König Ludwig II.

König Ludwig II.

Bayern verdankt König Ludwig II. seine bekanntesten Sehenswürdigkeiten

König Ludwig II. bewegt nach über 135 Jahre nach seinem mysteriösen Tod die Herzen der Menschen. Zeit seines Lebens zog der scheue Monarch die bayerischen Berge und seine „Märchenschlösser“ dem lauten Stadtleben in München vor. Das erste und bedeutendste Schloss Ludwigs, Neuschwanstein, ist gebaute Kulisse für Richard Wagner’ s Opern “Tannhäuser” und “Lohengrin”.

Schloss Linderhof im malerischen Graswangtal ist der einzige Schlossbau, den Ludwig vollendete und auch intensiv nutze. Im Jahr 1878 wurde mit der Herreninsel im Chiemgau der geeignete Ort gefunden, um das Schloss des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. in Versailles nachzubauen.

Meine informative, geschichtsträchtige Stadtbesichtigung auf den Spuren des “Märchenkönigs” führt Sie von der königlichen Residenz durch die Brienner Straße zum Sommerschloss Nymphenburg mit Marstallmuseum und seinen kostenbaren Kutschen und schließlich zu seiner Grablege in der Gruft der Michaelskirche. Ich erzähle vom zwiespältigen Verhältnis des jungen Ludwigs zu München und der Regierung unter dem Thronfolger und späteren König Ludwig II. Sie erfahren von seinen exzentrischen Wünschen und Träumen. Warum hat er beispielsweise die Welt des Orients im Maurischen Kiosk in Schloss Linderhof oder in einem zauberhaften Wintergarten auf dem Dach der Residenz inszeniert? Wie kam es zu seinem Schachen-Pavillon im Schweizer Chalet-Stil auf 1900 Meter Höhe? Wieso trugen dort der König und seine Diener türkische Tracht und rauchten Wasserpfeife in einer alpinen Umgebung?

Ludwig über sich selbst:

Ein ewig Rätsel will ich bleiben

Am 25. August 1845 läuteten in ganz München die Kirchenglocken. Mit 101 Kanonenschüsse wurde den Bürgern die lang ersehnte Geburt des Stammhalters von Kronprinz Maximilian und seiner Frau Marie (einer Prinzessin von Preußen) verkündet. Drei Jahre später kam sein einziger Bruder auf die Welt. Das war Otto, der nach dem unglückseligen Tod von Ludwig II. selbst König wurde. Otto konnte wegen einer Geisteserkrankung nicht regieren, sondern lebte bis zu seinem Tod in Schloss Fürstenried.

Für König Ludwig II. und seinen Bruder Otto regierte vom 10. Juni 1886 bis zum 12.12.1912 ihr Onkel, Prinzregent Luitpold von Bayern.

König Ludwig II

Kronprinz Ludwig kam am 25. August 1845 im Schloss Nymphenburg zur Welt. Bayern verdankt dem Märchenkönig seine bekanntesten Sehenswürdigkeiten: Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof und Schloss Herrenchiemsee. Er starb an Pfingstsonntag, 13. Juni 1886, unter geheimnisumwitterten Umständen im Starnberger See.

Während unserer Stadtführung besuchen wir in Schloss Nymphenburg unter anderem Ludwig ‘s  Geburtszimmer und den „Steinernen Saal“. Im diesem Festsaal fand einen Tag nach Ludwigs Geburt die Taufe des Neugeborenen durch den Erzbischof von München und Freising statt. Taufpaten waren König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und – in Abwesenheit – König Otto von Griechenland. Der königliche Großvater Ludwig I. setze für den an seinem Geburts- und Namenstag, dem Tag des heiligen Ludwig, geborenen Enkel seinen Namen Ludwig als Rufnamen durch. Der kleine Kronprinz wurde auf die Namen Otto Friedrich Wilhelm Ludwig getauft.

Im Hauptschloss Nymphenburg betrachten wir das Gemälde vom Starnberger See mit Schloss Berg. Am Starnberger See verbrachte Ludwig einst schöne Stunden an einem seiner Liebingsplätze auf der anderen Seite von Schloss Berg. Im kleinen “Casino” auf der Roseninsel empfing der König Gäste wie den Komponisten Richard Wagner, Kaiserin Elisabeth von Österreich oder die Zarin Maria Alexandrowna.

Casino

“Casino” auf der Roseninsel

Wir spazieren durch das Marstallmuseum mit Prunkkutschen (darunter der sogenannte Hochzeitswagen des Märchenkönigs). Ich erkläre Ihnen die Gemälde von Ludiwg’ s Lieblingspferden und Prunkgeschirren sowie seine „Nächtlichen Schlittenfahrten“.

Prunkkarosse von König Ludwig II

Im Marstallmuseum in Schloss Nymphenburg beeindruckt die Sammlung von Prunkwagen, Prunkschlitten und kostbar ausgestatteten Kutschen von König Ludwig II.

Mit 15 Jahren durfte Kronprinz Ludwig zum ersten Mal ins Theater zu einer Aufführung der Oper „Lohengrin“ gehen. Die Begegnung mit dem Werk Richard Wagners hat das künftige Leben des jungen Ludwig nachhaltig geprägt. Fortan wurde er ein überaus großzügiger Förderer Richard Wagners. Nach Möglichkeit besuchte er die Uraufführungen der Opern Tristan und Isolde, der Meistersinger von Nürnberg, Rheingold und Die Walküre im Königlichen Opernhaus, dem heutigen Nationaltheater.

In der Residenz sehen wir das Portrait König Ludwig II. im Krönungsornat mit der Collane des St. Hubertus-Ritterordens und bestaunen in der Schatzkammer die wertvolle Sankt Georg’s Statuette, das Prunkstück dieser kostenbaren Sammlung.

St. Georg's Ritterstatuette mit 2000 Diamanten in der Schatzkammer

Die St. Georg’s Ritterstatuette ist ein einzigartiges Kunstwerk von Goldschmieden aus München und Augsburg und wurde in einem Zeitraum von 10 Jahren hergestellt.  Sie enthält 2000 Diamenten, 200 Rubine und vier Perlen in Birnenform. In einer kleinen Schublade befand sich eine St. Georg’s Reliquie.

Dazu gehört die Prunkkette und das St.-Georgs-Ritterorden-Schwert. König Ludwig II. hat ausgewählte Prunkgefäße aus Bergkristall bei den Festbanketten anlässlich der Georgi-Ritter-Feste im St. Georgs-Rittersaal auf eigens errichteten Kredenzen präsentieren lassen. Im sogenannten „Großen Wintergarten” mit künstlichem See auf dem Dach der Residenz träumte der scheue König von einer besseren, einer anderen Welt.

Im Cuvilliéstheater, dem schönsten Rokoko-Theater der Welt, hat der König ebenfalls Separatvorstellung von 1872 – 1885 beigewohnt, teilweise mit seiner Verlobten und Cousine Prinzessin Sophie, Tochter des Herzogs Max in Bayern.

Das Cuvilliés-Theater ist das schönste Rokoko-Theater der Welt

Das zauberhafte Cuvillliés-Theater ist ein Rokoko-Juwel und wurde gegen 1750 von Architekt Francois de Cuvillliés d. Älteren im Auftrag von Kurfürst Max III. Josef errichtet.

ENGLISH

The Cuvilliés Theater, named after its creator Francois Cuvilliés the Elder, was built between 1752 and 1755.  It was destroyed in the Second World War, but the unique South German Rococo styled interior had been removed beforehand and stored in a safe place outside. It was inaugurated in 1958 for Munich’ s 800th anniversary of foundation in 1158. This magical rococo theatre was closed for many years and reopened in 2008 for the 850th anniversary of the city’s founding. It now offers a perfect backdrop of performances.

Paris Coronation Coach

This splendid Paris Coronation Coach was used for the coronation of the emperor Karl Albrecht in 1742

The well-known Marstallmuseum has state coaches, sleights and riding equipment used by the Bavarian rulers. On the picture below you may have a glimse of the Paris Coronation Coach, which was used for the coronation of the emperor Charles VII in 1742 in Francfort/M. Among the main highlights of this museum are the magnificent vehicles that belonged to King Ludwig II. On the upper floor is the exquisit Bäuml Collection, which is an almost complete record of the products of the Nymphenburg Procelain Manufactory from 1747 – 1930.

Marstallmuseum

Marstallmuseum

Am 25. August 1867, dem Geburts- und Namenstag von König Ludwig II., wurde der Grundstein zum Neuen Rathaus am Marienplatz gelegt. Zudem wurde die Statue König Ludwig II. an der Hauptfassade von einem Bildhauer modelliert.

Unter König Ludwig II. gelang die Fertigstellung des vom Vater begonnenen Maximilianeums.

Im Hofbräuhaus befindet sich der König Ludwig-Stammtisch.

Im Karl-Valentin-Musäum gibt es im Turmstüberl ein festes König-Ludwig-Eck und eine kleine Sammlung von Ludwig-Kitschpostkarten von Karl Valentin.

Am Karolinenplatz hat Ludwig seine früheste Kindheit im Palais Törring-Jettenbach verbracht. In der Brienner Straße hat der feinsinnige Schwärmer für Komponist Richard Wagner und Cosima von Bülow eine Villa finanziert.

In der Krypta in St. Michael fand König Ludwig II. neben seinem Bruder Otto und 41 Wittelsbachern seine Ruhestätte. Königstreue legen zu Gedenktagen rote Rosen auf den mächtigen Sarkophag.

Barbara Schöne – Ihre Stadtführerin in und um München

Ich bin eine stille Verehrerin von König Ludwig II., seinem großartigen Pioniergeist und Lebenswerk, ohne dessen Passion für die Musikdramen von Richard Wagner es keine Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth geben würde. Diese durfte ich von 1967 bis 2010 mit kleineren Unterbrechungen mit viel Herzblut besuchen – einfach unvergessen.

PS Die Biografie von König Ludwig II. habe ich unter Attraktionen/Exkursionen auf dieser Website eingestellt – bei Interesse bitte anklicken und durchlesen -:)

Schloß Neuschwanstein mit Blick auf den Alpsee und die Tiroler Berggipfel

Englischer Garten – Jardin Anglais

Englischer Garten – Jardin Anglais

Der Englische Garten ist mit einer Fläche von 375 Hektar die größte innerstädtische Parkanlage der Welt – größer noch als der Central Park in New York oder der Hyde Park in London oder der Bois de Boulogne in Paris. Mit seinen plätschernden Bächen, verschlungenen Pfaden, über 200 Jahre alten hohen Laubbäumen, malerischen Seenlandschaften, blühenden Wiesen und beschaulichen Biergärten – ein Bild wie aus dem Bilderbuch und der beliebteste Treffpunkt der Münchner zum Entspannen und Sporteln.

Kutsche im Englischen Garten

Bei einer romantischen Kutschfahrt erkunden Sie mit mir die vielen Abwechslungsmöglichkeiten wie die riesengroßen Biergärten unter schattigen Kastanien, kutschieren zum Japanischen Teehaus, fahren den Schwabinger Bach entlang (wo unzählige Sonnenhungrige brutzeln) und bis in den Nördlichen Teil des Englischen Gartens jenseits des Mittleren Rings zum “Aumeister”. Anschließend machen wir einen ausgedehnten Spaziergang bei “Dr. Wald”. Die von Bäumen in die Luft abgegebenen ätherischen Öle sind wohltuend für die Atemwege und stärken das Immunsystem. Lassen Sie die natürliche Magie der herrlichen Laub- und Nadelbäume auf sich wirken. Der Englische Garten ist auch ein Biotop, das bis zu 500 verschiedenen Brutvögeln ein Zuhause bietet, ebenso etlichen Eichhörnchen, Fledermäusen und anderes Getier wie Feldhasen. 

Hunde fühlen sich am wohlsten im nördlichen Teil (275 ha) mit großer Hundewiese und schönen Bächen, in denen sie baden können. Anschließend gibts eine Brezn im kleinen”Hofbräuhaus”

Zwei Golden Retriever namens Marley und Luna

Geschichte

Bis zum Jahr 1788 war der Englische Garten eine Auenlandschaft. Ein schier undurchdringlicher Wald diente als Jagdgelände der bayerischen Fürsten aus dem Hause Wittelsbach. Unter Kurfürst Karl Theodor aus der Pfalz initiierte 1777 der Anglo-Amerikaner Benjamin Thompson die Anlage eines Volksparks. Ganz nebenbei hat der in Massachusetts geborene spätere Graf Rumford die Kartoffel in Bayern eingeführt.

Die Grund-Idee war zunächst ein „Militärgarten“, in dem sich Soldaten in Friedenszeiten betätigen sollten und selbst versorgen konnten. Doch bald wurde daraus ein Volksgarten im englischen Landschaftsstil im Gegensatz zu den bislang bei Hofe gefeierten französisch angelegten symmetrischen Blumenrabatten und geschnittenen Hecken. Am 13. August 1789 – im Jahr der Französischen Revolution und des Sturms auf die Bastille – wurde der Volksgarten im Englischen Landschaftsstil eröffnet und den damals 40 000 Münchnern freigegeben. Dieses Datum des 13. August 1789 kann man sich ruhig merken!

Blumenwiesen mit Blick auf den Monopteros im Hintergrund

Englischer Landschaftspark

Das kaum sichtbare Japanische Teehaus ist umgeben von einem malerischen See und herrlichen Bäumen auf einer künstlichen Insel.

So geheimnisvoll präsentiert sich der Englische Garten. Zu verdanken ist die Schönheit der grünen Lunge Münchnes in erster Linie Hofgartenintendant Friedrich Ludwig von Sckell, der sich englische Gartenanlagen zum Vorbild machte (beispielsweise den royalen “KEW” Garden nahe London). Als Stadtplaner zuerst in Schwetzingen, Bruchsal, Paris und vier Jahre lang in England war von Sckell unter anderem an der gärtnerischen Gestaltung der Sonnenstraße und des Karlsplatzes beteiligt. von Sckell verstarb im Alter von 72 Jahren am 24. Februar 1823 in München. Der Englische Garten wurde ein populärer Volksgarten für Jung und Alt. Auf den ausgedehnten Rasenflächen kann man Volleyball oder Frisbee spielen. Es gibt Bolzplätze zum Kicken. Zwischen den Bäumen können Slacklines oder Hängematten aufgespannt werden. Am Eisbach kann (auch nackt) gebadet werden.

Plätschernder Bach im Englischen Garten

Glasklares Wasser sprudelt am Ende des Eisbachs – dort am sprudelnden Wasserfall ist Baden eigentlich verboten.

Badende im eiskalten Bach

Badende im eiskalten Bach bei hochsommerlichen Temperaturen

Eine von Münchens Top-Attraktionen: Die Eisbachwelle gilt weltweit als konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Im Eisbach besteht laut Stadt ein generelles Badeverbot. Nur das Surfen am Haus der Kunst ist geduldet – NUR für geübte Profi-Surfer, die seit 30 Jahren Sommer wie Winter, Herbst wie Frühjahr in ihren Neopren-Anzügen auf’s Brett springen und versuchen, so lange wie möglich vor bzw. auf der Welle zu surfen, bevor die Spitze ihres Surfbretts ins Wasser eintaucht und der Surfer nebst Surfbrett im reißenden Eisbach untertaucht. Um nach einer gewissen Weile wieder aufzutauchen, zu verschnaufen und platschnass jedoch strahlend zurückzukehren, sich in die Schlange der wartenden Surfer einzureihen und es erneut zu versuchen – mit einer Begeisterung, die ansteckt und viele Zuschauer jubeln lässt. Fotos von Eisbach-Surfern ganz am Ende dieses Beitrags ….

Lassen Sie die natürliche Magie eines abwechslungsreichen Spaziergangs in schadstofffreier Luft auf sich wirken.

Surfer auf der Eisbachwelle

Die Eisbachwelle am Eingang zum Englischen Garten neben dem Haus der Kunst in der Prinzregentenstraße begeistert Surfer und Schaulustige aus aller Welt. Diese Welle gilt weltweit als konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Seit 40 Jahren wird hier gesurft. Im Stadtteil Lehel tritt an der Prinzregentenstraße, nur wenige Schritte vom Haus der Kunst entfernt, der Eisbach an die Oberfläche. Der Bach ist dort nicht nur eiskalt (8 Grad), sondern auch extrem reißend schnell. Eine Steinstufe an der Austrittsstelle erzeugt eine etwa einen halben Meter hoch stehende Welle. Deshalb sind die meisterhaft surfenden Eisbach-Surfer so berühmt. Sie sorgen auf einer Welle direkt an der Brücke der Prinzregentenstraße für Urlaubs-Feeling. 

Die bei Surfern weltberühnmte Eisbachwelle

Die bei Surfern weltberühnmte Eisbachwelle

Eisbachwelle ist wieder frei – mit neuen Sicherheitsregeln

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat spontan aus der REHA entschieden, dass die Eisbachwelle für Surfer ab 27. Juni 2025 wieder freigegeben ist. Der Abschlussbericht der Staatsanwaltschaft nach der Tragödie vom 17. April 2025 habe gezeigt, dass die genaue Ursache des Unfalls an der Eisbachwelle nicht abschließend geklärt werden konnte und dass es „kein Verschulden der Stadt“ gab. Zudem gelten ab sofort neue Sicherheits-Regeln für die Benutzung der Welle:

Nachtfahrverbot:  Surfen ist nur in der Zeit von 05:30 bis 22 Uhr erlaubt. Das entspricht auch den Empfehlungen der Feuerwehr, die die Rettung von Menschen bei Dunkelheit als erheblich gefährlicher einschätzt.

Es darf ausschließlich mit einer selbst öffnenden Leash (Sicherheitsleine) gesurft werden. Das soll ermöglichen, dass sich Surfer im Gefahrenfall von ihrem Brett lösen können, um nicht unter Wasser zu geraten.

Die Welle darf nur von sehr erfahrenen und körperlich fitten Sportlern genutzt werden.

Erfahrene Eisbach-Surfer

Ein riskantes Abenteuer – das Surfen auf der Eisbachwelle

Im Neoprenanzug anstehen, um auf der Eisbachwelle zu surfen

Im Neoprenanzug anstehen, um auf das Surfbrett zu springen und auf der brausenden Eisbachwelle zu surfen

Surfen ist grundsätzlich nur mit Begleitung erlaubt. Diese passt vom Ufer aus auf und alarmiert im Notfall die Rettungskräfte (Buddy-Prinzip). Und nicht nur OB Reiter wünscht den Surfern: „Viel Spaß auf der Welle und passt auf euch auf!“ Weitere Fotos mit Surfern auf der Eisbachwelle ganz unten auf dieser Seite …

Was bietet der Englische Garten ausserdem seit über 200 Jahren: Ein 78 Kilometer langes Wegenetz bietet viele abwechslungsreiche Möglichkeiten für Jogger, Radfahrer, Inline-Skater oder Spaziergänger mit Hunden (an der Leine), für die es sogar eine großzügig angelegt Hundewiese im nördlichen Teil gibt. Etwas ruhiger geht es am Kleinhesseloher See zu. Man kann in dem See zwar nicht schwimmen aber eine lustige Bootsfahrt mit einem Ruderboot unternehmen. Ein Besuch im populären Biergarten neben dem Seehaus bietet zusätzliche Abwechslung. Auf dem zugefrorenen See amüsieren sich im Winter Schlittschuhläufer. Rodler amüsieren sich am Monopteros, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit im Englischen Garten. Es ist der einzige griechische Tempel seiner Art in Deutschland.

Im 1791 erbauten Rumfordschlössl ist ein Jugendtreff untergebracht. Passend zur Lage im Grünen wird den Kindern und Jugendlichen beigebracht, wie wichtig Umweltschutz ist. Es ist schön, mitten in der Stadt so im Einklang mit der Natur zu leben. Heute lockt der Englische Garten mehr als fünf Millionen Menschen im Jahr an.

Im traumhaft schönen nördlichen Teil geht es beschaulicher zu. Hier kann man insbesondere viele Yoga-und Tai-Chi-Gruppen beobachten. Auch das Amphitheater befindet sich im Nortteil des Englischen Garten. In der Nähe der Universitätsreitschule finden Pferdefreunde ausgedehnte Reitwege und Möglichkeiten zum Geländespringen.

Der Chinesische Turm umgeben von einem der größten Biergärten Münchens mit 7000 Sitzplätzen

Der Chinesische Turm ist eine Kopie des Chinesischen Turms in Kew Garden (England) und der wiederum ist eine Kopie der Majolika-Pagode in Peking genannt Himmelstempel.

Der Biergarten am Chinesischen Turm ist der zweitgrößten Biergarten von München. Im Schatten vieler Kastanienbäume und rund um den Turm treffen sich Einheimische wie Touristen – rund 5 Millionen pro Jahr. Am Wochenende lauschen die Besucher einer Blaskapelle und genießen die bayerische und böhmische Volksmusik unter der Leitung von Trompetensolist Mathias Achat. Am Wochenende und an heißen Sonnentagen muss man bei der Essensausgabe schon mal etwas anstehen. Am besten bringt man seine eigene Brotzeit von zu Hause mit und kauft sich lediglich das Bier beim Wirt (Hofbräu). Einmal im Jahr findet am dritten Juli-Sonntag am Chinesischen Turm der Kocherlball statt, der auf eine Tradition aus dem 19. Jahrhundert zurückgeht — eine Riesengaudi ab 5 Uhr morgens im Kostüm eines Kochs, einer Dienstmagd oder einer Madame mit Chapeau und Queu.

Der Kleinhesseloher See ist ein beliebtes Ausflugsziel der Münchner. Im Seehaus am Kleinhesseloher See genießt das schicke Schwabinger Publikum den Feierabend. An den Plätzen direkt am See kann man allerlei Enten beim bunten Treiben beobachten oder sich ein Ruderboot mieten. In der kalten Jahreszeit kann der See den Schlittschuhläufern und Eisstockschützen als Eisplatz dienen. Im Seehaus und im schönen Restaurantgarten mit urigem Lokal wird man sehr nett von der Familie Rland Kufler bedient (internationale Küche).

Abendrot über dem Englischen Garten

Glühender Abendhimmel über dem Englischen Garten

Im nördlichsten Teil des Englischen Gartens liegt der populäre Aumeister. Das war früher das Königliche Jägerhaus, welches 1810 erbaut wurde. Der Biergarten liegt sehr idyllisch unter schattigen Bäumen. Dort empfiehlt sich der „Steckerlfisch“.

Auf meiner Führung durch den Englischen Garten begleite ich Sie natürlich auch zum Chinesischen Turm, dem bekannteste Bauwerk und Wahrzeichen des Englischen Gartens. Der 25 Meter hohe Turm wurde 1789 nach einem Vorbild des 50 m hohen Chinesischen Turms im königlichen Kew Garden im Südwesten Londons erbaut. Der Chinesische Turm wurde im Englischen Garten als Aussichtsturm gebaut. Da die Bäume inzwischen viel höher sind als der Turm aus Holz von 1789, hat sich seine ursprüngliche Funktion erübrigt. Nur die Blaskapelle darf über die hölzerne Wendeltreppe den ersten Stock betreten und sorgt in der Sommerzeit für beste Stimmung im Biergarten. Diese Blaskapelle heizt auch in der Ochsenbraterei auf dem Oktoberfest ein und ist seit 10 Jahren ein guter Partner der Wirtefamiie von  Antje Haberl. Neben dem Chinesischen Turm stehen ein historisches Kinderkarusell, Rikschas und Pferde-Kutschen. 

Monopteros

König Ludwig I. lies einen offenen Rundtempel im griechischen Stil auf einem 15 m hohen, künstlichen Hügel erbauen zu Ehren von König Maximilian I. sowie von Kurfürst Karl-Theodor, dem Erbauer des Englischen Gartens – den Monopteros.

Der Monopteros

Der Monopteros wurde als offener Rundtempel mit 10 Säulen im griechischen Stil 1835 von Architekt Leo von Klenze im Auftrag König Ludwig I. errichtet, und zwar zu Ehren von König Maximiian I. (dem Vater von König Ludwig I.) sowie zu Ehren des Erbauers des Englischen Gartens, des pfälzer Kurfürsten Karl-Theodor. Vom Monopteros aus bekommt man den wohl besten Ausblick über den Park bis zu den Türmen der historischen Altstadt: den Doppeltürmen der Frauenkirche, den Turm des Alten Peters und den Turm des Neuen Rathauses mit dem Münchner Kindl auf der 85 m hohen neogotischen Turmspitze. Der Panoramablick über die Stadt ist beeindruckend und wunderschön.

Blick über die Wiesen bis zu den Doppeltürmen der Frauenkirche - eine Postkartenansicht

2016 wurde der Monopteros renoviert und erhielt seine ursprünglich sehr farbige Fassung in der Kuppel und auf dem Dach bzw. dem rot/grünen Pinienzapfen als Höhepunkt. Um den Monopteros herum wurde ein neuer Rasen angepflanzt. Langeweile kommt hier sicher nicht auf. Für die Pflege des Englischen Gartens beschäftigt die Bayerischer Verwaltung für Schlösser, Gärten und Seen rund 60 Mitarbeiter.

Das Japanische Teehaus „KanShoAn“ wurde 1972 der Stadt München anlässlich der XX. Olympischen Sommerspiele von der Japanischen Partnerstadt Saporro geschenkt. Der frisch angelegte Japanischen Garten und das Teehaus sind ein Zeichen deutsch-japanischer Freundschaft der Städtepartnerschaft von München und Saporro. In Sapporo haben 1972 die XX. Olympischen Winterspiele stattgefunden.

Erkunden Sie mit mir auf diesem Naturspaziergang weitere Denkmäler und Sehenswürdigkeiten umgeben von prachtvollen Bäumen, die vor über 220 Jahren gepflanzt worden sind. Der General-Intendant des Englischen Gartens war nach Friedrich Ludwig von Sckell dann Reinhard Freiherr von Werneck, der in diesem Stadtpark den Kleinhesseloher See als künstlichen See anlegte mit drei Inseln. Die größte Insel ist den Wasservögeln vorbehalten, die hier “mausern”. Deshalb kann man vom Ruderboot aus viele Federn rund um diese Insel herum im Wasser schwimmen sehen.  Münchens grüne Lunge –  vollendet so, wie wir sie heute kennen und lieben. 

Barbara Schöne

Barbara Schöne

Barbara Schöne, Stadträtin a.D. – Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch

PS Wie schön, dass der Freitaat Bayern als Eigentümerin des Englischen Gartens die vom Grün/Rot dominierten Münchner Stadtrat beschlossene, sogenannte Park-Tram auch weiterhin nicht genehmigt, sondern bei seinem VETO bleibt: Eine teure Straßenbahn durch den Englischen Garten wird NICHT gebaut, zumal umweltfreundliche E-Busse den Park queren von der Münchner Freitheit kommend und nach Bogenhausen fahrend. Das Steuergeld, das für die Verlegung der neuen Straßenbahnschienen ausgegeben werden sollte, kann in andere Verkehrsprojekte fließen, die nicht der “Grünen” Ideologie dienen sollen sondern der Münchner Bevölkerung zum allgegenwärtigen Thema umweltfreundlicher Mobilität.

Am Rande des Englischen Gartens – vis à vis des US-Generalkonsulats – steht ein originales Stück der Berliner Mauer

Ein Stück Berliner Mauer im Original

Ein Stück Berliner Mauer im Original

Auf dem Spaziergang vom Englischen Garten in den nördlichen Teil des Hofgarten und zur Bayerischen Staatskanzlei kommen wir beim Harmlos vorbei.

Harmlos - eine Skulptur unter Bäumen am Rande des Hofgartens

Er sieht tatsächlich ganz harmlos aus, der griechische Jüngling Antinoos. Dass der Volksmund ihn “Harmlos” nennt, hat aber trotzdem nichts mit seinem Aussehen zu tun – sondern mit der Inschrift auf der 1803 von Franz Jakob Schwanthaler geschaffenen Skulptur in der Grünanlage des Prinz-Carl-Palais. Vor über 220 Jahren wurde die „Harmlos“-Statue hier am Übergang unter Bäumen platziert und war oft Treffpunkt von Liebespaares.

An einer Tafel heißt es :”Harmlos wandelt hier / dann kehret neu gestärkt zu jeder Pflicht zurück“. Aus diesen Worten, an die sich die lebensgroße Jünglingsgestalt abstützend lehnt, resultiert der volkstümliche Name „Harmlos“. Das kann man natürlich auch spaßig missverstehen; da ließen sich die Münchner nicht zweimal bitten. So erhielt diese eindrucksvolle Marmorstatue den Spitznamen “Harmlos”.

Harmlos unter schattigen Bäumen

Nahe Prinz-Carl-Palais

Am Sockel haben sich der Stifter und der Bildhauer verewigt: Heinrich Theodor Graf Morawitzky (einst bayerischer Justiz- und Kultusminister) und Franz Jakob Schwanthaler. Die heutige Statue ist eine Kopie. Das Original steht im Residenzmuseum.

Interessant sind die mit einer Glaseinhausung geschützten alten Mauern über einem Hofbrunnenwerk des 19. Jahrhunderts

Historische Mauern über einer alten Brunnenanlage

Historische Brunnenanlage

Historische Brunnenanlage

Brunnenanlage

Diese gehört zum Areal der Bayerischen Staatskanzlei, dem Amtssitz des Bayerischen Ministerpräsidenten seit 1994. Der Kuppelbau war vor dem zweiten Weltkrieg das Bayerische Armeemusseum.  Auf der Südseite ist das Grabmal des “Unbekannten Soldaten” der beiden Weltkriege.

Die Bayerische Staatskanzlei

Die Bayerische Staatskanzlei – rechts und links vom Kuppelbau die Orangerie.

 

Le Jardin Anglais (Englischer Garten) et ses alentours si pittoresques

Le Jardin anglais est l’un des plus grands parcs urbains au monde avec une multitude de pistes cyclabes, des cours d’eau idylliques, le lac Kleinhesseloher See et plusieurs “Jardin à Bierre” (Biergärten). Le plus célèbre des ces jadins à bierre est celui du Chinesischer Turm. Il est là où les touristes et les Munichois savourent ensemble l’atmosphère conviviale  à l’ombre des marroniers.

A la bordure du parc, le long de la Prinzregentenstraße, se dressent deux musées à ne pas manquer: la Haus der Kunst, un centre international de l’art contemporain avec expositions changeantes, et le Bayerische Natinalmuseum. Ce dernier est consacré à l’art occidental, du Haut Moyen Age aus XIXe siècle surtout en provenance de Bavière. La collection de crèches est l’une des plus importantes et les plus précieuses du monde, surtout à voir vers Noel!

Il y a souvent des spectateurs enthousiastes sur le pont situé entre les deux muséss: ils encouragent les surfeurs urbains de l’ Eisbach. Des jeunes sportifs exercent leurs talents d’ acrobate été comme hivers sur une vage artificielle.

Je serais très heureuse de vous y amener pour regarder et filmer ces sportifs extraordinaires en pleine ville.

Barbara Schöne, Guide Officielle de Munich

Zu einer der größten Touristenattraktionen gehört die Eisbachwelle, die unter der Prinzregentenstraße (gleich neben dem Haus der Kunst) hervorschießt und eine Riesengaudi ist für Surfer in ihren Neoprenanzügen – Sommer wie Winter -:) -:) -:)

Die weltberühmte Eisbachwelle am Haus der Kunst

Les surfeurs très courageux dans le Jardin Anglais

Barbara Schöne
Offizielle Gästeführerin von München in Deutsch, Englisch und Französisch
Neue Pinakothek – New Art Gallery

Neue Pinakothek – New Art Gallery

   
Neue Pinakothek
 
Der Grundstein der neuen königlichen Pinakothek wurde 1846 gelegt. König Ludwig I. plante ein Museum für „Gemälde aus diesem und aus künftigen Jahrhunderten“ und schuf damit den ersten Museumsbau für zeitgenössische Malerei. Die Neue Pinakothek wurde im Krieg zerstört, ihr Neubau 1981 wieder eröffnet und wird bis 2029 generalsaniert.

Daher sind einige ihrer Meisterwerke aktuell in der Alten Pinakothek ausgestellt. Hier eine kleine Auswahl:

Angelika Kauffmann

ANGELIKA KAUFFMANN

Selbstporträt 1784 – eine der ganz wenigen Malerinnen des 18. Jahrh., die an einer Akademie studieren durfte, weil sie mit nur 6 Jahren als Wunderkind gilt.

Adolf von Menzel

ADOLF VON MENZEL

Realist. Von Menzel malt seine Schwester (1847), die neugierig aus dem Wohnzimmer herausschaut und sich denkt: „Was wohl da draußen so alles passiert?“ Das Licht einer Petroleum-Lampe auf dem Tisch erhellt die warmen Brauntöne.

GUSTAV KLIMT „Die Musik“

Gustav Klimt' s berühmtestes Gemälde

GUSTAV KLIMT’ s berühmtestes Gemälde

Das Porträt der intellektuellen Margaret Stonborough-Wittgenstein in einem langen weißen Samt-Moirée-Kleid mit passender Stola (1905)

ÉDOUARD MANET

ÉDOUARD MANET – “Das Boot”

Manet malt seinen Malerfreund und Kollegen Claude Monet, wie dieser auf seinem Boot auf der Seine außerhalb von Paris sitzt – neben ihm seine Frau – und malt. Das Boot war sein Atelier.

ÉDOUARD MANET – „Die Brücke von Argenteuil“

Unter der Brücke – einem drastischen Zeichen der fortschreitenden Industrialisierung – malt Manet ein schwarzes Boot auf der Seine, das seinem Malerfreund Claude Monet gehört.

Frühstück im Atelier

ÉDOUARD MANET – „Das Frühstück im Atelier“ (1868)

Ein jugendlicher Dandy im Vordergrund (vermutlich Manets Sohn, dessen Vaterschaft umstritten war, weshalb der Vater seinen Sohn kaum in der Öffentlichkeit präsentierte). Am rechten Tischende ist ein alter Herr mit Zylinder und Zigarre zu sehen und auf dem Tischtusch liegen noch die Reste von Austern und Zitronen. Eine Frau bringt eine Kanne mit frischem Kaffee (dargestellt wie eine Dienerin, doch es könnte die Ehefrau von Manet sein).

Seerosen

CLAUDE MONET – „Seerosen“ (1915) – „Les Nymphéas“

Claude Monat hat in Giverny (Normandie) ein altes Bauernhaus gekauft, sich dort niedergelassen, mehrere Teiche angelegt und vielfach Seerosen angepflanzt und gemalt. Dieses Gemälde in der Neuen Pinakothek ist herrlich anzusehen, wie sich die Zweige einer Trauerweide im Wasser eines Teichs wiederspiegeln. Die Wasserfläche ist in tiefen Blautönen gemalt. Auf dem Wasser liegen verschiedene Seerosen und grüne Seerosenblätter, die Monet in Dunkellila umrandet hat.

Blick auf Arles und Obstgärten

VINCENT VAN GOGH – „Blick auf Arles mit Obstgärten“ (1889)

typisch für van Goghs die kurzen, vibrierenden Pinselstriche. Zwischen Wahn und Wunder – ein Jahr vor seinem Suizid.

Sonnenblumen

VINCENT VAN GOGH – „Sonnenblumen“ (1888)

Vincent van Gogh hatte vier Zimmer im „Gelben Haus“ in Arles gemietet und richtete dort das „Atelier des Südens“ ein, wo er mit dem berühmten Paul Gaugin zusammenarbeiten wollte. Vincent van Gogh hatte das Zimmer für Paul Gaugin mit Sonnenblumen ausgemalt. Sonnenblumen stehen für die Bewahrung der Schöpfung, für positive Gefühle und sind zudem ein Symbol für Bewunderung und Freundschaft. Doch Paul Gaugin hatte eine gänzlich anderen Kunstphilosophie als der Holländer, es kam zum Bruch und Paul Gaugin wanderte nach Tahiti aus. Vincent van Gogh, damals bereits sehr depressiv, bekam eine Nervenkrise und hat sich sein linkes Ohr abgeschnitten.

Paul Gaugin auf Tahiti

PAUL GAUGIN – „Die Geburt“ (1896 auf Tahiti)

Im Hintergrund des Bildes kann man Ochs & Esel erkennen, davor eine tahitianische Frau mit einem Baby auf dem Arm (Es ist möglich, dass Paul Gaugin beim Malen dieses Bildes an Maria und das Jesuskind dachte).

Die Kauernde von August Rodin - Frankreichs berühmtesten Bildhauer

AUGUSTE RODIN – „Die Kauernde“ (1880)

Die bekanntesten Plastiken von Frankreichs führendem Bildhauer sind „Der Denker“ oder „Der Kuss“ (leider nicht in der Neue Pinakothek).

Auf dem Rundgang durch die französischen Impressionisten entdeckt der Besucher Landschaften und Porträts u.a. von Paul Cézanne, Pierre Auguste Renoir oder Edgar Degas.

Die Neue Pinakothek war zu ihrer Eröffnung 1853 die erste Sammlung „moderner“ Kunst weltweit. Der Auftrag für das Gebäude sowie der Grundstock der Sammlung stammen von König Ludwig I. Knapp 400 Werke europäischer Kunst vom 18. bis 20. Jahrhundert von deutscher Romantik bis hin zum französischen Impressionismus können in der Neuen Pinakothek bewundert werden (nach der Generalsanierung wieder ab 2029).

Die heutige Neue Pinakothek steht an der Stelle des 1853 errichteten Vorgängerbaus, der dem Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel. König Ludwig I. hatte damals die von den Architekten Friedrich Gärtner und August Voit entworfene Galerie für seine Sammlung zeitgenössischer Malerei auf dem Grundstück gegenüber der Alten Pinakothek bauen lassen. Er wollte einen Dialog zwischen der Kunst seiner Zeitgenossen und den als Vorbilder verehrten Alten Meistern ermöglichen.

Die wieder aufgebaute Alte Pinakothek

Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Alte Pinakothek konnte trotz der starken Kriegszerstörung originalgetreu wieder aufgebaut werden.

Die Alte Pinakothek Leo von Klenzes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Architekt Hans Döllgast wiederaufgebaut. Die Ruine der Neuen Pinakothek wurde abgebrochen und durch einen modernen Neubau nach Plänen von Alexander Freiherr von Branca ersetzt. In diesem Neubau sind neben der Galerie der Neuen Pinakothek auch die Verwaltung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und das Doerner Institut untergebracht.

Das Äussere von Brancas Neuer Pinakothek wurde wegen der auffälligen Zitate historischer Form- und Stilelemente gelegentlich kritisiert. Das Innere gilt als einer der besten Museumsbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Es geht um eine Abfolge unterschiedlich grosser, hervorragend beleuchteter Räume, die sich an den Bedürfnissen der ausgestellten Werke orientieren.

Der Auftrag für das Gebäude sowie der Grundstock der Sammlung zeitgenössischer Kunst stammen von König Ludwig I. Knapp 400 Werke europäischer Kunst vom 18. bis 20. Jahrhundert können in der Neuen Pinakothek bewundert werden. Das sind Werke von der deutschen Romantik bis hin zum französischen Impressionismus. Sehenswerte Beispiele sind Meisterwerke von Carl Spitzweg, Carl Rottmann, Gustav Klimt und den Protagonisten der Plein Air Malerei. Impressionisten wie Claude Monet, Édouard Manet, Camille Pissaro, Auguste Renoir, Paul Gauguin, Paul Cézanne und Vincent van Gogh sind hier hervorragend vertreten.

Ernst Ludwig Kirchner

Bildnis Dodo

Das Frankfurter Städel Museum erwarb 1911 mehrere Werke van Goghs für den Aufbau einer modernen Kunstsammlung – so auch das “Bildnis des Dr. Gachet“. Es zeigt van Goghs umstrittenen Nervenarzt und ist das letzte Porträt, das der Künstler vor seinem Selbstmord malte. 1937 wurde das Gemälde von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, zu “entarteter Kunst” erklärt und gegen Devisen auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft. 1990 wurde das bis dahin teuerste Kunstwerk aller Zeiten für 82,5 Millionen Dollar versteigert und ging in unbekannten Privatbesitz über.

Die neue Neue Pinakothek

Alexander Freiherr von Branca errichtete diesen Neubau in den 1980er Jahren

Die Galerie der Neuen Pinakothek ist aus baulichen Gründen und zur Vorbereitung umfangreicher Sanierungsmaßnahmen für die Öffentlichkeit voraussichtlich bis 2025 geschlossen. Eine Auswahl von Meisterwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts werden seit Sommer 2019 im Erdgeschoss der Alten Pinakothek (Ostflügel) und in der Sammlung Schack gezeigt.

Seit 40 Jahren begleite ich als Gästeführerin Kunstfreunde aus bisher 50 Ländern durch die höchst interessante Sammlung des 19. Jahrhundert, speziell zu unglaublichen wertvollen Kunstwerken der impressionistischen und post-impressionistischen Epoche.

Eintritt Sonntag: 1 EUR pro Person

New Art Gallery – Impressionism meets Romanticism

The „Neue Pinakothek“ (New Art Gallery) was first opened in 1853. It became the first public mueum of “modern” art in the world. The building was ordered and financed by King Ludwig I. He wanted to have his private art collection displayed for his people by his favorite architect Leo von Klenze. During our guiding tour I will take you to some of the most adorable 400 European art pieces from the 18th to the 20th century. You will delighted by German Romanticism as well as by impressive French Impressionism: Claude Monet, Édouard Manet, Camille Pissaro, Auguste Renoir, Paul Gauguin, Paul Cézanne and Vincent van Gogh. Fans of this genius painter can admire several masterpieces in the New Pinakothek including one of his world famous painting showing the “Sun Flowers”.

The Blue Vase - Paul Cézanne (Louvre)

The Blue Vase – Paul Cézanne

Romantic sentimentalism is shown in the works by Caspar David Friedrich. Society painters like Wilhelm von Kaulbach and Carl von Piloty express the newly awakened interest in German history. The New  Art Gallery hosts art of celebrated portraitists and landscapists from England, Spain and France. Thomas Gainsborough, Francisco de Goya and Jacques Louis David are represented marvelously.

The collection of French Impressionist includes masterpieces by Monet, Manet, Degas, Pissaro and Renoir. Paul Cézanne, Gauguin and Vincent van Gogh represent the pioneers of modern art. The museum also exhibits fine sculptures of the same period.

Actually the building of the New Art Gallery is closed for a general repair until 2025. Since summer 2019 masterpieces of the 19th century can be admired in the east wing of the Old Pinakothek as well in the gallery Schack in Munich-Bogenhausen.

Entrance fee on Sundays: 1 EUR per person.

Barbara Schöne, Your Tour Guide since 40 years in German, English and French

König Ludwig I. war ein großer Freunde der klassischen Architektur und der schönen Künste. Er ließ die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek,den Königsplatz, die Ludwigstrasse mit der Universität, die Feldherrnhalle und das Siegestor erbauen.
König Ludwig I. – Bauherr der Alten und der Neuen Pinakothek, des Königsplatzes, der Ludwigstrasse, der Ludwig-Maximilian-Universität, der Feldherrnhalle und des Siegestors

BARBARA SCHÖNE – Offizielle Gästeführerin in Deutsch, Englisch und Französisch

Viktualienmarkt mit Probiertour – Food and Vegetable Market – Le Marché aux Victuailles

Viktualienmarkt mit Probiertour – Food and Vegetable Market – Le Marché aux Victuailles

Karl-Valentin-Brunnen auf dem Viktualienmarkt

Karl Valentin ist ein berühmter Münchner Komiker und Volkssänger. Auf dem Viktualienmarkt wird er mit einem herrlichen Brunnen geehrt. Einer seiner vielen Sprüche: “Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen wie sie sind”.

Der Viktualienmarkt erfreut ich immer größerer Beliebtheit und entwickelte sich vom Bürgerspital zur Trüffelparade

Der Viktualienmarkt ist ein wunderbarer Ort, um die Münchner Vorliebe für sinnliche Genüsse zu pflegen. Dieser Markt ist ein Lieblingsort der Einheimischen und unzähliger Touristen. Inmitten der historischen Altstadt  gehört dieser Marktflecken zu München wie die Isar und der Liebfrauendom. Viktualie ist das lateinische Wort für Lebensmittel. Diese werden hier in allerbester Qualität und schier endloser Fülle angeboten. Exotische Früchte aus Übersee, Gemüse und Kräuter aus der Region, Flug-Obst aus Fernost, Mini-Bananen aus Südamerika, Matjes-Fischsemmel mit knackigen Zwiebeln, neue Kartoffeln aus ökologischem Anbau, fangfrischer Lachs und Schrimps sowie exotische Säfte. Diese Köstlichkeiten sind liebevoll garniert mit herrlich bunten Blumen. Mittendrin dominiert ein schön dekorierter Maibaum neben dem Biergarten und den schattigen Kastanien. Es gibt kaum einen schöneren Ort, um sich unter Münchnerinnen und Münchnern zu mischen.

Auf dieser köstlichen Stadtführung dürfen Sie ausgewählte Schmankerl probieren und im Gespräch mit alteingesessenen Marktleuten hinter die Kulissen schauen. Die Händler geben Ihnen gerne bereitwillig Experten-Tipps. So genießen Sie mit mir den malerischen Viktualienmarkt bei einer kulinarischen Stadtführung. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und heutige Bedeutung des Markts und probieren Sie kleine regionale aber auch internationale Köstlichkeiten.

Köstlichkeiten aus Südeuropa

Oliven, frische Dips und Brotaufstriche – mal scharf, mal dezent – laden zum Probieren ein. Da kommt Feierlaune auf.

Was Sie erwartet: Freuen Sie sich auf einen amüsanten Rundgang und amüsieren Sie sich über die Geschichten rund um den Maibaum. Diese kulinarischen Spaziergänge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Erfahren Sie mehr über die Historie des Marktes. Er hat sich im Lauf der Jahrhunderte vom Bürgerspital zur Trüffelparade entwickelt. Lassen Sie sich Schmankerl schmecken und probieren Sie bayerische Antipasti.

Erfreuen Sie sich an den bunt dekorierten Marktständen mit einer großen Vielfalt von frischem Obst und Gemüse. Für Feinschmecker werden Trüffel wie Edelsteine präsentiert. Meeresgetier ist wie ein barockes Stillleben arrangiert. Diese Köstlichkeiten verraten ein Gespür dafür, dass sie eine gepflegte Inszenierung verdienen und ihren Preis haben. Kosten Sie herzhafte Wurst- und Schinkenspezialitäten, ein extraknuspriges Bauernbrot wie früher oder testen Sie exquisite Käsevariationen aus Südfankreich oder der Normandie. Das alles gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft des Karl-Valentin-Brunnens und des großen Biergartens.

Biergarten unter schattigen Kastanien

Der Biergarten am Viktualienmarkt erfreut sich besonderer Beliebtheit bei der Bevölkerung und Touristen gleichermaßen.

Die Biergartentradition in Bayern hat eine jahrhunderte alte Tradition. Mit der Biergartenrevolution haben wir 1995 dafür gesorgt, dass der damaligen Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber eine bayernweite Biergartenverordnung erlassen hat. Großartig!

Ihnen kommt das Marktreiben vertraut vor? Vermutlich kennen Sie „München 7“ oder eine der anderen Fernsehserien und Filme, die hier spielen. Heute sind SIE die Protagonisten bei der Viktualienmarkt-Probiertour.

Eine solche Probiertour über den Viktualienmarkt ist nur nach vorheriger Reservierung beim Kommunalreferat möglich.

Wegen der Corona-Pandemie, den Abstandsregeln und Hygienevorschriften sind derzeit keine Probiertouren erlaubt.

Führungshonorar für eine 2-stündige Führung über den Viktualienmarkt einschließlich Verkostungen an verschiedenen Marktständen bei Gruppen bis 20 Personen: EUR 30 bis EUR 33 pro Person je nach Teilnehmerzahl

Mindest-Teilnehmerzahl: 10 Personen

Solllte Ihr Familienausflug weniger Teilnehmer umfassen, sprechen Sie mit mir wegen des Führungshonorars und der Probiertouren.

Treffpunkt: unter dem Maibaum auf dem Viktualienmarkt oder auf Wunsch am Fischbrunnen Marienplatz 8.

Ende: Biergarten unter schattigen Kastanien oder bei Regen im Pschorr

Barbara Schöne – Ihre Stadtführerin mit Herz und Verstand -:)

Köstlicher Spaziergang über den traditionellen Viktualienmarkt mit Verkostung von regionalen und internationalen Köstlichkeiten
Amüsante Probiertour über den Viktualienmarkt

Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut” (Karl Valentin)

Beim Brunnenfest auf Viktualienmarkt präsentieren am Freitag, 2. August 2024, Volkssänger*innen, Volksschauspieler*innen, Kabarettist*innen und Kostümgruppen traditionelle Münchner Unterhaltungskunst. Sie treten an drei Bühnenstandorten auf: am Karl-Valentin-Brunnen beim Café Nymphenburg, am Liesl-Karlstadt-Brunnen beim Biergarten und am Elise-Aulinger-Brunnen bei der Hl.-Geist-Kirche. Zusätzlich spielen Gruppen spontan an verschiedenen Plätzen auf dem Viktualienmarkt. Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung um 12 Uhr am Karl-Valentin-Brunnen.
Insgesamt spielen über 70 namhafte Künstler*innen, darunter die Couplet-AG, Roland Hefter, Drent und Herent, De Gschubstn, Tobi Boek und Tobias Probst. Jürgen Kirner übernimmt die künstlerische Leitung der Veranstaltung.
Kira Weißbach, 2. Werkleiterin der Märkte München: „Die beliebten Volkssänger-Brunnen am Viktualienmarkt sind stadtbekannt. Einheimische und Besucher*innen lieben die gemütliche Marktatmosphäre beim Karl Valentin, bei der Liesl Karlstadt und der Elise Aulinger. Während des Brunnenfests wird kräftig gesungen und aufgespielt. Wir führen die Tradition der Volkssänger*innen fort und betonen die gemütliche Aufenthaltsqualität im Herzen Münchens. Da macht der anschließende Einkaufsbummel doppelt Spaß.“

Alte Pinakothek

Alte Pinakothek

O wie schön ist doch die Welt der Kunst! Wobei: Noch schöner ist manchmal die Welt derjenigen, die sich mit der Kunst beschäftigen. Die Alte Pinakothek ist berühmt für die Meisterwerke der Alten Meister von der Gotik bis Ende des 18. Jahrhunderts: Roger van der Weyden und seine Anbetung der Könige im “Columba-Altar”. Albrecht Altdorfer’s “Alexanderschlacht”.  Albrecht Duerer mit seinem “Selbstportrait im Pelzrock” und “Die Vier Apostel”. Peter Paul Rubens mit dem “Jüngsten Gericht”. Raffael mit der “Madonna Tempi”. Antony van Dyck, ein gefeierter Porträtist des flämischen Barocks. Leonardo da Vinci mit “Der Madonna mit der Nelke”. Rembrandt von Rijn mit seinem jugendlichen “Selbstbildnis”. Tiepolo und “Die Anbetung der Könige”. François Bouchers “Madame de Pompadour”. Das sind herausragende, weltberühmte Meisterwerke europäischer Kunst.

Rogier van der Weyden

Das Meisterwerk von Roger van der Weyden: “Die Anbetung der Heiligen Drei Könige“. Aus dem Morgenland bringen die königlichen Hoheiten dem neugeborenen Christuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe zum Geschenk. Die kostbaren Gewänder der Könige sind malerisch großartig gestaltet. Im Stall sind Maria und Joseph mit Ochs und Esel zu sehen.

Der kunstsinnige König Ludwig I. hat diese Gemäldegalerie 1836 seinem Volk gewidmet. Jedermann kann sich an diesen einmaligen Kunstwerken erfreuen. An Sonn- und Feiertagen beträgt der Eintritt ins Museum nur 1 Euro pro Person. Die Alte Pinakothek hat eine große Bedeutung für das kulturelle und wissenschaftliche Leben.

Die Alte Pinakothek ist eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Über 700 Werke des 14. bis 18. Jahrhunderts sind in den 19 Sälen und 47 Kabinetten des Hauses ausgestellt. Der Betrachter sollte sich hin und her bewegen, um die Kunstwerke richtig erleben und erfassen zu können.

Die RUBENS-SAMMLUNG ist das Herzstück der Alten Pinakothek

Peter Paul Rubens mit seiner Frau Isabella Brant in der Geissblattlaube

Dieses Hochzeitsbild zeigt den jungen Maler Peter Paul Rubens mit seiner jungen Frau Isabella in hochwertigen Gewändern. Besonders besticht die Halskrause feinster Brüsseler Spitze und ist Zeugnis der damaligen spanisch beeinflussten Mode in Brüssel und Antwerpen.

Etwas mehr als 40 Gemälde des flämischen Barockmalers sind hier zu sehen. 1698 hat der bayerische Kurfürst Max Emanuel diese in Antwerpen erworben – beispielsweise den “Engelssturz”. Beim Betrachten entsteht ein Knäuel von düsteren Wesen, die taumelnd nach unten fallen. Darüber sind mehrere engelhafte Figuren zu sehen. Mittendrin ist ein gerüsteter Engel mit Flammenschwert und rotem Umhang. Die Leinwand ist 12 Quadratmeter groß und knapp 5 m hoch. Es wird einen Kampf gezeigt, der seinem Ende entgegenzugehen scheint. Rubens selbst nennt das Bild “Heiliger Michael”.

Erzengel Michael gilt als Symbolfigur der Gegenreformation. Man könnte Rubens auch als Anführer des himmlischen Heeres in der Verteidigung der katholischen Kirche gegen die protestantischen Ketzer bezeichnen. Zudem ist der Erzengel Michael auch Schutzpatron Bayerns. Der Heilige Michael ist ein Kämpfer, der sich für die gute Sache einsetzt und gegen Übeltäter vorgeht.

Ich empfinde es als überwältigend, was Rubens gemalt hat. Je länger ich das Bild anschaue, desto stärker wirkt es auf mich. Mich beeindruckt die Ruhe des Gottvaters, weil er nicht eingreift sondern gelassen zusieht, denn er weiß, es wird so ausgehen, wie er sich das vorstellt.

Es waren die Fürsten der Gegenreformation, die bedeutende Werke bei Rubens in Auftrag gaben. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Vormacht der Gegenreformation in Deutschland, das tief katholische Bayern, mit besonderem Eifer Rubens sammelte.

Leonardo da Vinci war erst 23 Jahre alt, als er dieses herausragende Madonnenbild malte und dazu den Bilderrahmen aufwendig gestaltete und bemalte. Das Gewand der Madonna zeigt meisterlich den Faltenwurf. Der gelbe Unterrock ist in einer liegenden Acht dargestellt. Im Hintergrund öffnen sich 4 Fenster, die die 4 Elemente oder die 4 Jahreszeiten symbolisieren könnten. Durchdiese Fenster geht der Blick in eine idyllische Landschaft mit Himmel, Bergen und Wäldern – typisch für die beginnende Renaissance

 

"Madonna mit der Nelke" mit aufwendig gestaltetem und von Leonardo da Vinci bemalten Bilderrahmen

Ein Frühwerk des damals erst 23-jährigen Leonardo da Vinci

 

 

 

 

“Madonna mit der Nelke“. Das ist das einzige Ölgemälde von Leonardo da Vinci im deutschsprachigen Raum. Es ist ein Frühwerk Leonardos aus dem Jahr 1475. Da war der Künstler gerade 23 Jahre alt. Er arbeitete in der Werkstatt seines Lehrers Andrea del Verrochio. Das Bild hängt in der Alten Pinakothek fast versteckt, es ist mit 62 mal 47 Zentimetern nicht gerade groß. Da die Gemäldegallerie Alter Meister viele Schätze hat von Rubens über Bruegel bis Duerer, wird Leonardos Madonna ohne Brimborium gezeigt. Natürlich ist das Bild mit unendlich starker christlicher Symbolik ausgestattet. Das wohl genährte Christuskind greift nach einer Nelke, das Symbol seines Opfertods und der göttlichen Liebe.

An diesem Bild lernen meine Gäste auch erste Ansätze von Leonardos Maltechnik kennen. Es geht um die konsequente Anwendung von hell und dunkel, um den Figuren eine überzeugende Körperlichkeit zu verleihen. Die Konturen zeichnen nicht scharf, sondern weich, fast verschwommen.

Wie das Gemälde nach Bayern gelangte, ist unklar. 1889 soll es im verschmutzten Zustand aufgetaucht sein. Angeblich kaufte es der Günzburger Apotheker und Arzt Dr. Alexander Haug für nur 22 Mark aus einem Nachlass. Er brachte es in die Alte Pinakothek. Der damalige Direktor erkannte die Urheberschaft Leonardos an. Die Pinakothek kaufte das Bild. Haug soll für seine Verdienste den Michaelsorden III. Klasse erhalten haben.

München gibt diesen Schatz wohl nie wieder her – nicht einmal leihweise. Als der Pariser Louvre 2019 für die große Ausstellung zum 500. Geburtstag des Meisters anfragte, kam aus München ein klares Nein: “Unverleihbar, aus konservatorischen Gründen”.

Viel bewundert ist ein Genrebild von Pieter Bruegel d. A. 1576 hat er ein farbenfohes Bild Im Schlaraffenland gemalt, das wir auf meinem Rundgang zweimal anschauen, damit wir alle herrlichen Details sehen. Pieter Bruegel zeigt mit viel Humor Völlerei und Faulheit der Menschen und bezieht sich auf eine Erzählung des Meistersängers Hans Sachs, der den Müßiggang geiselt. Offenbar vollgefressen und mit einem wohl nicht geringen Promille-Pegel im Blut liegen die Männer im Schlaraffenland um einen gedeckten Tisch herum.

Barbara Schöne, Offizielle Gästeführerin seit 40 Jahren

Alte Pinakothek (English) – Old Pinacoteca

This is one of the oldest and finest art galleries in the world. Over 700 European masterpieces retrace the history of painting from the Middle Ages to the end of the Rococo-Period. The Venetian school is represented by master painter Titian. Dutch Baroque is represented by Frans Hals. Rubens (with one of the world largest collections of his works) occupies the center of the museum with 40 paintings.

Die Evangelisten von Albrecht Duerer

Die beiden übergroßen Tafeln zeigen die Vier Apostel mit ihren Attributen der vier Evangelisten. Das ist eines der herausragenden Meisterwerke der Renaissance in der Alten Pinakothek.

Other highlights are the paintings by German masters like Albrecht Altdorfer and Albrecht Duerer. The master of Nuremberg counts among the most important representative of the Renaissance. The Old Pinacoteca owns Duerers outstanding “Four Apostles” from 1526 as well as his unique “Self-portrait in a fur coat” from 1500.

Self-Portrait of Albrecht Duerer in a fur coat

In the year 1500 Albrecht Duerer painted his self-portrait in Nuremberg wearing an elegant fur coat. His curly hair falls properly down onto his shoulders. His finger points right up to his nose and forehead – a real masterpiece of the German Renaissance.

The impressive building of the Old Pinacoteca (Art Gallery) was designed by architect Leo von Klenze. The Art Gallery was finished in 1836 to be considered an architectural masterpiece. King Ludwig I. intended that his Art Gallery might become a model for other museums from Rome to Saint Petersburg.

The building in the style of Italian Renaissance already gives an idea of what kind of sightseeing and treasures it hides inside. I will guide you to the rooms on the upper level to show you some of the 700 paintings from the 14th – 18th century. You will get an almost entire view of European paintings of this time: Dürer, Botticelli, Leonardo da Vinci, Roger van der Weyden, Rembrandt or Peter Paul Rubens – the master of the Flemish Baroque. These are only some of the artists. 40 creations of Rubens are displayed.

Die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer

Die Schlacht Alexanders des Großen im Jahr 333 bei Issus.  Alexander der Große schlägt den persischen König Darius in die Flucht. Dieser Sieg Alexanders war gleichzeitig ein Sieg des Okzidents über den Orient. Phantastisch gemalt ist das Wolkengetümmel am Himmel, das die Schlacht auf der Erde wiederspiegelt. Eine glanzvolle und farbenprächtige Miniaturmalerei (1529)

Entrance on Sundays: 1 EUR per person (to allow anybody to vitis this spectacular painting galery).

Barbara Schoene, your tour guide for art and culture since 40 years

König Ludwig II. von Bayern – Biographie

König Ludwig II. von Bayern – Biographie

Schloss Nymphenburg umgeben vom Kanalsystem Kurfürst Max Emanuels

Das Hauptschloss Nymphenburg wurde ab 1664 nach der Geburt des lang ersehnten Thronfolgers Max Emanuel von italienischen Architekten vor den Toren von München erbaut.

Biographie

Am 25. August 1845 wurde der legendäre Kronprinz Ludwig und spätere Bayernkönig Ludwig II in Schloss Nymphenburg geboren. Seine eigentliche Heimal lag jedoch in den bayerischen Bergen. Am wohlsten fühlte er sich in der Bergeinsamkeit. Ludwig II. regierte in Bayern von 1864 bis 1886.
Der Märchenkönig Ludwig II. starb am Pfingstsonntag, 13. Juni 1886, unter bisher mysteriösen Umständen zusammen mit seinem Gutachter Dr. Bernhard von Gudden im Starnberger See.

König Ludwig II. von Bayern (G. Schachinger)

König Ludwig II. im kostbaren Umhang aus mit Goldfäden besticktem Samt und Hermelin (G. Schachinger)

Ein ewig Rätsel

Der Mythos bildete sich schon zu Lebzeiten des Königs. “Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen” hatte Ludwig einst seiner Erzieherin geschrieben. Dieses Rätselhafte fasziniert die Menschen noch heute.

Der Dichter Paul Verlaine nannte Ludwig II. den “einzigen wahren König dieses Jahrhunderts”. Der menschenscheue Träumer, das Gegenbild eines Bürgerkönigs, ist noch heute als “der Kini” in Bayern präsent und wird als Idol verehrt.

Eine königliche Villa in einem prachtvollen Landschaftspark im Graswangtal

Schloss Linderhof war das Lieblingsschloss des baufreudigen Königs. Vor dem Schloss ist die vergoldete Liebesgöttin Venus inmitten eines großzügigen Wasserbassins dargestellt.

Seine Schlösser sollte nie ein Fremder betreten. Seit dem Tode König Ludwigs II. wurden sie bisher von mehr als 60 Millionen Menschen besucht. Die drei Königsschlösser sind steinerne Zeugen der idealen Gegenwelt, die der König sich in Abwendung von der Gegenwart errichtete. Sie wurden die Bühne seines Lebens als König von Gottes Gnaden.

An dem Versuch der Selbstverwirklichung im Historischen, im Poetischen und im Idealen ist Ludwig II. schließlich gescheitert. Um seinen myseriösen Tod haben sich viele Legenden gebildet. In einem privaten Film wollte ein Königstreuer 2018 im Gemeindehaus in Putzbrunn sogar darlegen, dass König Ludwig II im Starnberger See rücklings erschossen wurde. Die offiziele Version spricht davon, daß der König seinen Tod der Rückkehr in die Wirklichkeit vorzog.

Kronprinz Ludwig

Portrait des jungen Ludwig (W. Tauber)

Portrait des jungen Ludwig
(W. Tauber)

Der Geburtstag des Kronprinzen fiel auf den Tag des heiligen Ludwig IX., König von Frankreich und Stammvater des Hauses Bourbon. König Ludwig I. von Bayern, sein Großvater und Taufpate, war auch am 25. August geboren worden. König Ludwig I. hat also Ludwig XVI. von Frankreich zum Paten gehabt.
Für das Selbstverständnis des Kronprinzen blieb diese Beziehung zum Königshaus der Bourbonen zeitlebens bedeutsam.

Ludwig und sein jüngerer Bruder Otto wurden streng und pflichtbetont erzogen. Die Eltern waren König Maximilian II. von Bayern und seine preußische Gemahlin, Königin Marie. Die Eltern hielten Distanz zu ihren Söhnen.

Ludwig kostümierte sich gern … Ludwig zeigte Freude am Theaterspielen, liebte Bilder und dergleichen … Ludwig schenkte gern anderen von seinem Eigentum, Geld und Sachen” vermerkte die Mutter. All das blieb so. Auch die starke Phantasie, der Hang zur Solitude und sein ausgeprägtes Hoheitsgefühl sind bei Ludwig von Kindheit an überliefert.

König Ludwig II. in seiner Paradeuniform mit Hermelinumhang (F. v. Piloty)

König Ludwig II. wurde als junger König von Bayern in seiner Paradeuniform mit Hermelinumhang portraitiert (F. v. Piloty)

Der junge König

Nach dem  plötzlichen Tod seines Vaters König Maximilian II bestieg Ludwig mit erst 18 Jahren 1864 den Thron. Der jugendliche Ludwig war ohne Lebens- und Politikerfahrung. Von den Frauen, insbesondere von Europas Prinzessinnen, wurde Ludwig schwärmerisch verehrt.

Im Rückblick äußerte er 1873:
Ich bin überhaupt viel zu früh König geworden. Ich habe nicht genug gelernt. Ich hatte so schön angefangen, Staatsrecht zu lernen. Plötzlich ward ich herausgerissen und auf den Thron gesetzt. Nun, ich suche noch zu lernen …”

Schon 1866 erlitt Ludwig II. die größte Niederlage seines Lebens. Das expandierende Preußen besiegte 1866 im “Deutschen Krieg” Österreich und das Königreich Bayern. Seitdem war Bayern außenpolitisch von Preußen abhängig. Damit hat König Ludwig II. seine Souveränität verloren und war nur noch ein “Vasall” seines preußischen Onkels.

Richard Wagner

Die Musikdramen und Schriften Richard Wagners begeisterten bereits den Kronprinzen. Mit 14 Jahren durfte er zum erten Mal die Oper “Lohnegrin” besuchen. Er war fortan fasziniert von der Persönlichkeit Richard Wagners und dessen Umfeld mit der schönen Cosima von Bülow (Tochter des Komponisten Franz Liszt). Ludwig beschloss, den Komponisten nach München zu holen, sobald er König sei. Die Festspielidee faszinierte den romantischen Monarchen. 1864 ließ der junge König den sächsischen Komponisten Wagner zu sich rufen und rettete ihn damit aus größter Not und dem Schuldturm in Wien.

… Heute wurde ich zu ihm geführt. Er ist leider so schön und geistvoll, seelenvoll und herrlich, dass ich fürchte, sein Leben müsse wie ein flüchtiger Göttertraum in dieser gemeinen Welt zerrinnen. Von dem Zauber seines Auges können Sie sich keinen Begriff machen. Wenn er nur leben bleibt! Es ist ein unerhörtes Wunder!” schwärmte der Komponist nach der ersten Begegnung in München.

Opernkomponist Richard Wagner, Fotografie F. Hanfstaengl

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung König Ludwig II. für Richard Wagner entstanden viele weltberühmte Opernwerke und das Festspielhaus in Bayreuth,
Fotografie F. Hanfstaengl

In den folgenden Jahren wurde München durch die Uraufführungen von “Tristan und Isolde” (1865), “Die Meistersinger von Nürnberg” (1868), “Das Rheingold” (1869) und “Die Walküre” (1870), zur Musikhauptstadt Europas. Ludwig II. führte damit die mäzenatische Tradition des Hauses Wittelsbach glanzvoll fort.

Wagner allerdings musste München schon Ende 1865 verlassen, da er sich in Regierungsgeschäfte einmischte. Zudem lebte er auf Kosten des romantischen Königs verschwenderisch wie ein Fürst. Später verwahrte sich Ludwig II. auch gegen antisemitische Äußerungen des Freundes. Am kostspieligen Dienst für das Genie Wagner hielt der König allerdings fest.

Das für München geplante monumentale Festspielhaus wurde in stark vereinfachter Form in Bayreuth errichtet und 1876 mit dem Zyklus “Der Ring des Nibelungen” eingeweiht. 1882 wurde in Bayreuth “Parsifal” uraufgeführt. Ohne das Engagement König Ludwigs II. hätte es die Bayreuther Festspiele nie gegeben. Für diese wegweisenden Entscheidungen unseres Märchenkönig bin ich als Wagnerianerin heute noch aus tiefstem Herzen dankbar.

Gegenwelt

Ludwig II. war durchdrungen von der Idee eines heiligen Königtums von Gottes Gnaden. In der Realität war er ein konstitutioneller Monarch. Er war ein Staatsoberhaupt mit Rechten und Pflichten und geringen Spielräumen. Er begann mit der Errichtung seiner drei Königsschlösser in Linderhof, Hohenschwangau und auf der Herreninsel. Mit dem Schlösserbau kreierte sich der König seine Traumwelt. Er lebte in einer unrealistischen Gegenwelt, in der er sich als wahrer König empfinden konnte. Seit etwa 1875 lebte der König nachts und schlief am Tage.

Bereits 1868 entstanden von Theatermalern geschaffene Idealentwürfe für eine “Neue Burg Hohenschwangau” hoch über dem beschaulichen Hohenschwangau seines Vaters. Der erste Entwurf zeigte einen “Byzantinischen Palast” und eine Kopie von Versailles.

Das üppig ausgestattete Treppenhaus mit Marmorstufen in Schloss Herrenchiemsee

Das Prunktreppenhaus in Schloss Herrenchiemsee wurde noch prächtiger und großzügiger errichtet als das Treppenhaus von Sonnenkönig Ludwig XIV. von Frankreich in Versailles.

Die “Neue Burg” (heute Schloss Neuschwanstein genannt) versetzte den scheuen König in das christliche Königtum des Mittelalters. Ab 1878 wurde das neue Versailles Herrenchiemsee errichtet. Es vergegenwärtigte den barocken Absolutismus der bourbonischen Könige Frankreichs, die Ludwig sehr verehrte.

Eine königliche Villa in einem herrlichen Landschaftspark

Schloss Linderhof war das Lieblingsschloss des baufreudigen Königs. Vor dem Schloss ist die vergoldete Liebesgöttin Venus inmitten eines Wasserbassins dargestellt.

Linderhof im Graswangtal wurde ab 1869 zu einem Sammelplatz für Illusionen verschiedenster Herkunft. Dort wurde die modernste Technik unter anderem durch Herrn Siemens unterstützt. Werner von Siemens ist der Gründer des größten deutschen Unternehmens für Elektrik und Elektronik von heute.

Nächtliche Schlittenpartie Ludwigs II. im Graswang Tal unweit von Schloss Linderhof (R. Wenig)

Nächtliche Schlittenpartie
Ludwigs II. (R. Wenig)

Auch bei der Folge fantastischer Kutschen und Schlitten wurde modernste Technik verwendet. Der romantische träumerische König ließ sich gerne nachts kutschieren. Die Schlittenbeleuchtung war eine mit Batterie betriebene Laterne.

Gegenüber dem Aufenthalt in den Bergen wurden seine Tage in München immer kürzer. Ludwig II. wollte auch in München seine Gegenwelt aufrechterhalten. Dabei halfen ihm die “Separatvorstellungen” im Hoftheater. Die Opern- und Schauspielaufführungen wurden nur für den König allein aufgeführt. Er hatte sich zwei Tage vor der Hochzeit mit seiner Verlobten getrennt. Seine junge Cousine Prinzessin Sophie in Bayern war untröstlich. Auch ihr Leben verlief anders als von den liebenswerten Eltern geplant.

Königshaus am Schachen

Königshaus am Schachen

Ab 1870 ließ Ludwig II. ein Ferienhaus im Schweizer Chalet-Stil auf der Schachenalm im Hochgebirge auf knapp 1900 Metern Höhe errichten und eine Zufahrt von Elmau aus anlegen. Die grandiosen Hochgebirgseindrücke der bayerischen Alpen faszinierten Ludwig. Das Erdgeschoss wurde mit wertvollem Zirbelholz getäfelt. Eine Wendeltreppe geht hinauf in einen hohen Raum. Dieser ist üppig mit vergoldetem Ornament ausgeziert und von großen bunten Glasfenstern phantastisch beleuchtet. Kostbare Teppiche sind ausgelegt. In diesem “Maurischen Saal” ließ der König Ideen aus einem historischen Saal im Palast des Sultans Selim II. verwirklichen. An den Wänden hängen prunkvolle Leuchter, in der Mitte befindet sich ein Springbrunnen, daneben stehen Vasen mit Straußenfedern, bunt verglaste Fenster tauchen den Saal in ein Farbenmeer. Ludwig und seine Diener trugen hier türkische Tracht und rauchten Wasserpfeife anlässlich seines Geburtstages am 25. August. Die Iden zum orientalischen Dekor entdeckte der schwärmerische König in einem britischen Buch, da er sich gern und oft mit den Kulturen des Orients beschäftigte.

Auf unserer rund 2-stündigen Auto- / Busrundfahrt erzähle ich Ihnen als Gästeführer die Geschichte des Königshauses. Sie erfahren Details aus dem ungewöhnlichen Leben des schwärmerischen Königs sowie über die technischen und politischen Schwierigkeiten beim Bau der “Burg”. Sofort nach dem mysteriösen Tod des knapp 42jährigen Königs wurde der Bau eingestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. An Pfingstsonntag, 13. Juni 1886, waren der König und sein Leibarzt Dr. von Gudden von einem Spaziergang am Starnberger See am Abend nicht nach Schloss Berg zurückgekehrt. Ein Suchtrupp wurde losgeschickt. Der Leibfischer Ludwigs, Jakob Lidl an der Spitze, fischte die beiden leblos aus dem Starnberger See und erkannte eindeutig den Psychiater und seine Majestät. Was wirklich passiert ist, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Die einzig wahre Geschichte wird es wohl nie geben.

Das Märchenschloß Neuschwanstein

Auf einen harten Fels gebaut steht Schloss Neuschwanstein hoch über der Pöllatschlucht mit grandiosem Blick hinüber zum Forgensee, Alpsee und nach Füssen.

Barbara Schöne, Reiseleiterin und Gästeführerin seit 40 Jahren