1873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel als Standort für sein Neues Schloss Herrenchiemsee. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein “Tempel des Ruhmes” für König Ludwig XIV. von Frankreich werden. Der bayerische Monarch verehrte den Sonnenkönig grenzenlos.
Der Verwirklichung gingen insgesamt 13 Planungsphasen voraus. 1878 wurde mit dem Bau des “Bayerischen Versailles” nach Plänen von Georg Dollmann begonnen. 1886, beim Tod von König Ludwig II., war das Schloss noch nicht vollendet. Einige Teile wurden später abgetragen.
Prunktreppenhaus
Neben den großen Schauräumen sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie besonders sehenswert. Das intime Kleine Appartement ist in Formen des französischen Rokoko gehalten und diente als Wohnung des Königs.
1876 legte Hofgärtendirektor Carl von Effner die endgültige Planung für einen großen Garten nach dem Vorbild von Versailles vor. Beim Tod des Königs waren nur die Gartenteile entlang der Hauptachse mit ihren berühmten Brunnen und Wasserspielen fertiggestellt.
König Ludwig II.-Museum
Das Museum ist in zwölf modern gestalteten Räumen im Erdgeschoss des Südflügels untergebracht und wurde 1987 eröffnet. Es widmet sich den Lebensstationen Ludwigs II. von der Geburt bis zum frühen tragischen Tod am 13. Juni 1886 im Starnberger See. Anhand von gemalten Portraits, Büsten, historischen Fotografien und originalen Prunkgewändern bekommt der Besucher Einblicke in die Vita des Königs und seines jüngeren Bruders Otto.
König Ludwig II. von Bayern, Fotografie von Franz Hanfstaengl, 1876
Als Mäzen des Komponisten Richard Wagner ging der König in die Musikgeschichte ein. Zu diesem Thema sind Portraits, schriftliche Dokumente sowie Theater- und Bühnenbildmodelle ausgestellt.
Die”Königsschlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee sind ebenso dokumentiert wie die anderen Bauprojekte König Ludwigs II.
Originale Prunkmöbel aus dem zerstörten königlichen Appartement der Münchner Residenz oder aus dem ersten Schlafzimmer von Schloss Linderhof sind Höhepunkte des Museums.
Schau- und Prunkstücke des Kunsthandwerks, vom König in Auftrag gegeben, dokumentieren den europäischen Rang der höfischen Münchner Kunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Tagesausflug ab/bis Hotel in München mit dem Touristenbus / Limousine nach Prien/Chiemsee. Dann erfolgt die Überfahrt mit dem Dampfschiff auf die Herreninsel und Kutschfahrt oder Spaziergang durch den Inselpark zum Neuen Schloss. Vorab-Reservierung für den Eintritt mit Führung in der gewünschten Sprache ist unbedingt erforderlich.
Chiemsee Lake
Bavaria’s largest lake, also known as the „Bavarian Sea“, is surrounded by one of the loveliest and most diversified landscapes in Upper Bavaria. The stately palace of King Ludwig II was built on the Herreninsel, the largest island in Lake Chiemsee. King Ludwig II. had bought it to be away from the world, politics and from reality.
Barbara Schöne, official tour guide since 40 years
Aus der vergoldete Venus sprudelt jede halbe Stunde eine fantastische Fontaine heraus, die bis zu 12 m hoch wird – ein sehr populäres Fotomotiv.
Entstehungsgeschichte von Schloss Linderhof –
ein regelrechtes Schatzkästchen
Schloss Linderhof ist der einzige Schlossbau, den König Ludwig II. vollendete und intensiv nutze. In der orientalischen Welt seines Maurischen Kiosk versuchte der einsame König, der ihn nicht verstehenden Welt zu entfliehen.
Träume und Umsetzung
Die Bautätigkeit des 1864 zum König gekrönten Ludwig II. begann 1867/68 zunächst mit der Gestaltung seiner Gemächer in der Münchner Residenz und der Grundsteinlegung von Schloss Neuschwanstein.
Entwurf eines Byzantinischen Palastes, Aquarell von G. Dollmann,1869
Bereits 1868 entwickelte Ludwig II. die ersten Bauprojekte für Linderhof. Doch weder das geplante Projekt eines Versailles nachempfundenen Schlosses in der Talebene noch die Pläne zur Errichtung eines großen byzantinischen Palastes kamen zur Ausführung.
Das ehemalige Försterhäuschen seines Vaters Maximilian II. wurde zum Kern der Bautätigkeiten. Das befand sich damals am heutigen Schlossvorplatz. Der König nutzte es bereits als Kronprinz bei Jagdausflügen mit seinem Vater. Daraus ist in langer Bau- und Umbauzeit Schloss Linderhof entstanden. Das ist der einzige größere Schlossbau, den König Ludwig II. vollendet erlebte.
Vom Forsthaus zum Königshäuschen
1869 ließ Ludwig II. das Försterhäuschen für seine Zwecke als “Königshäuschen” umbauen und ausstaffieren.
Bleistiftskizze von 1871: Königshäuschen (Bauphase 1) mit Flügelanbau (Bauphase 2) neben dem Bauernhaus
Erweiterung mit hölzernen Anbauten
Bereits 1870 wurde unter der Leitung von Hofbaudirektor Georg Dollmann ein einachsiger Flügel angebaut. Noch während der Fertigstellung dieses Anbaus folgte die entscheidende Neufassung der Bauidee.
Vom Frühjahr 1871 an wurde eine symmetrische Ergänzung des ersten Anbaus und die Verbindung der zwei Flügelbauten durch ein Schlafzimmer geplant und ausgeführt. Eine hölzerne Treppe erlaubte ein Betreten der um einen offenen Innenhof gelegenen U-förmigen Anlage.
Das alte Königshäuschen war damit überflüssig. Es wurde zunächst beibehalten und zeigt den emotionalen Bezug des Königs zu diesem Gebäude.
Ölgemälde von 1872: Darstellung des Königshäuschens (ehemaliges Försterhaus)
Umhüllung aus Stein
Die schrittweise entstandene Situation erforderte jedoch eine durchgängige architektonische Lösung. Im Februar 1873 genehmigte König Ludwig II. eine Planung, die die Gestaltung des Schlosses endgültig festlegte. Zunächst wurde das Holzständerwerk mit festem Mauerwerk ummantelt und eine neue kreuzförmig gegliederte Verdachung erstellt. Dieser Gebäudeteil bildete gestalterisch den Kern des neuen Schlosses. Es besaß aber noch kein innen liegendes Treppenhaus.
Plan für die Westfassade von 1873 nach der Steinummantelung
Vervollständigung des Eingangstrakts
Am 1874 erteilte der König die Genehmigung zum Versetzen des Königshäuschens an seinen heutigen, etwa 200 Meter entfernten Ort. An seiner Stelle wurde der neue Südtrakt errichtet.
Erst jetzt wurde das Schloss außen in seiner endgültigen Form verwirklicht. Im Inneren wurden Vestibül und Treppenhaus eingebaut. 1876 waren auch die Ausstattungsarbeiten im Südtrakt vollendet.
Einbettung in den Landschaftspark
König Ludwig II. ließ oben auf dem Berg hinter dem Schloss ein Wasserbecken errichten. In einem speziellen Tunnel schießt das auf dem Berg gesammelte Wasser aus dem Becken nach unten und bildet eine riesige Fontaine aus der Skulpturengruppe der Liebesgöttin Venus heraus – zum Vergnügen der Touristen direkt vor Schloss Linderhof
Die Verwandlung vom “Almhüttenbau” zur “Königlichen Villa” hatte entscheidende Konsequenzen für die ganze Umgebung des Schlosses. 1874 lag die fertige Planung der Parkanlage durch Hofgartendirektor Carl Joseph von Effner vor.
Vergrößerung des Schlafzimmers
1885/86 erfolgte eine letzte Umbauphase des Schlosses. Das Schlafzimmer als zentraler Raum wurde verbreitert und nach Norden verlängert. Dies erforderte einen erheblichen Umbau des Schlosses und eine neue Mittelpartie der Nordfassade einschließlich einer neuen Bedachung für diesen Bereich. Der nun 30 x 27 Meter messende Schlossbau kam 1886 durch den Tod König Ludwigs II. zum Abschluss. Die Fertigstellung des neuen Schlafzimmers erlebte er nicht mehr.
Das Paradeschlafzimmer ist der größte und prachtvollste Raum in Schloss Linderhof, herrlich geschmückt mit einem riesigen Lüster aus Bergkristall und zwei Marmorkaminen mit hohen Spiegeln darüber. Das Fenster zum Park mit der Kaskade und Gott Neptun ist eingerahmt mit wertvollem Meißener Porzellan. Die königsblaue Samtbespanung rund um das große königliche Bett ist reich mit Goldfäden bestickt.
Linderhof Palace (Schloss Linderhof)
Linderhof Palace, Ludwig II’s “Royal Villa“, started out as the hunting lodge of his father King Maximilian II. The main attractions are the large ornate bedroom, the fountain of Neptune with cascades and the French-styled formal gardens, a smaller version of the Versailles gardens.
Oil painting of Linderhof, before King Ludwig II. built his Royal Villa instead and named it Linderhof Palace
Don’t miss to climb up a hill to visit the artificial Venus grotto where Ludwig II. adored the music of Richard Wagner and scenes of the fantastic opera “Thannhäuser” sitting in a precious boat floating on the artificial lake.
Auf der Weltausstellung in Paris entdeckte König Ludwig II. das erste Fertighaus der Welt, einen Maurischen Kiosk mit wundervollem bunten Glas aus Böhmen. In dieser orientalischen Welt saß Ludwig II. sehr gerne in türkischer Tracht auf dem Pfauenthron und rauchte Wasserpfeife.
Die Venusgrotte von Schloss Linderhof strahlt seit 2025 in neuem Glanz. Das der Opernfigur Tannhäuser gewidmete Schmuckstück – einst erdacht von König Ludwig II. begeistert jeden Besucher ob der Schönheitskur seit Jahren durch die Schlösserverwaltung. Das Erlebnis in der Venusgrotte ist jetzt intensiver, die Beleuchtung ist raffinierter, die Farbigkeit des großen Tannhäuser-Gemäldes leuchtender, die Gewässer perfekt in Szene gesetzt. Die Tropfsteine sind zum größten Teil im Original erhalten. Die Glasscheibe hinter der Blauen Grotte ist auch original, durch die das Wasser beleuchtet wird, sodass der berühmte Capri-Effekt entsteht. König Ludwig II. hat dafür das erste elektrische Kraftwerk der Welt installiert.
Die Wellenmaschine wird nicht mehr per Hand betrieben, wie zu Ludwigs Zeiten, sondern hat einen Motor bekommen. Bildhauer und Stuckateure haben die typische Höhlenoberfläche mit Tropfsteinen nachgebildet. Die Venusgrotte ist die größte naturrealistische Grotte des 19. Jahrhundert und verkörpert in herausragender Weise die Suche von Märchenkönig Ludwig II. nach der perfekten Illusion. Und sie ist ein Aushängeschild Bayerns.
Besides, I will take you to the Maurish Kiosk, a pre-fabricated pavilion with hundreds of colored Bohemian glass stones Ludwig II. was able to buy at the World Fair in Paris.
Der blendend aussehende junge König Ludwig II. im Krönungsornat kam vor 175 Jahren in Schloss Nymphenburg auf die Welt. Bereits mit 18 Jahren wurde er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Maximilian der damals jüngste regierende Fürst Europas.
Let me entertain you! Of course you will get outstanding photos taken of the water fountain that develops itself every half hour out of the sculpture of the goddess of love, Venus, shining in bright gold in the sun. This is indeed a most beautiful picture in front of the palace as well as the Peakok Throne in the Maurish Kiosk shining in colorful Bohemian glass.
Auf einen harten Fels gebaut steht Schloss Neuschwanstein hoch über der Pöllatschlucht mit grandiosem Blick hinüber zum Forgensee, Alpsee und nach Füssen.
Schloss Neuschwanstein war für König Ludwig II. Denkmal der Kultur und des Königstums des Mittelalters, das er verehrte und nachvollziehen wollte.Das Schloss wurde errichtet in mittelalterlichen Formen, jedoch mit damals modernster Technik. So ist Schloss Neuschwanstein das berühmteste Bauwerk des Historismus und ein Hauptsymbol des deutschen Idealismus.
1867 besuchte der junge König Ludwig II. die Wartburg, um einen prächtigen Sängersaal und Festsaal für sein Neuschwanstein entwerfen zu lassen. Der Sängersaal war ein Lieblingsprojekt des romantischen Königs und neben dem Thronsaal der wichtigste Raum im Schloss. Das Bildprogram zeigt die Sage von Parzival und dem Heiligen Gral. Die Laube ist mit der märchenhaften Waldlandschaft Klingsohrs ausgemalt.
Sieben Wochen nach dem Tod des Märchenkönigs Ludwig II. im Jahr 1886 wurde Schloss Neuschwanstein dem Publikum zugänglich gemacht. Der menschenscheue König hatte die mittelalterliche Burg erbauen lassen, um sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Seither ist sein Refugium ein weltberühmter Publikumsmagnet.
Neuschwanstein gehört heute zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. Rund 1,5 Millionen Menschen jährlich besichtigen “die Schwanenburg des Märchenkönigs”.
Auf einer Privatstraße des Hauses Wittelsbach gehen Tausende von Touristen zu Fuss oder benutzen eine der begehrten Pferdekutschen hinauf zum Märchenschloss über der tosenden Pöllatschlucht.
Im Sommer drängen sich im Durchschnitt täglich mehr als 6.000 Besucher durch die kostbar ausgestalteten Räume. Diese waren nur für einen einzigen Bewohner bestimmt. Die vielen Touristen führen zu erheblichen Belastungen für die wertvollen Möbel und Textilien. Um deren Erhalt ist die Bayerische Schlösserverwaltung intensiv bemüht.
Das königliche Bett ist aus Eichenholz geschnitzt und mit einer mit Silberfäden verzierten Seidendecke abgedeckt
Die idyllische Lage von Neuschwanstein ist einmalig. Allerdings müssen Bewegungen im Fundamentbereich ständig überwacht und die steilen Felswände immer wieder gesichert werden. Ebenso greift das raue Klima die Kalkstein-Fassaden stark an. Das erfordert weitere Sanierungsmaßnahmen.
Idee und Entstehung – Entstehungsgeschichte
Portrait des jungen Ludwig (W. Tauber)
Ludwig II. war seit 1864 König von Bayern. Im 1868 richtete er folgende Zeilen an den von ihm verehrten Komponisten Richard Wagner:
“Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Stil der alten deutschen Ritterburgen. Ich muss Ihnen gestehen, dass ich mich sehr darauf freue, dort einst (in 3 Jahren) zu hausen. Es wird mehrere Gastzimmer geben, von wo man eine herrliche Aussicht genießt auf den Berg Säuling, die Gebirge Tirols und weithin in die Ebene. Alle Räume sollen wohnlich und anheimelnd eingerichtet werden.
Sie kennen Ihn, den angebeteten Gast, den ich dort beherbergen möchte. Der Ort ist einer der schönsten, die zu finden sind, heilig und unnahbar. Es wird ein würdiger Tempel für den göttlichen Freund, durch den einzig Heil und wahrer Segen der Welt erblühte.Auch Reminiszenzen aus ‘Tannhäuser’ (Sängersaal mit Aussicht auf die Burg im Hintergrunde), aus ‘Lohengrin’ (Burghof, offener Gang, Weg zur Kapelle) werden Sie dort finden.
In jeder Beziehung schöner und wohnlicher wird diese Burg werden als das untere Hohenschwangau. Das Schloß meiner Eltern wurde jährlich durch die Prosa meiner Mutter Marie von Preußen entweiht. Die entweihten Götter werden sich rächen und oben weilen bei Uns auf steiler Höh‘, umweht von Himmelsluft.”
Idealentwurf zu Schloss Neuschwanstein von Christian Jank (1869)
Fast alle Aspekte seines Neuschwanstein sind hier genannt. Unerwähnt aber blieb der politische Auslöser. 1866 hat Bayern im Bündnis mit Österreich einen Krieg gegen das expandierende Preußen verloren. Dem Königreich Bayern wurde ein “Schutz- und Trutzbündnis” aufgezwungen, das dem König im Kriegsfalle die Verfügung über seine Armee nahm. Damit war Ludwig II. seit 1866 kein souveräner Herrscher mehr. Diese Einschränkung war das größte Unglück seines Lebens. So begann er 1867 mit den Planungen für ein eigenes Reich, in dem er sich als wirklicher König fühlen und bewegen konnte. Als König von Gottes Gnaden in seinen Schlössern.
Märchenschloß Neuschwanstein im Winter
Marienbrücke über der 90 Meter tiefe Pöllath-Schlucht
Die historische Brücke ist ein beliebter Treffpunkt von Urlaubern und Gästen aus aller Welt, weil es von dort den besten Blick auf das Märchenschloss Neuschwanstein gibt und die spektakulärsten Fotos, die ein Tourist von König Ludwig II. weltberühmter “Ritterburg” machen kann – unbeschreiblich schön. Das MUSS ein Tourist gesehen haben.
Sagen
Die Bilderzyklen Neuschwansteins sind inspiriert von den Opern Richard Wagners. Als direkte Vorlagen für die Ausgestaltung dienten jene Sagen des Mittelalters, auf die auch der Komponist zurückgegriffen hatte.
Sigurd
Die Wände des unteren Vorplatzes sind mit Szenen aus der Sigurd-Sage bemalt.
Gudrun
Die Gudrun-Sage führt in den Wandbildern des oberen Vorplatzes die Sigurd-Sage weiter.
Tristan und Isolde
Im Schlafzimmer finden sich an den Wänden gemalte Szenen aus Tristan und Isolde.
Parzival
Der Sängersaal ist mit Wandgemälden aus der Parzival-Sage geschmückt.
Lohengrin
Im Wohnzimmer wird der Parzival-Zyklus mit den Abenteuern seines Sohnes Lohengrin fortgeführt.
Tannhäuser
Im Arbeitszimmer wird der tragische Lebensweg des Minnesängers Tannhäuser dargestellt.
Lassen Sie sich von der Traumwelt eines romantischen Märchenkönigs begeisternt. Treffpunkt zu einer Tagesexkursion: Ihr Hotel in München, Fahrt mit dem Touristenbus oder der von Ihnen gebuchten Limousine etwa 2 Stunden nach Hohenschwangau. 30 Minuten Spaziergang hinauf zum Schloss oder Busfahrt mit dem Blauen Bus bis nahe zur Marienbrücke mit phantastischem Blick hinunter zum Schloss. Wanderung hinunter zum Schloss mit herrlichem Blick auf den Alpsee, die Tiroler Berge und Schloss Hohenschwangau.
König Maximilian II. hat Schloss Hohenschwangau im 19. Jahrhundert für seine Söhne Ludwig und Otto als Sommerschloss im Allgäu wieder aufbauen lassen.
Vorab-Reservierung zum Eintritt und zur Schlossführung in Schloss Neuschwanstein und in Schloss Hohenschwangau in der gewünschten Sprache sind unbedingt erforderlich! Ohne Ticketkauf am Ticketoffice im Dorf Hohenschwangau gibt es oben keinen Eintritt in die Schlösser. Zusammen mit einem Schlossführer begleite ich Sie im Schloss Neuschwanstein in den Thronsaal, in das opulent ausgestaltete Schlafzimmer der Königs mit hervorragendem Schnitzwerk aus Eiche und in sein Speisezimmer. Schließlich gehts weitere Stufen hinauf unters Dach in den phantastischen Sängersaal mit Wandmalereien aus der Oper “Parsifal” mit Klingsors Zaubergarten.
Barbara Schöne, Reiseleiterin und offizielle Gästeführerin von München seit 40 Jahren
Selbst Walt Disney war so fasziniert von der märchenhafte Lage und der Ritterburg König Ludwig II., dass er in seinem Disneyland in Kalifornien eine Kopie hat bauen lassen.
Die Münchner Kunstszene um 1900 – ein Rundgang durch die Pioniere der abstrakten Malerei
Als Ironie des Schicksals kann man es bezeichnen, dass heute die weltgrößte Sammlung der Kunstbewegung “Der Blaue Reiter” ausgerechnet in der Villa des im 19. Jahrhundert weltberühmten Malerfürst Franz von Lenbach beheimatet ist. DIE Instanz in München für Kunst, das Oberhaupt der Künstlervereinigung Allotria, hatte nämlich die avantgardistischen Maler des “Blauen Reiter” aus der Vereinigung hinausgeekelt.
Eine weltweit einzigartige Sammlung – ein Must-See für Kunstliebhaber.
Die Idee zu diesem Namen entstand laut Wassílí Kandinsky so: “Den ‘Blauen Reiter’ erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau. Franz Marc die Pferde, ich die Reiter. So kam der Name von selbst.” Der Wille aus der Konventionen auszubrechen war die treibende Kraft der expressionistischen Maler. “Nicht die Form, die Materie, ist das Wichtigste, sondern der Inhalt, der Geist.” so Kandinky weiter.
In ihrer Formensprache verabschiedeten sich die Künstler vom Realismus und malten expressiv in kräftigen Farbtönen und zunehmend abstrakt. Damals sorgten die Gemälde für heftige Reaktionen und Diskussionen, denn die zumeist konservativen Besucher waren derart moderne Kunst nicht gewohnt und machten das auch deutlich: Sie spuckten auf die Bilder oder zerkratzen ihre Rahmen. Waren das die Vorläufer der „Klima-Kleber“?
Heute ist das Lenbachhaus eines der meistbesuchten Museen Münchens. Der wegen der überbordenden Anzahl an Besuchern notwendig gewordene Anbau wurde vom britischen Star-Architekt Sir Norman Foster realisiert und 2013 fertiggestellt. Die goldene “Schatulle” ist jetzt Heimat der Gabriele Münter-Schenkung, eine der aufregendsten Sammlungen der Kunstrevolutionäre und Pioniere der modernen Malerei. Mehr als 300 Werke von Wassili Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, Alexej Jawlensky, Marianne Werefkin, Paul Klee… sind heute dort ausgestellt.
Die Künstlergruppe „Blauer Reiter“ fand um die Jahrhundertwende in München zusammen. Die Mitglieder zählen zu den bedeutendsten Vertretern der künstlerischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre Bilder brachen mit vielen Konventionen. Dafür gab es nicht immer nur Applaus sondern öffentlich viel Kritik.
Der „Blaue Reiter“ beschritt einen ganz neuen Weg in der Kunst: weg von der naturgetreuen Darstellung hin zu einer Beschreibung des inneren Erlebens. Die Malerinnen und Maler, die sich dieser neuen Kunstauffassung verbunden fühlten und ihre zunehmend abstrakten Bilder zunächst in München und später in ganz Europa ausstellten, waren August Macke, Gabriele Münter, Franz Marc, Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky, Alfred Kubin, Paul Klee, der Komponist und Maler Arnold Schönberg, Heinrich Campendonk und Robert Delaunay. Das Lenbachhaus in München besitzt die weltweit größte Sammlung zur Kunst des „Blauen Reiters“.
München zog als Kunstmetropole um die Jahrhundertwende Kunstschaffende aus aller Welt an. In den Malschulen, Ateliers und Salons in Schwabing und der Maxvorstadt begegneten sich die Mitglieder des „Blauen Reiters“ wie die beiden Malerpaare Jawlensky und Werefkin sowie Kandinsky und Münter, hier wurden Kandinsky und Marc Freunde, hier schlossen sich Macke und Klee der Künstlergruppe an. Und Sponsoren wie Bankiers und Verleger waren begeisterte Gäste in den Salons, die insbesondere Marianne von Werefkin veranstaltete.
Bei gemeinsamen Ausflügen und gegenseitigen Besuchen entdeckten die Künstler die Landschaft rund um Murnau und das bayerische Alpenvorland für sich. Kandinsky und Münter bezogen eine Villa in Murnau, in der Münter bis zu ihrem Lebensende 1962 lebte und die noch heute besichtigt werden kann.
Die ländliche Gegend inspirierte die Gruppe zu ganz eigenen Ausdrucksformen. Auch der Name „Blauer Reiter“ ist – wie gesagt – bei einem der zahlreichen Aufenthalte im Oberland entstanden. In Kandinskys Aufzeichnungen findet sich dazu folgender Eintrag: „Den ‘Blauen Reiter’ erfanden wir am Kaffeetisch, in der Gartenlaube in Sindelsdorf; beide liebten wir Blau. Franz Marc die Pferde, ich die Reiter. So kam der Name von selbst. (…).“
Die beiden Ausstellungen des Blauen Reiters in München in den Jahren 1911 und 1912 waren keine Publikumserfolge. Die Gäste hatten damals wenig Verständnis für Kandinskys Improvisationen oder Marcs bunte Tiergestalten. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs löste sich die Gruppe auf: Macke und Mark fielen 1916 an der Front, Kandinsky musste als russischer Staatsbürger in seine Heimat zurückkehren.
Gabriele Münter ist es zu verdanken, dass viele Bilder aus dieser aufregenden künstlerischen Epoche als Zeugnisse der Klassischen Moderne bis heute erhalten sind. 1957, zu ihrem 80. Geburtstag, vermachte sie der Städtischen Galerie im Lenbachhaus eigene Bilder und solche ihrer Künstlerfreunde, insgesamt über 1.000 Werke. Darunter befanden sich zahlreiche Meisterwerke von Kandinsky, die sie über den Zweiten Weltkrieg gerettet hatte. 1965 kamen durch eine weitere Schenkung Gemälde von August Macke und Franz Marc dazu.
Außer im Lenbachhaus sind Bilder des Blauen Reiters auch unweit von München im Schlossmuseum in Murnau, im Franz Marc Museum in Kochel am See und im Museum Penzberg zu sehen.
Farben! Farben! Farben!
Das Leuchten von Werken wie Wassily Kandinskys “Impression III (Konzert)” oder Franz Marcs “Kühe, rot, grün, gelb” von 1911 sind sehr eindrucksvoll. Ein Besuch des Lenbachhauses mit mir als Ihre Museumsführerin ist m. E. für jeden Münchner wie auch für jeden kunstinteressierten Touristen ein absolutes MUSS. Die Münchner lieben das reichhaltige Oeuvre der Künstlergruppe “Blauer Reiter” rund um Kandinsky, Münter & Co. Und ganz besonders die Werke von Franz Marc (1880 – 1916), der mit seinen Tierbildern Kunstgeschichte geschrieben hat.
Um 1900 war Schwabing ein Eldorado der Avantgarde. In der Ainmillerstrasse und rund um die Friedrichstraße lebten und wirkten auch die Mitglieder der Künstlergruppe „Der Blauer Reiter“. Sie verliehen ihren Emotionen mit neuen Farben und Formen Ausdruck. Sie zeichneten sich durch eine Reduktion auf geometrische Formen und Farben aus. Das war neu. Das war revolutionär.
Der im Mai 2013 fertiggestellte und in Messing verkleidete Neubau des Lenbachhauses ist ein architektonisches Highlight und bietet Besuchern Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts. Dazu kommt der spannende Parcours durch die einmaligen Meisterwerke der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“.
Das Lenbachhaus besitzt die weltweit größte Sammlung zur Kunst des “Blauen Reiters”, einer der bedeutendsten Künstlergruppen der Klassischen Moderne. Die Pioniere der abstrakten Kunst waren Wassily Kandinsky, Tiermaler Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin. Dieser Künstlerkreis entwickelte eine abstrahierende Formensprache. Unter dem verbindenden Glauben an eine “geistige” Dimension der Kunst bot diese Künstlergruppe verschiedenen formalen Ausdrucksmöglichkeiten Raum. Liebend gerne führe ich Sie durch diese weltberühmte Sammlung faszinierender Gemälde, Hinterglasmalerei und Skulpturen.
Mein Ausstellungsrundgang führt von den Anfängen früher Ölstudien Kandinskys und Münters zu den Murnauer Landschaftsbildern. Absolute Highlights sind die ikonisch farbstarken Gemälden wie “Blaues Pferd I” und “Der Tiger” von Franz Marc. Extra für die Ausstellung des „Blauen Reiters“ wurde ein neuer, spektakulärer Museumbau vom britischen Stararchitekt Sir Norman Foster in der direkten Nachbarschaft zum Königsplatz errichtet und 2013 eröffnet (Baukosten 56,5 Mio. EUR).
Der Münchner Tiermaler Franz Marc malte den Tiger in einem Gebüsch. Beim Betrachten spüren wir unmittelbar die explosive Energie der Raubkatze.
Der gebürtige Münchner Franz Marc hat den Tiger im Jahr 1912 gemalt. Das Tier kauert im Gebüsch und verschmilzt mit seiner Umgebung. Dort wirkt der Tiger weder besonders aggressiv noch bedrohlich, doch man spürt seine explosive Energie in jedem Pinselstrich und den kubistischen Formen.
Während meiner Führung erfahren Sie viel Wissenswertes zu den Orten, wo die Künstlergruppe unter Wassily Kandinsky und seine Weggefährten lebten und ihre farbenfrohe Werke schufen, die wir im Lenbachhaus bewundern. Die Ausstellung zeigt die Meisterwerke der Pioniere der abstrakten Kunst bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914.
Die Städtische Galerie im Lenbachhaut zeigt zudem Bilder und Skulpturen aus der Zeit zwischen beiden Weltkriegen.
Lenbach House – The Blue Rider
The Lenbachhaus was built for the “painter prince” Franz von Lenbach in the 19th century. Today it houses paintings, sculptures of classical modern and contemporary art.
The „Lenbachhaus” reopened in May 2013 with its new building cladded in brass. The architect was the British star architect Sir Norman Foster (costs for the new part were roughly 56,5 million Euros). This art gallery is an architectural highlight and offers masterpieces of Munich artists at the beginning of the 20th century. In addition, there are different temporary exhibitions.
The Lenbachhaus is most famous for the large collection of paintings done by the expressionist community “Der Blaue Reiter” (“The Blue Rider“), which is unique in the world. The Blue Rider collection includes works of Wassily Kandinsky,Franz Marc, August Macke, Alexey von Jawlensky, Paul Klee, Alfred Kubin, Marianne von Werefkin and Gabriele Münter.
As this world famous collection is one of my favourite highlights I would be very pleased to take you around as your official tour guide of Munich.
Barbara Schoene, your tour guide in Munich
Gabriele Münter portraitierte Alexej von Jawlensky
Die aufregende und vor allem aufreibende Liebesgeschichte zwischen Kandinsky und Münter wird verfilmt
Das Künstlerpaar mit feschen Kleidern um 1906
Es ist eine toxische Liebesgeschichte. Gabriele Münter hat Wassily Kandinsky geliebt, zusammen haben sie die Welt bereits, in Murnau unvergessliche Sommer erlebt, auch mit Franz Marc und August Macke, mit denen sie die legendäre Gruppe “Der Blaue Reiseter” gründeten. Doch Kandinsky wendete sich ab von Gabriele, als der Erste Weltkrieg ausbricht, flüchtet er in die Schweiz und später nach Moskau.
Gabriele Mnter wird ihn nie wiedersehen. Kandinsky heiratet eine 30 Jahre jüngere Russin namens Nina. Gabriele Münter droht an ihrer Verbitterung zu zerbrechen. Während der schlimmen Kriegsjahre hat sie alle Frühwerke Kandinskys versteckt und gehütet wie ihr persönliches Eigentum. Als nach dem Krieg der Brief eines Rechtsanwaltes bei ihr eintraf, sie möge alle Werke von Herrn Wassily Kandinsky herausgeben, soll sie zurückgeschrieben haben: “Herr Kandinsky möge selber kommen”. Als verheirateter Mann hat sich Kandinsky das wohl nicht getraut, denn er hatte Gabriele Münter die Ehe versprochen. Die Courage der unglücklichen Künstlerin und einst Kandinsky’s erste Schülerin ist ein GLÜCKSFALL für München: so sind alle Frühwerke des Pioniers der abstrakten Malerei in München geblieben und wurden von Gabriele Münter der Stadt München zu ihrem 80sten Geburtstag vermacht und können im Lenbachhaus besichtigt werden.
Eine Gruppe von Lagerarbeitern neben einer Gruppe von SS-Leuten in Uniform und Lederstiefeln
Die KZ-Gedenkstätte Dachau liegt nordwestlich von München. Sie wurde am 5. Mai 1965 als Mahnstätte und Erinnerungsort auf dem ehemaligen Häftlingsgelände des Konzentrationslagers Dachau errichtet. Seit 2003 befindet sie sich in der Trägerschaft der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Das Archiv der Gedenkstätte und ein Teil der Ausstellung befinden sich im erhalten gebliebenen ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Lagers. Die Gedenkstätte wird jährlich von etwa 800.000 Besuchern aus aller Welt besucht.
Zum 75. Mal jährt sich der Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau: 29. April 2020
Eigentlich wäre eine große Feier geplant gewesen, doch die fällt wegen der weltweiten Corona-Pandemie aus.
Zum kleinen Gedenken kam Ministerpräsident Markus Söder.
Zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Dachau
1955, anlässlich des 10. Jahrestages der Lagerbefreiung, fand im Mai ein internationales Treffen ehemaliger Gefangener in Dachau statt. Der Dachauer Landrat hatte den Abbruch des Krematoriums gefordert. Das Comité International de Dachau forderte dagegen die Errichtung einer würdigen Mahn- und Gedenkstätte auf dem ehemaligen KZ-Gelände.
1960 wurde im Gebäude des ehemaligen Krematoriums ein provisorisches Museum errichtet. Ursprünglich war auch überlegt worden, nur das Krematorium und die Massengräber auf dem Waldfriedhof und dem KZ-Friedhof Dachau Leitenberg als Gedenkstätte auszuweisen. Im selben Jahr erbaute die Erzdiözese München und Freising die „Todesangst-Christi-Kapelle“. Sie wurde beim 37. Eucharistischen Weltkongress in München von Weihbischof Neuhäusler am 5. August geweiht. Seither ist die katholische Kapelle eine Wallfahrtstätte für Zehntausende aus aller Welt.
Auch wurde das katholische Kloster Karmel Heilig Blut errichtet, dessen Innenhof man durch einen früheren Wachturm des KZ betritt.
1965 erreichte die Initiative “Le comité de Dachau” die Errichtung der Gedenkstätte in der heutigen Form. Der Bayerische Jugendring, der DGB und auch der damalige Münchener OB Hans-Jochen Vogel und andere engagierten sich für den Gedenkort.
ARBEIT MACHT FREI – Das schmiedeeiserne Eingangstor in die KZ-Gedenkstätte Dachau
Die Original-Baracken wurden aufgrund ihres baufälligen Zustandes abgerissen. Die Umrisse von 32 Baracken wurden in Beton nachgegossen. Die Evangelische Versöhnungskirche und die Israelitische Gedenkstätte wurden errichtet. Als „Weg des Erinnerns“ wurde die ehemalige Schienenstrecke zwischen dem Dachauer Bahnhof und der Gedenkstätte ausgewiesen.
1968 wurde das Internationale Mahnmal von Nandor Glid eingeweiht, das sich auf dem ehemaligen Appellplatz befindet.
1994 wurde von Soldaten der aus Deutschland abziehenden russischen Armee in altrussischem Stil die russisch-orthodoxe Kapelle errichtet. Dies geschah zu Ehren der Auferstehung Christi als Gedenkstätte für die orthodoxen Opfer des Nationalsozialismus wie Russen, Griechen, Serben u.a. 1995 wurde in Landsberg am Lech, dem Ort eines der größten Außenlager Dachaus, die Europäische Holocaustgedenkstätte errichtet. 1998 entstand eine Internationale Jugendbegegnungsstätte in Dachau.
2003 kam es zu einer Neugestaltung der Ausstellung. Zusätzlich ist nun der Nachbau einer Baracke zu sehen, deren Innenausbau die Zeit des Lagers reflektiert. Die Trägerschaft der Gedenkstätte wurde überführt in die durch den Freistaat Bayern errichtete Stiftung Bayerische Gedenkstätten.
Jourhaus, seit 2005 Eingang zur KZ-Gedenkstätte (Originalgebäude)
Einer der drei Wachtürme auf der Ostseite des ehemaligen Konzentrationslagers
Ende April 2005 wurde der Besuchereingang von der Ostseite zum Lagertor am “Jourhaus” verlegt. Dies war früher der einzige Zugang zum Lager. Auch kam es zu einer Umgestaltung des Museumskonzepts. Als Mahnmal gegen das NS-Regime wie auch als Erinnerungsort der ehemaligen Häftlinge findet der Gedenkort nun verstärkt Verwendung als internationaler Lern- und Gedächtnisort für insbesondere jugendliche Gäste. Durch den Generationswechsel wie auch dem absehbaren Wegsterben der verbleibenden Zeitzeugen ist die Gedenkstättenarbeit in Dachau einem tiefgreifenden Umbruch unterworfen.
Die Tagung „KZ-Außenlager in Bayern. Bestandsaufnahme und Perspektiven“ fand am 17. und 18. November 2006 in Nürnberg statt. Veranstalter war die Stiftung Bayerische Gedenkstätten. In der Landeshauptstadt München finden immer wieder Vorträge und Podiumsdiskussionen statt.
Vom 19. bis 26. November 2006 wurde auf den „20. Jüdischen Kulturtagen“ auf die „Geschichte der Juden in Bayern“ eingegangen. Diese hat sich auch im Konzentrationslager Dachau oder seinen Außenlagern abgespielt. Die Kulturtage wurden von der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. unterstützt. Das ist der Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur der LMU München und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
Ruth Jakusch (1914−1991) war eine jüdische Emigrantin, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges als Dolmetscherin der US-Armee während der Dachauer Prozesse tätig war. Sie baute ab 1962 die Ausstellung der KZ-Gedenkstätte mit auf und war deren Leiterin bis 1975. Die langjährige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Barbara Distel, ging 2008 nach 33-jähriger Leitungstätigkeit in den Ruhestand, Ihre Nachfolgerin wurde Gabriele Hammermann.
Nach einer Ausschreibung im Jahr 2005 wurden im Mai 2007 die Bauarbeiten für das neue Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte aufgenommen. Am 30. April 2009 wurde es eröffnet. Am Info-Tresen bekommen Besucher einen Grundrissplan, können im Bücher-Shop Literatur in vielen Fremdsprachen erwerben oder sich mit ihrem Gästeführer treffen.
Am Eingang zur KZ-Gedenkstätte Dachau steht das Besucherzentrum (Visitor’s Center)
2014 wurde die Tür mit dem „Arbeit macht frei“-Schriftzug von Unbekannten gestohlen. Am 14. Januar 2015 wurde sogar in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst nach dieser Tür gefahndet.
Organisation und Erhalt
Die finanzielle Situation ist besser als etwa bei Gedenkstätten in den neuen Bundesländern und Berlin. 2006 betrugen die Zuwendungen für die Stiftung Bayerische Gedenkstätten insgesamt 4,5 Millionen Euro. Diese sorgte für den Unterhalt der Gedenkstätten in Dachau, Flossenbürg und deren über 150 Außenstellen. Der Stiftungsrat besteht aus Vertretern des Freistaates, des Bundes, der lokalen Kommunen, der evangelischen und katholischen Kirche sowie der israelitischen Kultusgemeinden. Auch verschiedene Verbände der ehemaligen Häftlinge gehören dem Stiftungsrat an, insbesondere das Internationale Dachau-Komitee.
Ein Kuratorium mit beratender Funktion bezieht weitere gesellschaftliche Gruppen ein, die bereits bei der Einrichtung der Gedenkstätte eine wichtige Rolle spielten. Das waren der bayerischen Jugendring, der Verband der Sinti und Roma in Bayern und der bayerischen DGB.
Weitere Mittel und Aktivitäten werden etwa über Parkgebühren, Spenden und die Aktivitäten der Religionsgemeinschaften, privater Träger und Fördervereine organisiert. Eintrittsgelder werden nicht erhoben.
Die Gedenkstättenarbeit ist auf Honorarkräfte angewiesen. Daher finden an der Gedenkstätte „Ausbildungskurse als Referent/in“ statt, die nach erfolgreichem Abschluss Führungen auf dem Gelände erlauben. Monatlich wird ein Referententreffen zum Erfahrungsaustausch angeboten. Regelmäßig gibt es Gespräche mit Zeitzeugen.
Sakrale Gedenkstätten im Nordteil der Anlage
Katholische Todesangst-Christi-Kapelle
Evangelische Versöhnungs-Kirche
Jüdische Gedenkstätte
Russisch-Orthodoxe Kapelle
Karmel Heilig Blut-Kloster
Außer meinen Stadtführungen in München und Schlösserfahrten zu den Königsschlössern Ludwig II. biete ich einen 2 bis 4 stündigen Rundgang in der KZ-Gedenkstätte Dachau an in Deutsch, Englisch und Französisch.
Treffpunkt ist das Besucherzentrum oder auf Wunsch auch das gebuchte Hotel in München mit detaillierter Information unterwegs im Bus über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau und seiner zahlreichen Außenlagern.
English Tours on the memorial site of the former concentration camp are possible and can be booked any time. Maximum participants: 20 visitors per group in appropriate attires. To take picturees is allowed. The attendance of the documentary film in English version is highly recommended.
Une visite guidée est possible après une réservation. Maximum par groupe: 20 personnes. Durée: 2 – 4 heures.
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