Nationalsozialismus und Widerstand – “Die Weiße Rose”

Nationalsozialismus und Widerstand – “Die Weiße Rose”

München – „Hauptstadt der Bewegung“ ab 1935

1920 formte und nannte der Österreicher Adolf Hitler in München die Deutsche Arbeiterpartei  (DAP) um in die “National-Sozialistische Deutsche Arbeiterpartei” (NSDAP).

Am 9. November 1923 scheiterte der Machtkampf der NSDAP mit dem Hitler-Putsch vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz gegen die bayerische Polizei. Hermann Göring wurde am Oberschenkel getroffen, flüchtete und wurde 10 Tage lang von einem jüdischen Arzt verarztet und versteckt. Hitler blieb unverletzt, wurde 2 Tage später am Staffelsee gefangen genommen und kam nach Landsberg ins Gefängnis zu 5 Jahren “Festungs-Haft”. Dort diktierte er Rudolf Hess sein Buch „Mein Kampf“, das vom Bruckmann-Verlag München verlegt wurde. Hitler wurde 1924 verurteilt jedoch nach wenigern Monaten freigelassen.

Nach der Machtergreifung am 31. Januar 1933 erhielt München Musterbauten der NS-Architektur von Architekt Paul Trost. Es entstand die NSDAP-Zentrale nahe dem Königsplatz. Das ist der schönsten Platz der Stadt, der im 19. Jahrhundert in Anlehnung an die Akropolis in Athen gebaut wurde. Das “Braune Haus”, die neue NSDAP-Zentrale, wurde in einer Villa mit Blick auf die Propyläen eingerichtet (an der Stelle, wo seit 2013 das NS-Dokumentationszentrum der Öffentlichkeit zugänglich ist).

1935 bekam München von den Nazis den zweifelhaften Ehrentitel „Hauptstadt der Bewegung“.

Das Münchner Abkommen wurde 1938 im „Braunen Haus“ unterzeichnet vom britischen Premierminister Neville Chamberlain, dem französischen Ministerpräsidenten Édouard Daladier, dem italienischen Diktator Benito Mussolini und Reichskanzler Adolf Hitler.

Ein Zeichen des passiven Widerstandes war die Viscardi-Gasse – bald Drückebergergasse genannt – die man nahm, um den “Hitler-Gruß” vor dem Ehrenmal vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz zu vermeiden. Die Wachen vor der Feldherrnhalle forderten diesen “Hitlergruß” von allen Passanten zu Ehren der 15 getöteten Putschisten und Hitler-Anhänger. In den 1990er Jahren schuf ein Künstler diese Spur in der Form eines liegenden “S”, indem er die Pflastersteine der 50 m langen Viscardi-Gasse mit glänzender Bronze belegte.

Detailansicht Bronzepflaster Viscardigasse, München
Pflastersteine in der “Drückebergergasse” als Zeichen des passiven zivilen Widerstandes von Münchnern gegen die NAZI-Herrschaft

Die Geschichte des Widerstands

Ab Sommer 1942 formierte sich der Widerstand um Professor Kurt Huber und die Geschwister Hans und Sophie Scholl an der Ludwig-Maximilian-Universität (“Die Weiße Rose”).

“Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben” schrieb Sophie Scholl an ihren Verlobten Fritz Hartnagel kurz vor ihrer Verhaftung. Zusammen mit ihrem Bruder Hans war Sophie Scholl ein Teil der “Weißen Rose”, der bekanntesten deutschen Wiederstandsgruppe. Zunächste waren die Geschwister als Jugendliche gegen den Willen des Vaters überzeugte Mitglieder der Hitlerjugend und erlebten Schikanen, Unrecht, Grausamkeit und Willkür. 

Die Geschwister Sophi und Hans Scholl

Sophie Scholl und ihr Bruder Hans sowie weitere Kommilitonen konzipierten und verteilten sechs Flugblätter 1942/1943 gegen die NAZI-Diktatur und wurden am 22.02.1943 als Widerstandskämpfer brutal hingerichtet.

Mehr und mehr erkannten Sie die Manipulatinen der NSDAP und so riskierten sie schließlich ihr Leben, um mit Flugblättern der Bevölkerung das wahre Gesicht der SS und ihrer Führer wie Hitler, Himmler, Göbbels, Göring und vielen anderen NAZI-Größen vor Augen zu führen. Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst wurden in der Großen Aula im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität beim Verteilen ihres 6. Flugblatts im Lichthof vom Hausmeister & Hörsaaldiener (einem SS-Mann namens Schmid) entdeckt und an den Direktor verpfiffen. Am gleichen Tag (18. Februar 1943) wurden sie von der GESTAPO verhaftet, im Wittelsbacher Palais in der Brienner Straße verhört und anschließend brutal von Scharfrichter Johann Reichart mit dem Fallbeil im Gefängnis Stadelheim geköpft (Photo siehe unten).

Danach sagte Scharfrichter Reichart, dass er noch nie jemand so stolz hat sterben sehen wie die junge Frau dieser NS-Widerstandsgruppe.

Sophie Scholl und ihr Bruder Hans Scholl wurden am 22. Februar 1943 brutal mit der Guillotine in der JVA Stadelheim ermordet (obwohl Hans Scholl Mitglied der Wehrmacht war und die NAZIS Hans Scholl hätten erschießen müssen anstatt brutal zu köpfen). Doch mit dem Fallbeil wollten sie die tapferen Widerstandskämpfer weiter demütigen).

Das 3. Bild zeigt die in den Fußboden vor dem Haupteingang der Ludwig-Maximilian-Universität eingelassenen Flugblätter aus Kupfer, um die Erinnerung an den lebensgefährlichen Widerstand der Mitglieder der “Weiße Rose” wach zu halten.

Vor dem Hauptgebäude der LMU erinnert dieses Bodendenkmal an die studentische Widerstandskämpferin Sophie Scholl und ihren Bruder Hans Scholl. Ab 1942 verteilte sie zusammen mit ihrer kleinen Widerstandsgruppe – genannt “Die Weiße Rose” – insgesamt sechs Flugblätter in München, mit welchen sie zum Widerstand gegen das NS-Regime, Adolf Hitler und den Krieg aufriefen.

Ein Blick zurück:

Vor 80 Jahren (am 18. Februar 1943) verteilten Sophie Scholl und ihr Bruder Hans Flugblätter der “Weißen Rose” an der Universität in München, wurden vom Hausmeister & Hörsaaldiener erwischt, von der Gestapo verhaftet und wenige Tage später (22. Februar 1943) hingerichtet. Die Guillotine – ein Werkzeug für den Massenmord – gibt es noch im Bayerischen Nationalmuseum im Depot. Etwa 1200 Menschen sind in der NS-Zeit mit der Guillotine im Gefängnis München-Stadelheim geköpft worden. Darunter waren ausländische Zwangsarbeiter, wegen “Fahnenflucht” verurteilte Wehrmachts-Soldaten, gewöhnliche Mörder aber auch Widerstandskämpfer. Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst starben so am 22. Februar 1943, Professor Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell am 13. Juli und am 12. Oktober,  Hans Leipelt schließlich am 29. Januar 1945.

Es war immer dieselbe Hinrichtungsmaschine – und immer derselbe Scharfrichter. Johann Reichhart, so sein Name, hat in seinem Leben wohl an die 3000 Personen enthauptet – ein Mann ohne Schuldbewusstsein und Gewissen, der 1963 – ein makabres Detail – Ehrenmitglied im Verein zur Wiedereinführung des Todesstrafe wurde.

Der in Russland geborene Alexander Schmorell wuchs in München auf, wo er bereits am Neuen Realgymnasium seinen Freund und Mitstreiter Christoph Probst kennenlernte. Als Medizinstudent wurde er in die Wehrmacht eingezogen, wo er als Sanitätsunteroffizier Hans Scholl kennenlernte. Im Sommer 1942 verfassten sie gemeinsam die ersten vier Flugblätter der Widerstandsgruppe mit dem Titel „Die weiße Rose“. Nachdem die Medizinstudenten während der Semesterferien an der Ostfront Zeugen der deutschen Kriegsverbrechen wurden, erweiterten sie nach ihrer Rückkehr im November 1942 den Kreis der am aktiven Widerstand Beteiligten. Sophie Scholl, Willi Graf, Professor Kurt Huber und Christoph Probst wurden Teil der Weißen Rose. Im Februar 1943 wurde Alexander Schmorell verhaftet, im April 1943 zum Tode verurteilt und am 13. Juli 1943 in München-Stadelheim ermordet.
Seine letzten Worte schrieb er an seine Eltern: „Ich gehe hinüber in dem Bewusstsein, meiner tiefen Überzeugung und der Wahrheit gedient zu haben. Dies alles lässt mich mit ruhigem Gewissen der nahen Todesstunde entgegensehen.“

Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf waren Soldaten der Wehrmacht. Bei Soldaten wurde ein Todesurteil üblicherweise durch Erschießen vollstreckt. Die vier Freunde wurden indes mit dem Fallbeil enthauptet. Man wollte sie so noch zusätzlich herabwürdigen und demütigen.

Die Guillotine, mit der Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst am 22. Februar 1943 im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet wurden

Die Guillotine, mit der Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst am 22. Februar 1943 in der JVA München-Stadelheim enthauptet wurden

Seit 2013 sind die Pforten zum NS-Dokumentationszentrum am Platz des ehemaligen „Braunen Hauses“ täglich bis 19 Uhr geöffnet. Das ist ein Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus. In Fotos, Filmen, Videos und Vorträgen werden den Besuchern die unfassbaren Gräueltaten der Nazi-Diktatur von 1933 bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945 gezeigt. Der damalige Widerstand durch die Mitglieder der „Weißen Rose“ sowie der heutige Umgang mit dem “braunen Erbe” werden im NS-Dokumentationszentrum hervorragend thematisiert.

Wenig bekannt ist die Tatsache, dass ein einfacher Mann Adolf Hitler töten wollte. Er war kein General, er war kein Spion, er war Kommunist, ein Mann aus dem Volk. Langsam erkennen jetzt die Deutschen, wie hoch seine Tat einzuschätzen ist. Der Schreiner Georg Elser aus Württemberg begriff früh, dass man den Zweiten Weltkrieg nur verhindern bzw. frühzeitig beenden konnte, wenn Hitler starb. Georg Elsers Bombe detonierte am 8. November 1939 um 21.20 Uhr im Bürgerbräukeller punktgenau. Doch die NAZI-Führung entkam nur durch Zufall, weil sie um 21.07 Uhr den Bürgerbräukeller verlassen hatten, um ab 21.31 Uhr den Nachtzug nach Berlin zu nehmen.

Georg Elser

Georg Elser hatte jahrelang nur ein Ziel: Adolf Hitler und die Nazis zu stoppen. So baute er ein Bombe in einer Säule im Bürgerbräukeller ein, die gemäß seinem Zeitzünder am 8. November 1939 um 21.20 Uhr explodierte. Tragischerweise hatten Hitler und seine Nazi-Größen 13 Minuten zuvor das Bürgerbräu verlassen, um mit dem Nachtzug nach Berlin zu fahren.

Georg Elser war ein Bauernsohn und stiller Christ. Er spielte Zither und Kontrabass und war ein Kommunist aus dem württembergischen Hermaringen. Neben dem Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg war Elser der einzige Widerstandskämpfer, der Hitler zu einer Zeit töten wollte, in der sich der Zweite Weltkrieg rasch hätte beenden lassen. Damit hätte der Holocaust noch verhindert werden können.

Georg Elser war von vornherein ein Gegner der Nazis. Bei der Arbeit in einer Uhrenfabrik konnte er 250 Presspulverstücke (Schwarzpulver) und einige Zünder beschaffen. Dann arbeitete er in einem Steinbruch, wo er mehr als 100 Sprengpatronen und über 125 Sprengkapseln mitgehen ließ. In einer Schreinerwerkstatt in der Türkenstraße 94 in München tüftelte er am Zeitzünder.

Georg Elser wußte, dass Hitler anlässlich des Putschversuchs vom 9. November 1923 jährlich am 8. November im Bürgerbräukeller in München eine lange Rede hielt. In einer Säule hinter dem Rednerpult wollte er seine Bombe deponieren. Jeden Abend versteckte er sich in der Besenkammer, bis das Gasthaus geschlossen war. Dann kniete er mehr als 30 Nächte lang neben der Säule, höhlte sie aus und stellte den Zeitzünder ein.

Die Bombe explodierte am 8. November 1939 exakt zu der von Elser eingestellten Zeit um 21.20 Uhr. Doch da waren Hitler, Goebbels, Göring, Himmler und andere Nazis bereits weg. Es pressierte ihnen. Der Feldzug gegen Frankreich wollte geplant sein. Doch das Wetter war schlecht, am 8. November war es neblig. Darum konnte Hitler nicht nach Berlin fliegen, sondern musste mit dem speziell für ihn eingesetzten Nachtzug fahren. Deshalb verließ der Diktator den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Detonation. Diese war so heftig, dass sie den Saal verwüstete und acht Gäste tötete – vorwiegend SA-Leute.

Elser wurde bereits gegen 20.45 h in Konstanz gefasst, als er über die grüne Grenze in die Schweiz fliehen wollte. Er wurde jahrelang als Sonderhäftling im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten. Am 9.  April 1945, drei Wochen vor dem Selbstmord Hitlers, wurde Elser im KZ Dachau aus seiner Zelle geholt und in der Nähe des alten Krematoriums von einem SS-Oberscharfführer um 23 Uhr durch einen Genickschuss ermordet. Seine serblichen Überreste wurden verbrannt. 

F R A N Z Ö S I S C H

GEORG ELSER: l’homme qui a tenté d’assassiner Adolf Hitler le 8 Novembre 1939

Georg Elser était un résistant allemand qui a tenté d’assassiner Adolf Hitler le 8 Novembre 1939 au Bürgerbräukeller – une brasserie à Munich. Georg Elser, un électricien et menuisier, avait fabriqué une bombe avec un mécanisme de déclenchement à retardement pour tuer Adolf Hitler et d’autres dirigeants nazis comme Hermann Göring, Joseph Goebbels, Heinrich Himmler et d’autres membres des SA et SS.

Le plan de Georg Elser:

Elser avait prévu de placer la bombe dans un pilier du Bürgerbräukeller, où Adolf Hitler devait prononcer un discours le soir du 8 Novembre 1939 pour commémorer le Putsch du 9. Novembre 1923 et les 15 Putschistes tués. La bombe avait explosè à 21h20, juste après le départ de Hitler – inattendu par Georg Elser qui ne savait pas des plans changés par Hitler ce jour-là.

Pourquoi le plan n’a-t-il pas fonctionné ?

La raison pour laquelle le plan d’Elser a échoué est que Hitler a quitté le Bürgerbräukeller plus tôt que prévu, à 21h07, pour prendre un train vers Berlin. Un avion ne pouvait pas partir de Munich à Berlin à cause de la brume ce soir-là. La bombe a explosé à 21h20 (comme prévu par Elser), détruisant une grande partie du bâtiment, le pilier dans lequel Elser avait déposé la bombe. le plafond et tuant 8 personnes, mais Hitler et la pluspart des Nazis étaient déjà parti pour le HBF – la Gare principale  à Munich.

Le sort d’Elser

Elser a été arrêté le soir du 8 Novembre 1939 à Konstanz avant d’arriver à la frontière pour s’enfuir à la Suisse. Elser était arrété et a passé les années suivantes en prison à Berlin et dans le Camp de Concentration à Dachau. Là il a été exécuté par les SS le 9 Avril 1945, quelques semaines avant la fin de la guerre et le suizid de Hitler avec son amante Eva Braun à Berlin le 30 Avril 1945.

Pourquoi Elser est-il important ?

Georg Elser est considéré comme un héros de la résistance allemande contre le nazisme. Son acte courageux et désespéré montre que même les individus ordinaires peuvent prendre des risques pour lutter contre l’injustice et la tyrannie.

Treffpunkt für meinen Rundgang in der Ludwig-Maximilian-Universität mit Besuch der DenkStätte der

Widerstandsbewegung “Die weiße Rose”

LMU Lichthof

In diesen Lichthof lies Sophie Scholl ein paar Hundert Exemplare des 6. Flugblattes am 18. Februar 1943 flattern

Ludwig-Maximilian-Universität, Geschwister-Scholl-Platz (U3 / U6): Lichthof und Große Aula im Hauptgebäude der Universität. Der prachtvolle Raum wurde im Jugendstil vom Architekten German Bestelmeyer geplant und 1911 fertiggetellt. Bekannt wurde die Aula auch durch den Film über “Die weiße Rose”, der Widerstandsorganisation rund um die Geschwister Hans und Sophie Scholl und ihre berühmte Flugblattaktion im Kampf gegen die Nationalsozialisten. Heute wird der Saal tagsüber für Vorlesugnen, abends und am Wochenende für kulturelle Veranstaltungen genutzt –

Besuch der GedenkStätte (eine Art Museum) mit Fotos der aktiven Mitglieder der “Weißen Rose”. Kostenlose Flyer mit einem QR-Code liegen am Tresen. Weiter geht mein geführter Rundgang zum 

Georg Elser Platz / Lichtinstallation – seit 2009

NS-Dokumentationszentrum:

im Außenbereich steht eine interessante Stele mit Fotos der beiden Ehrentempel für die “Blutzeugen” vom Hitler-Putsch 2023 – Fotos eines NS-Aufmarsches auf dem Königsplatz

Bayer. Landesbank – vormals Wittelsbacher Palais  im 19. Jahrh., – in der NS-Zeit GeStaPo-Zentrale mit Foltergefängnissen

Platz der Opfer das Nationalsozialismus

Die "Weiße Rose" ist die bekannteste Widerstandsbewegung gegen Hitler und die SS-Diktatur. Ein wenig bekannter Widerstandskämpfer war Georg Elser, der 1939 ein bemerkenswertes Attentat auf Hilter und die NAZI-Größen versuchte

Am 30. April 2025 war es 80 Jahre her, dass München vom NAZI-Regime befreit wurde. Wie einst 1945 wehten auch 2025 weiße Fahnen in München, um an den Tag der Befreiung zu erinnern. Allein 15 Fahnen der Stadt hingen vom 30. April bis zum 8. Mai auf dem Marienplatz. Wegen der Corona-Pandemie gab es eine Ausstellung nur online: www.tagderbefreiung.online. Als Offizielle Gästeführerin ist es mir wichtig, den Tag der Befreiung nicht zu verschweigen.

Ende des Rundgangs: Odeonsplatz mit Feldherrnhalle: Hitler-Putsch am 9. November 2023

Viscardi-Gasse (“Drückebergergasse”)

In F R A N Z Ö S I S C H :

6. Flugblatt der „Weißen Rose“ – Widerstandsgruppe vom Februar 1943 in Französisch

Kurzfassung des Sechsten Flugblattes, verfasst von Prof. Kurt Huber, Hans Scholl und Alexander Schmorell

Sixième tract de la Rose Blanche (Février 1943)*

Tract 6 : “L i b e r t é   !
Appel à tous les Allemands !

Le peuple allemand est sous la botte de Hitler depuis dix ans. La deuxième guerre mondiale a apporté la misère et la désolation à des millions de personnes. Les valeurs de l’humanité sont piées à terre. Les crimes les plus horribles sont commis au nom de l’Allemagne.

Nous, étudiants de Munich, avons décidé de prendre position contre cette tyrannie. Nous avons distribué des tracts, nous avons écrit des slogans sur les murs, nous avons parlé à nos camarades. Nous avons fait tout ce que nous pouvions pour éveiller la conscience de nos concitoyens.

Mais nous ne sommes pas seuls. Il y a des milliers de personnes en Allemagne qui pensent comme nous. Il y a des ouvriers, des paysans, des intellectuels, des soldats qui sont prêts à lutter contre le régime nazi.

Alors, Allemands, levez-vous ! Refusez de participer à cette guerre insensée ! Refusez de tuer et de mourir pour la gloire de Hitler !

Nous voulons la liberté, la justice et la paix. Nous voulons un État qui respecte les droits de l’homme et la dignité humaine.

Alors, unissons-nous ! Luttons ensemble pour une Allemagne libre et démocratique !

Vive la liberté ! Vive l’Allemagne !”

Bei der Verteilung dieses 6. Flugblattes am 18. Februar 1943 in der Ludwig-Maximilian-Universität wurden Hans und Sophie Scholl verhaftet. Details: siehe oben.

DenkStätte der „Weißen Rose“ in der LMU auf FranzösischLa DenkStätte de la „Rose Blanche“

Le mémorial pour la “Rose Blanche” est situé sur le Geschwister-Scholl-Platz, devant l’entrée principale de l’Université Ludwig-Maximilian de Munich. Il s’agit d’un monument au sol conçu par l’artiste Robert Schmidt-Matt en 1988, composé de feuilles de papier volantes en pierre, représentant les tracts de la Rose Blanche, ainsi que des photos et des documents relatifs aux membres du groupe.

Description du mémorial:

Le mémorial est composé de plaques de pierre incrustées dans le sol, représentant les tracts et les documents de la Rose Blanche.

Les plaques sont disposées de manière à former un chemin qui mène à l’entrée de l’université.

Le mémorial est accompagné d’une inscription qui rappelle l’histoire de la Rose Blanche et de ses membres.

La DenkStätte Weiße Rose est un musée situé dans l’atrium de l’Université Ludwig-Maximilian, qui commémore l’histoire de la Rose Blanche.

L’exposition permanente présente des documents, des photos et des objets relatifs à la Rose Blanche et à ses membres.

La DenkStätte propose également des visites guidées et des activités pédagogiques.

Barbara Schöne, Offizielle Gästeführrin von München in Deutsch, Englisch und Französisch

Barbara Schöne
Schloss Nymphenburg – Nymphenburg Palace – Museum for Carriages and Porcelain – Château de Nymphenburg

Schloss Nymphenburg – Nymphenburg Palace – Museum for Carriages and Porcelain – Château de Nymphenburg

NATURWUNDER ERLEBEN – JETZT WIRD’s WIEDER WUNDERSCHÖN

Seit Pfingsten 2020 kann das Hauptschloss wieder besichtigt werden. Die Kassen sind mit Plexiglas geschützt und bezahlt werden kann nur bargeldlos.

Nur 30 Minuten vom Marienplatz entfernt liegt Schloss Nymphenburg mit seiner 270 ha großen Parkanlage. Kurfürst Ferdinand Maria gab es 1664 in Auftrag als Präsent für seine Gemahlin Kurfürstin Adelaide von Savoyen. Das geschah unmittelbar nach der Geburt des lang ersehnten Sohnes und Thronfolgers Max Emanuel. Der erste Schlossbau war ein mächtiger kubischer Pavillon.

Kupferstich Ansicht Schloss Nymphenburg von Michael Wening, 1701

Schloss Nymphenburg,
Kupferstich von Michael Wening, 1701

Der spätere Kurfürst Max Emanuel – bekannt als Blauer Kurfürst – ließ das Schloss seiner Eltern durch Architekt Joseph Effner erweitern. So wurde Schloss Nmphenburg zum prunkvollen Sommerschloss der Wittelsbacher. Die Schlossanlage mit dem weitläufigen Schlosspark ist eine sehr beliebte Attraktion Münchens und zieht Touristen aus aller Welt magisch an.

Der spätere Märchen-König Ludwig II. wurde in Schloss Nymphenburg geboren.

Zu Schloss Nymphenburg gehört das Marstallmuseum mit Kutschen und Karossen aus drei Jahrhunderten. König Ludwig II. war ein großer Pferdeliebhaber und ließ seine Lieblingspferde porträtieren. Im Marstallmuseum hängt eine sehenswerte Portraitsammlung von Ludwigs Lieblingspferden. Bewundernswert sind die reich verzierten Schlitten und Kutschen des Märchenkönigs. Die prachtvollsten Gespanne sind sicherlich sein vergoldeter Gala-Wagen und die Krönigskarosse von Kaiser Karl VII.

Kröningskarosse von Kaiser Karl VII.

Diese prachtvolle Krönungskarosse stammt aus Paris, wurde 1730 dort hergestellt und auf dem Flußweg nach Frankfurt/Main zur Krönungszeremonie von Kaiser Karl VII. in der Paulskirche transportiert.

Im ersten Stock des Marstallmuseums können sich Kunstfreunde an der wertvolle Privatsammlung von Nymphenburger Porzellan erfreuen. Weitere Details finden Sie unten.

Jetzt wird’s wieder märchenhaft schön – viele Anekdoten erwarten den Besucher

Die Schönheitengalerie kann seit 2020 wieder im Schloss Nymphenburg bewundert werden. Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten im Barockschloss Nymphenburg ist diese Schönheitengalerie mit 36 restaurierten Bildnissen einzigartiger Frauen, die König Ludwig I. zwischen 1827 und 1850 vom Mainzer Maler Joseph Stieler malen lies.

Sechs Portraits in der Schönheitengalerie von Schloss Nymphenburg

Charlotte von Hagn, eine König Ludwig I. schöne und populäre Schauspielerin der Biedermeierzeit. Irene Markgräfin Pallavicini aus einem alten Adelgeschlecht in Italien. Theresa Renard trägt die traditionelle Tracht der Insel Lesbos und hält eine Lyra im Arm. Helene Sedlmayr ist der Inbegriff der Schönen Münchnerin.

Insgesamt umfasst diese einzigartige Schönheitengalerie 38 Porträts von Münchner Frauen sowohl adeliger als auch bürgerlicher Herkunft. Zu den berühmtesten Portraitierten gehörten die Tänzerin Lola Montez (die Mätresse des Königs – la femme fatale), die Schustertochter Helene Sedlmayr, die Schauspielerin Charlotte von Hagn (die damals vom Publikum in München, Berlin bis nach Sankt Petersburg verehrt wurde) sowie Marianna Marquesa Florenzi, eine Vertraute seiner Majestät. Lassen Sie sich bei unserem Rundgang von der Schönheit der frisch restaurierten Portraits verzaubern, untermalt von bekannten und unbekannten Histörchen.

Neu ist, dass die Gemälde ihrer zeitlichen Entstehung nach gehängt wurden,  was die Stilwandlung vom biedermeierlichen zum stärker die Individualität betonenden Portrait gut nachvollziehen lässt.

Sehenswert sind die vier Parkschlösschen wie die Amalienburg, das schönste Rokokoschlösschen der Welt. Die Badenburg mit einem Schwimmbad und Kacheln aus Delfter Porzellan ist an einem romantischen See gelegen. Auf der gegenüber liegenden Seite des Kanals liegt die Pagodenburg, die innen mit kostbarer chinesischer Seide ausgekleidet ist. Die vierte Parkburg ist die Magdalenenklause, eine Eremitage. Lustwandeln im Park ist zu jeder Jahreszeit wunderschön.

 

Nymphenburg Palace

In 2020 Nymphenburg Palace with its various museums was re-opened.

The Nymphenburg Palace with its 270 hectares of park is only 30 minutes away from “Marienplatz“. Prince Elector Ferdinand Maria ordered its construction in 1664 as a gift for his wife princess Adelheid von Savoyen after having given birth to their Son and Heir to the throne, Max Emanuel. In the beginning, the palace was just a cubic pavilion. When Max Emanuel had become Prince Elector of Bavaria, he extended the pavillion of his Italian mother to the tremendous size of today with 700 rooms.

Marstallmuseum: Coronation carriage of Emperor Charles VII. – hand made in Paris around 1730

Coronation Carriage hand made in Paris around 1730

This exquisite Coronation Carriage was transported from Paris on different rivers up to Frankfort for the coronation of Emperor Charles VII., the eldest son of Prince-Elector Max Emanuel. It is said that the insurance of this unique carriage amounts to more than 30 million EUR.

Besides the main palace and the gorgeous park we can visit the Carriage Museum (Marstallmuseum) with horse drawn carriages and sleighs as well as a most precious porcelain collection of the Nymphenburg Manufacture.

Nymphenburg Palace and Park

The history of Nymphenburg Palace and its large Park goes back over 300 years. The palace park began as a modest pleasure garden and grew in time to become an extended, strictly geometrical baroque garden.

The main element of the park is water. There is a well thought-out canal system linking the park to the Würm River to feed innumerable water fountains. The four pleasure pavilions were built during the first half of the 18th century. It is always a great pleasure to stroll through den Park. I will be very pleased to take you around.

Museum “Mensch und Natur”

Visitors are taken back in time and into the history of Earth and Mankind. The impressive collection shows how our planet came into being. Visitors are welcome to go on a geological excursion and display of various species. Multimedia experiments turn even abstract themes like genetics and the human nervous system into an adventure for the senses. Children’s birthdays and activity programs often take place here during summer holidays.

Nymphenburg Palace

Nymphenburg Palace, painting by Bernardo Bellotto, also called Canaletto (1761)

Le Château de Nymphenburg

Le Château de Nymphenburg était la résidence d’été des princes électeurs et des rois de Bavière pendant 250 ans. C’est ici que naquit le roi Louis II. de Bavière le 25 août, 1845. Les nombreuses attractions comprennent les appartements du château ainsi que le parc avec ses quatre jolis pavillons. Cela sont des imitations bien fait après les Trianon de Versailles.

Le Marstallmuseum (Musée des Carosses) représente les carrosses et les traîneaux des Wittelsbach. Cette famille princière a régné sur la Bavière pendant sept siècles. Dans ce musée il se trouve aussi la collection privée de porcelaine de Nymphenburg du 18ième et du 19ième siècle. Une merveille.

Le Musée “Mensch und Natur” (Musée de l’Homme et de la Nature) dans l’aile nord du château principal propose une approche aux sciences naturelles qui plaît aux enfants petits et grands.

DIE NYMPHENBURGER PORZELLAN MANUFAKTUR

Nymphenburg ist auch die Porzellanmanufaktur des Bayerischen Königshauses. Seit der Gründung 1747 wird die hohe Kunst der Porzellanherstellung gepflegt. Manu Factum bedeutet hier bis zum heutigen Tag: komplett von Hand in überlieferten Techniken gemacht. Diese Techniken werden von Generation zu Generation weitergegeben und bewahrt. Nur so ist die unerreichte Feinheit, Raffinesse und Brillanz des Porzellans gewährleistet, auf die der Weltruhm Nymphenburgs beruht.

 

Die Meisterwerkstätten der Manufaktur produzieren, ihrer Zeit voraus, stilprägende und maßgefertigte Entwürfe aus vier Jahrhunderten. Bis zum heutigen Tag gestalten namhafte Künstler, Architekten und Designer die Meisterwerke.

1761 wurden die Werkstätten der Porzellanmanufaktur in das Nördliche Rondell der Nymphenburger Schlossanlage verlegt. Noch heute werden die mechanischen Geräte der denkmalgeschützten Porzellanmanufaktur Nymphenburg durch Wasserkraft aus dem Schlossbach gespeist. Das war schon so im 18. Jahrhundert.

Nymphenburger Porzellan in wertvollem Lapislazuli-Blau und Golddekor

Wertvolles Kaffeeservice in Königsblau aus Nymphenburger Porzellan

Das königsblaue Kaffeeservice aus der Manufaktur Nymphenburg ist innen vergoldet. Die verschnörkelten Henkel der zierlichen Kaffeetassen und der Deckel der Kaffeekanne ist ebenfalls vergoldet.

Die Herstellung der richtigen Mischung aus Kaolin, Feldspat und Quarz ist eine Kunst, die die Porzellanmanufaktur Nymphenburg in über 270 Jahren verfeinert hat. Mit dem Anspruch auf höchste Qualität und Reinheit wird in Nymphenburg auch heute noch die Masse von Hand hergestellt und nicht fertig gekauft, wie es woanders üblich ist. Der Produktionsprozess ist aufwändig und zeitintensiv.

Vom Ansetzen der Porzellanmasse bis zum Einsatz als Endprodukt vergehen etwa drei Jahre. Reinstes geschlämmtes Kaolin, grauer Feldspat und opaker Quarz höchster Qualität sind die Grundbestandteile des Nymphenburger Porzellans. Aus dieser plastischen Masse werden per Hand beispielsweise hauchdünne Scherben oder filigrane Figürchen geformt. Keine Maschine kann die Feinheit der Hand ersetzen.

Das Repertoire von Nymphenburg umfasst circa 20.000 verschiedene klassische und zeitgenössische Formen. Alle Teile werden mit dem Nymphenburg Blindstempel und den Initialen des Künstlers versehen. Veredelungen werden in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg ausschließlich mit Platin und 24 Karat Feingold vorgenommen, das wesentlich dicker ist als Glanzgold.

NYMPHENBURG ARTS AND DESIGN

In Nymphenburg, handmade porcelain objects and works of art are manufactured according to the concepts of contemporary designers and artists. They count among some of the most widely renowned creators of art worldwide. Well-known designers focus intensely on the historical and cultural context of Nymphenburg. They express their outstanding artistic visions in the highest quality porcelain.

Gold umrahmter Teller aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg

Gold umrahmter Teller der Porzellanmanufaktur Nymphenburg mit gemaltem Blumendekor und Porzellanreliefs auf dem Tellerrand

As an institution of creative force with a history spanning more than 270 years, Nymphenburg manufacture aims to consistently face up to the challenge of the 21st century. The artists create outstanding designer objects and works of art with timeless value.

The tour will end in the Museum of Nymphenburg Porcelain on the second floor of the Carriages and Sleighs Museum. As a tour guide I would be very pleased to take you into the Nymphenburg store at the exclusive Brienner Quartier in Munich’s city center or into the exclusive boutique inside the court of honor of Nymphenburg Palace.

In the museum, I will guide you around the display of most precious porcelain to show you the main ingredients of the porcelain mass as well as the products from the very beginning in 1747. It is a museum of its own with a large variety of rooms and Nymphenburg porcelain products on display. This is actually a private collection that is lend to the State of Bavaria for permanent display to the public.

Kurfürst Ferdinand Maria und Kurfürstin Henriette Adelaide von Savoyen

Der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria aus dem Hause Wittelsbach heiratete die italienische Prinzessin Henriette Adelaide von Savoyen. Zur Geburt ihres ersten Sohnes Maximilian Emanuel ließen sie vor den Toren von München Schloss Nymphenburg als Sommerpavillion erbauen.

This couple represents the founders of Nymphenburg Palace, Prince-Elector Ferdinand Maria and his Italian spouse, Princess Henriette Adelaide of Savoy.

Gallery of Beauties

Since May 30, 2020, 38 restored portraits of most beautiful ladies in and around Munich can be adored in the former summer dining room of the royal family. The Free State of Bavaria spent 460 000 EUR to have restored the portraits of unique females, who were painted in order of King Ludwig I. between 1827 and 1850 by the painter Joseph Stieler.

All guests and visitors will be welcomed by a huge fountain in front of the main palace.