
Augsburg – die Stadt der Fugger und Welser
Besuchen Sie mit mir AUGSBURG, eine der ältesten Städte Deutschlands. Der Name der Stadt geht auf 15 vor Christus zurück. Damals gründeten römische Heerlager die spätere römische Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum. Im 13. Jahrhundert löste sich die Stadt von der Bischofsherrschaft. 1316 wurde Augsburg zur Reichsstadt und häufiger Schauplatz von Reichstagen mit engen Verbindungen zu den Herrschern des Heiligen Römischen Reiches. Dieses wurde unter anderem von den Kaufmannsfamilien Welser und Fugger finanziert („Fuggerstadt“).
Im Jahr 1555 wurde nach der Reformation der Augsburger Religionsfriede geschlossen, bikonfessionell. Noch heute begeht Augsburg als einzige Stadt von Deutschland ein einzigartiges Hohes Friedensfest, welches vor allem als arbeitsfreier Feiertag von den Augsburgern geschätzt wird. Er geht auf den Westfälischen Frieden 1648 zurück und wird jedes Jahr am 8. August gefeiert. Im Mittelpunkt steht das tolerante, friedvolle Miteinander der Kulturen und Religionen.
In der Altstadt mit seinen verwinkelten Gassen gibt es heute noch malerische Gebäude unterschiedlicher Stilepochen und ehrwürdige Zunfthäuser aus dem Mittelalter.
Sehenswert sind der imposante DOM “Mariä Heimsuchung“. Bischof Simpert ließ einen im Jahr 807 geweihten karolingischen Neubau errichten. Die romanische Simpertkrypta ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Doms. Weil die Bischofskirche um das 994 eingestürzt war, wurde der romanische, damals noch nach Westen ausgerichtete Dom neu errichtet und 1065 geweiht. So vereint der Dom romanische und gotische Elemente und ist ein Paradebeispiel gotischer Sakralarchitektur. Viele verstorbene Augsburger Bischöfe haben ihr Grab im Augsburger Dom – mit zwei prominenten Ausnahmen: der Heilige Simpert und der Heilige Ulrich sind in der Basilika St. Ulrich und Afra bestattet.
Die Prophetenfenster im Augsburger Dom sind die ältesten großflächig erhaltenen Buntglasfenster und stammen aus dem 12. Jahrhundert.
Die beiden Glockentürme des Doms sind von weiten Teilen der Augsburger Innenstadt zu sehen. Sie gehören mit 62 Metern Höhe neben der Basilika St. Ulrich und Afra und dem Perlachturm zu den höchsten Gebäuden der historischen Altstadt.
Die BASILIKA “St. Ulrich und St. Afra” mit ihrem weithin sichtbaren 93 m hohen “Zwiebelturm” ist eine dreischiffige, römisch-katholische Stadtpfarrkirche mit Ostchor und seit 1937 Päpstliche Basilika. Die Kirche zählt zu den letzten großen spätgotischen Kirchenbauten in Schwaben und erfüllte und erfüllt verschiedene Funktionen: Wallfahrtskirche für die Ausburger Bistumsheiligen Ulrich, Afra und Simpert. Abteikirche für ein Benediktinerkloster. Münster eines bedeutenden Reichsstiftes. Garnisonkirche für das 4. Bayerische Chevaulegers-Regiment. Glaubenskirche für das Augsburger Großbürgertum. Der zwiebelförmige Turmhelm wurde zum Vorbild für barocke Kirchen in Bayern. Es handelt sich um ein Denkmal von nationaler Bedeutung, in dem im 17. Jahrhundert zweimal die Wahl des römisch-deutschen Königs stattfand.
Sehenswert ist der Hochaltar nach einem Entwurf von Hans Krumper. Der fünfgeschossige Holzaufbau trägt zahlreiche Schnitzfiguren. Im Mittelschrein ist die Geburt Chriti dargestellt. Im Oberteil erkennt man die Krönung Mariae, seitlich die Heiligen Petrus und Paulus. Zusammen mit den beiden gleichartigen Seitenaltären ist der Hochaltar ein hervorragendes Beispiel der Gegenreformation.
Vor der Simpertkapelle stehen 1582 geformte Terrakottastatuen Christi und der Apostel. Die Gebeine des hl. Simpert werden in einem Schrein im Altar aufbewahrt.
An der Westseite des Mittelschiffes befindet sich die Ulrichsorgel mit 68 klingenden Registern auf vier Manualen.
Die unter dem Fußboden liegende Unterkirche beherbergt die Grabkapellen der Kirchenpatrone Ulrich und Afra.
Das Monumentalgeläut der Baslika beteht seit dem Jahr 2002 aus zehn Kirchenglocken inklusive dem Totenglöckchen aus dem 12. Jahrhundert.
Außerhalb des Langhauses beeindruckt das Ensemble mit der evangelischen Kirche St. Ulrich, ein gern gewähltes Fotomotiv, das auch die Augsburger Parität symbolisiert und 1526 den Protestanten zur Verfügung gestellt wurde.
An der Südseite des Gotteshauses befindet sich das Regimentsdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen des 4. Bayerischen Chevauleger-Regiments “König”. Zum Gedenken an das 100. Gründungsjubiläum des 4. Feldartillerieregiments “König” wurde ein Denkmal installiert, vor dem eine Figur der Heiligen Barbara 1959 geweiht wurde.
Außerdem sind das RATHAUS aus der Zeit der Renaissance mit dem prächtigen Goldenen Saal ein Prunkstück und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Augsburg. Der Renaissancebau von Elias Holl dominiert den Rathausplatz und gilt als eindruckvollster profaner Bau aus der Epoche nördlich der Alpen.
Weitere Sehenswürdigkeiten von Augsburg sind die Sozialsiedlung FUGGEREI und das Römische Museum.
Für Kunstfreunde ist das SCHAETZLERPALAIS ein Muss. Herzstück des Palasts ist der großartige Rokoko-Festsaal mit zahlreichen Gemäldesammlungen wie die Deutsche Barockgalerie.
Nicht zu vergessen die PUPPENKISTE, ein amüsantes Museum nahe dem Roten Turm und dazu ein berühmtes Marionettentheater, das seit 1948 Märchen, Schauspiele und Kabarett aufführt – die tollste Sehenswüdigkeit für Kinder.
Ich, Barbara Schöne aus München, zeige Ihnen gerne diese sehenswerten Sehenswürdigkeiten in einer Stadt, die von Römern gegründet wurde.

Die ehrwürdigen FUGGERHÄUSER dienten als Residenz der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Fugger.
Die FUGGEREI ist eine Sozialsiedlung aus dem 16. Jahrhundert und kann besichtigt werden. Erfahren Sie mehr über die Hintergedanken der damaligen Stifter. Gerade im Sommer sind die schattigen Innenhöfe eine ruhige Oase. Trotz der langen Geschichte ist die Fuggerei Wohnstatt normaler Augsburger Bürger. Anmeldung erwünscht.
Augsburg ist gut per Schiene und Straße erreichbar. Gerne erstelle ich Ihnen ein Programm, dass die Highlights Münchens und die Fuggerstadt vereint. Vielleicht fasziniert Sie eher der Gegensatz zwischen BMW und MAN, bei dessen Vorgänger, der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, ab 1893 in Augsburg der Dieselmotor zur Serienreife gebracht wurde?
Neben dem Standort von Weltmarken wie Osram ist Augsburg auch ein Eisenbahnknotenpunkt. Nach Anmeldung für größere Gruppen besteht die Möglichkeit, das Eisenbahnmuseum “Bahnpark” zu besuchen.
Zum Abschluss ist eine Stärkung im gemütlichen ZEUGHAUS-Restaurant empfehlenswert, wo man den Tag in geselliger Runde ausklingen lassen kann.
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