Ein Rundgang in der Schatzkammer in der Residenz München taucht Sie ein in tausend Jahre kostbarste Goldschmiedekunst aus der ganzen Welt. Den Anfang macht das Gebetsbuch Kaiser Karls des Kahlen aus Reims um 846, ein Kreuz-Reliquar, das Kreuz der Königin Gisela (1006) und die Krone einer englischen Königin.
Wunderschön sind die Insignien des Ordens vom Goldenen Vlies. Das ist das wertvollste Widderfell, das nach der Argonautensage von Jason im Kaukasus geraubt wurde. Für reges Besucherinteresse sorgen die funkelnden Orden für den Adel, die sozusagen zum guten Ton gehörten oder zum “Must Have”. Sie dienten repräsentativen Zwecken in den Palästen und Schlössern und belegten den Umfang des kulturellen Rahmen der Fürsten.
An einer Spange aus Rubinen und Diamanten hängt das Goldene Vlies
Eine einzigartige Rubinkrone hat der spätere König Ludwig I. noch als Kronprinz für seine Gemahlin Königin Therese in Auftrag gegeben.
Mehr als 1250 Kostbarkeiten werden in der Residenz gezeigt. Wenn man die Schätze der Münchner Residez in einem Auktionshaus versteigern würde, käme eine wahnsinnig hohe Summe zusammen. Die Schatzkammer ist nicht nur Hort materiell wertvoller Schätze, sondern auch Zeitzeugnis der sieben Jahrhunderte bayerischer Herrscher.
König Maximilian I. (1806 – 1826) Am Neujahrstag 1806 zum König ausgerufen von Napoleon Bonaparte
König Maximilian I. ließ die Kroninsignien für das Königsreich Bayern 1806 in Paris anfertigen. Der “Blaue Wittelsbacher” war der Prunkstein der bayerischen Königskrone. Die Königskrone in der Schatzkammer ist verziert mit Diamanten, Rubinen, Smaragden, Perlen und Saphiren. Aber der gewaltige blaue Stein auf der Spitze ist nicht echt – nicht mehr. Einst thronte hier der “Blaue Wittelbacher”.
Der “Blaue Wittelsbacher” mit 35,56 Karat war ursprünglich in der Königskrone eingearbeitet. Er ist einer der kostbarsten Diamenten der Welt. Nach Beendigung des bayerischen Königsreiches 1918 wurde der kostbare Edelstein von den Wittelsbachern verkauft. Er landete zwischenzeitlich beim Kaufhausmilliardär Helmut Horten als Hochzeitsgeschenk für seine Gemahlin Heidi in Cap d’ Antibes.
Inzwischen soll der “Blaue Wittelsbacher” Besitz des Scheichs Hamad bin Chalifa, Emir von Katar sein. 2009 wurde der Kaufpreis auf 80 Millionen Dollar geschätzt. Zuvor hat der Diamant seine historische Identität verloren. Das war einer der ältestens noch erhaltenen Brilliantschliffe eines historischen Edelsteins, der über 350 Jahre Bestand hatte. Ein Londoner Juwelier und Milliardär ließ den Edelstein vor dem Verkauf umschleifen. Der ungemein seltene historische Rosenschliff aus dem 17. Jahrhundert wurde unwiederbringlich zerstört. Sein Gewicht wurde dadurch auf 31,06 Karat reduziert.
St. Georg-Statuette mit 2291 Diamanten, 406 Rubinen, 150 Smaragde auf einem Sockel: einst mit einer Relique des Hl. St. Georg in einer Schublade
Das kostbarste Meisterwerk in der Schatzkammer ist jedoch die Statuette des Ritters St. Georg mit 2.291 Diamanten, 406 Rubinen, 200 Perlen, 4 Birnen-Perlen, Smaragden, Opalen, Gold, Email. Diese äußerst kostbare Statuette wurde in München und Augsburg in den Jahren 1586-1597 von Goldschmieden hergestellt – im Zeitalter der Gegenreformation.
Einzigartig ist das Perlendiadem von Königin Therese aus dem Nachlaß von König Otto von Griechenland.
Das Diadem erinnert an Lady Di, die ein ähnliches Perlendiadem zu royalen Feierlichkeiten trug; gelegentlich wird diese Tiara mit dem Titel “Cambridge Lover’s Knot” von Herzogin Catherine von Cambridge getragen. Queen Mary ließ es 1914 aus 2 anderen Tiaras mit Perlen anfertigen. Auch die englische Königing Elisabeth II hat diese Tiara getragen.
In der Münchner Schatzkammer sind Kostbarkeiten ausgestellt, die jedem Antiquar das Herz aufgehen lassen. Die “Holbeinschale” aus dem frühen 14. Jahrhundert ist eine Kristallschale aus Venedig nach dem Entwurf des Malers Hans Holbein des Jüngeren.
Die “Böhmische Krone” gehörte einst Anna von Böhmen. Sie war die Gemahlin von König Richard II. von England.
Der “Saphirpokal” hat 17 Saphire und ein Gewicht von 5,5 Kilogramm. Die “Callisto-Kanne” aus Bergkristall stammt aus der Werkstatt der Mailänder Brüder Saracchi.
Das “Elfenbeinkästchen” ist aus dem fernen Ceylon, dem heutigen Sri Lanka. Es kam als Gesandtengeschenk 1543 nach Portugal und zeigt Szenen von Tänzerinnen, Musikanten und Gebetsszenen.
The Treasury in the former Royal Residence – Les trésors des Wittelsbach dans la Résidence de Munich
Die Kroninsignien des Königreiches Bayern (Königskrone und Perlenkrone der Königin)
Ich führe Sie gerne in Deutsch, Englisch und Französisch auf dieser Sightseeing Tour durch 10 Jahrhunderte wertvoller Goldschmiedekunst Barbara Schöne, official tour guide of Munich – I love to take you around so that you will enjoy St George’s reliquary, Munich goldschmith work (1586-1597).
St. Georgs Statuette von 1597 Reichsapfel und bayerische KönigskronePerlendiadem der Königin ThereseArmspange mit RubinenMit Brillianten besetzte OrdenDas Goldene Vlies
Die Schatzkammer Residenz München befindet sich in am Max Joseph-Platz, in der Nähe des Odeonsplatzes. Von dort startet mein Altstadtrundgang.
Barbara Schöne Offizieller Gästeführer der Landeshauptstadt München und Stadträtin a. D.
Münchner Christkindlmarkt 2022 – Winterfreuden in der Münchner Altstadt rund ums Rathaus
bis 24. Dezember (14 Uhr) – Heiligabend
Der Münchner Christkindlmarkt ist der älteste, größte und traditionsreichste Weihnachtsmarkt der Stadt und findet rund um den Marienplatz statt. Was Ihr bis 24.Dezember 2022 erleben könnt, zeige ich Euch herzlich gerne. Die Anfänge des Christkindlmarktes sollen bereits im 14. Jahrhundert mit den sogenannten Nikolausmärkten liegen. Urkundlich erwähnt wird eine Nikolaidult erstmals in der Kaufingerstraße beim Schönen Turm anno 1642.
Im Zuge der Aufklärung wurde ab 1806 der Nikolaimarkt in Christmarkt umbenannt und fand – nach mehrmaligen Standortwechseln – im Olympiajahre 1972 als „Münchner Christkindlmarkt“ seinen festen Platz im Herzen der Stadt.
Seit November erstrahlt die 25 m hohe sibiriesche Weißtanne aus einem Privatgarten in Hohenpeißenberg in voller Pracht mit 3000 LEDs. Wenn der Glühwein duftet und das Engelshaar schimmert, es nach Zimt und Lebkuchen riecht, dann erfüllt vorweihnachtlicher Zauber die gute Stube von München.
Jeden Nachmittag zieht der Nikolaus über den Christkindlmarkt, unterhält sich mit großen und kleinen Gästen und lässt sich zur Erinnerung auch gerne fotografieren.
In Kooperation mit dem Kindermuseum München dürfen Kinder von 6-12 Jahren in der Himmelswerkstatt Basteln, Werkeln, Kerzendrehen, Weihnachtskarten gestalten und vieles mehr. Um engelsgleich zu werden, liegen glänzende Gewänder und Engelsflügelchen zum Verkleiden bereit. Die Himmelswerkstatt findet in der Ratstrinkstube im Neuen Rathaus (Eingang Marienplatz 8) täglich statt:
Auch der Kasperl kommt auf den Münchner Christkindlmarkt!
Ein Puppenspieler entführt sonntags Kinder und Erwachsene mit einfallsreichen Geschichten in seine Kasperlwelt. Treffpunkt ist im Durchgang zum Rathausinnenhof (Prunkhof), Eingang Weinstraße.
Der 500 Jahre alte Brauchtum des Krampus-Laufens geht zurück auf die christlich-mythologischen Figuren des Bischofs Nikolaus und seines Begleiters Krampus. Beim Lauf über den Münchner Christkindlmarkt tauchen die archaischen Gestalten der ersten Münchner Krampusgruppe “Sparifankerl Pass“ überraschend am Sonntag, 11. Dezember, gegen 16 h auf.
In der Neuhauser Straße, nur ein paar Schritte vom Marienplatz entfernt, liegt Deutschlands wohl größter Kripperlmarkt. Von der Laterne für den Stall über die Spreu für Ochs und Esel bis zu den Gaben der Heiligen Drei Könige findet sich hier alles, was für eine echte Weihnachts-Krippe benötigt wird.
Zwölf Stände bieten auf dem Kripperlmarkt ausschließlich Krippen, Krippenfiguren und Zubehör an. Fast jedes Standl hat auch ein besonderes Angebot im Sortiment. Wer auf der Suche nach dem schönsten Stern oder Fatschnkindl für die Krippe Appetit bekommt, kann sich am Kripperlmarkt auch mit Bio-Bratwürsten, Dampfnudeln und Auszogne stärken.
Adventsmusik live vom Rathausbalkon
Das Highlight ist die Bairische Stubnmusi, Bläserensemble, Sänger und Chöre, Miesbacher Jagdhornbläser, ein Griechischer Kinderchor, Haimhauser Dorfmusik, Munich International Choral Society, Posaunenchor aus Neuperlach, Sendlinger Weisenbläser. Sie stimmen auf Weihnacht ein, hoffentlich wieder täglich von 17:30 – 18:00 Uhr, und am 24. 12. um 12 Uhr nach dem Glockenspiel.
Weihnachsdorf voller Glanz und Historie im Kaiserhof der Residenz
Bis zum 24. Dezember verwandelt sich dieser schöne Hof aus dem 16. Jahrhundert mit seiner bemerkenswerten Scheinarchitektur zu einem ganz besonders stimmunmgsvollen Christkindlmarkt. Eingerahmt von den kunstvoll gestalteten, historischen Fassaden des Innenhofs vermitteln die Lichter und Buden des Weihnachtsdorfs einen einzigartigen Flair – mit einer Ausstrahlung, die ihresgleichen sucht. Nicht ohne Grund wurde dieser Weihnachtsmarkt schon zuvor zum stimmungsvollsten Markt in ganz München gewählt.
Marktkaufleute und Kunsthandwerker bieten Weihnachtliches in verschiedensten hochwertigen Ausführungen. Und auch das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen. Das Weihnachtsdorf wurde bereits im November mit der Isarthaler Blasmusik und den Rieder Alphornbläsern eröffnet. Bei dampfendem Glühwein und köstlicher Bratwurst kann man vor dieser großartigen Kulisse der Residenz Adventszeit genießen und einen leckeren Eierlikörpunsch schlürfen. Am 5. und 6. Dezember lässt es sich auch der Heilige Nikolaus nicht nehmen, mit seinem großen Geschenkesack im Herzen von München vorbeizuschauen. Mehr Infos gibt’s auf www.dasweihnachtsdorf.de
Natürlich gibt’s jedes die Christkindl-Post.
Die Sonderpostfiliale der Deutschen Post bietet Briefmarken, Sonderstempel und Christkindlmarkt-Kuverts für die Weihnachtspost, die hier abgegeben werden kann. Aufgegebene Wunschzettel und Kinderbriefe werden beantwortet.
Wo? Im Durchgang zum Prunkhof, Eingang Marienplatz von Ende November bis Mitte Dezember täglich von 12 – 18 Uhr.
Münchner Christkindlmarkt-Führungen
Gerne führe ich Sie in Deutsch oder Englisch über den Christkindlmarkt, vermittle Ihnen Kulturhistorisches und Kulinarisches bei meinen Führungen:
„Kletznbrot und Fatschnkindl“
Probiertour jeweils nur für einen einzelnen Gast: „Leckerei, Fatschnkindl und Geschichten auf dem Christkindlmarkt“.
Weitere Details finden Sie hier. Am Freitag, 24. Dezember (Heiligabend) schließt der Christkindlmarkt um 14:00 Uhr.
Es freut sich auf Ihre frühzeitige Kontaktaufnahme
Ihre
Barbara Schöne
Stadträtin a. D.
Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
Montag – Samstag: 10:00 Uhr – 21:00 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr – 20:00 Uhr
Wenn Sie Lust und Zeit haben, können Sie mit mir anlässlich einer Führung durch das Neue Rathaus auch den “Meisterbalkon” des FC Bayern besuchen und den Marienplatz von oben bewundern, einen Blilck hinüber werfen auf den Alten Peter und – sogar durch diese sibirische Weißweintanne hindurch – auf das Alte Rathaus.
Das Alte Rathaus wurde nach seiner Kriegszerstörung zur 800 Jahr Feier von München 1958 im gotischem Stil wieder aufgebaut und dient repräsentativen Zwecken. Selbst der baufällig gewordene Turm konnte gerettet erden und beheimatet heute das Spielzeugmuseum.
Old Town Hall (Painting 19th century)
The Old City Hall war first mentioned in 1310. In the 15th century, architect Jörg von Halspach (often named Ganghofer) realized the old City Hall in the pure Gothic style. During World War II. it was badly destroyed. Thanks to Munich architect Erwin Schleich even the tower got reconstructed in its original Gothic style although some experts were afraid that the tower might collapse.
The Old City Hall was reconstructed after its bombing during Wolrd War II. Nowadays it serves for representative purposes like receptions and awards.
The Old City Hall impresses by a phantastic vaulted festival hall marvelosly decorated with wood-carvings and 100 coat of arms of the Wittelsbach family related to many noble families all over Europe.
The “Moriskentänzer”, 10 copies of Maurish dancers, tell the story of a beautiful woman. The dancers had to dance around her to please this beautiful woman in a white gown and tried to attract her attention. Take a look at the copies made of painted copper. The original sculptures count amongst the most precious wooden figures of the 15th century the city owns and is very proud to have saved them from destruction or loss. These original dancers can be adored in the City Museum (Münchner Stadtmuseum). While the Old Town Hall serves for representation and events, the New Town Hall (not destroyed in the last war) serves for administration and city politics.
The New City Hall was built in three sections, started in 1867 by the young Austrian architect Georg v. Hauberrisser. He won the architectural competition by one vote against a well known Munich architect. Hauberrisser presented his plans of a new town hall in Gothic style while his competitor wanted to realize it in the Renaissance style.
The New City Hall with its 85m high tower and the famous Glockenspiel looks much older than the actual Old City Hall. The New City Hall has been constructed by the young Austrian architect Georg von Hauberrisser in the neo-gothic syle (1867-1909).
The city council had their first sessions in 1874. As Munich was growing very fast, a second section had to be attached including the Watch Tower. Half way up the world famous Carillion – GLOCKENSPIEL – was put into operation. During our walking tour, we will have a look into the two session halls where up to 80 city councils plus the Lord Mayor decide the politics for Munich, the capital of the Free State of Bavaria.
In 2019, the city of Munich counted around 1.8 millions inhabitants. Greater Munich counted 5 millions inhabitans.
If possible, we will visit the Library of Justice (Juristische Bibliothek) on the third floor showing the most attractive interior in the Art Nouveau Style (Jugendstil). This is a public library, and it is accessible out of the official opening hours only on our guided tour.
The tour will end standing on a most fabulous balcony overlooking Marienplatz, St. Peters Church and the pedestrian zone. On this balcony, normally not open to the public, the FC Bayern soccer team celebrates their championships like the Bundesliga (Federal League: 29 titles so far), DFB Pokal (19 titles so far) and 2013 the CHAMPIONS LEAGUE against BVB from Dortmund. During my guided tour, taking photos down onto Marienplatz is permitted.
As I have been a member of the honorable city council (Ehrenamtlicher Stadtrat) from 1996 – 2002, I can give you a detailed explanation on the procedure how to make local politics taking place in the session rooms.
Guided tours in English
Unfortunately the town hall is not open for tours until further notice. I can offer a private speech for a small group at other suitable locations and show you as much as possible. I will tell you about all the things you are missing, but don’t miss the change to book a tour with a former member of the honorable city council (Ehrenamtlicher Stadtrat) being your guide. Feel free to book any of my other sightseeing tours to explore Munich.
Der erste Bauabschnitt des Neues Rathauses ist aus Backstein gebaut und herrlich dekoriert mit Spitzgieblen, zwei schlanken Türmchen und Laubengängen
Das Alte und das Neue Rathaus
Meine nächsten Rathaus-Führungen gehen zuerst ins Alte Rathaus (einzigartiges Tonnengewölbe) und anschließend ins neugotische Neue Rathaus mit seinen beiden Sitzungssälen, der Juristische Bibliothek und dem FC Bayern-Balkon.
Nutzen Sie die seltene Gelegenheit, mit mir als ehemaliger Stadträtin eine Führung dorthin zu machen, wo in unserer “Weltstadt mit Herz” Kommunalpolitik gemacht wird.
Zuerst zeige Ihnen das prachtvolle Tonnengewölbe im Alten Rathaus mit vielen Holzschnitzereien und einem Vries von 100 Wappen. Zehn Kopien der berühmten Moriskentänzer schmücken den Festsaal.
Im Neuen Rathaus dominiert im Großen Sitzungssaal das Mammutgemälde von Carl Theodor von Piloty. Der beste Historienmaler des 19. Jahrhunderts zaubert 500 Jahre München Geschichte farbenfroh auf die Leinwand. Auf unserem Rathaus-Spaziergang geht’s an den wunderbaren bleiverglasten Fenstern im weitläufigen Treppenhaus vorbei hinauf zur Juristischen Bibliothek (einem Jugendstil-Juwel). Zum Abschluss machen wir den sehr begehrten Besuch auf dem Meisterbalkon des FC Bayern mit großartigem Blick auf den Marienplatz und hinüber zum Alten Peter.
Das Neue Rathaus wurde im neugotischen Stil von 1867 – 1909 in drei Bauabchnitten erbaut und wurde im zweiten Weltkrieg weitgehend verschont. Nur durch den Luftdruck der Bomben auf das Alte Rathaus gingen die schönen bleiverglasten Fenter in den Fluren kaputt und es entstanden Sachschäden durch das Löschwasser.
Im Neuen Rathaus ist der kostbar ausgestattete Kleinen Sitzungssaal das Highlight. Dort wurde mir als Stadträtin die große Ehre zuteil, seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, sowie dem renomierten Schauspieler Joachim Fuchsberger und vielen anderen Persönlichkeiten aus Film, Wirtschaft, Politik, Kunst und Wissenschaft zu begegnen.
Barbara Schöne erklärt im schönen Kleinen Sitzungssaal die Funktion des Stadtrats und das vom Weltkrieg verschonte geschnitzte Mobiliar Münchner Handwerkskunst
Teil des geführten Rundgangs ist sehr oft das Jugenstil-Juwel, die Juristische Bibliothek. Zum Schluss stehen wir auf dem begehrten FC Bayern-Balkon mit grandiosem Rundblick über den Marienplatz bis hinüber zum Alten Peter, dem Alten Rathaus und hinunter auf die belebte Fußgängerzone.
Der Marienplatz ist das Herz der Stadt und gelegentlich Austragungsort von Demonstrationen und Gegen-Demonstrationen, wie meine Touristen das aus luftiger Höhe vom Meisterbalkon aus beobachten konnten.
Zur Zeit ist das Münchner Rathaus für Touren bis weiteres geschlossen. Termine werden durch Stadt München vorgegben. Gerne spreche ich als ehemalige Stadträtin über das Alter und Neue Rathaus und zeige Ihnen soviel wie möglich. Natürlich erfahren Sie auch, was Ihnen entgangen ist. Nutzen Sie die einmalige Chance von einer ehemaligen Stadträtin geführt zu werden. Natürlich können Sie auch eine andere meiner Stadtführungen buchen, um München kennenzulernen.
The Old City Hall (Reconstructed in the gothic style)Der Kleine Sitzungssaal im Neuen Rathaus mit wertvoll geschnitzten Stühlen und Wandverkleidungen aus Eiche Die prachtvolle neugotische Fassade des Neuen Rathauses mit Rathausturm und Glockenspiel und dem Münchner Kindl auf der Turmspitze
Die Großmarkthalle München besteht aus mehreren Hallen und gehört nach Paris und Barcelona zu den größten kommunalen Märkten Europas. Sie sind internationaler Treffpunkt der Obst-, Gemüse- und Blumenbranche. Nach dem Motto “Täglich frisch” versorgen sie eine Region mit etwa fünf Millionen Menschen rund um München und vermitteln regionale Waren und Flugobst aus Fernost ins gesamte europäische Ausland.
In den Hallen 1-4 stapeln sich Kisten mit frischem Obst, regionalem Gemüse, Pilzen wie Pfifferlinge und exotische Früchte für Großhändler, Wiederverkäufer, Großkantinen und die Gastronomie nach dem Motto “Täglich frisch”.
Während die Stadt noch schläft, herrscht in den Großmarkthallen ab 3 Uhr in der früh schon Hochbetrieb. Es ist ein Dorf mitten im München, geschäftig und doch familiär. Rund 2.500 Menschen aus dem In- und südosteuropäischen Ausland arbeiten hier. Irgendwie eben typisch München.
Je nach Saison wird ab morgens um 5 Uhr frisches Obst aus der ganzen Welt angeboten und verkauft. Der Verkauf geht meist per Handy oder elektronisch, damit die frischen Waren unverzüglich an Großhändler, einkaufsberechtigte Einzelhändler, Hotellerie und Gastronomie – palettenweise – geliefert werden können.
Meinenächste Führung in Englisch und Deutsch erfragen Sie einfach mit dem Kontaktformular auf dieser Homepage, Beginn 08:00h oder 08.30 Uhr, am besten an einem Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Tickets gibt es nur vorab bei München Tourismus am Marienplatz. Gerne können Sie bei mir eine Führung mit bis zu 20 Teilnehmern anfragen und buchen. Wir vereinbaren einen Führungstermin in Absprache mit dem Kommunalreferat und besprechen und vereinbaren die entstehenden Unkosten für einen 2-stündigen Rundgang bei laufendem Betrieb. Beginn ist am Westtor, Ende vorzugsweise in der Großgaststätte beim “Weißwurstpapst” Wallner.
Das Tragen von Schutzwesten ist Pflicht; die ich vorab besorge.
Ein Sortiment aus Pilzen in Halle 1 und 2
Please inquire for the next guided tour in English. Start: 08:30 hrs. for two hours. You have to buy your tickets ahead of time at the Tourist Office at Marienplatz or online or agree with me a specific date – then I arrange everything with the city.
Auf meinen zwei-stündigen farbenfrohen Themen-Rundgängen bei laufendem Betrieb (!) führe ich Sie durch den „Bauch von München“. Der Großmarkt wurde am 14. Februar 1912, also vor über 100 Jahren, eröffnet nach dem Motto “Täglich frisch!”
Der Kartoffelgang mit Karotten, Knoblauch, Zwiebeln für Kantinen, Großgastronomie und Großhändler in der Region.
Wir besuchen die Gärtnerhalle und lassen uns Details zu Heilpilzen/Vitalpilzen und Trüffeln aus dem “Perigord” erklären. Anschließend schlendern wir durch die quirrligen Hallen 1 – 4. Diese bieten eine große Vielfalt an internationalem Gemüse und exotischen Früchten aus aller Welt. Im Anschluss an den Kartoffel- und Zwiebelgang werfen wir einen kurzen Blick in die Halle „Medi-Food“. In diesem riesigen Komplex stapeln sich Feinkost- und Fischspezialitäten aus dem Mittelmeerraum.
Natürlich ist der Besuch der Blumenhalle eine ganz besondere Augenweide für die Besucher und wird strikt observiert. Ein Verkauf an privat ist nicht möglich. Fotografieren ist hier ausnahmsweise nicht gestattet. Wir dürfen die Schnittblumen im Untergeschoss anschauen und den Blumenduft genießen.
Wenn möglich machen wir eine Stippvisite in die wunderbar duftende und blühende Blumenhalle. Anschließend wandern wird durch den Tunnel in Richtung LKW-Ein- und Ausfahrt an der Schäftlarnstraße (Achtung: Linksverkehr !)
Was erleben Sie? Sie schnuppern den Duft von unzähligen verschiedenen Kräutern und edlen Essblüten in der Gärtnerhalle. Glauben Sie, dass Vitalpilze und Heilpilze eine gewaltige Kraft haben können? Wozu werden sie verwendet? Wer braucht sie ganz dringend zum Überleben?
Hier erklärt ein sehr erfahrener Großhändler (Herr Slatko, wohnhaft in Heimstetten) meiner interessierten Besuchergruppe seine exotischen Früchte aus Fernost und gibt Tipps zur Verwendung von Chili, Kurkuma, Paprika, Feigen, Zitronengras, Ingwer und wenig bekanntem Flugobst aus Fernost – Delikatessen für Feinschmecker.
Mitglieder des “Vereins zur Erhaltung der Biergartentradition” ließen sich gerne von einem Experten für Flugobst aus Fernost fachmännisch erklären, wie die gehobene Gastronomie exotische Früchte und seltene Gewürze in der Nouvelle Cuisine einsetzt.
Dieser Händler, der seit über 30 Jahren in der Großmarkthalle aktiv ist, zeigt meinen Gästen seine exotische Früchte, erklärt die Farbe und weiht Hobbyköche ein, wie sie Abwechslung und viel Geschmack in ihre Küche bringen. Es wird mit einem Fachhändler diskutiert, der fast sein ganzes Obst aus Fernost und Südamerika bezieht: Kurkuma, Mangos, Ananas, Stinkfrucht, Granatapfel, Pomelo. Diese Köstlichkeiten kommen als Flugware in München am Airport an und müssen durch den Zoll, bevor sie ausgeliefert werden können.
Es gibt manchmal noch andere Händler, die sich die Zeit nehmen und sehr interessierten Besuchern eine Ess-Probe ihrer Waren anbieten, beispielsweise in Halle 4 rote Zwiebeln, sie schmecken wie ein Apfel. WOW – unglaublich.
Schnittblumen, Topfpflanzen und Dekorationsartikel gibt’s für Groß- und Einzelhändler sowie für die Hotellerie in der Blumenhalle (Eigentum von etwa 30 Blumengroßhändlern).
Sie erfahren, wer Verzehrbares an Obst und Gemüse aus der Großmarkthalle München bekommt, das für den Weiterverkauf aussortiert wird. Wer sind die Nutzniesser?
Zum Schluss: Alles Banane! Das ist vorbei. Das war einmal. Die frühere Bananenreiferei der Firma Hausladen ist geschlossen, weil die Discounter und Handelsketten wie Aldi/Lidl etc. jetzt lieber direkt vom Schiff in Hamburg kaufen. Seit Ende der Pandemie ist der Zugang des Nachfolgebetriebs Westfalia nicht mehr möglich ist. Trotzdem laufen wir nach der Außenbesichtigung im Gänsemarsch durch den Tunnel, damit Sie den Linksverkehr live erleben, den es anderswo in München nicht gibt.
Die Großmarkthalle München gehören nach Paris und Barcelona zu den größten kommunalen Märkten Europas. Sie sind internationaler Treffpunkt der Obst-, Gemüse- und Blumenbranche. Nach dem Motto TÄGLICH FRISCH versorgen die Großhändler und Importeure München und eine Region mit etwa fünf Millionen Menschen und vermitteln Waren ins gesamte europäische Ausland. Während die Stadt noch schläft, herrscht in den Großmarkthallen ab 3 Uhr früh schon Hochbetrieb. Es ist ein Dorf mitten im München, geschäftig und doch familiär. Knapp 2.500 Menschen aus dem In- und südeuropäischen Ausland arbeiten hier.
Kontohaus 2 – Paternoster
Treffpunkt für meinen Rundgang: Eingang Westtor Thalkirchner Straße, Höhe Oberländer Straße, Anfahrt mit Bus 132 bis zur Haltestelle “Großmarkthalle”.
Teilnehmerzahl: maximal 20 Personen (Tickets gibt es vorab bei München Tourismus am Marienplatz) oder Sie bestellen eine eigene Führung über mein Kontaktformular unter Angabe Ihrer Kontaktdaten und Wunschtermin für meine Führung.
Kleidung: Warm. Leger. Gute Schuhe. Wichtig: Hunde sind nicht erlaubt! Kinder sind ab einem Alter von 14 Jahren gern gesehen. Für jeden Gast gibt es eine Schutzweste (obligatorisch). Fotografieren der Waren ist erlaubt. Fotografieren von Personen gehört sich nicht, denn es sind Händler vorwiegend aus Süd- und Südosteuropa und der Türkei.
Dauer des Rundgangs: rund 2 Stunden
Ende (optional): Gaststätte Großmarkthalle. Hier gibt’s Münchens beste Weißwürste beim “Weißwurstpapst” Wallner und seiner Schwester schon ab 7 Uhr! Auf der Speisekarte steht auch eine exzellente Kalbsbrust aus der Metzgerei von Wirtsmetzger Wallner persönlich.
Wichtig: Essen und Getränke zahlt jeder Teilnehmer meines Rundgänge im Wirtshaus selbst.
Kontaktieren Sie mich einfach für ein Rahmenprogramm oder weitere Auskünfte.
BARBARA SCHÖNE, Stadträtin a. D., Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
Ein Ausflugdampfer vom Ammersee, gebaut 1951, wurde Bar und Kulturtempel
Die “Alte Utting”, eine Sehenswürdigkeit am Rande der Großmarkthalle – Münchens spektakulärste Bar Der Bezirk Ludwigs-/Isarvorstadt ist für besondere Kneipen und ausgefallene Lokale bekannt. Doch ein 150 Tonnen schweres Ausflugsboot als Bar an Land ist einmalig in München und vielleicht sogar weltweit. Die ALTE UTTING wurde 1950 gebaut und war ein Ausflugsdampfer auf dem Ammersee. Als sie 2017 ausrangiert wurde, beschlossen Daniel Hahn und der Verein Wannda, sie zu einem Münchner Partyschiff und Kulturraum zu machen. Die Suche nach einem geeigneten Standplatz war nicht einfach. Schließlich fiel die Wahl auf ein ausrangiertes Eisenbahngleis auf einer Brücke über die Lagerhausstraße an der Stadtviertelgrenze nach Sendling- also neben der Großmarkthalle. Der Schwertransport in zwei Teilen vom Ammersee in Richtung Großmarkthalle München dauerte die ganze Nacht. Teilweise musste die Autobahn gesperrt werden, an manchen Brücken war fast die Maximalhöhe erreicht. Schließlich gelangte der alte Schiffsrumpf mit einem Kran unbeschadet auf die Brücke. Der Zustand des Ausflugskahn war schlecht. In der letzten Zeit war nichts mehr an der Einrichtung repariert worden. Die Crew um Daniel Hahn herum hat ein Jahr die Alte Utting liebevoll aus- und umgebaut. Der Charme des Schiffs blieb dabei vollständig erhalten. Heute ist es der perfekte Ort für einen Sonnenuntergang über München, ein lauschiges Gläschen unter den Bäumen der Piratenbucht, eine Fete in der Jurte oder eine Lesung im Maschinenraum.
MÜNCHNER MERKUR, 28.07.2023 – Foto: Oliver Bodmer
PS Seit 2012 ist ein Neubau im Gespräch, doch bis dato (2024) hat der Stadtrat nichts entschieden. Es geht um die Größe, mit oder ohne Keller und primär um den Baupreis, der sich auf die Miet- und Pachtpreise für die Händler auswirken wird.
Das Neue Rathaus mit seiner neugotischen Fassade steht auf der Nordseite des Marienplaztes. Das Rathaus hat einen 85 m hohen Turm, der ebenfalls besichtigt werden kann.
Im Neuen Rathaus wird Münchner Politik gemacht –
und vom Meisterbalkon grüßt der FC Bayern bei Meisterfeiern seine Fans
In meiner Eigenschaft als offizielle Gästeführerin von München seit über 40 Jahren und in meiner ehemaligen Funktion als Mitglied des Ehrenamtlichen Stadtrats führe ich Gäste durch die “Heiligen Hallen” im Neuen Rathaus. Die Münchner und Münchnerinnen, jedoch auch Touristen, haben ein immer ausgeprägteres Interesse an Rathausführungen.
Prunkhof im Neuen Rathaus
Bleiverglastes Fenster im Treppenhaus mit Dorfansicht von Bogenhausen und einem Pferdefuhrwerk
In den beiden Sitzungssälen geht es um das politische Zeitgeschehen. Gerne erkläre ich den Unterschied zwischen einem Ehrenamtlichen Stadtrat und einem Berufsmäßigen Stadtrat. Wir verweilen im Großen Sitzungssaal. Dort besprechen wir Pilotys Mammut-Gemälde. Der geniale Carl Theodor von Piloty war einer der renommiertesten Historienmaler des 19. Jahrhunderts. Es ist ihm gelungen, Münchner Persönlichkeiten aus 500 Jahre auf die Leinwand zu zaubern.
Der Große Sitzungssaal mit der Bestuhlung für 80 Mitglieder des Ehrenamtlichen Stadtrats wird dominiert vom farbenfrohen Gemälde des Meisters der Historienmalerei des 19. Jahrhundert – Carl von Piloty
Weiter geht es auf meiner Führung durch das Weißwurtzimmer in den Kleinen Sitzungssaal mit wunderschönem Interieur. Das ist der dekorativste Sitzungssaal im Neuen Rathaus und dient Empfängen oder Ausschusssitzungen über Kultur und Wirtschaft.
Ebenfalls einen Besuch wert ist die Juristischen Bibliothek mit ihren einzigartigen Jugendstil-Elementen. Dieser Lesesaal blieb vom Bombenhagel des 2. Weltkriegs weitgehend verschont. Nur das Löschwasser hat das Deckenfresko zerstört “Die Zeit enthüllt die Wahrzeit”.
Die Juristische Bibliothek ist ein Jugendstil-Juwel und besticht durch zwei orignale Wendeltreppen, um zu den Buchgalerien zu gelangen. Im Lesesaal werden gelegentlich Lesungen veranstaltet, um ein neues Buch vorzustellen.
Eine der wichtigsten Attraktionen ist das Glockenspiel im Rathausturm. Es zieht täglich um 11 h, 12 h und im Sommer um 17 Uhr zahlreiche Schaulustige aus der ganzen Welt an. Sechs Walzen mit je vier Liedern wechseln sich monatsweise ab. Jeden Abend um 21 Uhr wird zur Musik von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ und Johannes Brahms „Wiegenlied“ das Münchner Kindl zu Bett gebracht.
FINALE: Auf dem sogenannten “Meisterbalkon” des FC Bayern mit herrlichem Blick auf den Marienplatz dürfen rot-weiße Bayern-Schals geschwenkt werden. Dort feierte Ende Mai 2019 der FC Bayern seine 29. Deutsche Meisterschaft mit einer saftigen Weißbierdusche. 2013 ließen hier die Bayern ihren Erfolgs-Coach Jupp Heynckes für das bis dato einmalige Triple hochleben: 23.Deutsche Meisterschaft, DFB Pokal und Champions League.
Das Münchner Kindl auf dem Rathausturm
Dieses Münchner Kindl ist das größte und wahrscheinlich auch bekannteste Münchner Kindl. In seiner exponierten Lage in 85 Meter Höhe krönt dieses Wahrzeichen das Rathaus und die Innenstadt.
Vom Turm des Neues Rathaus aus kann man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Münchens aus der Vogelperspektive sehen. Dank des Aufzugs ist man in wenigen Sekunden oben und hat einen unvergesslichen Blick hinüber zum Alten Peter und hinunter zum Marienplatz. Bei guter Sicht sieht man sogar die mit Schnee beckten Spitzen der Alpen.
Herzlich willkommen zu meiner Rathaus-Führung mit vielen Anekdoten und G’ schichten rund um Münchens politisches Zeitgeschehen. Vollkommen überraschend wurde ich am 10. März 1996 als Mitglied des Ehrenamtlichen Stadtrats gewählt und kann aus einer Legislaturperiode von sechs Jahren berichten. Was ist die Funktion des Stadtrates? Welche Aufgaben und Pflichten hängen mit diesem Ehrenamt zusammen? Außerdem kann ich von diversen Stadtratsbeschlüssen berichten, deren Umsetzung auch heute noch Gültigkeit haben und jeder Münchner und Neu-Münchner nachvollziehen kann.
Rathaus-Führungen in Deutsch und Englisch gibt es nur nach Vorab-Reservierung.
Der Kleine Sitzungssaal ist dekoriert mit aufwendig geschnitztem Mobiliar aus Eichenholz und einem Wandgemälde. Das Bild zeigt den kunstbegeisterten König Ludwig I. und die vor ihm kniende “Monachia”. Ein großer Kamin in französischer Manier ziert den schönsten Raum im Neuen Rathaus
Franz Marc Museum (Kochelsee) und das „Russenhaus“ (Murnau)
Wassily Kandinsky kam um 1900 von Moskau nach München. Hier gründete er seine eigene Malschule, nachdem er mit der Malweise von Franz von Stuck und dem Jugendstil nicht einverstanden war. Seine berühmteste Schülerin wurde Gabriele Münter. Zu diesem Künstlerpaar gesellte sich später das russische Künstlerpaar Alexei von Jawlensky mit Marianne von Werefkin.
Nachdem sich diese Maler mit der Neuen Künstlervereinigung überworfen und eine eigene Ausstellung organisiert hatten, war auch der Tiermaler Franz Marc dabei. So entstanden später das “Russenhaus” und das sehr sehenswerte Franz Marc Museum am Kochelsee.
Im “Russenhaus”, das Gabriele Münter gekauft hatte, bemalte ihr Lebensgefährte Wassily Kandinsky bis zu Beginn des 1. Weltkriegs nicht nur das Treppengeländer aus Holz sondern auch das Mobiliar und Interieur.
Franz Marc malte fast ausschließlich Tiere wie den Mandrill, den Tiger, Rehe im Wald, Füchse, Kämpfende Formen, die gelbe Kuh und sein weltberühmtes Bild Blaues Pferd.
Die Städtische Lenbachgalerie in München ist in der ganzen Kunstwelt bekannt, seit 2013 der spektakuläre Anbau fertiggestellt wurde. Der britische Starachitekt Sir Norman Foster kreierte den ungewöhnlichen Anbau, um die kostbare und einzigartige Kunstsammlung des “Blauen Reiters” großzügig präsentieren zu können. Die Baukosten betrugen circa 56,5 Millionen EUR für die Stadt München.
Gezeigt werden Werke der Pionere der abstrakten Kunst, allen voran von Wassily Kandinsky (seine Frühwerke bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs). Sehenswert ist die Tiermalerei von Franz Marc. Weitere Künstler sind Paul Klee, Gabriele Münter und Alexej v. Jawlensky mit seinem Portrait des Tänzers “Alexander Sacharov” von 1909.
Einzigartig und weltweit viel kopiert ist das “Blaue Pferd” von Franz Marc von 1911.
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