfschusses den Ersten Weltkrieg überlebte. Ein Jeep der US-Armee und ein Care-Paket erzählen von der Nachkriegszeit.

Zudem gibt es abseits der Geschichts-Sektionen sogenannte Kulturkabinette, die epochenübergreifende bayerische Charakteristika in den Blick nehmen: die Architektur, die Natur, die Dialekte – in einer „Hördusche“ kann man sich sogar seine Aussprache analysieren lassen.

Das neue Museum liegt am Donauufer unweit des Regensburger Doms und ist täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet (außer Montag).

Die Walhalla

Die Walhalla gilt als eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler. Nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in der Napoleonischen Ära fühlte sich König Ludwig I. von Bayern verpflichtet, dem neuen Deutschen Bund eine zentrale Gedenkstätte zu schaffen. Architekt war Leo von Klenze, der die Walhalla im Stil des Parthenon erbaute.

Walhalla near Regensburg

This building was primarily inspired by the famous Partenon on the Acropolis in Athens dating from 5 BC

Nicht nur der Regensburger Dom in der malerischen Altstadt ist sehenswert sondern auch eine erlebnisreiche Donauschifffahrt mit der KRISTALLKÖNIGIN. Es funkelt überall millionenfach dank der “Swarovski Elements”. Sogar in die Verkleidung der Bar oder in den gläsernen Treppenstufen sind Klitzersteinchen eingelegt. Selbst die Toilette ist ein einzigartiges Schmuckstück.

Auf der Kristallkönigin wurde am 18. Januar 2020 ein opulentes, leckeres kalt-warmes Buffet serviert.

Sie erleben eine unvergessliche Tagesfahrt in einem Traum aus Kristall und genießen eine romantische Schifffahrt auf der glamourösen Kristallkönigin auf der Donau, dem größten Schiff der Kristallflotte.

Auf einer etwa zweistündigen Erlebnisschifffahrt von Regensburg zur Walhalla und zurück wird man von der Magie des Wassers verzaubert. An Bord der “Kristallkönigin” oder der “Kristallprinzessin” kann man dreimal täglich die faszinierende Welt aus Wasser und Kristall erleben! Einmalige Attraktionen an Bord und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke werden über Bordlautsprecher erklärt. Ein Kurzurlaub der besonderen Art.

ENGLISH

Walhalla near Regensburg

The Walhalla is located in a dominant position high above the Danube close to Regensburg. This Neoclassical building in the form of a temple surrounded by a portico with columns represents one of the most important German national monuments of the 19the century. This monument was created on behalf of King Ludwig I. (r. 1825 – 1848). After 1807, the defeat by the Napoleonic armies was considered humiliating, Prince Ludwig decided, that – when he became king – he would build a place of remembrance of German-speaking men and women of outstanding merit as an inspiration and reference point for the nation.

Leo von Klenze was one of the most important neoclassical architects of the 19tzh century. The foundation stone was put down in 1830, and the building was ceremoniously opened twelve years later. L. von Klenze’s design was primarily inspired by the famous Parthenon on the Acropolis in Athens dating from 5 BC. The combination of colonnaded temple and massive substructure and the free design of the interior however prevents the architecture form being a mere copy of he ancient building. The marble bust of rulers, generals, scientists and artists were considered exemplary in the 19th century. Since 1962, new busts have been added to the original 96 at intervals of five to seven years: I. Kant, J. W. von Goethe and Sophie Scholl.

Neue Pinakothek – New Art Gallery

Neue Pinakothek – New Art Gallery

   
Neue Pinakothek
 
Der Grundstein der neuen königlichen Pinakothek wurde 1846 gelegt. König Ludwig I. plante ein Museum für „Gemälde aus diesem und aus künftigen Jahrhunderten“ und schuf damit den ersten Museumsbau für zeitgenössische Malerei. Die Neue Pinakothek wurde im Krieg zerstört, ihr Neubau 1981 wieder eröffnet und wird bis 2029 generalsaniert.

Daher sind einige ihrer Meisterwerke aktuell in der Alten Pinakothek ausgestellt. Hier eine kleine Auswahl:

Angelika Kauffmann

ANGELIKA KAUFFMANN

Selbstporträt 1784 – eine der ganz wenigen Malerinnen des 18. Jahrh., die an einer Akademie studieren durfte, weil sie mit nur 6 Jahren als Wunderkind gilt.

Adolf von Menzel

ADOLF VON MENZEL

Realist. Von Menzel malt seine Schwester (1847), die neugierig aus dem Wohnzimmer herausschaut und sich denkt: „Was wohl da draußen so alles passiert?“ Das Licht einer Petroleum-Lampe auf dem Tisch erhellt die warmen Brauntöne.

GUSTAV KLIMT „Die Musik“

Gustav Klimt' s berühmtestes Gemälde

GUSTAV KLIMT’ s berühmtestes Gemälde

Das Porträt der intellektuellen Margaret Stonborough-Wittgenstein in einem langen weißen Samt-Moirée-Kleid mit passender Stola (1905)

ÉDOUARD MANET

ÉDOUARD MANET – “Das Boot”

Manet malt seinen Malerfreund und Kollegen Claude Monet, wie dieser auf seinem Boot auf der Seine außerhalb von Paris sitzt – neben ihm seine Frau – und malt. Das Boot war sein Atelier.

ÉDOUARD MANET – „Die Brücke von Argenteuil“

Unter der Brücke – einem drastischen Zeichen der fortschreitenden Industrialisierung – malt Manet ein schwarzes Boot auf der Seine, das seinem Malerfreund Claude Monet gehört.

Frühstück im Atelier

ÉDOUARD MANET – „Das Frühstück im Atelier“ (1868)

Ein jugendlicher Dandy im Vordergrund (vermutlich Manets Sohn, dessen Vaterschaft umstritten war, weshalb der Vater seinen Sohn kaum in der Öffentlichkeit präsentierte). Am rechten Tischende ist ein alter Herr mit Zylinder und Zigarre zu sehen und auf dem Tischtusch liegen noch die Reste von Austern und Zitronen. Eine Frau bringt eine Kanne mit frischem Kaffee (dargestellt wie eine Dienerin, doch es könnte die Ehefrau von Manet sein).

Seerosen

CLAUDE MONET – „Seerosen“ (1915) – „Les Nymphéas“

Claude Monat hat in Giverny (Normandie) ein altes Bauernhaus gekauft, sich dort niedergelassen, mehrere Teiche angelegt und vielfach Seerosen angepflanzt und gemalt. Dieses Gemälde in der Neuen Pinakothek ist herrlich anzusehen, wie sich die Zweige einer Trauerweide im Wasser eines Teichs wiederspiegeln. Die Wasserfläche ist in tiefen Blautönen gemalt. Auf dem Wasser liegen verschiedene Seerosen und grüne Seerosenblätter, die Monet in Dunkellila umrandet hat.

Blick auf Arles und Obstgärten

VINCENT VAN GOGH – „Blick auf Arles mit Obstgärten“ (1889)

typisch für van Goghs die kurzen, vibrierenden Pinselstriche. Zwischen Wahn und Wunder – ein Jahr vor seinem Suizid.

Sonnenblumen

VINCENT VAN GOGH – „Sonnenblumen“ (1888)

Vincent van Gogh hatte vier Zimmer im „Gelben Haus“ in Arles gemietet und richtete dort das „Atelier des Südens“ ein, wo er mit dem berühmten Paul Gaugin zusammenarbeiten wollte. Vincent van Gogh hatte das Zimmer für Paul Gaugin mit Sonnenblumen ausgemalt. Sonnenblumen stehen für die Bewahrung der Schöpfung, für positive Gefühle und sind zudem ein Symbol für Bewunderung und Freundschaft. Doch Paul Gaugin hatte eine gänzlich anderen Kunstphilosophie als der Holländer, es kam zum Bruch und Paul Gaugin wanderte nach Tahiti aus. Vincent van Gogh, damals bereits sehr depressiv, bekam eine Nervenkrise und hat sich sein linkes Ohr abgeschnitten.

Paul Gaugin auf Tahiti

PAUL GAUGIN – „Die Geburt“ (1896 auf Tahiti)

Im Hintergrund des Bildes kann man Ochs & Esel erkennen, davor eine tahitianische Frau mit einem Baby auf dem Arm (Es ist möglich, dass Paul Gaugin beim Malen dieses Bildes an Maria und das Jesuskind dachte).

Die Kauernde von August Rodin - Frankreichs berühmtesten Bildhauer

AUGUSTE RODIN – „Die Kauernde“ (1880)

Die bekanntesten Plastiken von Frankreichs führendem Bildhauer sind „Der Denker“ oder „Der Kuss“ (leider nicht in der Neue Pinakothek).

Auf dem Rundgang durch die französischen Impressionisten entdeckt der Besucher Landschaften und Porträts u.a. von Paul Cézanne, Pierre Auguste Renoir oder Edgar Degas.

Die Neue Pinakothek war zu ihrer Eröffnung 1853 die erste Sammlung „moderner“ Kunst weltweit. Der Auftrag für das Gebäude sowie der Grundstock der Sammlung stammen von König Ludwig I. Knapp 400 Werke europäischer Kunst vom 18. bis 20. Jahrhundert von deutscher Romantik bis hin zum französischen Impressionismus können in der Neuen Pinakothek bewundert werden (nach der Generalsanierung wieder ab 2029).

Die heutige Neue Pinakothek steht an der Stelle des 1853 errichteten Vorgängerbaus, der dem Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel. König Ludwig I. hatte damals die von den Architekten Friedrich Gärtner und August Voit entworfene Galerie für seine Sammlung zeitgenössischer Malerei auf dem Grundstück gegenüber der Alten Pinakothek bauen lassen. Er wollte einen Dialog zwischen der Kunst seiner Zeitgenossen und den als Vorbilder verehrten Alten Meistern ermöglichen.

Die wieder aufgebaute Alte Pinakothek

Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Alte Pinakothek konnte trotz der starken Kriegszerstörung originalgetreu wieder aufgebaut werden.

Die Alte Pinakothek Leo von Klenzes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Architekt Hans Döllgast wiederaufgebaut. Die Ruine der Neuen Pinakothek wurde abgebrochen und durch einen modernen Neubau nach Plänen von Alexander Freiherr von Branca ersetzt. In diesem Neubau sind neben der Galerie der Neuen Pinakothek auch die Verwaltung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und das Doerner Institut untergebracht.

Das Äussere von Brancas Neuer Pinakothek wurde wegen der auffälligen Zitate historischer Form- und Stilelemente gelegentlich kritisiert. Das Innere gilt als einer der besten Museumsbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Es geht um eine Abfolge unterschiedlich grosser, hervorragend beleuchteter Räume, die sich an den Bedürfnissen der ausgestellten Werke orientieren.

Der Auftrag für das Gebäude sowie der Grundstock der Sammlung zeitgenössischer Kunst stammen von König Ludwig I. Knapp 400 Werke europäischer Kunst vom 18. bis 20. Jahrhundert können in der Neuen Pinakothek bewundert werden. Das sind Werke von der deutschen Romantik bis hin zum französischen Impressionismus. Sehenswerte Beispiele sind Meisterwerke von Carl Spitzweg, Carl Rottmann, Gustav Klimt und den Protagonisten der Plein Air Malerei. Impressionisten wie Claude Monet, Édouard Manet, Camille Pissaro, Auguste Renoir, Paul Gauguin, Paul Cézanne und Vincent van Gogh sind hier hervorragend vertreten.

Ernst Ludwig Kirchner

Bildnis Dodo

Das Frankfurter Städel Museum erwarb 1911 mehrere Werke van Goghs für den Aufbau einer modernen Kunstsammlung – so auch das “Bildnis des Dr. Gachet“. Es zeigt van Goghs umstrittenen Nervenarzt und ist das letzte Porträt, das der Künstler vor seinem Selbstmord malte. 1937 wurde das Gemälde von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, zu “entarteter Kunst” erklärt und gegen Devisen auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft. 1990 wurde das bis dahin teuerste Kunstwerk aller Zeiten für 82,5 Millionen Dollar versteigert und ging in unbekannten Privatbesitz über.

Die neue Neue Pinakothek

Alexander Freiherr von Branca errichtete diesen Neubau in den 1980er Jahren

Die Galerie der Neuen Pinakothek ist aus baulichen Gründen und zur Vorbereitung umfangreicher Sanierungsmaßnahmen für die Öffentlichkeit voraussichtlich bis 2025 geschlossen. Eine Auswahl von Meisterwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts werden seit Sommer 2019 im Erdgeschoss der Alten Pinakothek (Ostflügel) und in der Sammlung Schack gezeigt.

Seit 40 Jahren begleite ich als Gästeführerin Kunstfreunde aus bisher 50 Ländern durch die höchst interessante Sammlung des 19. Jahrhundert, speziell zu unglaublichen wertvollen Kunstwerken der impressionistischen und post-impressionistischen Epoche.

Eintritt Sonntag: 1 EUR pro Person

New Art Gallery – Impressionism meets Romanticism

The „Neue Pinakothek“ (New Art Gallery) was first opened in 1853. It became the first public mueum of “modern” art in the world. The building was ordered and financed by King Ludwig I. He wanted to have his private art collection displayed for his people by his favorite architect Leo von Klenze. During our guiding tour I will take you to some of the most adorable 400 European art pieces from the 18th to the 20th century. You will delighted by German Romanticism as well as by impressive French Impressionism: Claude Monet, Édouard Manet, Camille Pissaro, Auguste Renoir, Paul Gauguin, Paul Cézanne and Vincent van Gogh. Fans of this genius painter can admire several masterpieces in the New Pinakothek including one of his world famous painting showing the “Sun Flowers”.

The Blue Vase - Paul Cézanne (Louvre)

The Blue Vase – Paul Cézanne

Romantic sentimentalism is shown in the works by Caspar David Friedrich. Society painters like Wilhelm von Kaulbach and Carl von Piloty express the newly awakened interest in German history. The New  Art Gallery hosts art of celebrated portraitists and landscapists from England, Spain and France. Thomas Gainsborough, Francisco de Goya and Jacques Louis David are represented marvelously.

The collection of French Impressionist includes masterpieces by Monet, Manet, Degas, Pissaro and Renoir. Paul Cézanne, Gauguin and Vincent van Gogh represent the pioneers of modern art. The museum also exhibits fine sculptures of the same period.

Actually the building of the New Art Gallery is closed for a general repair until 2025. Since summer 2019 masterpieces of the 19th century can be admired in the east wing of the Old Pinakothek as well in the gallery Schack in Munich-Bogenhausen.

Entrance fee on Sundays: 1 EUR per person.

Barbara Schöne, Your Tour Guide since 40 years in German, English and French

König Ludwig I. war ein großer Freunde der klassischen Architektur und der schönen Künste. Er ließ die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek,den Königsplatz, die Ludwigstrasse mit der Universität, die Feldherrnhalle und das Siegestor erbauen.
König Ludwig I. – Bauherr der Alten und der Neuen Pinakothek, des Königsplatzes, der Ludwigstrasse, der Ludwig-Maximilian-Universität, der Feldherrnhalle und des Siegestors

BARBARA SCHÖNE – Offizielle Gästeführerin in Deutsch, Englisch und Französisch

Königsplatz – Glyptothek – King’s Square

Königsplatz – Glyptothek – King’s Square

königsplatz

Die “Welststadt mit Herz” mit dem Königsplatz von König Ludwig I. – das sogenannten “Isar-Athen”.

Das Königsplatz ist der schönste Platz von München. Er wurde gebaut und gestaltet im Auftrag von König Ludwig I. und seinem Achitekten Leo von Klenze. Dieser hat mehrfach seine Studien auf der Akropolis in Athen gemacht und seine Entwürfe mit nach München gebracht hat.

Der Königsplatz mit der Antikensammlung, den Propyleen und der Glyptothek mit wertvollen Skulpturen aus der Zeit der Etrusker wird im Volksmund gerne als das “Isar-Athen” bezeichnet.
Vor dieser einmaligen klassizistischen Kulisse finden jedes Jahr spektakuläre Open Air Konzerte statt wie 2015: “Gipeltreffen der Stars” mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann – dem Traumpaar der Opernwelt.

Glyptothek

Die Glyptothek – im Olympiajahr 1972 nach der Kriegszerstörung wieder eröffnet – bis Herbst/Winter 2020/21 wegen Sanierung geschlossen.

Die Glyptothek

Die Glyptothek im Kunstareal München ist ein unter König Ludwig I. errichtetes Museum für die Sammlung antiker Skulpturen und wurde von 1816 bis 1830 nach Plänen Leo von Klenzes am Königsplatz errichtet

Die klassizistische Glyptothek ist Münchens ältestes öffentliches Museum, das König Ludwig I. durch seinen Architekten Leo von Klenze am Königsplatz hat bauen lassen. Als einziges Museum weltweit ist die Glyptothek allein der antiken Skulptur gewidmet. Ein Besuch bietet einen beeindruckenden ästhetischen, künstlerischen und kulturhistorischen Hochgenuss. Statuen wie die Ägineten, der berühmte Barberinische Faun und der Augustus Bevilacqua sind Meisterwerke der griechischen und römischen Plastik. Die Marmorfiguren werden in mediterraner Atmosphäre in Museumsräumen präsentiert, die an römische Thermen erinnern.

Ancient Sculpture in the Glyptothek

The classical Glyptothek is Munich’s oldest public museum realized by the architekt Leo von Klenze in behalf of King Ludwig I. The Glyptothek is the only museum in the world that is solely dedicated to ancient sculpture.  Our visit to the Glyptothek will offer you an impressive aesthetic, artistic and cultural-historical pleasure. The 2.500 year old tympanum figures from the Aphaia Temple in Aegina, the famous Barberini Faun and the Augustus Bevilacqua are masterpieces of Greek and Roman sculptures. Enjoy the marble figures presented in Mediterranean atmosphere. The museum halls are reminiscent of Roman bath buildings.

In the Classical collection directly opposite, we can discover treasures of Greek, Roman and Etruscan art, such as jewelry, ceramics and terracotta objects (Antikensammlung).

Die Staatliche Antikensammlung

Klassische Architektur am Königsplatz, Antikesammlung mit Keramik der Etrusker