SCHACK GALERIE – DIE SAMMLUNG SCHACK – weltberühmte Werke der Spätromantik in der Prinzregentenstraße 9

Die Sammlung Schack ist offiziell ein Museum der Pinakotheken in München, also der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Kunst zu sammeln – das war in Deutschland lange nur Fürsten und Königen, Kirchen und Klöstern vorenthalten. Erst mit der Verbürgerlichung ab dem 17. und vor allem im 18. Jahrhundert war es auch Bürgern möglich, eigene Sammlungen anzulegen. Es wurde nicht mehr ausschließlich historisch gesammelt, sondern auch ein Augenmerk auf die zeitgenössischen Werke und ihre Urheber gerichtet. Die Prioritäten kehrten sich um, als Adolf Friedrich Graf von Schack primär zeitgenössische Werke erwarb und bei den alten Meistern auf Originale verzichtete. Stattdessen erwarb er zeitgenössische Kopien.

1815 in Schwerin geboren schlug er nach dem Jurastudium eine Diplomatenlaufbahn ein und wirkte als Übersetzer persischer und arabischer Dichtungen, als Kulturhistoriker und Kunstschriftsteller sowie als Sammler und Mäzen. Der bayerische König Maximilian II wusste ihn nach München zu ziehen. Bis heute hat der Name Schack einen guten Klang basierend auf seiner Privatgalerie – einem höchst individuellen Schatzhaus der Bayerischen Staatsgemäldesammlung.

Der “Hirtenknabe” bildet den Höhepunkt von Franz von Lenbachs Frühwerk der 1850er Jahre, die von Genre-Bildern bestimmt sind. Nichts deutet darin auf seine spätere Karriere als Portraitmaler und Malerfürsten hin. Der Hirteknabe ist annährend in Lebensgröße dargestellt; er liegt auf dem Rücken in göttlicher Faulheit im Gras und hält die linke Hand zum Schutz vor der glühenden Sonne vor die Augen. Die Füße sind barfuß und bis über die Knöchel schmutzig von der braunen Erde. Über dem Jungen wölbt sich ein wolkenloser Himmel. Die Kinderbilder des spanischen Meisters Murillo in der Alten Pinakothek könnten Lenbach zu dieser Darstellung eines Hirtenknaben mit nackten Füßen angeregt haben.

Hirtenknabe von Franz von Lenbach

Die Gemäldesammlung des Grafen von Schack entstand im Wesentlichen zwischen 1857 und etwa 1870. Diese Erwerbungen brachten ihm Kopien alter Meister von jüngeren deutschen Malern ein, während der Markt für die höchst geschätzte italienische Renaissancemalerei aufgeheizt war. Originale waren selbst dem kunstsinnigen Grafen nicht mehr zu angemessenen Preisen zugänglich. So entschied er sich, jüngere Künstler, die am Anfang ihrer Lebens- und Schaffensbahn standen, mit der Anfertigung von Kopien alter Meister zu beauftragen, was zugleich als Schulung für die Jüngeren dienen sollte: Arnold Böcklin als Deutsch-Römer, Anselm Feuerbach als genialer Individualist, Franz von Lenbach als alle Welt porträtierender Malerfürst, Hans von Marées als grüblerischer Eigenbrödler, Franz Ludwig Catel, Johann Georg von Dillis und der als poetisch-versponnene Carl Spitzweg. Hier Spitzwegs populärstes Motiv:

“Der Arme Poet”

Der Dichter haust in einer ärmlichen Dachkammer und liegt auf einer Matratze; er hat weder einen Tisch noch einen Stuhl und das Dach über ihm ist undicht und es regnet herein – ein Schirm ist über dem Poet aufgepannt, dessen Manuskripte es nicht bis zum Drucker schaffen sondern gestapelt und gebündelt zum Verheizen am Ofen liegen.

Doppelbildnis von Hans von Marées und Franz von Lenbach

Diese Gemäldesammlung erzählt Geschichten, die von fernen Ländern berichten, die Graf Schack im Laufe der Jahre besucht hat – ein Kleinod. Zunächst war die Sammlung in einem Palais an der Brienner Straße in München untergebracht, bevor ab 1907 am heutigen Standort an Münchens dritter Prachtstraße – der Prinzregentenstraße – ein Neubau entstand. Graf Schack hatte den preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II zu seinem Erben eingesetzt, während an anderen Stellen Münchens bereits die Moderne eingezogen war und poetisch-expressionistische jüngere Künstler wie Franz Marc sich entwickelten („Blauer Reiter“).

“König Krokus und die Waldnymphe” von Moritz von Schwind

Eine Waldnymphe hatte den mächtigen Baumstamm einer Eiche als Wohnsitz ausgesucht und sich dort niedergelassen, zu der Krokus kam, ein Knappe des Herzogs Cech von Ungarn, dessen Pferde er auf die Weide geführt hat. Zu Füßen der Nymphe sitzt Krokus als bärtiger Mann mit Krone und Lanze, während ihr langes, rötlich blondes Haar und die fließenden Falten ihres Gewandes ihre Weiblichkeit betonen. Ihre nackten Füße baumeln über seinem rechten Arm und sie bittet ihn, sich für die Rettung des Baumes einzusetzen, was Krokus mit Erfolg tat. Krokus verließ den Dienst des Herzogs und lebte fortan bei der Nymphe. Im Umgang mit ihr gewann er die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen und stieg schließlich zum Herrscher des Landes auf. Die Nymphe gewann mit ihm mehr und mehr irdische Gestalt und gebar ihm drei Töchter, deren jüngste, Libussa, ihrem Vater als Herrscherin des Landes nachfolgte und die Stadt Prag gründete.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Gemäldesammlung infolge der Fürstenabfindung an die Preußische Krongutverwaltung und von ihr 1932 an den Preußischen Staat. 1939 wurde die Sammlung dem Bayerischen Staat und damit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen übereignet.

Graf Schack selbst veröffentlichte bereits 1881 ein beschreibendes Verzeichnis der Sammlung, in dem er seine Gedanken über die Künstler und die einzelnen Gemälde darlegte. Heute gilt das Museum als Insel der Glückseligen, als ein Ort der Geistes-, Kunst- und Sammlungsgeschichte und zeigt, wie Mäzenatentum unauslöschbare Spuren hinterlassen hat.

1815

Am 2. August 1815 wurde Adolf Friedrich von Schack in Schwerin als Sohn eines angesehenen und wohlhabenden Juristen geboren, der zum Gesandten der beiden Großherzogtürmer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz berufen wurde. Schack studierte Jura. Seine eigentliche Leidenschaft galt der Literatur und den Sprachen. Während der Schulzeit lernte er Englisch, Italienisch und Spanisch sowie Orientalische Sprachen, zunächst das Persische, später noch Sanskrit und Arabisch.

“Der Türmer” – bemerkenswert auf diesem Gemälde von Edward Jakob von Steinle sind die Stoffe und die malerisch sehr gelungenen Puffärmel. Der Türmer ist als Wächter verantwortlich für die Sicherheit der Stadt und für die Warnung vor drohenden Gefahren. Das Horn deutet auf diese Aufgabe hin.

Der Türmer von Steinle gemalt

Zum Sehen geboren,

Zum Schauen bestellt.

Dem Turme geschworen

Gefällt mir die Welt.

Ich blick’ in die Ferne,

Ich seh’ in der Näh’,

Den Mond und die Sterne,

Den Wald und das Reh.

Ihr glücklichen Augen

Was je ihr gesehn,

Es sey wie es wolle,

Es war doch so schön!

Johann Wolfgang von Goethe, Lied des Türmers Lynceus aus Faust, der Tragödie Zweiter Teil (1834)

Ab 1835 unternahm Schack mehrere längere Reisen in die Schweiz, Südfrankreich, Italien, in die Provence und in die Pyrenäen und begann, sich für Malerei zu interessieren. Er tritt in den preußischen Staatsdienst ein und reiste nach Sizilien, bestieg den Ätna, reiste nach Griechenland und hielt sich für einige Wochen in Athen auf, bereiste das griechische Festland, den Peloponnes, Konstantinopel und Ägypten, reiste in den Nahe Osten und nach Jerusalem, Damaskus, Beirut, Malta und Gibraltar und sah zum ersten Mal Granada und Cordoba.

“Kronprinz Ludwig in der Spanischen Weinschänke zu Rom

Der bayerische Kronprinz Ludwig winkt den Wirt Don Raffaele d’Amglada in einer spanischen Weinschänke herbei und verlangt mehr Wein zum Abschied von Architekt Leo von Klenze von Rom – malerisch ist diese herrlich ungezwungene Szene im Auftrag des Kronprinzen festgehalten von Franz Ludwig Catel, der am unteren Ende des Tisches Skizzen macht.

Später gings nach Paris, wo er am Hof des Bürgerkönigs Louis Philipp verkehrte sowie weiter nach London. Graf Schack verehrte die Dichter seines Jahrhunderts wie Goethe und Byron, Victor Hugo und lernte die Kopiensammlungen anderer Mäzene kennen. Er durchquerte Sizilien auf einem Maultier, verbrachte einige Zeit am Hofe des Sultans in Konstantinopel, lernte die Literatur des Orients kennen und zu übersetzen, besichtigte den Geburtsort Shakespeares (Stratford- upon-Avon) und durchwanderte das schottische Hochland. In Athen kam es zu einer Begegnung mit dem Königspaar Otto und Amalie. Er erlebte in Palästina und Ägypten die Pharaonischen Bauten in Theben. Für eine längere Zeit lebte er in Spanien, wo ihn vor allem die Überreste der maurischen Kunst und Kultur interessierten – Orient und Okzident (Morgenland und Abendland). Er lies sich bei Nacht in der Alhambra einschließen und genoss die romantische Stimmung.

Odysseus verabschiedet sich von Kalypso, die ihn nach einem Schiffsbruch  7 Jahre kang festgehalten hat.

“Odysseus nimmt Abschied von Kalypso” von Friedrich Preller d. Ä.

Das Gemälde bezieht sich auf eine Begebenheit, die im Epos der Leukothea-Szene unmittelbar vorausgeht. Odysseus ist nach einem Schiffbruch als einzigr Überlebender auf der Insel Ogygia gestrandet. Die Nymphe Kalypso hält ihn sieben Jahre dort fest, bevor er schließlich die Heimfahrt nach Ithaka fortsetzen kann. Das smaragdgrüne Meer mit sanfter Brandung und der leicht bewölkte Himmel verleihen der Szene den Anschein eines Idylls. Im Vordergrund, nahe dem Kiel des zerstörten Schiffes, sitzt der Held grübelnd auf einem Stein, den Kopf aufgestützt und auf das Meer blickend. Die Nymphe Kalypso erscheint und verkündet, dass sie ihn nach Weisung der Götter nun ziehen lassen wird.

In München wurde Graf Schack Mitglied des Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst, lebte unweit der Propyläen in einem Anwesen in der Brienner Straße und umgab sich mit einem Kreis von Wissenschaftlern und Schriftstellern, dem Chemiker Justus von Liebig und dem Dichter Paul Heyse.

1853 wird die Neue Pinakothek eröffnet. Der Glaspalast bietet eine großartige Plattform für öffentliche Ausstellungen. Mit Franz von Lenbach begann Graf Schack den Aufbau einer Sammlung von Altmeisterkopien. Lenbach reiste auf Kosten des Grafen nach Italien und führte Kopien aus nach Gemälden von Tizian, Rubens, Velàzquez und Murillo.

Nach dem überraschen Tod von König Maximilian II im Alter von nur 52 Jahren im Jahr 1864 schätzte Graf Schack dessen Sohn und Nachfolger, den Märchenkönig Ludwig II und dessen Eintreten für den Komponisten Richard Wagner.

“Leukothea erscheint Odysseus im Sturm” von Fridrich Preller d. Ä.

Nach der Abfahrt von der Insel der Kalypso gerät Odysseus in einen heftigen Sturm, den Poseidon entfesselt hat. Leukothea, die als Gottheit des Meeres den Schiffbrüchigen beisteht, rät dem Helden, sein Floß zu verlassen und sich schwimmend an das Ufer im Land der Phäaken zu retten. Sie reicht ihm ihren Schleier, der Odysseus vor den Gefahren des Meeres schützen soll.

1866 gab Graf Schack eine Sammlung seiner Gedichte heraus. Paul Heyse charakterisierte den Dichter Schack als einen aristokratisch verwöhnten Junggesellen. Graf Schack lernte Moritz von Schwind kennen und kaufte insgesamt 25 Gemälde, u. A. das Gemälde des „Grafen von Gleichen“ und vier “Liebesbilder“ und „Reisebilder“.

Auf Hochzeitsreise

“Die Hochzeitsreise” – Moritz von Schwind

Eine zweispännige Kutsche ist vorgefahren, in der bereits eine junge Frau Platz genommen hat. Der nicht mehr ganz junge, in einen grauen Reiseanzug mit Hut gekleidete Bräutigam steigt hinzu. Die Farbigkeit des kleinen Bildes schafft die Stimmung eines sommerlichen Feiertags. Moritz von Schwind gestaltet in diesem Gemälde Erinnerungen an die eigene Hochzeitsreise – im Bräutigam ist unschwer Schwind selbst zu erkennen. Es ist ein Hauptwerk innerhalb der vom Maler selbst so genannten “Reisebilder”.

1874 legte Graf Schack in seinem Testament fest, dass die Gemäldesammlung nach seinem Tod in das Eigentum des deutschen Kaisers Wilhelm II übergehen, aber auf Dauer in München und für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben soll.

Am 22. August 1876 erhob Kaiser Wilhelm II Schack in den preußischen Grafenstand. Trotz eines Augenleidens veröffentlichte Graf Schack das Buch „Meine Gemäldesammlung“ und veröffentlichte 1888 sein autobiographisches Werk „Ein halbes Jahrhundert“. Die Lebenserinnerungen gehören heute noch zu den lesenswerten Veröffentlichungen des Grafen Schack. 1894 starb Graf Schack im Alter von 79 Jahren in Rom an Herzversagen. Sein Leichnam wurde nach Schwerin überführt und in der Familiengruft bei Schwerin beigesetzt.

“Im Walde (Des Knaben Wunderhorn)” von Moritz von Schwind

Eine mächtige Eiche beherrscht das Bild. Ihr zu Füßen liegt ein junger Mann und bläst in ein Horn. Schwind zeigt hier das Erleben der Natur in der Einsamkeit des Waldes, angeregt von deutschen Liedern und Gedichten.

Ein Portrait von Johann Wolfgang von Goethe, im Auftrag von König Ludwig I. von Joseph Karl Stieler gemalt, der für den König auch die Schönheiten-Galerie in Schloss Nymphenburg gemalt hat. Dieses Portrait hängt leihweise in der Galerie Schack, solange die Neue Pinakothek renoviert und saniert wird. Stieler war extra nach Weimar gereist, um den großartigen Dichter und Denker Wolfgang von Goethe zu portraitieren. Goethe, in einen etwas zu engen Morgenrock gekleidet, hält einen Brief in der rechten Hand, unterzeichnet mit “Ludwig”. In diesem Brief schickte der bayerische König Ludwig I. ein eigenes Gedicht an Deutschlands Universalgenie der deutschen Litratur, der als Dichter, Naturwisschenschaftler und Staatsmann wirkte und der die Weimarer Klassik mit Werken wie “Werther” und “Faust” geprägt hat. Bekannte Zitate:

“Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein”

“Willst du immer weiter so schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah”

Es sind nicht die Jahre deines Lebens, die zählen. Was zählt, ist das Leben innerhalb dieser Jahre”.

„Die Sage von Pippin und Bertha“ – von Leopold Bode

Das Motiv entstammte der Sage um die Herkunft und Geburt Kaiser Karls des Großen. Die Grafentochter und spätere Königin Bertha war die Gemahlin König Pippin des Jüngeren. Der Sage nach hatte sie zwei ungleich große Füße. König Pippin hatte seinen Marschall mit Gefolge an den Hof des Herzogs von Schwaben gesandt, um für ihn um die Hand von dessen Tochter Bertha zu werben. Nun traf es sich, dass die Prinzessin der Tochter des Marshall sehr ähnlich war; so geriet dieser auf den Gedanken, die erstere beiseite zu schaffen und die letztere in die Arme des Königs zu führen. Er gab seinen Dienern den Befehl, Bertha in einem Wald umzubringen. Bertha, im Wald von einem Wolf bedroht, wurde von einem Engel gerettet und entging wunderbar dem Tod. Ein Müller im Mühltal bei Starnberg hat Bertha gastlich aufgenommen. König Pippin, der sich inzwischen arglos mit der Tochter des Marshall vermählt hatte, gelangte später auf einem Jagdausflug in die Mühle, erkannte hier die für ihn bestimmt gewesene Prinzessin an ihrem großen Fuß und entdeckte den ganzen Betrug. Gerade als er die wahre Königin in sein Land heimführen wollte, musste er in den Krieg. Er lies Bertha in der ihr liebgewordenen Reismühle bei ihren Rettern. Nach dem Feldzug kehrte er zurück. Bertha trat ihm mit einem Knaben entgegen, den sie ihm geschenkt hat, den späteren „Karl dem Großen“.

Barbara Schöne, Stadträtin a. D.,

Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch seit einem halben Jahrhundert

Barbara Schöne
Stadträtin a. D.

König Ludwig I. – Städtebauer – Kunstliebhaber – Sammler

König Ludwig I. – Städtebauer – Kunstliebhaber – Sammler

König Ludwig I. hat einmal gesagt:

“Die Wiege unserer abendländischen Kultur steht in Griechenland”. So hat Ludwig I als Kronprinz und ab 1826 als König von Bayern seinen Architekten Leo von Klenze nach Athen geschickt. Dort hat Klenze viele Gemälde von der Akropolis gemalt. Die Fotografie gab es damals noch nicht. Die Skizzen und Gemälde präsentierte der Architekt seinem königlichen Auftraggeber. Daraus entstanden berühmte Bauwerke, Straßen und Plätze in München. Das Isar-Athen wurde kreiert.

Die Glyptothek

Die Glyptothek ist Münchens ältestes öffentliches Museum, das König Ludwig I. durch seinen Architekten Leo von Klenze am Königsplatz hat bauen lassen. Als einziges Museum weltweit ist die Glyptothek ausschließlich der antiken Skulptur gewidmet. Ein Besuch bietet einen ästhetischen, künstlerischen und kulturhistorischen Hochgenuss. Statuen wie die Ägineten, der Barberinische Faun und der Augustus Bevilacqua sind Meisterwerke der griechischen und römischen Plastik. Die Marmorfiguren werden in mediterraner Atmosphäre in Museumsräumen präsentiert, die an römische Thermen erinnern.

1816 war Baubeginn der Glyptothek. Ludwig I. hatte Anfang des 20. Jahrhunderts damit begonnen, Kunstwerke aus der Antike zu sammeln. Im Einklang mit den Werten der philosophischen Ästhetik des 19. Jahrhunderts erwarb der bayerische Kronprinz und spätere König Ludwig I. nur Objekte, die durch ihre künstlerische Schönheit hervorstachen. Das bekannteste Beispiel ist der Barbarinischen Faun.

 

Glyptothek

The Glyptothek is Munich’s oldest public museum realized by the architekt Leo von Klenze in the order of King Ludwig I. The Glyptothek is the only museum in the world that is solely dedicated to ancient sculpture.  Your visit in the Glyptothek will offer you great aesthetic, artistic and cultural-historical pleasure. Statues as the Aeginetans, the Barberini Faun and the Augustus Bevilacqua are masterpieces of Greek and Roman sculptures. The marble figures are presented in Mediterranean atmosphere. The museum halls are reminiscent of Roman bath buildings.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Wussten Sie, dass

vor 200 Jahren König Ludwig I. als bayerische König auf einer Pariser Auktion die ersten Aegyptiaca erworben hat? Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst verdankt Ludwig I. einen guten Teil seiner heutigen Bestände herausragender Plastik. Getreu seines Mottos „Werke ausgezeichneter Schönheit will ich erwerben“ war Ludwig I. an herausragenden Einzelobjekten interessiert. Damit gab er die spätere Ausrichtung der Ägyptischen Sammlung als Kunstmuseum vor.

Obwohl das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst nicht zu den ganz Großen in seinem Bereich zählt, verfügt es – gemessen an seiner Größe – über eine qualitätvolle Sammlung. International ist das Museum ein gefragter Leihgeber. Viele der ausgestellten Objekte, vor allem im Bereich der Rundplastik, sind Kunstwerke von Weltrang.

Die Kompaktheit der Ausstellung ermöglicht es dem Besucher, in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen einen Überblick über 5000 Jahre Kunst und Kultur des alten Ägypten zu erhalten – eindrücklicher als in manchem der ganz großen und daher unübersichtlichen Museen.

Museum of Egyptian Art

Did you know that

the State Museum of Egyptian Art, though by far not one of the largest collections of Ancient Egyptian artefacts, has attained worldwide reputation for the quality of its pieces, particularly in the area of sculpture aquired by King Ludwig I. Many of the objects on display are internationally recognized masterpieces. These are much solicited as loans for temporary exhibitions around the world.

Rather than presenting a baffling array of rooms stuffed to the brim with Egyptian artwork, the Munich museum a rather compact exhibition. Visitors can leave with a clearer understanding of the 5000 years of art and culture that make up Egypt’s fascinating history, and all within a more manageable time frame.

Königsbau der Residenz

The Royal Residence (reconstructed after its totel destruction during World War II)

Auf den Spuren von König Ludwig I

eine individuelle, facettenreiche und informative Stadtführung von 2 – 3 Stunden

Barbara Schöne, offizieller Gästeführer seit 40 Jahren in Deutsch, Englisch und Französisch