Von ihrer ersten Nennung vor rund 800 Jahren bis in die Gegenwart gab es nur wenige Zeiten, in denen Juden in München unbehelligt und in Frieden leben konnten. Dennoch haben sie das Leben der Stadt in vielen Bereichen geprägt und bereichert.
Die Türme der Frauenkirche und die Synagoge an der Herzog-Max-Straße prägten architektonisch von 1887 bis 1938 sehr prominent das Bild. Die imposante Bauweise zeugte von der Zugehörigkeit der Gemeinde zur Stadtgesellschaft.
Besonders markant und in die Augen springend war der Turm, der an der westlichen Front über der Vorhalle des Männerraumes und einem Teile der Frauen-Empore errichtet war. Den Hauptteil der Synagoge bildete der dreischiffige, in 5 Joche gegliederte Hallenbau, der bei einer Länge von 50 m rund 30 m Breite hatte. Das Mittelschiff hatte eine Höhe von 18 m, die Seitenschiffe von 15 m. Die Seitenschiffe waren durch eine Empore geteilt, deren Boden ca. 7 1/2 m über dem Erdgeschoß lag. In diesen Emporen befand sich die größte Zahl der Frauensitze. Der quadratische, oben achteckig geformte Turm enthielt eine weitere Frauen-Empore, die chorartige Apside im Osten umschloss die heilige Lade, Rabbiner- und Kantorenzimmer, darüber die Sänger- und Orgel-Empore. Je zwei Nebentürmchen an Ost- und Westseite, die den Bau reizvoll belebten, enthielten Aufgänge zu den Emporen. Die edle Wirkung des Raumes wurde gesteigert durch die aus gediegenem Material hergestellte Einrichtung. Keine Frage: das Gebäude war eine Attraktion und ein architektonisches Aushängeschild, das jedoch nur ein halbes Jahrhundert existieren sollte. Im Sommer 1938 folgte der Abriss. Hitler selbst hatte den Befehl erteilt.
Ein gegführter Rundgang beginnt mit der Ohel Jakob Synagoge am Jakobsplatz. Weiter geht’s zur Herzog-Max-Straße und zum Lenbachplatz und schließlich zum NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz.
Das Münchner Stadtmuseum und die Synagoge Ohel Jacob
Die Synagoge Ohel Jacob am St. Jakobs-Platz
Die Synagoge steht als wichtigstes Bauwerk nach Osten ausgerichtet frei im Platz mit geschlossenem Sockel und einer sich darüber erhebenden filigranen Stahlkonstruktion. Der Sockel erinnert metaphorisch an den Tempel Salomons und steht symbolisch für das Dauerhafte als schützende Hülle des Gebetsraums. Die mehrschichtig umhüllte Laterne bezieht sich auf das fragile, portative Stiftszelt und löst die Konstruktion in der Transzendenz des Lichtes auf.
Das Zelt der Synagoge entsteht aus der Überlagerung und dem konstruktiven Zusammenwirken von 3 Ebenen
Außen eine optisch fragile Hülle: das textil wirkende Bronzegewebe
Innen eine Tragstruktur, die die Geometrie des Davidsterns memoriert: die filigrane, auf Dreiecksstrukturen basierende Stahlkonstruktion. Dazwischen ein Filter zwischen innerer und äußerer Geometrie: die Glasebene, die mit Ihrer Ordnung zwischen kleinteiliger Tiefenstruktur und flächiger Hülle vermittelt.
Die Synagoge wird über ein westlich vorgelagertes, an hohen Feiertagen zuschaltbares Foyer erschlossen. Im Innenraum bilden Zedernholz und Stein aus Israel die bergende Hülle, die den Gebetsraum der Gemeinde umfasst. Der Innenraum wird durch den zentral angeordneten Almemor als räumliche und geistige Mitte und den am östlichen Ende der Longitudinalachse gelegenen Aron Hakodesch bestimmt.
An den Längswänden steigen die Frauenplätze hinter einer Mechisa empor. Dies schafft sowohl eine deutlich ablesbare Trennung als auch eine großzügige räumliche Einbeziehung in den Gottesdienst. Die Bänke der Männer sind in traditioneller Anordnung nach Osten ausgerichtet auf das große Tor in der Ostwand. Das spiegelt die Thematik des Eingangsportals wieder und birgt die lichtdurchflutete Nische. In dieser bewahrt ein Schrein das kostbarste Gut, die Thora-Rollen.
Segenssprüche und Psalmen, die den Wänden eingeschrieben sind, bilden Schmuck und umfassendes Band für die versammelte Gemeinde. Eine Treppe im Foyer führt ins Untergeschoss mit Tagessynagoge, Ritualbad, Technikräumen und Toiletten.
Ein unterirdisches Bauwerk schafft die Verbindung zwischen Gemeindezentrum und Synagoge für Besuchergruppen und Gottesdienstbesucher während der Wochentage. Das ist der Gang der Erinnerung.
Die Natursteinfassaden der Baukörper sind durch die Materialität des Travertin in unterschiedlicher Oberflächenstruktur differenziert; sie machen bis in die Detailgestaltung das übergreifende Prinzip von Kohärenz und Autonomie sichtbar.
Unbehandelte, archaische Krustenplatten sind dem Synagogensockel vorbehalten und geben ihm ein plastisches Relief. Die geschliffenen Platten der Museumsfassade unterstützen die Präzision des Kubus. Gestockte und gesägte Platten in unterschiedlicher Rauigkeit reflektieren Licht und Schatten auf den Fassaden rund um Innenhöfe und Dachgärten des Gemeindehauses. Wandel Hoefer Lorch Architekten + Stadtplaner, Saarbrücken.
Jüdisches Museum München
Together with the Jewish community center and the new synagogue Ohel Jacob- the Jewish Museum is part of the building complex at St.-Jakobs-Platz. Extending over 900 m² of exhibition space the museum grants insight into Jewish history and culture in Munich as an integral part of the city’s past.
The Jewish Museum was designed by the architect Wandel Hoefer Lorch. The cube-shaped museum stands next to the new main synagogue and the community center of the Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern. It illustrates the rich diversity of Jewish culture and history in Munich and also addresses contemporary issues.
See Details here: www.juedisches-museum-muenchen.de
Olympia-Attentäter von 1972
Historischer Auftrag erfüllt
Am 6. September 2017 wurde der Erinnerungsort für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 eröffnet. Elf israelische Sportler kamen beim Olympia-Attentat von München ums Leben. Daran erinnert eine schlichte Marmorplatte am Haus Connollystraße 31, eine Gedenktafel mit den Namen der elf getöteten israelischen Athleten. Am 5. September 1972 war die palästinensische Terrorgruppe „Schwarzer September“ in das Haus eingedrungen und hatte die Athleten als Geiseln genommen. Zwei Sportler starben schon im Haus Connollystraße 31. Neun andere, ein Münchner Polizeibeamter und fünf Terroristen verloren ihr Leben am späten Abend bei einem Schusswechsel auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck.
Auf der Anhöhe südlich der Connollystraße 31 entstand eine Dauerausstellung mit unmittelbarem Sichtbezug zum Tatort und zu den Sportstätten. In der Ausstellung werden die Themen „Biografien“, „Internationale Politik“ und „Olympische Spiele“ vertieft. Die Biografien der Opfer stehen dabei im Zentrum. Das Attentat wird als Zäsur in der jüngeren Geschichte der internationalen Politik eingeordnet, da 1972 Terror erstmals zu einem globalen Medienereignis wurde.
Zum 90. Todestag wird für den Sozialdemokraten Hans Nimmerfall am Dienstag, 20. August, ein Erinnerungszeichen in der Bäckerstraße 14 gesetzt. Der heutige Pasinger Standort der Münchner Volkshochschule war zu Nimmerfalls Lebzeiten das Pasinger Rathaus, von 1911 bis 1933 Nimmerfalls Wirkungsstätte als Stadtrat. Auch im Bayerischen Landtag war er ein engagierter Abgeordneter der SPD. Dr. Martin Ecker, Managementdirektor der Münchner Volkshochschule, eröffnet um 17 Uhr die Gedenkveranstaltung. Stadträtin Julia Schönfeld-Knor (SPD/Volt-Fraktion) spricht ein Grußwort in Vertretung des Oberbürgermeisters. Desweiteren sprechen Klaus Schultz von der Lagergemeinschaft Dachau und Frieder Vogelsgesang, Vorsitzender des Bezirksausschusses 21 (Pasing-Obermenzing). Dr. Bernhard Schoßig von der Pasinger Geschichtswerkstatt wird die Biografie von Hans Nimmerfall verlesen. Außerdem werden Kommunalreferentin Jacqueline Charlier sowie Angehörige von Hans Nimmerfall teilnehmen. Im Anschluss um 17.45 Uhr wird das Erinnerungszeichen am Haupteingang gesetzt. Über Hans Nimmerfall Johann (Hans) Nimmerfall wurde am 25. Oktober 1872 in München geboren und war das erste von 14 Kindern. Seine Mutter war Köchin, sein Vater Schreinermeister. Nimmerfall absolvierte ebenfalls eine Schreinerlehre und arbeitete danach als Handwerksgeselle in München. Im Jahr 1895 heiratete er Christine Schultmayer, mit der er sechs Kinder bekam. 1903 zog die Familie nach Pasing, wo Nimmerfall sich 1918 von seiner Frau trennte und in die Mussinanstraße, die heutige Nimmerfallstraße, zog. Nimmerfall trat 1897 in die SPD ein und wurde 1900 zum Mitglied des Bezirksvorstands der SPD Südbayern gewählt. 1908 wurde er zum Bezirksparteisekretär ernannt. Im Jahr 1912 zog Nimmerfall in den Bayerischen Landtag ein, dem er bis 1920 und erneut zwischen 1924 und 1928 angehörte. In Pasing, das damals noch eine eigenständige Stadt war, gehörte er seit 1906 dem Kollegium der Gemeindebevollmächtigten an und war zwischen 1911 und 1933 Stadtrat. Nimmerfall war zudem seit 1912 Vorsitzender der dortigen Baugenossenschaft und setzte sich insbesondere für den Wohnungs- und Siedlungsbau für Arbeiter ein. Insgesamt entstanden bis 1933 30 Häuser mit 242 Wohnungen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde Nimmerfall am 11. März verhaftet und mehrere Wochen lang inhaftiert. Nach seiner kurzzeitigen Freilassung wurde er im Juni 1933 erneut verhaftet und im Konzentrationslager Dachau interniert. Dort musste der Sechzigjährige schwere Arbeit leisten und den ständigen Terror der Wachmannschaften erleiden, die ihn körperlich und psychisch zu Grunde richteten. Kurz nach seiner Entlassung starb Hans Nimmerfall am 20. August 1934 im Pasinger Krankenhaus. Über die Erinnerungszeichen Erinnerungszeichen werden seit 2018 an Orten angebracht, an denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Erinnerungszeichen bestehen aus gebürstetem Edelstahl und sind vergoldet. Es gibt sie als Wandtafeln an der Fassade und als Stelen auf öffentlichem Grund. Sie enthalten die wichtigsten Lebensdaten, Angaben zum Schicksal und – falls vorhanden – ein Bild. Weitere Informationen unter www.erinnerungszeichen.de und www.map.erinnerungszeichen.de.
Erinnerungszeichen seit 2018 für Fassaden an Hauswänden ehemaliger jüdischer Bewohner wie beispielsweise das
Erinnerungszeichen für Hans Nimmerfall zum 90. Todestag (Bäckerstraße 14 in Pasing)
1920 formte und nannte der Österreicher Adolf Hitler in München die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) um in die “National-Sozialistische Deutsche Arbeiterpartei” (NSDAP).
Am 9. November 1923 scheiterte der Machtkampf der NSDAP mit dem Hitler-Putsch vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz gegen die bayerische Polizei. Hermann Göring wurde am Oberschenkel getroffen, flüchtete und wurde 10 Tage lang von einem jüdischen Arzt verarztet und versteckt. Hitler blieb unverletzt, wurde 2 Tage später am Staffelsee gefangen genommen und kam nach Landsberg ins Gefängnis zu 5 Jahren “Festungs-Haft”. Dort diktierte er Rudolf Hess sein Buch „Mein Kampf“, das vom Bruckmann-Verlag München verlegt wurde. Hitler wurde 1924 verurteilt jedoch nach wenigern Monaten freigelassen.
Nach der Machtergreifung am 31. Januar 1933 erhielt München Musterbauten der NS-Architektur von Architekt Paul Trost. Es entstand die NSDAP-Zentrale nahe dem Königsplatz. Das ist der schönsten Platz der Stadt, der im 19. Jahrhundert in Anlehnung an die Akropolis in Athen gebaut wurde. Das “Braune Haus”, die neue NSDAP-Zentrale, wurde in einer Villa mit Blick auf die Propyläen eingerichtet (an der Stelle, wo seit 2013 das NS-Dokumentationszentrum der Öffentlichkeit zugänglich ist).
1935 bekam München von den Nazis den zweifelhaften Ehrentitel „Hauptstadt der Bewegung“.
Das Münchner Abkommen wurde 1938 im „Braunen Haus“ unterzeichnet vom britischen Premierminister Neville Chamberlain, dem französischen Ministerpräsidenten Édouard Daladier, dem italienischen Diktator Benito Mussolini und Reichskanzler Adolf Hitler.
Ein Zeichen des passiven Widerstandes war die Viscardi-Gasse – bald Drückebergergasse genannt – die man nahm, um den “Hitler-Gruß” vor dem Ehrenmal vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatzzu vermeiden. Die Wachen vor der Feldherrnhalle forderten diesen “Hitlergruß” von allen Passanten zu Ehren der 15 getöteten Putschisten und Hitler-Anhänger. In den 1990er Jahren schuf ein Künstler diese Spur in der Form eines liegenden “S”, indem er die Pflastersteine der 50 m langen Viscardi-Gasse mit glänzender Bronze belegte.
Pflastersteine in der “Drückebergergasse” als Zeichen des passiven zivilen Widerstandes von Münchnern gegen die NAZI-Herrschaft
Die Geschichte des Widerstands
Ab Sommer 1942 formierte sich der Widerstand um Professor Kurt Huber und die Geschwister Hans und Sophie Scholl an der Ludwig-Maximilian-Universität (“Die Weiße Rose”).
“Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben” schrieb Sophie Scholl an ihren Verlobten Fritz Hartnagel kurz vor ihrer Verhaftung. Zusammen mit ihrem Bruder Hans war Sophie Scholl ein Teil der “Weißen Rose”, der bekanntesten deutschen Wiederstandsgruppe. Zunächste waren die Geschwister als Jugendliche gegen den Willen des Vaters überzeugte Mitglieder der Hitlerjugend und erlebten Schikanen, Unrecht, Grausamkeit und Willkür.
Sophie Scholl und ihr Bruder Hans sowie weitere Kommilitonen konzipierten und verteilten sechs Flugblätter 1942/1943 gegen die NAZI-Diktatur und wurden am 22.02.1943 als Widerstandskämpfer brutal hingerichtet.
Mehr und mehr erkannten Sie die Manipulatinen der NSDAP und so riskierten sie schließlich ihr Leben, um mit Flugblättern der Bevölkerung das wahre Gesicht der SS und ihrer Führer wie Hitler, Himmler, Göbbels, Göring und vielen anderen NAZI-Größen vor Augen zu führen. Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst wurden in der Großen Aula im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität beim Verteilen ihres 6. Flugblatts im Lichthof vom Hausmeister & Hörsaaldiener (einem SS-Mann namens Schmid) entdeckt und an den Direktor verpfiffen. Am gleichen Tag (18. Februar 1943) wurden sie von der GESTAPO verhaftet, im Wittelsbacher Palais in der Brienner Straße verhört und anschließend brutal von Scharfrichter Johann Reichart mit dem Fallbeil im Gefängnis Stadelheim geköpft (Photo siehe unten).
Danach sagte Scharfrichter Reichart, dass er noch nie jemand so stolz hat sterben sehen wie die junge Frau dieser NS-Widerstandsgruppe.
Sophie Scholl und ihr Bruder Hans Scholl wurden am 22. Februar 1943 brutal mit der Guillotine in der JVA Stadelheim ermordet (obwohl Hans Scholl Mitglied der Wehrmacht war und die NAZIS Hans Scholl hätten erschießen müssen anstatt brutal zu köpfen). Doch mit dem Fallbeil wollten sie die tapferen Widerstandskämpfer weiter demütigen).
Das 3. Bild zeigt die in den Fußboden vor dem Haupteingang der Ludwig-Maximilian-Universität eingelassenen Flugblätter aus Kupfer, um die Erinnerung an den lebensgefährlichen Widerstand der Mitglieder der “Weiße Rose” wach zu halten.
Vor dem Hauptgebäude der LMU erinnert dieses Bodendenkmal an die studentische Widerstandskämpferin Sophie Scholl und ihren Bruder Hans Scholl. Ab 1942 verteilte sie zusammen mit ihrer kleinen Widerstandsgruppe – genannt “Die Weiße Rose” – insgesamt sechs Flugblätter in München, mit welchen sie zum Widerstand gegen das NS-Regime, Adolf Hitler und den Krieg aufriefen.
Ein Blick zurück:
Vor 80 Jahren (am 18. Februar 1943) verteilten Sophie Scholl und ihr Bruder Hans Flugblätter der “Weißen Rose” an der Universität in München, wurden vom Hausmeister & Hörsaaldiener erwischt, von der Gestapo verhaftet und wenige Tage später (22. Februar 1943) hingerichtet. Die Guillotine – ein Werkzeug für den Massenmord – gibt es noch im Bayerischen Nationalmuseum im Depot. Etwa 1200 Menschen sind in der NS-Zeit mit der Guillotine im Gefängnis München-Stadelheim geköpft worden. Darunter waren ausländische Zwangsarbeiter, wegen “Fahnenflucht” verurteilte Wehrmachts-Soldaten, gewöhnliche Mörder aber auch Widerstandskämpfer. Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst starben so am 22. Februar 1943, Professor Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell am 13. Juli und am 12. Oktober, Hans Leipelt schließlich am 29. Januar 1945.
Es war immer dieselbe Hinrichtungsmaschine – und immer derselbe Scharfrichter. Johann Reichhart, so sein Name, hat in seinem Leben wohl an die 3000 Personen enthauptet – ein Mann ohne Schuldbewusstsein und Gewissen, der 1963 – ein makabres Detail – Ehrenmitglied im Verein zur Wiedereinführung des Todesstrafe wurde.
Der in Russland geborene Alexander Schmorell wuchs in München auf, wo er bereits am Neuen Realgymnasium seinen Freund und Mitstreiter Christoph Probst kennenlernte. Als Medizinstudent wurde er in die Wehrmacht eingezogen, wo er als Sanitätsunteroffizier Hans Scholl kennenlernte. Im Sommer 1942 verfassten sie gemeinsam die ersten vier Flugblätter der Widerstandsgruppe mit dem Titel „Die weiße Rose“. Nachdem die Medizinstudenten während der Semesterferien an der Ostfront Zeugen der deutschen Kriegsverbrechen wurden, erweiterten sie nach ihrer Rückkehr im November 1942 den Kreis der am aktiven Widerstand Beteiligten. Sophie Scholl, Willi Graf, Professor Kurt Huber und Christoph Probst wurden Teil der Weißen Rose. Im Februar 1943 wurde Alexander Schmorell verhaftet, im April 1943 zum Tode verurteilt und am 13. Juli 1943 in München-Stadelheim ermordet. Seine letzten Worte schrieb er an seine Eltern: „Ich gehe hinüber in dem Bewusstsein, meiner tiefen Überzeugung und der Wahrheit gedient zu haben. Dies alles lässt mich mit ruhigem Gewissen der nahen Todesstunde entgegensehen.“
Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf waren Soldaten der Wehrmacht. Bei Soldaten wurde ein Todesurteil üblicherweise durch Erschießen vollstreckt. Die vier Freunde wurden indes mit dem Fallbeil enthauptet. Man wollte sie so noch zusätzlich herabwürdigen und demütigen.
Die Guillotine, mit der Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst am 22. Februar 1943 in der JVA München-Stadelheim enthauptet wurden
Seit 2013 sind die Pforten zum NS-Dokumentationszentrum am Platz des ehemaligen „Braunen Hauses“ täglich bis 19 Uhr geöffnet. Das ist ein Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus. In Fotos, Filmen, Videos und Vorträgen werden den Besuchern die unfassbaren Gräueltaten der Nazi-Diktatur von 1933 bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945 gezeigt. Der damalige Widerstand durch die Mitglieder der „Weißen Rose“ sowie der heutige Umgang mit dem “braunen Erbe” werden im NS-Dokumentationszentrum hervorragend thematisiert.
Wenig bekannt ist die Tatsache, dass ein einfacher Mann Adolf Hitler töten wollte. Er war kein General, er war kein Spion, er war Kommunist, ein Mann aus dem Volk. Langsam erkennen jetzt die Deutschen, wie hoch seine Tat einzuschätzen ist. Der Schreiner Georg Elser aus Württemberg begriff früh, dass man den Zweiten Weltkrieg nur verhindern bzw. frühzeitig beenden konnte, wenn Hitler starb. Georg Elsers Bombe detonierte am 8. November 1939 um 21.20 Uhr im Bürgerbräukeller punktgenau. Doch die NAZI-Führung entkam nur durch Zufall, weil sie um 21.07 Uhr den Bürgerbräukeller verlassen hatten, um ab 21.31 Uhr den Nachtzug nach Berlin zu nehmen.
Georg Elser hatte jahrelang nur ein Ziel: Adolf Hitler und die Nazis zu stoppen. So baute er ein Bombe in einer Säule im Bürgerbräukeller ein, die gemäß seinem Zeitzünder am 8. November 1939 um 21.20 Uhr explodierte. Tragischerweise hatten Hitler und seine Nazi-Größen 13 Minuten zuvor das Bürgerbräu verlassen, um mit dem Nachtzug nach Berlin zu fahren.
Georg Elser war ein Bauernsohn und stiller Christ. Er spielte Zither und Kontrabass und war ein Kommunist aus dem württembergischen Hermaringen. Neben dem Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg war Elser der einzige Widerstandskämpfer, der Hitler zu einer Zeit töten wollte, in der sich der Zweite Weltkrieg rasch hätte beenden lassen. Damit hätte der Holocaust noch verhindert werden können.
Georg Elser war von vornherein ein Gegner der Nazis. Bei der Arbeit in einer Uhrenfabrik konnte er 250 Presspulverstücke (Schwarzpulver) und einige Zünder beschaffen. Dann arbeitete er in einem Steinbruch, wo er mehr als 100 Sprengpatronen und über 125 Sprengkapseln mitgehen ließ. In einer Schreinerwerkstatt in der Türkenstraße 94 in München tüftelte er am Zeitzünder.
Georg Elser wußte, dass Hitler anlässlich des Putschversuchs vom 9. November 1923 jährlich am 8. November im Bürgerbräukeller in München eine lange Rede hielt. In einer Säule hinter dem Rednerpult wollte er seine Bombe deponieren. Jeden Abend versteckte er sich in der Besenkammer, bis das Gasthaus geschlossen war. Dann kniete er mehr als 30 Nächte lang neben der Säule, höhlte sie aus und stellte den Zeitzünder ein.
Die Bombe explodierte am 8. November 1939 exakt zu der von Elser eingestellten Zeit um 21.20 Uhr. Doch da waren Hitler, Goebbels, Göring, Himmler und andere Nazis bereits weg. Es pressierte ihnen. Der Feldzug gegen Frankreich wollte geplant sein. Doch das Wetter war schlecht, am 8. November war es neblig. Darum konnte Hitler nicht nach Berlin fliegen, sondern musste mit dem speziell für ihn eingesetzten Nachtzug fahren. Deshalb verließ der Diktator den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Detonation. Diese war so heftig, dass sie den Saal verwüstete und acht Gäste tötete – vorwiegend SA-Leute.
Elser wurde bereits gegen 20.45 h in Konstanz gefasst, als er über die grüne Grenze in die Schweiz fliehen wollte. Er wurde jahrelang als Sonderhäftling im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten. Am 9. April 1945, drei Wochen vor dem Selbstmord Hitlers, wurde Elser im KZ Dachau aus seiner Zelle geholt und in der Nähe des alten Krematoriums von einem SS-Oberscharfführer um 23 Uhr durch einen Genickschuss ermordet. Seine serblichen Überreste wurden verbrannt.
F R A N Z Ö S I S C H
GEORG ELSER: l’homme qui a tenté d’assassiner Adolf Hitler le 8 Novembre 1939
Georg Elser était un résistant allemand qui a tenté d’assassiner Adolf Hitler le 8 Novembre 1939 au Bürgerbräukeller – une brasserie à Munich. Georg Elser, un électricien et menuisier, avait fabriqué une bombe avec un mécanisme de déclenchement à retardement pour tuer Adolf Hitler et d’autres dirigeants nazis comme Hermann Göring, Joseph Goebbels, Heinrich Himmler et d’autres membres des SA et SS.
Le plan de Georg Elser:
Elser avait prévu de placer la bombe dans un pilier du Bürgerbräukeller, où Adolf Hitler devait prononcer un discours le soir du 8 Novembre 1939 pour commémorer le Putsch du 9. Novembre 1923 et les 15 Putschistes tués. La bombe avait explosè à 21h20, juste après le départ de Hitler – inattendu par Georg Elser qui ne savait pas des plans changés par Hitler ce jour-là.
Pourquoi le plan n’a-t-il pas fonctionné ?
La raison pour laquelle le plan d’Elser a échoué est que Hitler a quitté le Bürgerbräukeller plus tôt que prévu, à 21h07, pour prendre un train vers Berlin. Un avion ne pouvait pas partir de Munich à Berlin à cause de la brume ce soir-là. La bombe a explosé à 21h20 (comme prévu par Elser), détruisant une grande partie du bâtiment, le pilier dans lequel Elser avait déposé la bombe. le plafond et tuant 8 personnes, mais Hitler et la pluspart des Nazis étaient déjà parti pour le HBF – la Gare principale à Munich.
Le sort d’Elser
Elser a été arrêté le soir du 8 Novembre 1939 à Konstanz avant d’arriver à la frontière pour s’enfuir à la Suisse. Elser était arrété et a passé les années suivantes en prison à Berlin et dans le Camp de Concentration à Dachau. Là il a été exécuté par les SS le 9 Avril 1945, quelques semaines avant la fin de la guerre et le suizid de Hitler avec son amante Eva Braun à Berlin le 30 Avril 1945.
Pourquoi Elser est-il important ?
Georg Elser est considéré comme un héros de la résistance allemande contre le nazisme. Son acte courageux et désespéré montre que même les individus ordinaires peuvent prendre des risques pour lutter contre l’injustice et la tyrannie.
Treffpunkt für meinen Rundgang in der Ludwig-Maximilian-Universität mit Besuch der DenkStätte der
Widerstandsbewegung“Die weiße Rose”
In diesen Lichthof lies Sophie Scholl ein paar Hundert Exemplare des 6. Flugblattes am 18. Februar 1943 flattern
Ludwig-Maximilian-Universität, Geschwister-Scholl-Platz (U3 / U6): Lichthof und Große Aula im Hauptgebäude der Universität. Der prachtvolle Raum wurde im Jugendstil vom Architekten German Bestelmeyer geplant und 1911 fertiggetellt. Bekannt wurde die Aula auch durch den Film über “Die weiße Rose”, der Widerstandsorganisation rund um die Geschwister Hans und Sophie Scholl und ihre berühmte Flugblattaktion im Kampf gegen die Nationalsozialisten. Heute wird der Saal tagsüber für Vorlesugnen, abends und am Wochenende für kulturelle Veranstaltungen genutzt –
Besuch der GedenkStätte (eine Art Museum) mit Fotos der aktiven Mitglieder der “Weißen Rose”. Kostenlose Flyer mit einem QR-Code liegen am Tresen. Weiter geht mein geführter Rundgang zum
Georg Elser Platz / Lichtinstallation – seit 2009
NS-Dokumentationszentrum:
im Außenbereich steht eine interessante Stele mit Fotos der beiden Ehrentempel für die “Blutzeugen” vom Hitler-Putsch 2023 – Fotos eines NS-Aufmarsches auf dem Königsplatz
Bayer. Landesbank – vormals Wittelsbacher Palais im 19. Jahrh., – in der NS-Zeit GeStaPo-Zentrale mit Foltergefängnissen
Platz der Opfer das Nationalsozialismus
Am 30. April 2025 war es 80 Jahre her, dass München vom NAZI-Regime befreit wurde. Wie einst 1945 wehten auch 2025 weiße Fahnen in München, um an den Tag der Befreiung zu erinnern. Allein 15 Fahnen der Stadt hingen vom 30. April bis zum 8. Mai auf dem Marienplatz. Wegen der Corona-Pandemie gab es eine Ausstellung nur online: www.tagderbefreiung.online. Als Offizielle Gästeführerin ist es mir wichtig, den Tag der Befreiung nicht zu verschweigen.
Ende des Rundgangs: Odeonsplatz mit Feldherrnhalle: Hitler-Putsch am 9. November 2023
Viscardi-Gasse (“Drückebergergasse”)
In F R A N Z Ö S I S C H :
6. Flugblatt der „Weißen Rose“ – Widerstandsgruppe vom Februar 1943 in Französisch
Kurzfassung des Sechsten Flugblattes, verfasst von Prof. Kurt Huber, Hans Scholl und Alexander Schmorell
Sixième tract de la Rose Blanche (Février 1943)*
Tract 6 : “L i b e r t é !“ Appel à tous les Allemands !
Le peuple allemand est sous la botte de Hitler depuis dix ans. La deuxième guerre mondiale a apporté la misère et la désolation à des millions de personnes. Les valeurs de l’humanité sont piées à terre. Les crimes les plus horribles sont commis au nom de l’Allemagne.
Nous, étudiants de Munich, avons décidé de prendre position contre cette tyrannie. Nous avons distribué des tracts, nous avons écrit des slogans sur les murs, nous avons parlé à nos camarades. Nous avons fait tout ce que nous pouvions pour éveiller la conscience de nos concitoyens.
Mais nous ne sommes pas seuls. Il y a des milliers de personnes en Allemagne qui pensent comme nous. Il y a des ouvriers, des paysans, des intellectuels, des soldats qui sont prêts à lutter contre le régime nazi.
Alors, Allemands, levez-vous ! Refusez de participer à cette guerre insensée ! Refusez de tuer et de mourir pour la gloire de Hitler !
Nous voulons la liberté, la justice et la paix. Nous voulons un État qui respecte les droits de l’homme et la dignité humaine.
Alors, unissons-nous ! Luttons ensemble pour une Allemagne libre et démocratique !
Vive la liberté ! Vive l’Allemagne !”
Bei der Verteilung dieses 6. Flugblattes am 18. Februar 1943 in der Ludwig-Maximilian-Universität wurden Hans und Sophie Scholl verhaftet. Details: siehe oben.
DenkStätte der „Weißen Rose“ in der LMU auf Französisch – La DenkStätte de la „Rose Blanche“
Le mémorial pour la “Rose Blanche” est situé sur le Geschwister-Scholl-Platz, devant l’entrée principale de l’Université Ludwig-Maximilian de Munich. Il s’agit d’un monument au sol conçu par l’artiste Robert Schmidt-Matt en 1988, composé de feuilles de papier volantes en pierre, représentant les tracts de la Rose Blanche, ainsi que des photos et des documents relatifs aux membres du groupe.
Description du mémorial:
Le mémorial est composé de plaques de pierre incrustées dans le sol, représentant les tracts et les documents de la Rose Blanche.
Les plaques sont disposées de manière à former un chemin qui mène à l’entrée de l’université.
Le mémorial est accompagné d’une inscription qui rappelle l’histoire de la Rose Blanche et de ses membres.
La DenkStätte Weiße Rose est un musée situé dans l’atrium de l’Université Ludwig-Maximilian, qui commémore l’histoire de la Rose Blanche.
L’exposition permanente présente des documents, des photos et des objets relatifs à la Rose Blanche et à ses membres.
La DenkStätte propose également des visites guidées et des activités pédagogiques.
Barbara Schöne, Offizielle Gästeführrin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
Im Rahmen einer speziellen Stadtführung oder als Themenrundgang zeige ich Ihnen anlässlich meiner Rathausführung nicht nur Orte, wo die Politik der Stadt bestimmt wird, sondern streife auch markante Ecken des Gebäudes im Stil der Neo-Gotik und erzähle Ihnen Geschichten und Anekdoten aus seiner bewegten Historie.
Im Großen Sitzungssaal tagt der Münchner Stadtrat (80 Mitglieder des Ehrenamtlichen Stadtrats und die Referenten mit Mitarbeitern unter der Leitung des Oberbürgermeisters bei einer Vollversammlung). Dominiert wird dieser Raum durch das monumentale Wandgemälde „Monachia“ des Historienmalers Karl von Piloty, welches signifikante Persönlichkeiten der Münchner Stadthistorie aus mehreren Jahrhunderten darstellt. Frage: kannten sich die rund 120 dargestellten Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kirche und Stadt, die scheinbar miteinander plaudern und kommunizieren?
Im Kleinen Sitzungssaal, ehemals „Magistrats-Sitzungssaal“, finden Sitzungen des Senats und prunkvolle Empfänge statt. Zur Prunkausstattung gehören Holzvertäfelungen an den Wänden, eine Standuhr mit reich verziertem Gehäuse und eine kunstvoll geschnitzte Eichenholzdecke mit wuchtigem Bronze-Leuchter.
Im Kleinen Sitzungssaal hatte ich die einmalige Gelegenheit, brilliante Köpfe wie den 14. Dalai Lama begrüßen zu dürfen, als sich seine Heiligkeit in das Goldene Buch der Landeshauptstadt München eintrug. Bereits mit 4 Jahren war er von tibetischen Mönchen als geistliches und weltliches Oberhaupt Tibets inthronisiert worden und lebt seit Jahren im Exil im Himalaja.
HISTORISCHE BLEIVERGLASTE FENSTER
Bemerkenswert auf diesem Rundgang sind die ungewöhnlichen, reich verzierten, bleiverglasten Glasfenster mit historischen Stadtansichten von München (Alter Hof, Dom Altes Rathaus), Nürnberg mit Kaiserburg, Alzey, Aschaffenburg oder auch Bremen (mit einem Segelschiff und aufgeblähtem Segel). Ein Fenster ist der Brauerei Pschorr gewidmet. Ungewöhnlich jedoch sehenswert sind Farbbilder amerikanischer Präsidenten wie Edison, Lincoln, Carnegie oder George Washington – gestiftet von einem in Russland geborenen Amerikanischen Bürger namens Morduch Abramowski. Das bleiverglaste Fenster mit der Darstellung der Schlacht von Ampfing 1322 ist gestiftet worden von der Bäckerinnung in dem Glauben, dass der bayerische Herzog diese Schlacht nur dank des Einsatzes der Bäcker gewinnen konnte. Wo ist denn da eine Brezn abgebildet?
Zusammen mit den Niagara Wasserfällen wurde auch der amerkanische Adler als Details dargestellt.
Architekt Georg von Hauberrisser hat sein neugotisches Treppenhaus von verschiedenen Künstlern und Kunstanstalten mit schmucken Stadtansichten, Hochzeiten, US-Präsidenten ausschmücken lassen.
Der schmucke Bibliotheken-Saal im Jugendstil ist das Herzstück der Juristen Bibliothek, eine öffentliche Präsenzbibliothek, die in einem zweigeschossigen und besonders reich ausgestatteten Saal im 3. Stock untergebracht ist. Der große Saal ist gerahmt von zwei reich verzierten Wendeltreppen, die zu zwei umlaufenden, mit vergoldeten schmiedeeisernen Gittern versehenen Galerien führen.
Bei der Verfilmung des Musicals “Cabaret” tanzte einst Liza Minelli diese reich verzierte Wendeltreppe hinunter, sehr graziös und umwerfend elegant.
Für Fußball-Fans ist das Highlight dieser Rathausführung der Besuch des „Meisterbalkon“ des FC Bayern. Das ist der Lieblingsbalkon der Bayern. Dort oben zu stehen und auf den Marienplatz hinunter und hinüber zum Alten Peter zu schauen, ist ein unvergessliches Erlebnis! Nicht nur für FC Bayen-Fans. Fotoapparat nicht vergessen.
Just auf diesem Balkon nehmen die Fußballmillionäre des FCB die Huldigungen ihrer Fans entgegen. Sie feierten beispielsweise 2013 mit einer saftigen Weißbierdusche das Tripple, die begehrtesten Fußballtrophäen von ganz Europa: Champions League, DFB Pokal und die Deutsche Meisterschaft. Wer war der Erfolgs-Coach?
Mit Hansi Flick konnte der FC Bayern das Tripple ein zweites Mal feiern, bevor er als Coach nach Barzelona wechelte.
Wo ist das Münchner Kindl zu sehen, das Wahrzeichen von München? Den Mönch mit der goldgeränderten schwarzen Kutte?
In den Sommermonaten schmücken farbenfrohe Blumenarrangements den Sitz des Stadtrats, der Stadtverwaltung und des Oberbürgemeisters
The New Town Hall of Munich –
This is where the municipal politics of Bavaria’s capital are discussed and decided – Next English Guided Tour on February 15, 2020, 13.30 PM
What many tourists do not know: the New Town Hall is not as old as it looks like but even 400 years younger than the Old Town Hall. Its construction started in 1867 and was finished in 1909, when the sculpture of the Munich Monk (Münchner Kindl) was put up on top of the 80 meter high watch tower in the “new” gothic style. Since then at 11 o’clock every day the Carillion (Glockenspiel) starts to play its 43 bells to accompany the figures performing a tournament on horses and the coopers dance enjoying thousands of visitors watching the 16 figurines turning around presented in colorful outfits on copper.
Aus der Vogelperspektive sieht man das neugotische Neue Rathaus des österreichischen Architekten Gerog von Hauberrisser – im Hintergrund der wieder aufgebaute Dom mit seinen markanten Doppeltürmen
Das Neue Rathaus mit seinem 80 m hohen Rathausturm und dem weltberühmten Glockenspiel – ein Magnet für Tausende von Touristen aus aller Welt.
In the 19th century the “new” gothic style was considered to be typical German, so the young architect from Austria, Georg Hauberrisser, was winning the contest between 27 architects by 1 vote – his own vote. Within 40 years Hauberrisser was able to realize the three different construction sections and much of the exterior design of the richly decorated façade as well as the interior design of the assembly chambers and the wide flight of stairs.
During my guided tour we will walk on 3 levels to visit the main assembly chamber as well as the senate chamber telling you many legends and anecdotes of the past century. As a former member of the city council (1996 – 2002) I will explain you not only the furniture, interesting wall paintings and stained glass windows but above all the function of the Munich city council.
Would you know the difference between one of the 80 members of the honorable council in contrast to the functions of the members of the professional council? Do you know the “Wurmeck” as favorite meeting point of the citizens in the 19th century? Who acts as chairman during the plenary session and who presides the senate commissions? Who elects the 80 members of the honorable council and who elects the professionals? How much was destroyed during World War II? What about the costs of the tow hall comprising 9.150 cubic meters?
In the Main Council Chamber (Großer Sitzungsaal) you will sit down like councilors and I will answer questions and explain the huge oil canvas of 15 meters length hanging at the main wall. Carl von Piloty, a renowned Munich master of historical paintings, intended to leave the city to become a professor at the academy of arts in Berlin. So the Munich city council including King Ludwig II immediately gave him the order for the canvas presenting about 120 personalities of 4 different centuries. How does that match?
Bishops next to architects, teachers with some pupils next to a beer brewer having dried hops on his shoulders, a princess in an ornate wedding outfit next to painters, sculptures and a rafts man. Even members of the former royal family of the Wittelsbach are presented in wonderful outfits of fine velvet and handmade lace.
The Senate Hall (Kleiner Sitzungsaal) is a real gem of Munich handicraft having an outstanding oak wood ceiling with a bronze chandelier and 114 guilt candles. The hand sculptured council chairs are surprising wood carvings. The wall painting shows the “Monachia”, the personification of the city of Munich. The “Monachia” is on her knees in front of King Ludwig I. who stands next to a wooden chair crowned by a tall crucifix. Two young boys present practical wisdom and goals in the life of King Ludwig I.
“Justice” – “Fairness” – “Faithfulness”
In this gorgeous assembly hall I attended the reception of his Holy Highness Dalai Lama, as he signed the Guilt Book of Munich in the presence of the city council and VIPs of the Munich society, economy, sciences and churches.
The next highlight in the New City Hall is the Juridical Library (Juristische Bibliothek) in a 15 m high reading hall hiding 65 000 precious books on German and international law. The interior design is an elegant example of art nouveau style. This fact often attracts film producers and interesting lectures on recently published books or movies.
Last but not least my group is allowed to accompany me onto the balcony overlooking Marieplatz and the heart of the city. On that balcony the soccer millionaires of the FC Bayern celebrate almost every year the German Championship overlooking 60 000 fans on Marienplatz. This extraordinary point of view leaves an unforgettable impression forever.
Barbara Schöne – Balkon Neues Rathaus München
Barbara Schöne, Stadträtin a. D.
40 Jahre Erfahrung mit Stadtführungen für Münchner und Touristen aus 50 Ländern
In unmittelbarer Nähe des Neuen Rathauses befindet sich das nach der Kriegszerstörung 1958 wieder aufgebaute Alte Rathaus mit einem großartigen Tonnengewölbe im Festsaal für Representation, Festessen, Empfänge. Ein populäres Beispiel ist der beliebte Sportlerempfang. Alle sechs Jahre findet hier die Vereidigung der neu gewählten Stadträte statt. Den Eingang zum Alten Rathaus unter den Arkaden markiert ein Moriskentänzer.
Einst gab es 15 Moriskentänzer, die mit ihrem bewegten Tanz um die Gunst einer schönen Frau warben. 10 Kopien können wir im Alten Rathaussaal bewundern oder die Originale im Münchner Stadtmueum in Augenschein nehmen.
NATURWUNDER ERLEBEN – JETZT WIRD’s WIEDER WUNDERSCHÖN
Seit Pfingsten 2020 kann das Hauptschloss wieder besichtigt werden. Die Kassen sind mit Plexiglas geschützt und bezahlt werden kann nur bargeldlos.
Nur 30 Minuten vom Marienplatz entfernt liegt Schloss Nymphenburg mit seiner 270 ha großen Parkanlage. Kurfürst Ferdinand Maria gab es 1664 in Auftrag als Präsent für seine Gemahlin Kurfürstin Adelaide von Savoyen. Das geschah unmittelbar nach der Geburt des lang ersehnten Sohnes und Thronfolgers Max Emanuel. Der erste Schlossbau war ein mächtiger kubischer Pavillon.
Schloss Nymphenburg, Kupferstich von Michael Wening, 1701
Der spätere Kurfürst Max Emanuel – bekannt als Blauer Kurfürst – ließ das Schloss seiner Eltern durch Architekt Joseph Effner erweitern. So wurde Schloss Nmphenburg zum prunkvollen Sommerschloss der Wittelsbacher. Die Schlossanlage mit dem weitläufigen Schlosspark ist eine sehr beliebte Attraktion Münchens und zieht Touristen aus aller Welt magisch an.
Der spätere Märchen-König Ludwig II. wurde in Schloss Nymphenburg geboren.
Zu Schloss Nymphenburg gehört das Marstallmuseum mit Kutschen und Karossen aus drei Jahrhunderten. König Ludwig II. war ein großer Pferdeliebhaber und ließ seine Lieblingspferde porträtieren. Im Marstallmuseum hängt eine sehenswerte Portraitsammlung von Ludwigs Lieblingspferden. Bewundernswert sind die reich verzierten Schlitten und Kutschen des Märchenkönigs. Die prachtvollsten Gespanne sind sicherlich sein vergoldeter Gala-Wagen und die Krönigskarosse von Kaiser Karl VII.
Diese prachtvolle Krönungskarosse stammt aus Paris, wurde 1730 dort hergestellt und auf dem Flußweg nach Frankfurt/Main zur Krönungszeremonie von Kaiser Karl VII. in der Paulskirche transportiert.
Im ersten Stock des Marstallmuseums können sich Kunstfreunde an der wertvolle Privatsammlung von Nymphenburger Porzellan erfreuen. Weitere Details finden Sie unten.
Jetzt wird’s wieder märchenhaft schön – viele Anekdoten erwarten den Besucher
Die Schönheitengalerie kann seit 2020 wieder im Schloss Nymphenburg bewundert werden. Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten im Barockschloss Nymphenburg ist diese Schönheitengalerie mit 36 restaurierten Bildnissen einzigartiger Frauen, die König Ludwig I. zwischen 1827 und 1850 vom Mainzer Maler Joseph Stieler malen lies.
Charlotte von Hagn, eine König Ludwig I. schöne und populäre Schauspielerin der Biedermeierzeit. Irene Markgräfin Pallavicini aus einem alten Adelgeschlecht in Italien. Theresa Renard trägt die traditionelle Tracht der Insel Lesbos und hält eine Lyra im Arm. Helene Sedlmayr ist der Inbegriff der Schönen Münchnerin.
Insgesamt umfasst diese einzigartige Schönheitengalerie 38 Porträts von Münchner Frauen sowohl adeliger als auch bürgerlicher Herkunft. Zu den berühmtesten Portraitierten gehörten die Tänzerin Lola Montez (die Mätresse des Königs – la femme fatale), die Schustertochter Helene Sedlmayr, die Schauspielerin Charlotte von Hagn (die damals vom Publikum in München, Berlin bis nach Sankt Petersburg verehrt wurde) sowie Marianna Marquesa Florenzi, eine Vertraute seiner Majestät. Lassen Sie sich bei unserem Rundgang von der Schönheit der frisch restaurierten Portraits verzaubern, untermalt von bekannten und unbekannten Histörchen.
Neu ist, dass die Gemälde ihrer zeitlichen Entstehung nach gehängt wurden, was die Stilwandlung vom biedermeierlichen zum stärker die Individualität betonenden Portrait gut nachvollziehen lässt.
Sehenswert sind die vier Parkschlösschen wie die Amalienburg, das schönste Rokokoschlösschen der Welt. Die Badenburg mit einem Schwimmbad und Kacheln aus Delfter Porzellan ist an einem romantischen See gelegen. Auf der gegenüber liegenden Seite des Kanals liegt die Pagodenburg, die innen mit kostbarer chinesischer Seide ausgekleidet ist. Die vierte Parkburg ist die Magdalenenklause, eine Eremitage. Lustwandeln im Park ist zu jeder Jahreszeit wunderschön.
Nymphenburg Palace
In 2020 Nymphenburg Palace with its various museums was re-opened.
The Nymphenburg Palace with its 270 hectares of park is only 30 minutes away from “Marienplatz“. Prince Elector Ferdinand Maria ordered its construction in 1664 as a gift for his wife princess Adelheid von Savoyen after having given birth to their Son and Heir to the throne, Max Emanuel. In the beginning, the palace was just a cubic pavilion. When Max Emanuel had become Prince Elector of Bavaria, he extended the pavillion of his Italian mother to the tremendous size of today with 700 rooms.
Marstallmuseum: Coronation carriage of Emperor Charles VII. – hand made in Paris around 1730
This exquisite Coronation Carriage was transported from Paris on different rivers up to Frankfort for the coronation of Emperor Charles VII., the eldest son of Prince-Elector Max Emanuel. It is said that the insurance of this unique carriage amounts to more than 30 million EUR.
Besides the main palace and the gorgeous park we can visit the Carriage Museum (Marstallmuseum) with horse drawn carriages and sleighs as well as a most precious porcelain collection of the Nymphenburg Manufacture.
Nymphenburg Palace and Park
The history of Nymphenburg Palace and its large Park goes back over 300 years. The palace park began as a modest pleasure garden and grew in time to become an extended, strictly geometrical baroque garden.
The main element of the park is water. There is a well thought-out canal system linking the park to the Würm River to feed innumerable water fountains. The four pleasure pavilions were built during the first half of the 18th century. It is always a great pleasure to stroll through den Park. I will be very pleased to take you around.
Museum “Mensch und Natur”
Visitors are taken back in time and into the history of Earth and Mankind. The impressive collection shows how our planet came into being. Visitors are welcome to go on a geological excursion and display of various species. Multimedia experiments turn even abstract themes like genetics and the human nervous system into an adventure for the senses. Children’s birthdays and activity programs often take place here during summer holidays.
Nymphenburg Palace, painting by Bernardo Bellotto, also called Canaletto (1761)
Le Château de Nymphenburg
Le Château de Nymphenburg était la résidence d’été des princes électeurs et des rois de Bavière pendant 250 ans. C’est ici que naquit le roi Louis II. de Bavière le 25 août, 1845. Les nombreuses attractions comprennent les appartements du château ainsi que le parc avec ses quatre jolis pavillons. Cela sont des imitations bien fait après les Trianon de Versailles.
Le Marstallmuseum (Musée des Carosses) représente les carrosses et les traîneaux des Wittelsbach. Cette famille princière a régné sur la Bavière pendant sept siècles. Dans ce musée il se trouve aussi la collection privée de porcelainede Nymphenburg du 18ième et du 19ième siècle. Une merveille.
Le Musée “Mensch und Natur” (Musée de l’Homme et de la Nature) dans l’aile nord du château principal propose une approche aux sciences naturelles qui plaît aux enfants petits et grands.
DIE NYMPHENBURGER PORZELLAN MANUFAKTUR
Nymphenburg ist auch die Porzellanmanufaktur des Bayerischen Königshauses. Seit der Gründung 1747 wird die hohe Kunst der Porzellanherstellung gepflegt. Manu Factum bedeutet hier bis zum heutigen Tag: komplett von Hand in überlieferten Techniken gemacht. Diese Techniken werden von Generation zu Generation weitergegeben und bewahrt. Nur so ist die unerreichte Feinheit, Raffinesse und Brillanz des Porzellans gewährleistet, auf die der Weltruhm Nymphenburgs beruht.
Die Meisterwerkstätten der Manufaktur produzieren, ihrer Zeit voraus, stilprägende und maßgefertigte Entwürfe aus vier Jahrhunderten. Bis zum heutigen Tag gestalten namhafte Künstler, Architekten und Designer die Meisterwerke.
1761 wurden die Werkstätten der Porzellanmanufaktur in das Nördliche Rondell der Nymphenburger Schlossanlage verlegt. Noch heute werden die mechanischen Geräte der denkmalgeschützten Porzellanmanufaktur Nymphenburg durch Wasserkraft aus dem Schlossbach gespeist. Das war schon so im 18. Jahrhundert.
Nymphenburger Porzellan in wertvollem Lapislazuli-Blau und Golddekor
Das königsblaue Kaffeeservice aus der Manufaktur Nymphenburg ist innen vergoldet. Die verschnörkelten Henkel der zierlichen Kaffeetassen und der Deckel der Kaffeekanne ist ebenfalls vergoldet.
Die Herstellung der richtigen Mischung aus Kaolin, Feldspat und Quarz ist eine Kunst, die die Porzellanmanufaktur Nymphenburg in über 270 Jahren verfeinert hat. Mit dem Anspruch auf höchste Qualität und Reinheit wird in Nymphenburg auch heute noch die Masse von Hand hergestellt und nicht fertig gekauft, wie es woanders üblich ist. Der Produktionsprozess ist aufwändig und zeitintensiv.
Vom Ansetzen der Porzellanmasse bis zum Einsatz als Endprodukt vergehen etwa drei Jahre. Reinstes geschlämmtes Kaolin, grauer Feldspat und opaker Quarz höchster Qualität sind die Grundbestandteile des Nymphenburger Porzellans. Aus dieser plastischen Masse werden per Hand beispielsweise hauchdünne Scherben oder filigrane Figürchen geformt. Keine Maschine kann die Feinheit der Hand ersetzen.
Das Repertoire von Nymphenburg umfasst circa 20.000 verschiedene klassische und zeitgenössische Formen. Alle Teile werden mit dem Nymphenburg Blindstempel und den Initialen des Künstlers versehen. Veredelungen werden in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg ausschließlich mit Platin und 24 Karat Feingold vorgenommen, das wesentlich dicker ist als Glanzgold.
NYMPHENBURG ARTS AND DESIGN
In Nymphenburg, handmade porcelain objects and works of art are manufactured according to the concepts of contemporary designers and artists. They count among some of the most widely renowned creators of art worldwide. Well-known designers focus intensely on the historical and cultural context of Nymphenburg. They express their outstanding artistic visions in the highest quality porcelain.
Gold umrahmter Teller der Porzellanmanufaktur Nymphenburg mit gemaltem Blumendekor und Porzellanreliefs auf dem Tellerrand
As an institution of creative force with a history spanning more than 270 years, Nymphenburg manufacture aims to consistently face up to the challenge of the 21st century. The artists create outstanding designer objects and works of art with timeless value.
The tour will end in the Museum of Nymphenburg Porcelain on the second floor of the Carriages and Sleighs Museum. As a tour guide I would be very pleased to take you into the Nymphenburg store at the exclusive Brienner Quartier in Munich’s city center or into the exclusive boutique inside the court of honor of Nymphenburg Palace.
In the museum, I will guide you around the display of most precious porcelain to show you the main ingredients of the porcelain mass as well as the products from the very beginning in 1747. It is a museum of its own with a large variety of rooms and Nymphenburg porcelain products on display. This is actually a private collection that is lend to the State of Bavaria for permanent display to the public.
Der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria aus dem Hause Wittelsbach heiratete die italienische Prinzessin Henriette Adelaide von Savoyen. Zur Geburt ihres ersten Sohnes Maximilian Emanuel ließen sie vor den Toren von München Schloss Nymphenburg als Sommerpavillion erbauen.
This couple represents the founders of Nymphenburg Palace, Prince-Elector Ferdinand Maria and his Italian spouse, Princess Henriette Adelaide of Savoy.
Gallery of Beauties
Since May 30, 2020, 38 restored portraits of most beautiful ladies in and around Munich can be adored in the former summer dining room of the royal family. The Free State of Bavaria spent 460 000 EUR to have restored the portraits of unique females, who were painted in order of King Ludwig I. between 1827 and 1850 by the painter Joseph Stieler.
All guests and visitors will be welcomed by a huge fountain in front of the main palace.
Ein Kulturspaziergang durch die Schätze der Kurfürsten und Könige von Bayern in der Münchner Residenz faszinierte Groß und Klein, Kinder und Eltern gleichermaßen. Freunde der Schönen Künste erhalten einen unvergesslichen Eindruck von der Pracht der vergangenen Jahrhunderte. Die Kostbarkeiten in der Residenz bieten den erstaunten Besuchern eine Zeitreise vom 9. Jahrhundert zur Renaissance und über das Rokoko bis zum Klassizismus in Europa und Übersee.
Die Ahnengalerie präsentiert 120 Porträts aus dem Haus der Wittelsbacher und verwandter Fürstenhäuser (Ancestral Gallery)
Das Porzellankabinett präsentiert – umrahmt von vergoldeten Schnitzerein – Porzellane aus den Manufakturen von Meissen (Schneeballvase), Nymphenburg (Perlservice), Frankenthal (Singvögel) und Sèvres (gegründet von Madame de Pompadour).
Diese kunstvoll gearbeitete Kommode von Charles Cressent (Paris, 1730) hat eine Marmorplatte und künstlerisch wertvoll vergoldete Messing-Applikationen an den seitlichen Kanten sowie Einlegearbeiten aus verschiedenen Hölzern an der Front und an beiden Seiten (dekorative Intarsien)
Die Wittelsbacher waren große Kunstsammler, manchmal auch großartige Schuldner wie der „Blaue“ Kurfürst Max Emanuel. Wie kam das? Diese wahre Begebenheit und weitere G’schichten erzähle ich während unserer Besichtigung.
“Reiche Zimmer”
Neben den “Reichen Zimmern” in der Residenz war Architekt Francois Cuvilliés auch für die Innenachitektur der Amalienburg verantwortlich.
Detail von Francois Cuvilliés: ein Drachen an der Wand, dessen Schweif sich um die Rückenlehne eines Canapés schlängelt.
Chinesische Porzellanschale, in der Mitte eine Uhr mit einem Buddha, umgeben von zwei Löwen aus blaugrünem Porzellan auf einer Konsole vom Dauchauer Künstler Joseph Effner und darunter ein Putti in der Mitte
Speigelkabinett mit kleinen Vasen aus Meissener Porzellan
Zierlicher Elfenbein-Lüster
Miniaturen-Kabinett mit Sekretär (Lackarbeit aus China)
Demi-Konsole im Spiegel-Kabinett
“Reiche Kapelle” mit Hochaltar aus Silber
Ametyst-Rose und verschiedene Marmorplatten in der “Reichen Kapelle”
Grüne Gallerie – über dem Eingang das Portrait von Kaiser Karl VII
Grüne Gallerie – herrlich vergoldete Stuckdekore an den Wänden und Decken
Europäische Malerei in der “Grünen Gallerie” – über dem Kamin der Spiegeleffekt “à l’infini”
Deckel-Vase aus China auf einer Konsole mit dunkelgrüner Marmorplatte in der “Grünen Gallerie”
Teeservice auf Surtout mit den Chinoiserien von Johann Gregorius Höroldt (1733/Meißen)
Die Grüne Galerie war Schauplatz glanzvoller Festlichkeiten, zu denen der Kurfürst regelmäßig einen ausgewählten Kreis des Hofes einlud. Die Galerie war aber nicht nur Festsaal, sondern auch Bilder- und Spiegelgalerie. Die über 70 Gemälde, die in drei Reihen übereinander angeordnet sind und mit den hohen Wandspiegeln wechseln, entstammen reichen Wittelsbacher Kunstsammlungen. In ihren vergoldeten Prunkrahmen vermitteln die Bilder verschiedener Meister und Epochen zusammen mit der stuckierten und geschnitzten Raumausstattung einen Gesamteindruck von größter Harmonie.
Die „Reichen Zimmer“ stellen einen glanzvollen Höhepunkt des höfischen Rokoko im deutschsprachigen Raum dar. Kurfürst Karl Albrecht ließ diese prächtige Raumflucht 1730 bis 1737 von Architekt François Cuvilliés d. Ä. gestalten und ausstatten. Als Parade- und Staatsappartements sollten die “Reichen Zimmer” seinen Anspruch auf die Kaiserwürde dokumentieren (Ornate Rooms).
Die königliche Manufaktur BEAUVAIS erzielte um 1686 bis 1690 mit der Folge “Szenen aus dem Leben des Kaisers von China” einen großen Verkaufserfolg. Erstmals wurde eine Tapisserien-Folge der exotischen Welt Ostasiens gewidmet. Die Münchner Folge in prächtigen Farben aus der Zeit um 1720 bis 1730 zeigt: “Das Frühstück der Kaiserin”, “Die Reise”, “Die Ananasernte”, “Das Mahl”, “Die Audienz” und hier “Die Astronomen”.
Dieser kunstvoll gearbeitete Sekretär ist reich verziert mit dekorativen Intarsien aus wertvollen Hölzern und vergoldeten Bronzeapplikationen
Prunkuhr mit Silberreliefs um 1690 Augsburg
Barockschrank mit Scagliola-Einlegearbeiten und gedrehten Säulen
Mätressen wie die Tänzerin Lola Montez wirbelten nicht nur die prachtvolle Residenz des bayerischen Königshauses durcheinander sondern zuvor auch die Künstlerwelt in Paris. Diese Skandalnudel war der Grund, warum der verliebte Monarch – König ludwig I. – die Ludwig-Maximilian-Universität zum Ärger der Studenten schließen ließ. Letztendlich führte dieser Skandal 1848 zur Abdankung von Bayerns wichtigstem König – König Ludwig I.
Meine klassiche Führung durch die Residenz behinhalt die Ahnengalerie, das einzigartige Antiquarium, die Kurfürstenzimmer, die “Reiche Kapelle”, die “Reichenzimmer”, die “Grüne Gallerie” und europäisches Porzellan.
Gerne passe ich die Führung Ihren Wünschen an wie zum Beispiel die “Steinzimmer”, “Triererzimmer” oder den “Kaisersaal” der Residenz mit alten Wandtepppichen.
Abstecher in die Schatzkammer
Am besten lesen Sie separat meine Details zur Schatzkammer. Dann erfahren Sie auch, wie ein Straußenei in die Schatzkammer gekommen ist oder wie man sich bei Tisch die Hände gewaschen hat und vieles mehr zu den kostbaren Preziosen und Königskronen aus verschiedenen Epochen.
Die Eintritte ins Residenzmuseum und / oder in die Schatzkammer sind vor Ort separat zu bezahlen (Kreditkarte oder Bar).
Royal Residence Museum
The Munich Residence is the largest museums of interior design in Europe. From 1508 to 1918 it served as seat of residence and government to the Bavarian rulers, as home and the center of power of the dukes, prince-electors and kings of Bavaria. It also symbolizes the rulers’ appreciation of art and passion of architecture. The rooms of Maximilian I – the Kaisersaal (Imperial Hall), Steinzimmer (Stone Rooms) and Reiche Kapelle (Rich Chapel) are fine examples of 17th century palace architecture. The Ahnengalerie (Ancestral Gallery) and the Reiche Zimmer (Ornate Rooms) designed by Francois Cuvilliés are designed in the early Rococo style. Architect Leo von Klenze based the classical apartments in the royal building according to the ideas of King Ludwig I.
Das Antiquarium ist ein prachtvoller Festsaal von Hans Krumper und Friedrich Sustris aus dem 16. Jahrhundert mit Skulpturen aus Rom und Griechenland. Die Köpfe an beiden Längsseiten in diesem 66 m langen Raum sind inzwischen 400 Jahre alt.
The highlight is the Antiquarium: the largest and finest Renaissance hall north ot the Alps was built around 1570 to house the Antique Collection of Duke Albrecht I and was later used as ceremonial hall.
The 130 rooms of the Residence Museum are filled with furniture and paintings, tapestries and porcelain by the best artists of the time. In addition to the staterooms and showrooms visitors can admire special collections such as thousand pieces of silver ware, different porcelain from Germany (Meissen, Nymphenburg und Frankenthal), England and France (Sèvres, La Reine, Duc d’ Angoulème) as well as church vestments exhibits.
Treasury – Schatzkammer
In the Royal Treasury of the Residence we can admire exquisite masterpieces from the Middle Ages to Classicism. The impressive collection shows exhibits made of rock crystal and ivory, precious gems, jewelry, tableware and Ottoman daggers as well as crowns and jewels of the last 10 centuies.
The highlights are the Royal Insignia of the Wittelsbach dynasty and the precious St George’s reliquary (see below). World-famous are the “Arnulfziborium” (a covered cup), the relic of the Cross belonging to Emperor Heinrich II and the Gisela Cross (around 1000 years old).
Due to the heavy damages of World War II by the Allies, the Residence was totally ruined and is now rebuilt according to the original plans. The interior mainly was stored outside the city and got saved.
During our inside tour I will explain you the different epochal styles of the last 500 years and crown jewels of the last ten centuries.
St George’s reliquary – the most precious masterpiece in the Treasury – showing Saint George fighting the dragon, decorated with 2.147 diamonds, more than 400 rubies, gold, enamel, 4 pearls in the form of pears, opals, rock cristal.
Barbara Schoene, your expert for art and culture in Munich
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